Bohne (Stangenbohne)

Bohne (Stangenbohne)

Phaseolus vulgaris var. vulgaris

Pflanzenfamilie

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Auch bekannt als

Gartenbohne, Fisole, French Bean, Kletterbohne, Stangenphase, Stangenfisel, Stangenböhnli

Anbaupause Fruchtwechsel

3 Jahre

Saisonübersicht

Voranzucht

Pflanzung

Ernte

J

F

M

A

M

J

J

A

S

O

N

D

Details

Lichtbedarf

Sonnig

Wasserbedarf

Feucht

Boden

Mittelschwer (lehmig)

Nährstoffbedarf

Niedrig

Dunkelkeimer

Keimtemperatur

15 - 25 °C (Grad Celsius)

Pflanzabstand

60 cm

Reihenabstand

90 cm

Saattiefe

3 cm

Anleitungen

Die Saison für diese Pflanze hat noch nicht begonnen. Die folgenden Anleitungen sind für die beginnende Saison.

Mitte Mai

Startdüngung

Mitte Mai

Rankhilfe

Mitte Mai

Direktsaat

Beschreibung

Stangenbohnen (Phaseolus vulgaris var. vulgaris) gehören zur Familie der Hülsenfrüchte (Fabaceae) und zählen wie Buschbohnen und Feuerbohnen zur Art Gartenbohnen. Gartenbohnen wurden ursprünglich in Mittelamerika und entlang der Anden in Südamerika kultiviert. Aufgrund ihres hohen Proteingehalts galten und gelten sie vor allem auf dem lateinamerikanischen Kontinent als Grundnahrungsmittel. Im 16. Jahrhundert wurden sie das erste Mal in Europa nachgewiesen. Werden Stangenbohnen richtig gepflegt, kann man mit ihnen höhere Erträge als mit Buschbohnen erzielen. Wuchs Stangenbohnen, auch als Rankenbohnen oder Kletterbohnen bekannt, sind einjährige, krautige Kletterpflanzen, die bis zu drei Meter hoch werden können. Ihr Wachstum erfolgt spiralig entgegen dem Uhrzeigersinn an Rankhilfen wie Stangen, Schnüren oder Gittern. Diese Rankhilfen müssen bereits vor der Aussaat installiert werden, um den Pflanzen Halt zu bieten. Die Pflanzen entwickeln spezielle Wurzelknöllchen, die in Symbiose mit Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft binden, wodurch eine zusätzliche Stickstoffdüngung überflüssig wird. Ein warmer Standort ist entscheidend für das Gedeihen dieser wärmebedürftigen Pflanzen. Um ein optimales Wachstum zu unterstützen, sollten die Rankhilfen stabil und gut verankert sein, etwa 30 bis 40 Zentimeter tief im Boden, um dem Winddruck standzuhalten. Regelmäßiges Beobachten und vorsichtiges Leiten der Triebe fördern das Hochwinden.   Blätter Die Blätter der Stangenbohne sind dreizählig und bestehen aus drei ovalen Teilblättchen. Sie unterstützen die Fotosynthese und schützen die darunterliegenden Blüten und Hülsen vor übermäßiger Sonneneinstrahlung. Die Blätter tragen zur Temperaturregulierung und zur Feuchtigkeitskontrolle bei, was besonders bei hohen Temperaturen wichtig ist. Bei einigen Sorten sind die Blätter violett gefärbt, was zusätzliche dekorative Eigenschaften bietet. Blüte Die Blüten der Stangenbohne sind charakteristisch weiß oder lilafarben und stehen in Trauben. Sie sind für die Bestäubung und die anschließende Entwicklung der Hülsen essenziell. Die Blumentrauben setzen dekorative Akzente und sind ein Blickfang im Garten, besonders wenn die Pflanzen als Begrünung von Zäunen oder Rankhilfen verwendet werden. Früchte Aus den Blüten entwickeln sich je nach Sorte grüne, gelbe, blaue, gestreifte oder marmorierte Hülsen. Diese variieren in der Länge zwischen 10 und 30 Zentimetern und können flach oder rund sein. Die Vielfalt an Farben und Formen macht Stangenbohnen nicht nur zu einem nahrhaften Gemüse, sondern auch zu einem optischen Highlight im Garten.

Herkunft:

Mittel- / Südamerika

Anbautipps

🌱 Aussaat & Pflanzung Der beste Zeitpunkt für die Aussaat der Stangenbohnen liegt nach den Eisheiligen von Mitte Mai bis Ende Juni, wenn keine Gefahr von Spätfrösten mehr besteht. Die Samen keimen bei Bodentemperaturen von 15-25 Grad Celsius. Aussaat im Freiland: 1. Um die Rankhilfe herum werden pro Rankhilfe sechs bis zehn Bohnensamen in einem Halbkreis in die Erde gelegt. 2. Die Samen sollten in einer Tiefe von etwa ein bis drei Zentimetern gesät werden. 3. Nach der Aussaat gründlich wässern. Vorkultur in Töpfen: 1. Drei bis vier Samen in Töpfe mit einem Durchmesser von etwa acht Zentimetern säen, die mit Anzuchterde gefüllt sind. 2. Erde feucht halten und die Töpfe bei etwa 20 Grad Celsius aufstellen. 3. Bambusstab in den Topf stecken, sodass die jungen Triebe sofort Halt finden. Nach der Keimung die Pflänzchen schrittweise an niedrigere Temperaturen gewöhnen und nach den Spätfrösten ins Freiland umsetzen. 🌞 Standort & Boden Stangenbohnen benötigen einen sonnigen, warmen und windgeschützten Standort. Starke Winde können ihre empfindlichen Blüten, Hülsen und Blätter leicht beschädigen. Halbschattige Standorte sind akzeptabel, solange der Boden sich ausreichend erwärmt. Stangenbohnen gedeihen am besten in tiefgründigem, humusreichem und gut durchlüftetem Boden. Der Boden sollte krustenfrei sein, um die Durchwurzelung und Wasseraufnahme zu fördern. Eine gute Bodenbearbeitung ist wichtig, um Staunässe zu vermeiden. Eine Anreicherung des Bodens mit gut verrottetem Kompost vor der Pflanzung verbessert die Bodenstruktur und erhöht den Ertrag. Für den Anbau im Kübel wird ein möglichst großes Pflanzgefäß mit lehmiger Erde oder einem Substrat mit wasserspeicherndem Zusatz empfohlen. Eine Grundfläche von etwa 30 x 50 Zentimetern und eine Tiefe von mindestens 40 Zentimetern bieten ausreichend Raum für das Wurzelwachstum. Rankhilfen: Stangenbohnen benötigen stabile Rankhilfen, die bereits vor der Aussaat installiert werden sollten. Hier sind einige bewährte Rankhilfen: • Bambusstäbe: Zwei etwa zwei Meter lange Bambusstäbe werden im Abstand von einem Meter in den Boden gesteckt und am oberen Ende zu einem Dreieck zusammengebunden. • Pyramiden: Vier Rundstäbe zu einer Pyramide zusammengebunden oder -geschweißt bieten Stabilität und optischen Reiz. • Zeltartig gebundene Stangen: Fünf bis sechs etwa zwei Meter lange Stangen werden kreisförmig in den Boden gesteckt und an der Spitze miteinander verbunden. • Einzelne Stangen: Etwa zwei Meter lange Stangen werden im Abstand von 70 x 60 cm in den Boden eingegraben. Raufaserige Schnüre aus Kokos oder Sisal, die an einem zentralen Pfahl befestigt sind, helfen den Stangenbohnen ebenfalls beim Emporklettern. Es ist wichtig, die Pflanzen nach der Keimung vorsichtig um die Rankhilfen zu leiten, um die Anwachsphase zu erleichtern und die Triebspitzen nicht abzubrechen. 💧 Pflege Stangenbohnen haben während der Blütezeit und des Fruchtansatzes den höchsten Wasserbedarf. Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, indem Sie einmal pro Woche gründlich wässern, um Staunässe zu vermeiden. Regelmäßiges Hacken des Bodens fördert das Wachstum und hilft, Unkraut zu unterdrücken. Das Anhäufeln der Pflanzen zu Beginn der Kultur verbessert die Standfestigkeit und regt die Bildung zusätzlicher Wurzeln an. Auf eine zusätzliche Düngung kann meist verzichtet werden, da Stangenbohnen in Symbiose mit stickstoffbindenden Knöllchenbakterien leben. Nur in sehr nährstoffarmen Böden kann eine moderate Gabe von organischem Dünger sinnvoll sein. 🧺 Ernte & Verwertung Etwa acht bis zehn Wochen nach der Aussaat sind die ersten Bohnen erntereif, wenn sich die Schoten beim Biegen glatt durchbrechen lassen und die Kerne in der Hülse noch nicht sichtbar sind. Die Bohnen sollten nur bei trockenem Wetter geerntet werden, vorzugsweise an einem sonnigen Vormittag. Führen Sie regelmäßiges Pflücken alle zwei bis vier Tage durch, um die Bildung neuer Blüten anzuregen und den Ertrag zu steigern. Ernten Sie die Schoten vorsichtig mit den Fingern oder einer Schere, um die Pflanze nicht zu beschädigen. Nach der Ernte sollten die Bohnen möglichst rasch verzehrt oder gelagert werden. Zur kurzfristigen Lagerung eignen sich feuchte Tücher im Gemüsefach des Kühlschranks. Blanchieren und Einfrieren oder Einkochen sind ebenfalls geeignete Methoden zur längeren Haltbarkeit. Beachten Sie, dass Stangenbohnen den giftigen Pflanzenstoff Phasin enthalten, der durch Kochen zerstört wird. Rohe Bohnen sind nicht genießbar und müssen immer vor dem Verzehr gekocht werden. 🌱 Gute Nachbarn • Karotten, Kohlrabi, Gurken, Salat, Spinat, Rote Bete, Mais, Radieschen, Rettich • Tomaten, Paprika, Chili, Auberginen, Physalis • Kürbis, Zucchini, Melone, Kohlgewächse, Mangold, Rübsen • Dill, Bohnenkraut, Borretsch, Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Tagetes, Liebstöckel • Dost, Oregano, Majoran, Kümmel, Salbei, Sonnenhut, Mädchenauge • Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Erdbeere, Rhabarber • Schwarzwurzel, Sellerie, Spargel, Steckrübe 🚫 Schlechte Nachbarn • Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Bärlauch, Fenchel • Ackerbohnen, Stangenbohnen, Sojabohnen, Erbsen, Linsen • Sonnenblumen, Kartoffeln, Raps • Holunder, Flieder, Forsythie, Efeu, Giersch, Immergrün, Rittersporn, Pfingstrosen 🔄 Fruchtfolge • Nach Bohnen mindestens 3 Jahre Pause, bevor wieder Hülsenfrüchtler (Bohnen, Erbsen, Lupinen) an dieselbe Stelle kommen. 🐜 Häufige Schädlinge • Bohnenfliege • Blattläuse (Schwarze Bohnenlaus) • Wurzelfliege • Schnecken 🍂 Typische Krankheiten • Grauschimmel • Brennfleckenkrankheit • Bohnenrost • Fusariumwelke • Bakterienbrand • Wurzelfäule • Mosaikviren • Fettfleckenkrankheit

Gute Nachbarn

Abessinischer Kohl / Äthiopischer Senf

Aubergine

Bohnenkraut

Borretsch

Brombeere

Chili

Dill

Dost, Oregano, Majoran

Echter Sonnenhut, Rudbeckie

Endiviensalat (Eskariol / Frisée)

Erdbeere

Gartenkürbis - Patisson / Ufo-Kürbis

Gartenkürbis - Zierkürbis

Gartenkürbis - Zucchini

Gartensalat

Gemüsekohl - Blumenkohl / Romanesco

Gemüsekohl - Brokkoli

Gemüsekohl - Flower Sprouts / Kohlröschen

Gemüsekohl - Futterkohl

Gemüsekohl - Grünkohl / Braunkohl

Gemüsekohl - Kai-Lan / Chinesischer Brokkoli

Gemüsekohl - Kohlrabi

Gemüsekohl - Palmkohl / Schwarzkohl

Gemüsekohl - Rosenkohl

Gemüsekohl - Rotkohl / Roter Spitzkohl

Gemüsekohl - Weißkohl / Weißer Spitzkohl

Gemüsekohl - Wildkohl / Urkohl

Gemüsekohl - Wirsing / Butterkohl

Gemüsekohl - Zierkohl

Gurke

Haargurken / Schlangenkürbisse

Inkagurke (Hörnchenkürbis)

Jaltomaten

Johannisbeere

Kapuzinerkressen

Kartoffel

Kerbelrübe

Kümmel

Kürbis

Mädchenauge

Mais

Mangold

Melone (Wassermelone)

Melone (Zuckermelone)

Möhren

Nachtschatten (Sonstige)

Paprika

Physalis

Radieschen

Raps - Steckrübe

Rettich

Rhabarber

Ringelblumen

Rüben / Bete

Rübsen - Chinakohl

Rübsen - Choy Sum / Chinesischer Blütenkohl

Rübsen - Komatsuna

Rübsen - Mizuna

Rübsen - Ölrübsen

Rübsen - Pak Choi

Rübsen - Speiserübe

Rübsen - Stängelkohl

Rübsen - Stielmus

Rübsen - Tatsoi

Rübsen - Wilde Rübsen

Salat (Asia-Salat)

Salat (Chicorée)

Salat (Feldsalat)

Salat (Katalanischer Chicorée/Puntarelle/Spargelchicorée)

Salat (Radicchio)

Salat (Zuckerhut)

Salbei

Scheinsonnenhüte

Schwammgurke / Luffa

Schwarzwurzel

Sellerie (Knollensellerie)

Sellerie (Schnittsellerie)

Sellerie (Stangensellerie)

Spargel

Spargelsalat

Spinat (Sommer)

Spinat (Winter)

Stachelbeere

Studentenblumen / Tagetes

Tomate (Kleinfruchtige)

Krankheiten

Fusariose

Brennfleckenkrankheit

Bohnenmosaikvirus

Bohnenfleckenkrankheit

Bohnenrost

Falscher Mehltau

Echter Mehltau

Grauschimmel

Wurzelfäule

Schädlinge

Bohnenfliege

Spinnmilben

Schwarze Bohnenlaus

Blattläuse

Schnecken

Zikaden

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