Jaltomaten

Jaltomaten

Jaltomata

Pflanzenfamilie

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Auch bekannt als

Jaltotomate, Jaltomato, Xaltomatl

Anbaupause Fruchtwechsel

4 Jahre

Saisonübersicht

Voranzucht

Pflanzung

Ernte

Ernte

J

F

M

A

M

J

J

A

S

O

N

D

1. JAHR

FOLGEJAHRE

Details

Lichtbedarf

Sonnig

Wasserbedarf

Feucht

Boden

Mittelschwer (lehmig)

Nährstoffbedarf

Mittel

Lichtkeimer

Keimtemperatur

20 - 26 °C (Grad Celsius)

Pflanzabstand

80 cm

Reihenabstand

80 cm

Saattiefe

0.2 cm

Anleitungen

Beschreibung

Jaltomata ist eine Pflanzengattung in der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die etwa 60 bekannten Arten sind in der Neotropis verbreitet. Die Früchte einiger Arten werden als Obst gegessen. Jaltomata-Arten sind ausdauernde, krautige oder als Strauch wachsende und mitunter auch rankende Pflanzen mit einer Wuchshöhe von meist 1 bis 2 m, in Ausnahmen werden bis 5 m erreicht. Die Sprossachse ist normalerweise hohl, abgeflacht rund oder vier- bis fünfeckig. Die manchmal paarweise oder in Quirlen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Oft befinden sich die 5 bis 25 mm langen Blattstiele asymmetrisch an der Blattspreite. Die Blattspreiten sind eiförmig und gelegentlich elliptisch oder eiförmig-elliptisch. Die Blätter sind klein bis mittelgroß. Sie sind ganzrandig, leicht gewellt oder gezähnt, die Blattspitze ist zugespitzt, die Spreitenbasis ist gestutzt und stumpf oder keilförmig zugespitzt. Blütenstände und Blüten Die Blütenstände sitzen einzeln in den Blattachseln oder bestehen aus zwei bis drei oder auch bis zu 12 bis 18 doldenförmig angeordneten Blüten. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist fünf-gelappt oder fünf-teilig, verkehrt-konisch und radförmig. Es existieren innerhalb der Gattung Arten mit weißlichen, grünen, blass-gelben, violetten oder blauen Kronen, teilweise sind sie auch zweifarbig mit violett oder pink; die Form der Kronen variiert zwischen radförmig, glockenförmig, trichterförmig, röhrenförmig und bei einer Art urnenförmig. Die Blüten einiger Arten schließen sich nachts. Alle untersuchten Arten der Gattung sind selbstfruchtbar. Viele Arten der Gattung haben protogyne (vorweibliche) Blüten. Am ersten Tag der Blüte bleiben die Staubbeutel geschlossen, sie öffnen sich erst am zweiten Tag. In einigen Arten verlängern sich zwischen diesen beiden Phasen die Staubfäden, so dass sie zur Narbe emporgehoben werden. Früchte und Samen Die Früchte von Jaltomata sind runde oder abgeflacht runde, saftige Beeren mit kleinen bis 9 mm großen oder größeren bis 25 mm großen Früchten. Die reifen Früchte können violett, schwarz, grün, orange, rot oder gelb sein, und werden von dem sich stark vergrößernden Blütenkelch fast umschlossen. In einer Beere befinden sich 70 bis 180 Samen. Die nierenförmigen bis fast runden Samen haben eine Größe von 0,8 bis 2 mm. Verwendung Die Früchte verschiedener Arten der Gattung werden als Obst gegessen und sind auf mexikanischen Märkten zu finden. Einige Arten werden außerdem medizinisch verwendet.

Herkunft:

Südost-USA, Mittelamerika, Nördliches Südamerika, Anden, Galapagosinseln, Große Antillen, Loma-Formationen

Anbautipps

🌡️ Aussaat • Ganzjährig möglich, ideal Februar–Mai • Keine Vorbehandlung nötig • Keimtemperatur: 20–26 °C • Keimdauer: 7–30 Tage (je nach Art) • Licht: Keimung lichtunabhängig, aber hellere Bedingungen fördern kräftige Sämlinge • Substrat: fein, locker, leicht feucht • Tiefe: nur 0,2–0,5 cm bedecken (sehr feine Samen) • Immer leicht feucht, niemals nass 💧 Jungpflanzenphase • Lichtbedarf: hoch, ähnlich wie Tomate oder Physalis • Temperatur: 18–24 °C • Wachstum: schnell, weiche Stängel → früh stützen • Pikieren: sobald 2–3 echte Blätter vorhanden sind • Düngung: sehr sparsam, erst nach 3–4 Wochen 🪴 Pflanzung • Auspflanzen: nach den Eisheiligen • 20–200 cm hoch, breit ausladend • oft halb liegend wachsend • Pflanzabstand: ◦ kriechende Arten: 40–60 cm ◦ aufrechte Arten: 60–80 cm ◦ strauchige Arten: 80–120 cm • Topfkultur: sehr gut möglich ◦ Topfgröße: 5–20 L je nach Art ◦ Drainage wichtig ☀️ Standort • Sonne bis Halbschatten • Warm, windgeschützt • Im Freiland, Kübel oder Gewächshaus möglich (ähnlich wie Tomate) • Boden: humos, locker, leicht feucht • pH: leicht sauer bis neutral 🌼 Pflege • Gießen: gleichmäßig feucht, aber nicht nass • Düngen: moderat, alle 2–3 Wochen mit organischem Flüssigdünger • Stützen: bei aufrechten Arten sinnvoll • Ausgeizen: nicht nötig (anders als bei Tomaten) • Mulchen: hält Feuchtigkeit und fördert Fruchtansatz 🍇 Blüte & Frucht • Blütezeit: je nach Art ab Juni–Juli • Bestäubung: selbstfruchtbar, Insekten verbessern Ertrag • Fruchtansatz: reichlich, oft in Büscheln • Reifezeit: 60–90 Tage nach Blüte • Reifeanzeichen: Farbe (grün → gelb/orange/rot/schwarz/violett), weiche Konsistenz • Geschmack: mild süß - neutral, sehr saftig, säurearm, aromatisch, fruchtig ⚠️ Wichtig • Unreife Früchte und Pflanzenteile sind giftig • Verwechslungsgefahr mit Tollkirsche (Atropa belladonna) ❄️ Überwinterung • Jaltomata ist nicht frosthart. • Möglichkeiten: ◦ einjährig kultivieren (am einfachsten) ◦ als Kübelpflanze frostfrei überwintern (10–15 °C, hell) ◦ Stecklinge im Herbst nehmen (sehr einfach!) 🦠 Krankheiten • Echter Mehltau • Falscher Mehltau • Grauschimmel • Wurzelfäule • Viruskrankheiten (selten) 🐛 3. Schädlinge • Blattläuse • Weiße Fliegen • Spinnmilben • Thripse • Schnecken • Minierfliegen • Raupen 🟢 Gute Nachbarn • Basilikum, Petersilie, Dill, Koriander, Minze (Topf) • Ringelblume, Tagetes, Kapuzinerkresse, Phacelia • Salate, Spinat, Mangold, Buschbohnen • Möhren, Rote Bete, Radieschen 🔴 Schlechte Nachbarn • Tomate, Paprika/Chili, Aubergine, Kartoffel, andere Nachtschatten • Kohlgewächse (Brokkoli, Kohlrabi, Weißkohl) • Zucchini / Kürbis / Melone • Mais • Topinambur, Sonnenblume • Minze (im Boden!) • Meerrettich, Rettiche • Sellerie • Gurken • Okra • Reis- oder Sumpfpflanzen

Krankheiten

Grauschimmel

Falscher Mehltau

Echter Mehltau

Wurzelfäule

Schädlinge

Thripse

Spinnmilben

Schnecken

Raupen

Minierfliegen

Blattläuse

Weiße Fliege

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