Gräser - Seggen

Gräser - Seggen

Carex

Pflanzenfamilie

Sauergrasgewächse (Cyperaceae)

Auch bekannt als

Riedgras, Sumpfgras, Binsenschmiele

Anbaupause Fruchtwechsel

0 Jahre

Saisonübersicht

Aussaat

Ernte

Ernte

J

F

M

A

M

J

J

A

S

O

N

D

1. JAHR

FOLGEJAHRE

Details

Lichtbedarf

Halbschattig

Wasserbedarf

Feucht

Boden

Mittelschwer (lehmig)

Nährstoffbedarf

Niedrig

Lichtkeimer

Keimtemperatur

15 - 20 °C (Grad Celsius)

Pflanzabstand

40 cm

Reihenabstand

50 cm

Saattiefe

0.2 cm

Anleitungen

Beschreibung

Die Seggen (Carex) bilden eine Gattung von immer- und wintergrünen Gräsern. Sie gehören zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaxceae). Es gibt über 2.000 Arten von Seggen. Fast weltweit sind die Arten vertreten und gedeihen in kalten und gemäßigten Klimazonen. Die Pflanzen sind ausdauernd krautig. Zahlreiche Seggen-Arten sind beliebte Ziergräser. Sie lassen sich aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und wegen ihres dekorativen Laubes als horstbildender Blickfang oder als dichte Bodendecker einsetzen. Die Bandbreite der Blattfarben und Wuchsformen ist enorm. Die unterschiedlichen Arten kommen in freier Natur auf den feuchten Böden von Wiesen und Wäldern vor. Auch in Niedermooren, an sumpfigen Gewässerrändern oder auf trockenen, sandigen oder steinigen Untergründen sind sie zu finden. Die meisten Arten sind in Nordamerika und Ostasien heimisch. Der lateinische Gattungsname Carex weist auf die schneidenden Blätter der Seggen hin. Verbreitung Seggen sind in nahezu allen Regionen der Welt vertreten. Jedoch kommen sie mehrheitlich in kühleren, gemäßigten Regionen vor. Besonders häufig ist die Gattung in Nordamerika sowie in Ostasien vertreten. In tropischen Tiefländern ist sie nicht zu Hause. Lediglich in Südostasien kommen einige wenige Arten vor. In Afrika gibt es keine Arten der Carex südlich der Sahara. Dagegen gibt es allein in Nordamerika rund 480 Arten von Seggen. Wuchs Seggen entwickeln dichte Horste. Viele Arten wachsen aufrecht, andere breiten sich kriechend mit Ausläufern aus und eignen sich daher als Bodendecker. Die Wuchshöhen der Seggen reichen innerhalb der verschiedenen Arten von 20 - 120 cm. Blatt Die Belaubung der Gattung Carex ist innerhalb der verschiedenen Arten winter- oder immergrün. Seggen lassen sich hauptsächlich durch ihre Blattform von anderen Gräsern unterscheiden. Die meist dreikantigen Blätter fallen durch ihren v- oder m-förmigen Querschnitt der Blattspreite auf und dem hellen Mark im Innern. Nur bei wenigen Arten ist die Blattspreite fadenartig, rundlich oder eingerollt. Die Laubblätter sind entweder grundständig angeordnet oder sie wachsen entlang der Achse. Sprossachsen mit Knoten oder Internodien sind bei wenigen Arten vertreten. Es gibt eine Vielfalt von Farben in der Welt der Seggen. Hauptsächlich sind es Grüntöne. Auch grünweiße oder gelbgrüne Blätter sind vertreten. Auch sind Arten mit rotbraunen, bronzefarbenen oder schokoladenbraunen Färbungen dabei. Diese Gruppe von Seggen ist vor allem in Neuseeland heimisch. Blüte Die Blütezeit der Seggen reicht von März bis in den September. Bei allen Arten der Seggen entwickeln sich an einem Stängel sowohl weibliche als auch männliche Blüten. Die männlichen Blüten sitzen an den Triebspitzen und sind unscheinbar. Die weiblichen Blüten ähneln Zapfen. Die ährigen Blütenstände stehen als Ähren, Rispen oder Trauben zusammen. Frucht Seggen bilden meist linsenförmige, wenige Millimeter groß werdende Achänen. Diese sind entweder spitz oder abgerundet. Standort Die Pflanzen der Gattung Carex besiedeln oft feuchte bis nasse Standorte. Es gibt Arten, die in der arktischen Tundra vorkommen, andere sind in den Gebirgsregionen heimisch oder in Wäldern. Meist bevorzugen sie halbschattige bis schattige Plätze an windgeschützten Standorten mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Viele Seggen säumen See- und Teichufer oder Dünenregionen. Die Gattung zeigt sich äußerst anpassungsfähig. Nutzung Seggen zählen aufgrund ihrer Farben- und Formenvielfalt zu den beliebten Ziergräsern. Großartig kommen sie in modernen Gartenanlagen zur Geltung. Sie lassen sich mit anderen Gräser-Sorten oder mit zahlreichen Blattschmuckpflanzen kombinieren. Niedrig wachsende Seggen eignen sich für flächige Begrünungen, andere Arten ziehen im Halbschatten von Bäumen oder Büschen alle Blicke auf sich. Die Gräser behalten bis in den Winter ihre attraktive Laubfarbe und schmücken im Herbst und Winter den Garten. Schöne Nachbarschaften entstehen mit Hornveilchen, Christrosen und vielen anderen Pflanzen. Ökologische Bedeutung Seggen sind ein wichtiger Bestandteil naturnaher Lebensräume. Sie bieten Insekten wie Schmetterlingsraupen Nahrung – einige Arten sind sogar auf Seggen spezialisiert, darunter die Raupen des Ried-Grasmotteneulchen (Deltote uncula). Ihre dichten Horste schaffen außerdem Verstecke und Nistmöglichkeiten für Vögel, Amphibien und Kleinsäuger. In Feuchtgebieten tragen Seggen zur Bodenfestigung bei und bieten Libellen und anderen wassergebundenen Tieren wertvolle Strukturen. Damit sind sie nicht nur ökologisch bedeutsam, sondern auch im Garten wertvolle Helfer für mehr Vielfalt und Lebendigkeit.

Herkunft:

fast weltweit, kalten und gemäßigten Klimazonen, Nordamerika, Ostasien

Anbautipps

🌞 Standort & Boden • halbschattige bis sonnige, kühle bis mäßig warme Standorte • Viele Seggen wachsen natürlich auf feuchten Wald- und Wiesenböden (immer leicht feucht, keine Staunässe) • in Niedermooren oder an sumpfigen Gewässerrändern (sehr feucht bis nass) • Einige Arten bevorzugen trockene, sandige bis steinige Standorte • Windtolerant • meist humos, locker, kiesig • meist mittlerer Nährstoffbedarf • meist schwach sauer bis neutral (pH 5-7), kalkarm einige wenige trockenheitsliebende Arten sind kalktolerant oder kalkliebend 🌱 Aussaat & Pflanzung • Direktsaat: März-Mai / September-Oktober (Kaltkeimer) • Substrat: humos, locker, fein, leicht feucht • Keimtemperatur: 15-20 °C / 2-5°C • Keimdauer: 3-8 Wochen • Saattiefe: 0,2 cm (Lichtkeimer) • Pflanzabstand: 25-60 cm • Vermehrung: Teilung im Frühjahr oder Herbst 💧 Pflege • Gießen: gleichmäßig feucht halten, kein Leitungswasser (morgens oder abends) • Trockentolerante Arten vertragen kurze Trockenphasen • Düngung: leichte Grunddüngung im Frühjahr, sonst nicht erforderlich • Im Frühjahr (März/April) altes Laub bodennah abschneiden, nicht im Herbst • Immergrüne Arten nur ausputzen, nicht komplett runterschneiden 🌿 Gute Nachbarn • Farne, Funkien, Kaukasusvergissmeinnicht, Schaumblüte, Elfenblume Lungenkraut, Geranien, Purpurglöckchen, Bergenien, Sumpfdotterblume Pfeifengras, Schachtelhalm (Halbschatten, feucht) • Astilbe, Nieswurz, Waldgräser, Straußenfarn, Geißbart, Steinbrech, Ligularia (Schatten, feucht) • Federgras, Blauschwingel, Salbei, Katzenminze, Schafgarbe, Scheinsonnenhut, Sedum, Thymian, Oregano (Sonne, trocken) 🚫 Schlechte Nachbarn • Efeu, Giersch, Immergrün, Waldsteinia • Bambus, Japanischer Staudenknöterich, Minzen • (Lavendel, Thymian, Salbei, Steppenkerzen, Sedum) • Dahlien, Rittersporn, Sonnenblumen 🍂 Krankheiten • Pilzinfektionen • Rost • Wurzelfäule 🐌 Schädlinge • Blattläuse • Zikaden • Raupen • Schnecken

Krankheiten

Echter Mehltau

Wurzelfäule

Schädlinge

Raupen

Schnecken

Blattläuse

Zikaden

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