Dill

Dill

Anethum

Pflanzenfamilie

Doldenblütler (Apiaceae)

Auch bekannt als

Dillkraut, Gurkenkraut, Dillfenchel, Dille

Anbaupause Fruchtwechsel

4 Jahre

Saisonübersicht

Aussaat

Ernte

J

F

M

A

M

J

J

A

S

O

N

D

Details

Lichtbedarf

Sonnig

Wasserbedarf

Trocken

Boden

Leicht (sandig)

Nährstoffbedarf

Mittel

Lichtkeimer

Keimtemperatur

15 - 20 °C (Grad Celsius)

Pflanzabstand

12 cm

Reihenabstand

25 cm

Saattiefe

0.5 cm

Anleitungen

Die Saison für diese Pflanze hat noch nicht begonnen. Die folgenden Anleitungen sind für die beginnende Saison.

Ende März

Direktsaat

Ende März

Startdüngung

Mitte April

Ausdünnen

Beschreibung

Dill, Dille oder Gurkenkraut, auch Dillkraut und Dillfenchel genannt (Anethum graveolens), ist eine Pflanzenart der Gattung Anethum innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie stammt ursprünglich aus Vorderasien, wird heute jedoch weltweit angebaut. Es ist der einzige Vertreter der Gattung Dill (Anethum). Die Beliebtheit des Dills als Gewürzpflanze verschaffte der monotypischen Gattung einen großen Bekanntheitsgrad. Kaum eine andere Gewürzpflanze erfreut sich im Beet und Topf größerer Beliebtheit im deutschsprachigen Raum als der Dill. Bereits im Garten entfaltet sie einen durch Fette und Öle hervorgerufenen aromatischen Duft. Die verschiedenen Zuchtformen bieten für jeden das Richtige, egal ob ein intensives Aroma, ein großer Ertrag oder eine späte Blüte gewünscht ist. Optisch ist Dill dabei eine ansprechende Nutzpflanze. Dill gehört zu den Doldenblütern und präsentiert den vertrauten Anblick eines doldigen Blütenstandes, der zahlreiche Insekten anlockt. Verbreitung Das natürliche Vorkommen des Dills liegt in Vorderasien. Als beliebte Gewürzpflanze trat der Dill von dort aus eine Reise in die Gärten der ganzen Welt an. Im Mitteleuropa und Deutschland sind verwilderte Bestände zu finden. Blatt Die Blätter sind wie der Stängel hellgrün bis blaugrün gefärbt. Die Laubblätter sind fein gefiedert und besitzen keine Nebenblätter. Die weiter oben an der Pflanze wachsenden Blätter sind weniger stark verzweigt und bleiben insgesamt kleiner als die unteren Blätter. Blüte Die Blüten stehen in großen, auffälligen Dolden mit knapp 30 Strahlen zusammen. Diese Dolden erreichen Durchmesser von bis zu 15 Zentimetern und setzen sich aus 10 bis 25 Einzeldöldchen zusammen, die ihrerseits 15 bis 25 Blüten tragen. Die Einzelblüten sind kreissymmetrisch und weisen fünf verwachsene Kronenblätter auf. Diese sind gelb und eingerollt. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis August. Frucht Die im Juli bis September entstehenden Spaltfrüchte sind braun und rund fünf Millimeter lang. Beim Zerfallen bilden sie zwei Teilfrüchte. Diese sind schmal geflügelt und breiten sich durch den Wind aus. Wuchs Dill ist eine unbehaarte Pflanze, die einjährig wächst und Wuchshöhen bis über einen Meter erreicht. Der nicht verholzende, hohle Stängel wächst aufrecht und verzweigt sich in den oberen Bereichen. Nutzung Die alten Ägypter schätzten den Dill als Gewürz- und Heilpflanze. Bereits 3.000 vor Christus fand die Nutzpflanze ihren Weg bis in den Alpenraum. Als Küchengewürz verfeinert Dill Salate, Joghurt, Quark und Butter. Für die Zubereitung von Fisch und Gewürzgurken sind die Triebspitzen eine geschätzte Beigabe. In der Naturmedizin ist die frische Pflanze in allen Teilen, ebenso wie die getrocknete Samenstände, von Bedeutung. Ihnen wird nachgesagt als Dillwasser Verdauungsbeschwerden und Magenkrämpfe zu kurieren und gekaut Mundgeruch zu beseitigen.

Herkunft:

Vorderasien

Anbautipps

🌱 Standort & Boden • Vollsonnig, warm und windgeschützt • Lockerer, humusreicher Boden • Keine Staunässe, gleichmäßig feucht 🌾 Aussaat • Dill mag keine Umpflanzung – immer direkt aussäen • April bis August direkt ins Beet oder in große Töpfe • Saattiefe: etwa 0,5-1 cm • Reihenabstand: 20–30 cm • Pflanzabstand: 10-15 cm • Keimdauer: 10–20 Tage • Keimtemperatur: 15-20 °C • Tipp: Dill keimt besser in leicht feuchter, kühler Erde 💧 Pflege • Regelmäßig gießen • Boden leicht mulchen • Keine starke Düngung – zu viel Dünger macht Dill instabil • Unkraut früh entfernen, da Dill anfangs zart ist 🌼 Blüte vermeiden (wenn du Blätter ernten willst) • Möglichst spät aussäen (Mai/Juni) • Gleichmäßig feucht halten • Sorten wie ‚Dukat‘ oder ‚Fernleaf‘ blühen später ✂️ Ernte • Junge Triebe schneiden, sobald die Pflanzen 20–30 cm hoch sind • Für Samen: Pflanzen komplett ausreifen lassen und Dolden trocknen 🪴 Dill im Topf • Großer Topf (mind. 20 cm tief) • Gute Drainage • Regelmäßig gießen, da Töpfe schneller austrocknen 🌿 Gute Nachbarn • Basilikum, Borretsch • Brokkoli & andere Kohlarten • Rüben, Rübsen, Raps, Süßkartoffel • Lauchgewächse (Zwiebeln, Schnittlauch) • Salat, Spinat, Mangold • Bohnen, Erbsen, Mais, Topinambur • Gurken, Zucchini, Kürbisse, Melonen • Spargel, Okra • Ringelblumen, Kapuzinerkresse • Beerensträucher (Johannisbeere, Himbeere) • Stauden mit lockerem Wuchs (Echinacea, Phlox, Sonnenblumen) 🚫 Schlechte Nachbarn • Tomaten, Auberginen, Kartoffeln • Karotten, Sellerie, Pastinake, Fenchel, Knollenziest • Paprika, Chili & andere Nachtschattengewächse • Lavendel • Koriander, Petersilie, Anis, Kümmel, Kerbel, Liebstöckel Fruchtfolge Dill gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Dazu zählen auch: Möhre, Pastinake, Petersilie, Sellerie, Fenchel, Koriander, Kümmel, Anis. Diese sollten nur alle 3–4 Jahre wieder auf derselben Fläche stehen. 🌿 Häufige Krankheiten • Echter Mehltau • Falscher Mehltau • Dillbrand • Wurzelfäule 🐛 Typische Schädlinge • Blattläuse • Dillblattwespe • Spinnmilben • Schnecken

Gute Nachbarn

Abessinischer Kohl / Äthiopischer Senf

Bärlauch

Basilikum

Bohne (Ackerbohne)

Bohne (Buschbohne)

Bohne (Feuerbohne)

Bohne (Helmbohne)

Bohne (Limabohne/Mondbohne)

Bohne (Stangenbohne)

Borretsch

Echter Sonnenhut, Rudbeckie

Endiviensalat (Eskariol / Frisée)

Erbse

Gartenkürbis - Patisson / Ufo-Kürbis

Gartenkürbis - Zucchini

Gartensalat

Gemüsekohl - Baumkohl / Ewiger Kohl

Gemüsekohl - Blumenkohl / Romanesco

Gemüsekohl - Brokkoli

Gemüsekohl - Flower Sprouts / Kohlröschen

Gemüsekohl - Futterkohl

Gemüsekohl - Grünkohl / Braunkohl

Gemüsekohl - Kai-Lan / Chinesischer Brokkoli

Gemüsekohl - Kohlrabi

Gemüsekohl - Palmkohl / Schwarzkohl

Gemüsekohl - Rippenkohl / Portugiesischer Kohl

Gemüsekohl - Rosenkohl

Gemüsekohl - Rotkohl / Roter Spitzkohl

Gemüsekohl - Weißkohl / Weißer Spitzkohl

Gemüsekohl - Wildkohl / Urkohl

Gemüsekohl - Wirsing / Butterkohl

Gemüsekohl - Zierkohl

Gurke

Haargurken / Schlangenkürbisse

Himbeere

Inkagurke (Hörnchenkürbis)

Johannisbeere

Kaplilien / Kaplauche

Kapuzinerkressen

Kiwano, Afrikanische Horngurke

Knoblauch

Lauch

Mais

Mangold

Melone (Wassermelone)

Melone (Zuckermelone)

Mexikanische Minigurke

Okra

Phlox, Flammenblume

Raps

Raps - Scheerkohl / Sibirischer Kohl

Ringelblume

Rüben / Bete

Rübsen - Chinakohl

Rübsen - Choy Sum / Chinesischer Blütenkohl

Rübsen - Komatsuna

Rübsen - Mizuna

Rübsen - Ölrübsen

Rübsen - Pak Choi

Rübsen - Speiserübe

Rübsen - Stängelkohl

Rübsen - Stielmus

Rübsen - Tatsoi

Rübsen - Wilde Rübsen

Salat (Chicorée)

Salat (Feldsalat)

Salat (Katalanischer Chicorée/Puntarelle/Spargelchicorée)

Salat (Radicchio)

Salat (Zuckerhut)

Scheinsonnenhüte

Schnittknoblauch

Schnittlauch

Schwammgurke / Luffa

Sojabohne

Sonnenblume

Spargel

Spinat (Sommer)

Spinat (Winter)

Stachelbeere

Steckrübe

Süßkartoffel

Zierlauche

Zwiebel

Zwiebel (Frühlingszwiebel)

Krankheiten

Falscher Mehltau

Echter Mehltau

Wurzelfäule

Schädlinge

Schnecken

Spinnmilben

Blattläuse

Nematoden

Wurzelgallenälchen

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