Alpenveilchen / Zyklamen

Alpenveilchen / Zyklamen

Cyclamen

Pflanzenfamilie

Primelgewächse (Primulaceae)

Auch bekannt als

Erdveilchen, Heideveilchen, Saumveilchen

Saisonübersicht

Voranzucht

Pflanzung

Ernte

J

F

M

A

M

J

J

A

S

O

N

D

1. JAHR

FOLGEJAHRE

Details

Lichtbedarf

Halbschattig

Wasserbedarf

Feucht

Boden

Mittelschwer (lehmig)

Nährstoffbedarf

Mittel

Dunkelkeimer

Keimtemperatur

15 - 18 °C (Grad Celsius)

Pflanzabstand

20 cm

Reihenabstand

20 cm

Saattiefe

2.5 cm

Anleitungen

Beschreibung

Alpenveilchen (bot. Cyclamen) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Myrsinengewächse, die zur Familie der Primelgewächse gehört. Die Gattung beinhaltet 22 Arten, die größtenteils im mediterranen Klima des Mittelmeerraumes wachsen. Lediglich eine Art, das europäische Alpenveilchen, ist wirklich in den Alpen beheimatet. Der deutsche Name der weltweit Zyklamen genannten Alpenveilchen basiert damit auf einer im Alpenraum beheimateten Art. Das bekannteste, als Zimmerpflanze beliebte Alpenveilchen stammt ursprünglich aus Kleinasien. Von dort kam es im 17. Jahrhundert nach Europa und ist hierzulande als Zimmer-Alpenveilchen geschätzt. Vor allem rund um den Mittelmeerraum wachsen Alpenveilchen aufgrund der optimalen Bedingungen zahl- und artenreich. Viele Arten verfügen über landestypische Eigennamen, für die es einige Synonyme gibt. Die Pflanzen dieser Gattung sind wegen ihrer langen Blütezeit und der großen, stilvollen und farbenprächtigen Farben beliebt. Blatt Die Laubblätter des Alpenveilchens sind lang gestielt und einfach. Viele Arten weisen eine helle Zeichnung auf der Blattoberseite auf, wodurch das Laub attraktiv zweifarbig ist. Die Blattform ist rund bis herzförmig, an den Rändern glatt bis wenig wahrnehmbar geriffelt. Bei einigen Kultur- und Zuchtformen sind die Blattränder sichtbar gezähnt oder rüschenförmig wachsend. Durch die zweifarbige Optik der Blätter kommen die dunkelgrünen Nerven gut zur Geltung, da sie sich größtenteils unter den dunkler gefärbten Laubteilen befinden. Je nach Art und Größe erscheint das Laub der Gattung Cyclamen scheiben- bis tellerförmig und ist im Verhältnis zur Blüte extrem groß. Blüte Die Blüten aller Cyclamen Arten befinden sich endständig auf langen Stielen. Alpenveilchen bilden Einzelblüten mit einer glatten Oberfläche aus. Auch wenn die Blüten oftmals nach unten hängen, stehen die Kronblätter aufrecht und nach oben gebogen. An den Rändern sind die Blütenblätter wellig bis glatt, nur bei besonderen Zuchtformen weisen sie starke Riffeln oder Zacken auf. In der Natur blühen Zyklamen weiß, zartrosa bis pink oder rot bis violett. Die beliebten Zimmer-Alpenveilchen sind in zweifarbigen Nuancen und mit teilweise kräftiger Akzentuierung der Ränder erhältlich. Die nach oben gebogenen Kronblätter erreichen je nach Art eine Länge zwischen drei und zehn Zentimeter. Als Zimmerpflanze blühen Alpenveilchen vom September bis in den April. Frucht Alpenveilchen haben kapselförmige Früchte. Während des Wachstums krümmt sich der Stiel ein und versenkt die Kapselfrucht im Boden. Alle Cyclamen Arten bilden Früchte, die sich erst nach dem Versenken und damit unterirdisch öffnen. Die Früchte sind unscheinbar und durch den Wuchs in die Erde, oftmals nicht erkennbar. Der Fruchtstiel verformt sich im Reifezeitraum spiralenartig. Wuchs Die Pflanzengattung Cyclamen wächst krautig, ist ausdauernd und bildet scheibenförmige Knollen als Überdauerungsorgane aus. Alpenveilchen unterscheiden sich nach Art in der Wuchshöhe und Wuchsbreite, sowie in der Größe der Laubblätter und Blüten. Ein markantes Merkmal aller Arten der Gattung Cyclamen, sind die an kurzen Stielen über dem Erdreich wachsenden, großen Laubblätter. Die bedeutend längeren Blütenstiele überragen das Laub deutlich. Die Wuchshöhe hängt von der Art und vom Standort sowie den Umgebungsbedingungen ab. Ein Großteil der Arten erreicht eine durchschnittliche Wuchshöhe von 30 bis 50 Zentimetern. Zwerg-Arten erreichen eine maximale Höhe von zehn bis zwölf Zentimetern. Nutzung Einige Arten wie das frühlingsblühende Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum) und das herbstblühende Efeublättrige Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium) sind in Mitteleuropa winterhart und werden an schattigen Plätzen in Gärten gepflanzt. Am bekanntesten sind die Kultursorten der Cyclamen-persicum-Hybriden. Sie vertragen keine Fröste und werden als Zimmerpflanzen in kühlen Räumen gepflegt. Blätter und Knolle sind u. a. wegen ihres Gehalts an Cyclamin, einem Saponin, giftig. Die Pflanze findet auch medizinische Verwendung.

Herkunft:

Mittelmeerraum, Alpen, Kleinasien

Anbautipps

🌼 Voranzucht • Beste Zeit: Spätwinter bis Frühjahr • Alpenveilchen keimen langsam (mindestens 4 bis 6 Wochen). • Frische Samen keimen am besten. • Optional: 12–24 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen • Feines, lockeres, humusreiches Substrat verwenden. • Dunkelkeimer: Zimmeralpenveilchen 0,5 cm (Samen) Gartenalpenveilchen 2-3 cm (Knollen) • Substrat gut anfeuchten, keine Staunässe. • Temperatur: 15–18 °C. • Standort: hell, keine direkte Sonne. • Feuchtigkeit: gleichmäßig leicht feucht. • Abdeckung (Folie/Haube) möglich, täglich lüften. • Pikieren sobald die Keimlinge 2–3 echte Blätter haben • Weiterhin kühl und hell. • Jungpflanzen langsam an normale Raumluft gewöhnen. • Erst düngen, wenn sie gut eingewurzelt sind. • Erste Blüte je nach Art: nach 12–18 Monaten. 🌱 Standort & Boden • Licht: Zimmeralpenveilchen: hell, keine direkte Sonne (Ost- oder Nordfenster). Gartenalpenveilchen: Halbschattig-Schattig, keine direkte Sonne (Gehölzrand) • Temperatur: kühl! 12–16 °C ideal. Gartenalpenveilchen winterhart bis -10°C / -20°C • Boden: humusreich, leicht lehmig, kalkhaltig, gut drainiert. • Feuchtigkeit: während der Ruhephase eher trocken halten. • Pflanzabstand: 15-25 cm je nach Art 💧 Gießen • Zimmeralpenveilchen immer von unten gießen, damit die Knolle nicht fault. • Erde leicht feucht halten, Staunässe vermeiden. • Während der Ruhezeit (Sommer nach der Blüte): deutlich weniger Wasser. 🌸 Blüte & Pflege • Blütezeit je nach Art: Herbst bis Frühjahr. • Verblühte Blüten und gelbe Blätter abdrehen, nicht schneiden. • Während der Blütezeit alle 2 Wochen schwach düngen. ❄️ Überwinterung • Zimmer-Alpenveilchen: kühl stellen, wenig gießen. • Winterharte Arten (z. B. Cyclamen coum, Cyclamen hederifolium): ◦ Im Garten gut winterhart, brauchen aber durchlässigen Boden und ggf. Laubmulch. • Viele Hybriden sind nicht winterhart und nur für den Sommer draußen geeignet. 🌿 Gute Nachbarn • Farne, Purpurglöckchen, Christrose, Primel, Waldsteinia, Elfenblume, Funkien, Bergenie • Bärlauch, Waldmeister, Minze (Topf) • Rhabarber, Mangold, Schnittlauch, Salat • Hasel, Rhododendron, Azalee, Kornelkirsche, Hartriegel, Felsenbirne, Holunder ❌ Schlechte Nachbarn • Efeu, Immergrün, Geranien, Ysander, Sonnenblume, Sonnenhut • Thymian, Rosmarin, Salbei, Oregano, Lavendel, Olivenkraut, Gliedkräuter, Ysop • Tomaten, Paprika, Chili, Aubergine, Kartoffel, Kürbis, Zucchini, Melone, Bohnen, Erbsen, Kohl, Raps, Rübsen • Bambus, Kirschlorbeer, Thuja, Liguster, Ahorn, Scheinzypressen, Walnuss 🦠 Krankheiten • Grauschimmel (Botrytis) • Echter Mehltau • Fusarium-Welke • Brennfleckenkrankheit (Cryptocline) • Viruserkrankungen (Mosaik) • Wurzelfäule 🦟 Schädlinge • Cyclamenmilbe • Blattläuse • Thripse • Spinnmilben • Dickmaulrüssler • Trauermücken 🧪 Häufige Probleme • Gelbe Blätter: zu warm oder zu nass. • Fäulnis: Staunässe oder Gießen über die Knolle.

Schlechte Nachbarn

Abessinischer Kohl / Äthiopischer Senf

Ahorne

Aubergine

Bohne (Ackerbohne)

Bohne (Buschbohne)

Bohne (Feuerbohne)

Bohne (Helmbohne)

Bohne (Limabohne/Mondbohne)

Bohne (Stangenbohne)

Chili

Dost, Oregano, Majoran

Echter Sonnenhut, Rudbeckie

Efeu

Erbse

Gartenkürbis - Patisson / Ufo-Kürbis

Gartenkürbis - Zierkürbis

Gartenkürbis - Zucchini

Gemüsekohl - Baumkohl / Ewiger Kohl

Gemüsekohl - Blumenkohl / Romanesco

Gemüsekohl - Brokkoli

Gemüsekohl - Flower Sprouts / Kohlröschen

Gemüsekohl - Futterkohl

Gemüsekohl - Grünkohl / Braunkohl

Gemüsekohl - Kai-Lan / Chinesischer Brokkoli

Gemüsekohl - Kohlrabi

Gemüsekohl - Palmkohl / Schwarzkohl

Gemüsekohl - Rippenkohl / Portugiesischer Kohl

Gemüsekohl - Rosenkohl

Gemüsekohl - Rotkohl / Roter Spitzkohl

Gemüsekohl - Weißkohl / Weißer Spitzkohl

Gemüsekohl - Wildkohl / Urkohl

Gemüsekohl - Wirsing / Butterkohl

Gemüsekohl - Zierkohl

Geranie / Pelargonie

Gliedkräuter

Gurke

Haargurken / Schlangenkürbisse

Immergrün

Inkagurke (Hörnchenkürbis)

Jaltomaten

Kartoffel

Kerbelrübe

Kichererbse

Kiwano, Afrikanische Horngurke

Kürbis

Lavendel

Lebensbaum, Thuja

Liguster

Lorbeerkirsche, Kirschlorbeer

Meerkohle

Melone (Wassermelone)

Melone (Zuckermelone)

Mexikanische Minigurke

Minze

Nachtschatten (Sonstige)

Okra

Olivenkraut

Paprika

Platterbsen

Raps

Raps - Scheerkohl / Sibirischer Kohl

Rosmarin

Rüben / Bete

Rübsen - Chinakohl

Rübsen - Choy Sum / Chinesischer Blütenkohl

Rübsen - Komatsuna

Rübsen - Mizuna

Rübsen - Ölrübsen

Rübsen - Pak Choi

Rübsen - Speiserübe

Rübsen - Stängelkohl

Rübsen - Stielmus

Rübsen - Tatsoi

Rübsen - Wilde Rübsen

Salbei

Scheinsonnenhüte

Scheinzypressen

Schwammgurke / Luffa

Sojabohne

Sonnenblume

Steckrübe

Süßkartoffel

Thymiane

Tomate (Fleischtomate / Großfruchtige)

Tomate (Kleinfruchtige)

Tomate (Salattomate / Normalfruchtige)

Tomate (Wildtomate)

Walnussgewächse

Ysope

Ziergräser - Bambus

Ziergräser - Federborstengras, Lampenputzergras

Ziergräser - Pampasgras

Ziergräser - Schilfrohr, Pfahlrohr, Rohrkolben

Krankheiten

Grauschimmel

Fusariose

Echter Mehltau

Brennfleckenkrankheit

Wurzelfäule

Schädlinge

Thripse

Spinnmilben

Blattläuse

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