Endiviensalat (Eskariol / Frisée)

Endiviensalat (Eskariol / Frisée)

Cichorium endivia

Pflanzenfamilie

Korbblütler (Asteraceae)

Auch bekannt als

Escariol, Eskarol, Glatte Endivie, Winterendivie, Krausblättrige Endivie, Endivie

Anbaupause Fruchtwechsel

3 Jahre

Saisonübersicht

Voranzucht

Pflanzung

Ernte

J

F

M

A

M

J

J

A

S

O

N

D

Details

Lichtbedarf

Sonnig

Wasserbedarf

Feucht

Boden

Mittelschwer (lehmig)

Nährstoffbedarf

Niedrig

Lichtkeimer

Keimtemperatur

15 - 20 °C (Grad Celsius)

Pflanzabstand

30 cm

Reihenabstand

40 cm

Saattiefe

0.5 cm

Anleitungen

Die Saison für diese Pflanze hat noch nicht begonnen. Die folgenden Anleitungen sind für die beginnende Saison.

Anfang April

Vorziehen

Mitte April

pikieren

Ende April

Abhärten

Beschreibung

Die Endivie (Cichorium endivia) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Wegwarten (Cichorium) innerhalb der Familie Korbblütler (Asteraceae). Die Kulturform wird als typischer Spätsommersalat verwendet. Sie wächst in humusreichen Böden in sonniger Lage und hat einen mittleren Nährstoffbedarf. Die Heimat der Wildform von Cichorium endivia ist der Mittelmeerraum. Weit über dieses Gebiet hinaus werden Sorten der Endivie als Salatpflanze kultiviert. In Mitteleuropa verwildert sie selten. Wuchs Die Endivie ist eine ein- bis zweijährige krautige Pflanze. Sie erreicht in blühendem Zustand Wuchshöhen von 30 bis 70, selten bis 140 Zentimetern. Sie bildet keine geschlossenen „Salatköpfe“, sondern Rosetten aus relativ dicken Laubblättern. Die Grundblätter sind schwach gezähnt und kahl. Die oberen Stängelblätter sind breit-eiförmig, ihr Blattgrund ist herzförmig stängelumfassend. Bei manchen Sorten sind alle Laubblätter kraus gewellt. Die Blütezeit ist von Juli bis Oktober. Der Blütenstandsschaft ist im oberen Bereich keulig verdickt. Die Blütenkörbchen bestehen nur aus Zungenblüten. Die Achänen sind eilänglich, kantig und besitzen keinen deutlich ausgebildeten Pappus. Der Pappus besteht lediglich aus kurzen Schüppchen mit maximal einem Viertel der Fruchtlänge. Inhaltsstoffe Der Geschmack ist aufgrund des Milchsaftes bitter (Bitterstoff Lactucopikrin). Endiviensalat hat einen verhältnismäßig hohen Gehalt an Mineralstoffen (Kalium, Kalzium) und einigen Vitaminen, vor allem Folsäure und Vitamin A. Anbau In Europa wird Endiviensalat vor allem in Frankreich, Italien, den Niederlanden, in Deutschland und in der Schweiz angebaut. In den Alpen kann die Endivie noch in Höhenlagen von 1500 bis 2000 Metern angepflanzt werden. In Deutschland sind fünf bis acht Sorten gängig, die in zwei Gruppen unterschieden werden: • Escariol, Eskariol, Eskarol, Glatte Endivie, Winterendivie (Cichorium endivia var. latifolium), mit breiten, dicken, ganzrandigen Blättern. Er ist am haltbarsten und für die Lagerung am besten geeignet. Sie bildet eine große, abgeflachte Rosette mit fast glatten, ungleichmäßig gezähnten, breiten Blättern mit dicken Rippen. Der Salatkopf ist halb geschlossen. Die äußeren Blätter sind grün gefärbt, das Salatherz ist heller, fast gelblich. • Frisée, Krausblättrige Endivie (Cichorium endivia var. crispum), ist für den Frischbedarf besser geeignet. Die Blätter sind stark geschlitzt, gekraust und gefiedert. Die inneren Blätter sind hellgrün bis gelb und zarter als die Außenblätter. Für den Anbau am besten geeignet sind neutrale, lockere, kräftige Böden an sonnigen, geschützten Standorten. Verwendung Die Endivie wird roh als Salat verzehrt, man kann Endivie aber auch warm wie Spinat oder Mangold zubereiten. In ein feuchtes Tuch eingeschlagen, hält sich dieser Salat im Gemüsefach des Kühlschrankes zwei bis drei Tage. Durch Lichtausschluss kann das Gelbwerden noch gefördert werden.

Herkunft:

Mittelmeerraum

Anbautipps

🌿 Aussaat • Vorkultur: April bis Mai • Direktsaat: Juni bis Juli • Saattiefe: 0,5 – 1 cm, Lichtkeimer. • Keimtemperatur: kühl, etwa 15–20 °C • Keimdauer: ca. 7–14 Tage. • Pikieren, sobald 2–3 echte Blätter. • Heller Standort, nicht zu heiß. • Gleichmäßig feucht, keine Staunässe. • Nach 3–4 Wochen auspflanzen. • Pflanzabstand: ca. 30 × 40 cm. • Nährstoffarmer, lockerer Boden. • Nicht zu tief setzen – Herz muss frei bleiben. 🌞 Standort & Boden • Vollsonnig • Humusreich, locker, feucht – keine Staunässe, keine Trockenheit. • Nährstoffarmer Boden, Stickstoffarm 💧 Pflege • Regelmäßig gießen, gleichmäßige Feuchtigkeit verhindert Bitterkeit. • Boden mulchen, um Feuchtigkeit zu halten. • Nicht überdüngen, kein zusätzlicher Stickstoff. ✂️ Ernte & Verwendung • Ernte, sobald die Köpfe fest sind. • Juli bis November • Für milderen Geschmack: Herz blanchieren, indem du die äußeren Blätter locker zusammenbindest (nur bei trockenem Wetter). 🌱 Gute Nachbarn • Karotten, Pastinake, Rote Bete, Radieschen • Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Schnittlauch • Bohnen, Erbsen • Dill, Koriander, Basilikum, Petersilie • Ringelblumen, Tagetes • Thymian, Rosmarin, Salbei, Oregano, Lavendel • Schafgarbe, Margeriten, Sedum, Schwingel, Lampenputzergras 🚫 Schlechte Nachbarn • Kohlgewächse (z. B. Brokkoli, Kohlrabi, Weißkohl) • Rübsen, Raps • Sellerie, Fenchel • Andere Korbblütler (Salat, Chicorée, Radicchio, Artischocke) • Kürbisgewächse, Melonen • Tomaten, Kartoffeln, Paprika, Chili, Aubergine • Mais, Okra • Rittersporn, Pfingstrosen, Scheinsonnenhut, Astern, Herbstanemonen • Minze, Giersch 🔄 Fruchtfolge • Nicht nach anderen Salaten – 3-4 Jahre Anbaupause. • Gute Vorfrüchte: Frühkartoffeln, Brokkoli, Blumenkohl, Erbsen. 🦠 Krankheiten • Sclerotinia (Weißstängeligkeit) • Thielaviopsis (Möhrenschwärze) • Wurzelfäulen • Blattfleckenkrankheiten • Pilzinfektionen 🐛 Schädlinge • Erdraupen • Blattläuse • Minierfliege • Schnecken

Krankheiten

Möhrenschwärze

Falscher Mehltau

Blattrandbrand

Wurzelfäule

Schädlinge

Erdraupen

Minierfliegen

Erdflöhe

Blattläuse

Schnecken

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