Chili

Chili

Capsicum

Pflanzenfamilie

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Auch bekannt als

Peperoni, Chillipepper, Chilipfeffer, Pfefferschote, Peperonchini, Aji, Pimiento picante, Hot pepper, Pfefferoni

Anbaupause Fruchtwechsel

4 Jahre

Saisonübersicht

Voranzucht

Pflanzung

Ernte

Ernte

J

F

M

A

M

J

J

A

S

O

N

D

1. JAHR

FOLGEJAHRE

Details

Lichtbedarf

Sonnig

Wasserbedarf

Feucht

Boden

Leicht (sandig)

Nährstoffbedarf

Hoch

Lichtkeimer

Keimtemperatur

24 - 28 °C (Grad Celsius)

Pflanzabstand

40 cm

Reihenabstand

50 cm

Saattiefe

0.5 cm

Anleitungen

Anfang Februar

Vorziehen

Mitte Februar

pikieren

Beschreibung

Chilis zählen wie auch die Gemüsepaprika zur Gattung Capsicum (Paprika) innerhalb der Familie Nachtschattengewächse (Solanaceae). Es sind mehrjährige, wärmeliebende Pflanzen, deren Wuchs sowie Früchte sich in Größe, Form, Farbe sowie Schärfe unterscheiden. Chilis sind nicht nur für ihre Schärfe bekannt, sondern auch für ihre  Vielseitigkeit in der Küche. Sie werden in verschiedenen Formen verwendet,  von frischen und getrockneten Chilis bis hin zu Chilipulver und Saucen.  Die Schärfe von Chilis wird oft mit der Scoville-Skala gemessen, die die  Capsaicin-Konzentration angibt, welches für die Schärfe verantwortlich ist. Die Vielfalt an verschiedenen Chili-Arten und -sorten ist enorm. Weltweit existieren laut Experten 3000 bis 4000 verschiedene Chilisorten. Diese enorme Anzahl verteilt sich auf etwa 35 verschiedene Arten. Zu den bekanntesten Chili-Arten zählen: Capsicum annuum (Spanischer Pfeffer) Die Art Capsicum annuum ist die am weitesten verbreitete Chiliart. Zu ihr zählen süße Gemüsepaprika ebenso wie sehr scharfe Chili. Beispielsorten: Aconcagua, Anaheim, De Arbol, Black Namaqualand, Bolivian Rainbow, Bonsai-Chili, Bulgarian Carrot, Cascabel, Cayenne, Cayenne Golden, Chilhuacle Negro, Corno di Toro, Elephant, Ferenc Tender (Spitzpaprika), Feuerküsschen, Firecracker, Fish Pepper, Fluorescent, Fresno, Hungarian Black, Jalapeño, Kitchen Pepper, Lanterna de Foc, Purple Cayenne, Medusa, Mulato, Mushroom Red/Yellow, NuMex Big Jim, Pequin, Peter Pepper, Pimiento de Padron, Purple Marconi, Purple Tiger, Royal Black, Santa Fe Grande, Sarit Gat, Serrano, Sweet Banana, Sweet Chocolate, Tepin, Thai Orange, Turuncu Spiral Capsicum baccatum (Beerenartige Chili) Capsicum baccatum ist besonders in Mittel- und Südamerika beliebt. Die Art sticht durch ein besonders fruchtiges Aroma hervor. Entgegen der gängigen Annahme, sind nicht alle Früchte von C. baccatum klein und beerenförmig. Will man Sorten dieser Art bei uns anbauen, sollte man die Samen bereits sehr früh anziehen, da C. baccatum sehr lange zum Reifen braucht. Beispielsorten: Aji Pineapple, Bishops Crown, Lemon Drop, Rainforest Capsicum chinense (Chinesische Chili) Zwar stammt die Sorte nicht aus China, wie der Namen eigentlich vermuten lässt. Jedoch gehören einige der schärfsten Chilisorten zu dieser Art. C. chinense ist für ihr fruchtiges Aroma bekannt. Will man dieses genießen, müssen die Chilischoten schonend zubereitet werden. Wem die Schärfe von Habanero und Co zu scharf sein sollte, kann auch zu der sehr milden Sorte Ají Dulce greifen. Beispielsorten: 7 Pot SR Strain, Aji Dulce Amarillo, Aji Panca, Bhut Jolokia, Bolivian Bumpy, Bahamian, Dorset Naga, Fatalii, Goronong, Habanero Chocolate, Habanero Mustard, Habanero Orange, Habanero Peach, Habanero Red, Habanero Red Savina, Limon, Naga Morich, NuMex Suave Orange, Peru Scarlet Lantern, Peruvian Long Brown, Pimenta da Neyde, Scotch Bonnet Orange, Trinidad Douglah, Sweet Habanero Carolina Reaper, Trinidad Moruga Scorpion Capsicum frutescens (Strauchige Chili) Sorten von Capsicum frutescens finden meistens ihren Weg in südostasiatische Gerichte oder in Gewürzmischungen. Früchte von C. frutescens sind stets sehr scharf. Beispielsorten: Rawit, Tabasco Capsicum pubescens (Baumchili) Die lateinische Bezeichnung „pubescens“ weist auf die Behaarung dieser Art hin. Der Vergleich von Pflanzen dieser Chiliart mit anderen zeigt, dass Capsicum pubescens sich deutlich unterscheidet. Dies zeigt sich nicht nur durch die behaarten Blätter, sondern auch der Wuchs (schnell verholzend, baumartig) verdeutlicht die Unterschiede schnell. Chilipflanzen dieser Art findet man meistens entlang der Westküste von Mittel- und Südamerika. Diese Art ist weniger verbreitet, hat aber eine einzigartige Fruchtform  und ist bekannt für ihre Robustheit. Beispielsorten: Rocoto Aji Largo, Rocoto Manzano Weitere, aber eher unbedeutende Chiliarten sind Capsicum buforum, C. cardenasii, C. eximium, C. pereirae und C. tovarii.

Herkunft:

Südamerika, Mittelamerika

Anbautipps

🌡️ Keimung & Vorziehen • Aussaat: Ende Februar bis Anfang März – Chilis haben eine lange Kulturdauer. • Schärfere Sorten (z. B. Habanero, Bhut Jolokia) brauchen besonders lange → früh starten (bereits Januar). • Saattiefe: 0,2-0,5 cm, Lichtkeimer • Keimtemperatur: 24–28 °C für schnelle und zuverlässige Keimung. • Mini‑Gewächshaus oder Zimmergewächshaus auf der Fensterbank empfohlen. • Sehr hell stellen, sonst vergeilen die Keimlinge schnell. • Pro Topf nur einen Samen, um Wurzelstörungen zu vermeiden. • Nur pikieren, wenn mehrere Pflanzen in einem Topf stehen – Chilis mögen ruhige Wurzeln. • Umtopfen, sobald die Wurzeln unten aus dem Topf schauen. • Beim Umtopfen nicht tiefer setzen als vorher (anders als bei Tomaten). 🌱 Boden • Locker & gut durchlässig • gute Drainage • Humos & luftig • Anzucht: nährstoffarm • Ab 4.–6. Blattpaar: nährstoffreich, zunächst mehr Stickstoff, später mehr Kalium für die Fruchtbildung. • Ph: 6,0–7,0 Also leicht sauer bis neutral 🌶️ Pflanzabstände ✅ Standard-Hot-Chilis (z. B. Cayenne, Thai, Jalapeño) • 30–40 cm Abstand zwischen den Pflanzen • 40–50 cm Reihenabstand 🌶️🔥 Große Sorten (z. B. Habanero, Scotch Bonnet, große Capsicum chinense) • 40–45 cm Abstand • 50–60 cm Reihenabstand 🌱 Kleine/kompakte Sorten (Zierchilis, Mini-Chilis) • 20–30 cm Abstand • 30–40 cm Reihenabstand 🌞 Standort im Sommer • Vollsonnig, warm, windgeschützt – Chilis sind wärmeliebend und lichtbedürftig. • Balkon, Terrasse oder Gewächshaus ideal. • geschützter Südbalkon oder ein Foliengewächshaus. • Ab Mitte Mai (nach den Eisheiligen) langsam an Sonne & Wind gewöhnen. • Erst rausstellen, wenn Nachttemperaturen stabil über 10 °C liegen. 💧 Gießen & Düngen • Gleichmäßig feucht halten, aber keine Staunässe. • Ab dem zweiten Monat regelmäßig mit Tomaten- oder Gemüsedünger versorgen. • Leichte Trockenphasen vor der Ernte erhöhen oft das Aroma 🌾 Ernte & Verwendung • Ernte ab Juli bis Oktober. • Grüne Chilis sind unreif, aber essbar; voll ausgefärbt sind sie aromatischer. • Ideal zum Trocknen, Einlegen, Fermentieren oder für Chili‑Öl. 🌱 Überwintern (optional) • Viele Sorten sind mehrjährig. • Hell, 10–15 °C, wenig gießen. • Im Frühjahr zurückschneiden und neu durchtreiben lassen. 🌿 Gute Nachbarn für Chili • Basilikum • Knoblauch • Zwiebeln • Ringelblumen • Tagetes • Karotten • Spinat & Salat • Buschbohnen, Erbse • Oregano, Thymian, Majoran • Rote Bete, Mangold 🚫 Schlechte Nachbarn für Chili • Fenchel • Kartoffeln • Auberginen • Tomaten • Paprika • Kohlgewächse (Brokkoli, Kohlrabi, Weißkohl) • Mais • Gurken & Zucchini • Sellerie 🌞 Tipp für optimale Chili-Nachbarschaft • Chilis lieben Sonne, Wärme und durchlässige Erde • Abstand halten, damit die Luft gut zirkuliert • Mischkultur mit Kräutern ist fast immer vorteilhaft 🦠 Häufige Krankheiten • Blattfleckenkrankheit • Echter Mehltau • Falscher Mehltau • Wurzelfäule • Viruserkrankungen (z.B. Mosaikvirus) 🐛 Häufige Schädlinge • Blattläuse • Spinnmilben • Thripse • Weiße Fliege • Trauermücken

Krankheiten

Falscher Mehltau

Echter Mehltau

Blütenendfäule

Dürrfleckenkrankheit

Schwarzfleckenkrankheit

Rotfleckenkrankheit

Grauschimmel

Wurzelfäule

Schädlinge

Thripse

Spinnmilben

Blattläuse

Weiße Fliege

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