Gurke

Gurke

Cucumis sativus

Pflanzenfamilie

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Auch bekannt als

Baby Cucumber, Schlangengurken, Zitronengurke, Kukumer, Cucumer, Kummer, Gurkel, Gurkn, Gurgl, Gurgel, Gurkerl, Salatgurke, Einlegegurke, Gewürzgurke, Cornichon, Mini-Gurke, Snackgurke, Landgurke, Schälgurke, Kummerling, Sikkim-Gurke

Anbaupause Fruchtwechsel

4 Jahre

Saisonübersicht

Voranzucht

Pflanzung

Ernte

J

F

M

A

M

J

J

A

S

O

N

D

Details

Lichtbedarf

Sonnig

Wasserbedarf

Feucht

Boden

Mittelschwer (lehmig)

Nährstoffbedarf

Hoch

Dunkelkeimer

Keimtemperatur

22 - 25 °C (Grad Celsius)

Pflanzabstand

50 cm

Reihenabstand

120 cm

Saattiefe

2.5 cm

Anleitungen

Die Saison für diese Pflanze hat noch nicht begonnen. Die folgenden Anleitungen sind für die beginnende Saison.

Ende April

Vorziehen

Anfang Mai

Startdüngung

Mitte Mai

Rankhilfe

Beschreibung

Die Gurke (Cucumis sativus), auch als Kukumer (lateinisch Cucumer) und Gartengurke bezeichnet, ist eine Art der Gattung Gurken (Cucumis) aus der Familie der Kürbisgewächse. Sie gehört zu den wirtschaftlich bedeutendsten Gemüsearten. Mit der unterschiedlichen Nutzung zusammenhängend werden im Wesentlichen zwei Sortengruppen unterschieden: die Salatgurke (oder Schlangengurke) und die Einlege- oder Gewürzgurke. Die Heimat der Gurke liegt wahrscheinlich in Indien, wo sie etwa um 1500 v. Chr. domestiziert wurde. Die hier heimische Varietät Cucumis sativus var. hardwickii ist mit den Kulturformen frei kreuzbar. Von Indien hat sie sich in alle warmen Gebiete der Alten Welt ausgebreitet. Wuchs Die Gurke ist eine einjährige Pflanze, die niederliegend und kletternd wächst und dabei bis zu 4 Meter lang werden kann. Manche Zuchtsorten wachsen wesentlich gedrungener und kompakter. Die ganze Pflanze ist borstig-steif behaart. Die Blätter sind gestielt und ebenfalls rau behaart. Die Blattspreite ist 7 bis 18 Zentimeter lang und gleichmäßig breit. Der Blattgrund ist herzförmig, die Spreite fünfeckig mit spitzen Enden, leicht handförmig gelappt mit drei bis fünf Lappen. Der Blattrand ist fein gezähnt. In jeder Blattachsel entspringt eine unverzweigte Ranke. Blüte Die Art ist ursprünglich getrenntgeschlechtig einhäusig, dies gilt für die Wildformen und viele Kultursorten. Die Blüten-Krone hat einen Durchmesser von 2 bis 3 Zentimetern und ist goldgelb. Die männlichen Blüten stehen zu mehreren in den Blattachseln, wobei jeweils immer nur eine in Blüte ist. Die weiblichen Blüten stehen einzeln, meist verstreut an einzelnen Knoten. Blütezeit ist in Mitteleuropa Juni bis August. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Bienen, Grabwespen). Frucht Die Frucht ist eine Beere. Bei der Gurke wird die äußere grüne Fruchthülle durch ein derbes cuticulaüberzogenes Gewebe des Blütenbodens gebildet. Sie wird 10 bis 60 Zentimeter lang. Die Form ist walzenförmig bis schmal-eiförmig, unterschiedlich stark gekrümmt, stielrund bis undeutlich drei- bis sechskantig. Die Oberfläche ist höckrig-warzig bis glatt. Die unreifen Früchte sind zur Zeit der Ernte grün, bei einigen wenigen Sorten auch gelb oder weiß. Das Fruchtfleisch ist meist weiß, seltener orangefarben. Zur Reife sind die Früchte je nach Sorte grün bis gelb, nicht genetzt oder orange bis braun und genetzt. In der Regel hat die Frucht drei Fruchtfächer, die jeweils zweiteilig sind und viele kleine, weiße, flache Samen tragen. Lediglich die Sorte 'Lemon' hat fünf Fruchtfächer. Sie zeichnet sich auch durch ihre gelbe Farbe aus und dadurch, dass sie die einzige andromonözische Gurkensorte ist. Gurkentypen Die Salatgurke ist der häufigste und gebräuchlichste Typ, auch Schlangengurke genannt, die fast nur im Treibhaus angebaut wird. Ihre Form ist zylindrisch, leicht gekrümmt, glatt, stachellos und verjüngt sich zu beiden Seiten. Am meisten sind Früchte mit Gewichten von 300 bis 400 Gramm und 400 bis 500 Gramm im Handel. Größere Sortierungen sind möglich, aber nicht wirtschaftlich. Salatgurken werden auf Gewichtsbereiche von 100 Gramm sortiert. Die seltener angebotenen Salatgurken aus dem Freilandanbau werden als „Landgurke“ vermarktet. „Einlegegurken“ werden vorwiegend im Freiland angebaut, sie werden in Essigsud eingelegt. Je nach Wunsch der jeweiligen Konservenfabrik werden sowohl glattschalige wie auch gestachelte Fruchtsorten ausgesät. Einlegegurken erntet man im unreifen Zustand, alle Früchte an der Pflanze werden bei der regelmäßigen Ernte im Rhythmus von 3 bis 7 Tagen geerntet und später maschinell nach Größe sortiert. Die kleineren Sortierungen werden als Cornichons und Gewürzgurken in Gläsern konserviert. Mittlere Sortierungen werden als Gurkentopf oder in großen Dosen vermarktet und die größeren Sortierungen werden zu „Zungengurken“, „Gurken-Sticks“, „Gurkenhappen“ oder „Schnitzelgurken“ weiterverarbeitet. Eine weitere im Freiland angebaute Gurkensorte ist die „Schälgurke“, diese wird nur im reifen Zustand geerntet und ist dabei ca. 30 cm bis 50 cm lang. Nachdem die Schale und das Kernhaus entfernt wurde, wird sie in kleine Würfel geschnitten und kommt als Senfgurke in den Handel. Eine Sorte mit gelber Farbe wird als „Zitronengurke“ bezeichnet. In China gibt es einige besondere Sortengruppen. Die Varietät xishuangbannesis wird von den Hani im Südwesten Chinas in Seehöhen über 1000 m angebaut. Die Sprosse werden bis sieben Meter lang, die Früchte bis drei Kilogramm schwer. Die Rinde ist orange, hellgelb oder weiß und ist nicht mit Stacheln besetzt. Das Fruchtfleisch ist gelb, die Plazenta kann sich bei einigen Vertretern bis hin zu orange verfärben. Die Varietät sikkimensis, auch Sikkim-Gurke genannt, wird in den gebirgigen Regionen Nepals und Indiens angebaut. Verwendung Die Salatgurken werden vorwiegend frisch als Salat verzehrt. Einlege- und Schälgurken sind kleiner als die Salatgurken. Sie werden durch Milchsäuregärung als Salzgurken oder mit einem Essigsud eingekocht und als Gewürzgurken oder Saure Gurke bezeichnet. Ausgewachsene Schälgurken können ebenfalls roh gegessen werden, oder sie werden zu Senf- oder Honiggurken verarbeitet oder als Schmorgurke zubereitet. Gurken können auch als Suppe oder für Kochgerichte verwendet werden. In Ost- und Südasien werden Gurken gern als Gemüsebeilage gekocht, so werden z. B. in Indien Gurken in Currys und Chutneys verwendet. In Asien werden auch die Samen gegessen und aus den Samen wird ein Öl gewonnen, das ebenfalls in der Küche Verwendung findet. In Südostasien werden auch die jungen Blätter und Sprosse als Gemüse gekocht und gegessen.

Herkunft:

Indien

Anbautipps

🌱 Sortenwahl • Freilandgurken: robust, brauchen aber warme Böden (z. B. ‘Marketmore’, ‘Delikateß’) • Gewächshausgurken: empfindlicher, aber sehr ertragreich (z. B. ‘Mini Stars’, ‘Tanja’) • Einlegegurken: klein, ideal zum Fermentieren (z. B. ‘Vorgebirgstrauben’) 🌱 Vorkultur / Direktsaat • Start: Mitte bis Ende April • Keimtemperatur: 22–25 °C • Dauer bis zum Auspflanzen: ca. 3–4 Wochen • Einzeltöpfe (mind. 8–10 cm Durchmesser), da Gurken Wurzelstörungen übelnehmen • Substrat: lockere, nährstoffarme Anzuchterde • Pro Topf 1 Samen, 2–3 cm tief • Erde leicht andrücken und vorsichtig angießen • Mit Folie oder einer Haube abdecken, bis die Keimung beginnt • Warm halten, bis die Keimblätter erscheinen • Danach hell und etwas kühler (18–20 °C) • Direkte Mittagssonne vermeiden, aber viel Licht geben • Gleichmäßig feucht halten, nicht nass • Nur mit warmen Wasser gießen • Kein Dünger in den ersten 2 Wochen, später sehr sparsam • Abhärten: 5–7 Tage täglich ein paar Stunden nach draußen stellen • Pflanzzeit: nach Eisheiligen (Mitte Mai), wenn der Boden warm ist • Beim Pflanzen Wurzelballen nicht beschädigen • Pflanzabstände: Freiland (mit Rankhilfe): Pflanzabstand: 40–60 cm Reihenabstand: 100–150 cm Freiland (ohne Rankhilfe): Pflanzabstand: 80–100 cm Reihenabstand: 120–150 cm Gewächshausgurken: Pflanzabstand: 40–50 cm Reihenabstand: 80–120 cm Kübelgurken: Topfgröße: mind. 20–30 Liter pro Pflanze Abstand: 30–50 cm • Direktsaat: erst ab Mitte/Ende Mai, wenn der Boden wirklich warm ist 🌡️ Standort & Boden • Warm, sonnig, windgeschützt – Gurken lieben Hitze • Boden: humusreich, locker, nährstoffreich • pH-Wert: leicht sauer bis neutral • Mulchen hilft, Feuchtigkeit zu halten und Wurzeln zu schützen 💧 Pflege • Gießen: regelmäßig, warmes Wasser, direkt an die Wurzel • Staunässe vermeiden, nie austrocknen lassen • Düngen: Starkzehrer, alle 2 Wochen mit organischem Flüssigdünger oder Komposttee • Rankhilfe: spart Platz, hält Früchte sauber und reduziert Krankheiten 🥒 Ernte • Farbe: sattgrün, keine gelben Stellen • Größe: je nach Sorte – lieber etwas früher • Oberfläche: prall, glatt, nicht schrumpelig • Drucktest: Die Schale gibt leicht nach, aber nicht zu weich • Mit einem scharfen Messer oder einer Schere abschneiden, nicht abreißen • Stielansatz ein kleines Stück stehen lassen • Morgens ernten, wenn die Früchte am knackigsten sind • Regelmäßig ernten – regt die Pflanze an, neue Früchte zu bilden 🟢 Gute Nachbarn • Dill, Basilikum, Borretsch, Koriander, Petersilie • Minze (im Topf) • Bohnen, Erbsen • Salat, Spinat • Paprika, Chili • Radieschen • Kohlrabi, Möhren, Sellerie, Pastinaken • Zwiebeln, Knoblauch, Schnittlauch • Sonnenblumen, Phlox, Astern • Mais • Frauenmantel, Erdbeeren, Ringelblumen 🔴 Schlechte Nachbarn • Kartoffeln • Tomaten, Auberginen • Zucchini, Kürbis, Melonen • Kohlgewächse, Rübsen, Raps • Rote Bete • Rosmarin, Thymian, Salbei, Oregano, Lavendel • Beinwell, Sonnenhut • Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren • Forsythie, Flieder, Bäume 🥒 Fruchtfolge für Gurken Optimal ist ein 3–4‑jähriger Abstand, bevor wieder Gurken oder andere Kürbisgewächse wachsen 🍃 Krankheiten • Echter Mehltau • Falscher Mehltau • Gurkenwelke (Fusarium) • Gurkenmosaikvirus 🐛 Typische Schädlinge • Schnecken • Blattläuse • Spinnmilben • Weiße Fliege

Krankheiten

Stängelfäule

Grauschimmel

Fusariose

Falscher Mehltau

Eckige Blattfleckenkrankheit

Echter Mehltau

Brennfleckenkrankheit

Wurzelfäule

Weichfäule

Schädlinge

Schnecken

Thripse

Raupen

Minierfliegen

Gemeine Wiesenwanze

Blattläuse

Spinnmilben

Weiße Fliege

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