Salbei

Salvia
Lippenblütler (Lamiaceae)
Heilsalbei, Gartensalbei, Küchensalbei, Gewürzsalbei, Salbei-Kraut
Voranzucht
Pflanzung
Ernte
Ernte
J
F
M
A
M
J
J
A
S
O
N
D
1. JAHR
FOLGEJAHRE
Lichtbedarf
Sonnig
Wasserbedarf
Trocken
Boden
Leicht (sandig)
Nährstoffbedarf
Niedrig
Lichtkeimer
Keimtemperatur
18 - 22 °C (Grad Celsius)
Pflanzabstand
40 cm
Reihenabstand
40 cm
Saattiefe
0.5 cm
Die Saison für diese Pflanze hat noch nicht begonnen. Die folgenden Anleitungen sind für die beginnende Saison.
Mitte März
Vorziehen
Anfang April
pikieren
Mitte April
Abhärten
Die Gattung Salbei (bot. Salvia) zählt zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie ist mit 850 bis 950 Arten vertreten und gehört mit zu den artenreichsten Gattungen innerhalb der bedecktsamigen Pflanzen. Seit Jahrhunderten macht sich der Mensch den Gewöhnlichen Salbei zunutze. Als Heilkraut sind Salbei-Pflanzen beliebt. In der Küche dienen sie als Gewürz für viele Speisen. Im Garten erweisen sich die Pflanzen als echte Hingucker, denn die zarten Blüten mit ihren auffälligen Blütenformen setzen farbliche Akzente. Die Staude gehört in jeden Kräutergarten. Sie harmoniert perfekt mit vielen Pflanzpartnern. Hummeln, Bienen und Schmetterlinge sind gern gesehene Gäste an den Blütenständen. Im naturnahen Garten und auf der Bienenweide sind die Salbei-Pflanzen wunderschöne und elegante Farbtupfer. Die einfache Kultivierung lässt jedes Gärtnerherz höher schlagen. Salbei-Pflanzen machen im Beet eine gute Figur. Auch im Kübel bringen sie Terrassen und Balkone zum Strahlen. Verbreitung Die Arten der Gattung Salvia sind auf der ganzen Welt verbreitet. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den tropischen bis in die gemäßigten Zonen. Der Großteil aller Arten in dieser Gattung kommt in Mittel- und Südamerika vor. Daran schließt sich das Areal im Mittelmeerraum an, das sich bis nach Zentralasien zieht. Blatt Die Blätter der Salbei-Arten sind gegenständig angeordnet. Ihr Blattstiel ist sehr kurz. Die einfache Blattspreite hat artabhängig einen anders gestalteten Blattrand. Es gibt Vertreter mit glatten, gekerbten oder gezähnten Blatträndern. Einige Arten entwickeln fiederschnittige oder tief gelappte Blätter. Die Nerven auf den Blattspreiten bilden sich netzförmig aus. Nebenblätter sind nicht vorhanden. Bei einigen Arten versprühen die Blätter beim Zerreiben einen aromatischen Duft. Blüte Die Einzelblüten sind zwittrig und in der typischen Lippenform ausgebildet. Sie stehen an der Seite der Sprossachse und bilden einen dichten Scheinquirl. Salbei-Arten tragen traubige, rispige oder ährige Blütenstände. Sie entwickeln Tragblätter, die bei einigen Arten eine dekorative Note annehmen. Je nach Art ähneln die Tragblätter in ihrer Form den Laubblättern oder unterscheiden sich deutlich. Die Blüten folgen einem fünfzähligen Aufbau. Die Kelchblätter sind miteinander verwachsen. Sie sind grün oder purpurfarben eingefärbt. Im Inneren der Kelchröhre sitzen bei manchen Arten Haare im Schlund. Die Kelchröhre schließt mit einer Ober- und einer Unterlippe ab. Die Blütenkrone ist zweilippig aufgebaut. Bei vielen Arten ist die Unterlippe nicht vollständig entwickelt. Die Lippen haben artabhängig verschiedene Formen. Im unteren Bereich sind die Kronblätter zu einer Röhre verwachsen und in den unterschiedlichsten Farben ausgeprägt. Die Farbtöne reichen von Violett und Blau über Rot und Rosa bis hin zu Weiß und Gelb. Besonders dekorativ sind Arten mit unterschiedlich gefärbter Ober- und Unterlippe. Einige Arten besitzen an der Blütenbasis ein Gelenk. Jede Blüte dreht sich unabhängig voneinander in eine andere Richtung. Solche Arten sind bienen- und hummelbestäubt. Das Gelenk ermöglicht es den Blüten, sich gezielt auf die Insekten zuzudrehen. Arten ohne diesen Gelenkmechanismus sind überwiegend vogelbestäubt. Es gibt zahlreiche Übergänge zwischen diesen Formen. Frucht Die Arten der Gattung Salvia bilden nach der Blüte Klausenfrüchte. Es sind Zerfallfrüchte, die in vier Teilfrüchte aufspringen. Die gatten Teilfrüchte sind kahl. Ihre Form ist ellipsoid bis kugelig oder länglich bis eiförmig. Die einzelnen Teilfrüchte (Klausen) besitzen einen Samen. Bei Feuchtigkeit bildet sich auf der braunen Oberfläche der Klausen eine schleimige Schicht. Wuchs Die Mehrheit der Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Es gibt Arten, die als Halbsträucher und Sträucher wachsen. Wenige Arten sind ein- oder zweijährig. An den oberirdischen Pflanzenteilen befinden sich einfache Haare. Einige Arten tragen Drüsenhaare. Die Pflanzen wachsen aufrecht und haben einen vierkantigen Stängel.
Herkunft:
Mittel-, Südamerika, Mittelmeeraum, Zentralasien
🌱 1. Voranzucht • März–April auf der Fensterbank vorziehen. • Alternativ: Direktsaat ab April ins Beet, aber Achtung: Tauben fressen gern Salbeisamen, daher ist Voranzucht oft besser. • Anzuchterde verwenden (nährstoffarm, locker). • Kleine Töpfe oder Multitopfplatten funktionieren gut. • Samen 0–0,5 cm tief in die Erde legen (Lichtkeimer bis schwache Dunkelkeimer). • Erde leicht andrücken. • Topf mit Folie oder Haube abdecken, um die Feuchtigkeit zu halten. • 18–22 °C sind ideal für die Keimung. • Halbschattiger Standort (nicht volle Sonne hinter Glas). • Keimdauer: 7–21 Tage. • Substrat gleichmäßig leicht feucht, aber niemals nass halten. • Sobald die Keimlinge erscheinen: ◦ Abdeckung entfernen ◦ Heller stellen ◦ Weniger gießen (Salbei mag es trocken) • Wenn die Pflanzen 2–3 echte Blätter haben → pikieren. • Vor dem Auspflanzen 7–10 Tage abhärten: ◦ Tagsüber rausstellen ◦ Nachts reinholen ◦ Langsam an Sonne und Wind gewöhnen ☀️ 2. Standort • Ab Mitte Mai nach den Eisheiligen. • Pflanzabstand: 40 × 40 cm. • Standort: vollsonnig, trocken, durchlässig. • Vollsonnig, warm, möglichst windgeschützt. • Salbei liebt Sonne und Wärme. • Ideal für Steppenbeete, Kräuterbeete, Hochbeete oder trockene Standorte. • 🌱 2. Boden • Durchlässig, eher trocken, kalkhaltig oder neutral. • Staunässe unbedingt vermeiden. • Sandige oder kiesige Böden sind perfekt. 💧 3. Gießen • Sehr sparsam gießen. • Lieber zu trocken als zu nass — mediterrane Arten sind extrem trockenheitsverträglich. ✂️ 4. Rückschnitt • Regelmäßiger Rückschnitt fördert kompaktes Wachstum und verhindert Verholzung. • Nach der Blüte leicht zurückschneiden, im Frühjahr stärker. 🌸 5. Blüte & Nutzen • Viele Arten ziehen Wildbienen und Hummeln stark an. • Gartensalbei (Salvia officinalis) ist gleichzeitig Würz- und Heilkraut. 🌿 6. Pflanzung im Topf • Möglich, aber: ◦ Sehr durchlässiges Substrat (Kräutererde + Sand). ◦ Drainageschicht einbauen. ◦ Topf nicht zu klein wählen. 🌱 7. Vermehrung • Durch Stecklinge, Teilung oder Aussaat möglich. • Stecklinge im Frühsommer bewurzeln am zuverlässigsten. 🛡️ 8. Krankheiten & Schädlinge • Meist robust. • Probleme entstehen fast immer durch Nässe → Wurzelfäule, Pilze. • Echter Mehltau • Falscher Mehltau • Blattläuse • Zikaden ✅ 9. Gute Nachbarn Diese Pflanzen profitieren von Salbei oder unterstützen ihn aktiv: Kohlgewächse (vertreibt den Kohlweißling) Karotten / Möhren (hilft gegen Möhrenfliege) Rosmarin, Thymian, Oregano, Lavendel Erdbeeren (reduziert Grauschimmel) Tomaten Auberginen ❌ 10. Schlechte Nachbarn Gurken & Zucchini Basilikum Minze, Melisse Petersilie Schnittlauch Bohnen, Erbsen Fenchel, Koriander Kresse
Abessinischer Kohl / Äthiopischer Senf
Aubergine
Bohnenkraut
Dost, Oregano, Majoran
Erdbeere
Gemüsekohl - Baumkohl / Ewiger Kohl
Gemüsekohl - Blumenkohl / Romanesco
Gemüsekohl - Brokkoli
Gemüsekohl - Flower Sprouts / Kohlröschen
Gemüsekohl - Futterkohl
Gemüsekohl - Grünkohl / Braunkohl
Gemüsekohl - Kai-Lan / Chinesischer Brokkoli
Gemüsekohl - Kohlrabi
Gemüsekohl - Palmkohl / Schwarzkohl
Gemüsekohl - Rippenkohl / Portugiesischer Kohl
Gemüsekohl - Rosenkohl
Gemüsekohl - Rotkohl / Roter Spitzkohl
Gemüsekohl - Weißkohl / Weißer Spitzkohl
Gemüsekohl - Wildkohl / Urkohl
Gemüsekohl - Wirsing / Butterkohl
Gemüsekohl - Zierkohl
Gliedkräuter
Lavendel
Melone (Wassermelone)
Melone (Zuckermelone)
Möhren
Raps
Raps - Scheerkohl / Sibirischer Kohl
Ringelblume
Rosmarin
Rübsen - Chinakohl
Rübsen - Choy Sum / Chinesischer Blütenkohl
Rübsen - Komatsuna
Rübsen - Mizuna
Rübsen - Ölrübsen
Rübsen - Pak Choi
Rübsen - Speiserübe
Rübsen - Stängelkohl
Rübsen - Stielmus
Rübsen - Tatsoi
Rübsen - Wilde Rübsen
Steckrübe
Thymiane
Tomate (Fleischtomate / Großfruchtige)
Tomate (Kleinfruchtige)
Tomate (Salattomate / Normalfruchtige)
Tomate (Wildtomate)
Bärlauch
Basilikum
Bohne (Ackerbohne)
Bohne (Feuerbohne)
Bohne (Helmbohne)
Bohne (Limabohne/Mondbohne)
Dill
Gartenkürbis - Patisson / Ufo-Kürbis
Gartenkürbis - Zierkürbis
Gartenkürbis - Zucchini
Gurke
Inkagurke (Hörnchenkürbis)
Kaplilien / Kaplauche
Knoblauch
Kürbis
Lauch
Liebstöckel
Minze
Petersilie
Salat (Gartensalat)
Schnittknoblauch
Schnittlauch
Sojabohne
Stachelbeere
Topinambur
Wurzelpetersilie
Zwiebel
Zwiebel (Frühlingszwiebel)
Falscher Mehltau
Echter Mehltau
Wurzelfäule
Blattläuse
Zikaden