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03.04.2020 . Lesezeit: 14 Minuten

Permakultur-Garten anlegen & gestalten

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Marie
Marie ist Agrarwissenschaftlerin. Sie interessiert sich besonders für den nachhaltigen und ökologischen Anbau von Gemüse und anderen Pflanzen. Im eigenen Garten sammelte sie dabei Erfahrungen und probiert sich gerne aus, um von der Natur zu lernen. Dabei liegen ihr Werte und Prinzipien der Permakultur besonders am Herzen, um neben dem Wohl für die Natur, auch für das Wohlergehen der Menschen und zukünftiger Generationen beizutragen.
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Was ist eigentlich Permakultur? Genau diese Frage wollen wir in diesem Artikel beantworten. Erfahre hier mehr zu Prinzipien und Grundsätze der Permakultur und was es bedeutet, mit der Natur zu Gärtnern. Zudem gibt's Tipps zum Permakultur-Garten anlegen mit Totholzhecken, Teich, Kräuterschnecke & Co.

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Auf einen Blick

Was ist eigentlich Permakultur?

  • Permakultur ist eine Anbaumethode, bei der stabile sich selbst regulierende Ökosysteme geschaffen werden, die dauerhaft existieren können. Hierbei greift der Mensch nur lenkend mit kleinen Masßnahmen ein.
  • Grundsätze der Permakultur sind:
    • Earthcare: Sorge für die Erde
    • Peoplecare: Sorge für die Menschen
    • Fairshare: Begrenze Konsum und Wachstum, teile Überschüsse
  • Daher wird in der Permakultur auf umweltschädliche Praktiken verzichtet und ökologisch gegärtnert. Biologische Praktiken sind z.B. organische Düngung, Gründüngung, Mulchen, Mischkulturen, Blühstreifen und vorbeugender Pflanzenschutz mit beispielsweise Pflanzenjauchen.

Permakultur-Garten anlegen & gestalten: Ideen & Tipps

  • Beobachte deinen Garten und lege Rahmenbedingungen fest (Ausrichtung, geographische Begebenheiten, Wasserversorgung, Bodenart, Standortbedingungen), bevor du eingreifst.
  • Es gibt einige verschiedene Elemente, die du in deinen Permakultur-Garten integrieren kannst. Beispiele wären Gemüsebeete (No-Dig-Beete), Kräuterspiralen, Steinwälle, Totholzhecken, Baumunterpflanzungen oder kleine Wasserspeicher. Es gibt aber noch viele weitere Methoden in der Permakultur zu entdecken!

Was ist Permakultur?

Permakultur leitet sich aus den beiden englischen Worten „permanent agriculture“ ab. Übersetzt bedeutet das dauerhaft und damit nachhaltig Landwirtschaft zu betreiben. Als „Vater“ des Prinzips gilt der Australier Bill Mollison zusammen mit seinem Schüler David Holmgren. Aber auch schon Masanobu Fukuoka integrierte in seiner Methode der „Nichts-Tun-Landwirtschaft“ permakulturelle Prinzipien.


Bei der Permakultur geht es vor allem darum, nachhaltig Lebensmittel zu produzieren. Diese Anbaumethode orientiert sich an natürlichen Kreisläufen in der Natur. Das Ziel sind stabile Ökosysteme zu schaffen, die sich selbst regulieren und langfristig erhalten. Der Mensch soll dabei möglichst wenig eingreifen und das System nur in eine bestimmte Richtung lenken. Natürliche Ökosysteme müssen deshalb genau beobachtet werden, um das bestehende System zu verstehen und Veränderungen planen zu können.

Grundsätze der Permakultur

Auf der Erde ist alles Leben in komplexen Kreisläufen miteinander verbunden. In diesem Gefüge haben auch wir Menschen unseren Platz. Die Gesetzmäßigkeiten des Lebens sind nicht von uns Menschen gemacht, wir können lediglich mit diesen Gesetzen leben und arbeiten. Das Ziel im Garten sollte also immer sein, MIT der Natur zu arbeiten, nie dagegen. Es geht hier um einen rücksichtsvollen Umgang mit unserer Welt und unseren Mitlebewesen. Jedes Lebewesen erfüllt nämlich seinen Zweck im großen Ganzen und sorgt dafür, dass unsere Ökosysteme funktionieren. Deswegen gibt es in der Permakultur auch keine Schädlinge oder Nützlinge, sondern einfach Insekten und Tiere, die den Mikrokosmos und Makrokosmos des Ökosystems formen.

Faireshare in der Permakultur
Lebensmittel zu teilen und nur soviel zu nehmen, wie Mensch benötigt, gehört zu den Grundsätzen der Permakultur und ist damit auch eine Lebenseinstellung. Image by carlaborella from Pixabay.

Da Permakultur stark mit dem Nachhaltigkeitsgedanken verflochten ist, sind in permakulturellen Grundsätzen auch die drei Säulen der Nachhaltigkeit wiederzufinden: Ökologie, Soziales und Ökonomie. Projekte, die im Sinne der Permakultur geplant werden, basieren nämlich auf drei ethischen Grundsätzen: „Earthcare“, „Peoplecare“ und „Fairshare“.


Earthcare: Sorge für die Erde

Earthcare“ bedeutet, für das Wohl der Erde und der Lebewesen zu sorgen. Hierzu gehört ein verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen wie z.B. Boden und Wasser, aber auch keine schädlichen Pestizide oder andere Gifte in deinem Garten auszubringen. Permakultur orientiert sich an natürlichen Kreisläufen und basiert auf gesunden Ökosystemen, die sich weitestgehend selbst regulieren sollen.

Peoplecare: Sorge für die Menschen

Peoplecare“ deckt den sozialen Aspekt der Permakultur ab, nämlich den gerechten Zugang zu einer grundlegenden Versorgung an überlebenswichtigen Ressourcen. Gleichzeitig aber auch eine nachhaltige Entwicklung unserer Landnutzung, Wirtschaft und Gesellschaft, um die Lebensgrundlage auch für weitere Generationen zu sichern.

Fairshare: Begrenze Konsum und Wachstum, teile Überschüsse

Fairshare“ bezieht sich auf eine gerechte Verteilung von Ressourcen und Endprodukten. Konsumstarke Länder müssen dabei ihren Verbrauch reduzieren, damit alle Menschen eine Lebensgrundlage haben können. Jede:r soll nur soviel nehmen, wie tatsächlich benötigt wird. Hierzu gehört auch, überschüssige Lebensmittel mit Mitmenschen zu teilen und weniger Lebensmittel zu verschwenden.


Naturnah Gärtnern im Permakultur-Garten

In einem Permakultur-Garten wird naturnah und ökologisch gegärtnert. Chemisch-synthetische Pestizide und Düngemittel werden hier nicht verwendet, da die Umweltschäden zu groß sind. Stattdessen setzt man auf nachhaltige Methoden. Im Folgenden bekommst du eine kurze Übersicht zu ökologischen Praktiken. Weitere Tipps zum ökologisch und nachhaltig Gärtnern, findest du hier im Artikel.

Wilde Baumscheibe mit Kohl und Erbsen
Ein Permakultur-Garten sieht von außen oft wie Chaos aus und man muss genauer hinschauen, um die einzelnen Pflanzen zu entdecken. Hier ist eine recht wilde Baumscheibe mit Kohl und Erbsen zu sehen.

Organische Düngung, Gründüngung & Mulchen

Die Düngung erfolgt mit organischen, langsam wirkenden Düngern oder Gründüngungspflanzen, die zudem auch zur Bodenfruchtbarkeit beitragen. Organische Dünger sind weniger auswaschungsgefährdet und liefern auch dem Bodenleben Nahrung. Eine andere Möglichkeit sind mehrjährige Pflanzen, deren Pflanzenmaterial geschnitten und als Mulch für deine Gemüsebeete dienen können. Eine häufig verwendete Pflanze aus der Permakultur ist hier beispielsweise Beinwell. Dieser wird oft unter Obstbäume als Bodenbedecker gepflanzt und liefert durch dein üppiges Grün nährstoffreichen Mulch. Mulch dient nicht nur zur Düngung, sondern unterdrückt auch unerwünschte Beikräuter, die mit Gemüsepflanzen konkurrieren können. Mulch bietet also viele Vorteile für Kulturpflanzen: Mehr verfügbares Wasser und Nährstoffe und weniger Konkurrenz. Auch Gärtner:innen haben so weniger Arbeit beim Unkrautjäten. Dieses erleichternde Prinzip macht Permakultur gerade so populär. Sie ahmt natürliche Systeme nach, arbeitet also mit den gegebenen Bedingungen, anstatt gegen sie anzugehen. Es kann nicht alles überall wachsen, jedoch kann man die natürliche Umgebung gezielt so verändern, dass vieles möglich wird.

Stabile Ökosysteme als natürlicher Pflanzenschutz

Um die Pflanzengesundheit zu erhalten, setzt man in der Permakultur auf eine möglichst große biologische Vielfalt. So siedeln sich viele verschiedene Lebewesen an, die sich gegenseitig regulieren. Natürlich passiert es trotzdem hin und wieder, dass Pflanzen angeknabbert werden. Bei einer großen Pflanzenvielfalt an (Wild-)Kräutern und Blumen, Sträuchern, Bäumen und Gemüsepflanzen im Garten, ist aber keine Gefahr von großen Ernteschäden zu erwarten. Ein breites Arten- und Sortenspektrum soll eine stabile Versorgung garantieren, auch im Falle von Krankheitsbefall oder ungünstiger Wetterlage. Permakultur bezieht sich also nicht auf Ertragsmaximierung, sondern Optimierung. Daher ist der Anbau von Nutzpflanzen in Mischkulturen eine Praxis der Permakultur, die die Pflanzengesundheit auf natürliche Weise stärkt und für eine breite Vielfalt an verschiedenen Pflanzen sorgt. Viele Kräuter und Blumen wirken zusätzlich stärkend und halten ,Schädlinge' aus dem Beet fern. Gibt es doch ein Problem mit einem bestimmten Lebewesen oder einer Krankheit, dann gibt es ökologische, natürliche Mittel wie Pflanzenjauchen zur Bekämpfung.

Zudem dienen natürliche Schichtsysteme wie Wälder als Inspiration für Permakultur-Gärten. Große Bäume beschatten kleinere Büsche, wobei diese wiederum Schatten für kriechende Pflanzen wie Erdbeeren oder Melisse liefern. So entstehen immer neue kleine Ökosysteme, auch Kleinklimazonen genannt. Diese Lebensräume liefern neue Nischen für die speziellen Ansprüche verschiedener Pflanzen und Tiere.

Mischkultur mit Dicken Bohnen, Kamille und Melde
Eine große Vielfalt in deinem Beet bringt dir als Gärtner:in viele Vorteile. Hier wachsen wild noch Kamille und Melde neben den Dicken Bohnen, die auch im Beet stehen bleiben dürfen.

Permakultur für Anfänger: Beobachten & Lernen

Um deinen Garten besser kennenzulernen, beginnst du damit ihn zu beobachten. Dabei gibt es einige Dinge, die du ohne viel Vorwissen bestimmen kannst:


  • Ausrichtung: Wie ist mein Garten ausgerichtet (Norden, Süden,...)? Welche Flächen sind sonnig, halbschattig oder schattig)?
  • Geografie: In welcher Klimazone liegt mein Garten? Wie ist das Gelände (flach, steil,...)? Welche Ökosysteme schließen an meinen Garten an?
  • Wasser: Gibt es Stellen, an denen sich natürlich Wasser sammelt? Wo ist der Boden trocken/feucht?

Um mehr über die Begebenheiten für Pflanzen an deinem Standort herauszufinden, musst du nun etwas tiefer gehen. Damit du passende Pflanzen wählen kannst, musst du die Bodenart kennen. Das sagt dir einiges über die Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit und andere Bodeneigenschaften. Mehr über deinen Gartenboden, das Bodenleben und Tipps zur Erhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit, erhälst du hier im Artikel. Ein guter Indikator für Standorteigenschaften sind auch Zeigerpflanzen. Hierfür musst du schon ein geübteres Auge haben, um einzelne Wildpflanzen und Gräser im Garten identifizieren zu können. Brennnessel und Löwenzahn zeigen beispielsweise einen sticktoffhaltigen Boden an. Nicht umsonst wird im Hobbygarten gerne eine Brennnessel-Jauche zum Düngen verwendet.

Permakultur-Garten anlegen: so geht's

Es gibt viele verschiedene Elemente, die du in deinen Permakultur-Garten integrieren kannst. Die Möglichkeiten sind vielfältig und können nicht alle in diesem Artikel abgedeckt werden. Wir geben dir aber ein paar Ideen als Inspiration für deine Planung.

Wichtig beim Anlegen von einem Permakultur-Garten sind die verwendeten Materialien. Achte darauf, Materialien wiederzuverwerten und sie so wieder in Kreisläufe einzugliedern. Am besten sollten diese Materialien von deinem Grundstück sein. Natürlich ist das nicht immer möglich und du kannst auch Materialien extern beziehen. Dann solltest du aber auf kurze Transportwege achten und keine exotischen Pflanzen oder tropischen Hölzer neu kaufen. Integriere nur Elemente, die natürlicherweise auch an diesem Standort so vorkommen könnten.

Permakultur-Garten mit unterpflanzter Baumscheibe und Benjeshecke.
In einem Permakultur-Gartenfindest du viele verschiedene Elemente, um möglichst vielen Tieren und Pflanzen Lebensraum zu bieten. Eine Benjeshecke ist dabei besonders für Vögel und andere Kleintiere sehr attraktiv.

Ein Permakultur-Beet anlegen: No-Dig-Beete

Der Boden besitzt durch seinen natürlichen Aufbau verschiedene Nischen. Diese bieten perfekt angepasste Lebensräume für darin lebende Organismen wie Bakterien und Pilze. Manche mögen eben mehr Licht und Sauerstoff, andere bevorzugen eher sauerstoffarme (anaerobe) Bedingungen. Um diese Lebensräume nicht zu stark zu stören, wird der Boden am besten nur mit einer Mistgabel aufgelockert. Durch Schaufel oder Spaten würde es nämlich zu einer Umverteilung der Bodenschichten kommen. Als Folge würden die Kleinklimazonen und Habitate der Organismen zerstört. Die Organismen würden absterben, was die Ab- und Umbaufähigkeit des Bodens beeinträchtigt und damit die Bodenfruchtbarkeit. Mehr zur No-Dig-Methode und zum Gärtnern ohne Umgraben, kannst du hier nachlesen.

Mistgabel statt Schaufel: Lasagne- & Hügelbeete

Im besten Falle wird der Boden so gut wie überhaupt nicht umgegraben oder gestört. Um neue Beete für deinen Permakultur-Garten anzulegen, kannst du entweder Lasagne-Beete oder Hügelbeete anlegen. Beide Methoden funktionieren ohne Umgraben und können selbst auf Böden mit geringer Fruchtbarkeit einen fruchtbaren Nährboden schaffen. In beiden Fällen wird organisches Pflanzenmaterial aufgeschichtet, das an Ort und Stelle verottet. Der Unterschied ist, dass in einem Hügelbeet noch eine Drainageschicht aus Totholz integriert ist. Das ist besonders auf schweren Böden von Vorteil, um Staunässe vorzubeugen und die Bodenstruktur langfristig zu verbessern. Falls du noch blutige:r Anfänger:in bist, findest du hier eine ausführliche schritt-für-schritt-Anleitung zum Anlegen neuer Gemüsebeete.

Blumen- & Kräuterbeet anlegen: Kräuterspirale

Neben Gemüsepflanzen kannst du in deine Mischkulturen auch Kräuter setzen. Einige Kräuter gedeihen aber auch wild ohne viel Pflege im Garten zwischen anderen Wildblumen und -kräutern. Es gibt aber einige Kräuter, die du in den mittleren Breiten nicht ohne Probleme neben starkzehrende Kohlpflanzen in einen tonigen Boden pflanzen kannst. Rosmarin und Thymian sind solche Kandidaten und werden gern in ein seperates Kräuterbeet gepflanzt. Eine platzsparende Möglichkeit für viele verschiedene Kräuter sind Kräuterspiralen. In einer Kräuterschnecke schaffst du verschiedene Kleinklimazonen, in denen sich verschiedenste Kräuter wohlfühlen und selbst mediterrane Kräuter gedeihen. Wie du eine Kräuterspirale anlegst und welche Kräuter gut zusammen passen, findest du hier im Beitrag. Blumen und Kräuter haben eine wichtige Funktion in deinem Garten. Je mehr, desto besser! Denke aber dran, ökologisch wertvolle Blumen und Kräuter zu pflanzen. Blumen mit gefüllten Blüten sind beispielsweise wenig nützlich, da sie keine Nahrung für Insekten liefern. Informiere dich also im Vorfeld, welche Pflanzen in deinem Garten und in deinem Ökosystem Sinn machen.

Obstbäume & Sträucher pflanzen: Baumscheiben & Waldgärten

Als größere Strukturelemente kannst du Hecken oder Obstbäume setzen. Zum einen kannst du so neue Kleinklimazonen unterhalb der Obstgehölze schaffen. In der Permakultur werden die sogenannten Baumscheiben der Bäume bepflanzt, das ist der Bereich, der unter der Krone liegt. Je nach Standort unter dem Baum finden hier veschiedene Pflanzen Platz von Sonnenanbetern zu schattenliebenden Pflanzen. Diese Pflanzen bedecken den Boden, erhalten so die Bodenfruchtbarkeit und halten zugleich Wasser im Boden. Mit der Zeit kannst du aus solchen Baumscheiben einen Waldgarten entstehen lassen. Mehr zum Thema Obstbäume pflanzen und Waldgarten anlegen, findest du hier im Artikel. Zum anderen, kannst du Hecken auch als Windschutz pflanzen oder um in einem bestimmten Bereich die Wärme zu halten.

Totholzhecken

Benjeshecke oder Totholzhecke
Eine Totholzhecke ist eine super Möglichkeit deine Gartenabfälle vom Obstbaumschnitt zu verwerten und gleichzeitig Lebensraum zu schaffen.

Totholzhecken oder Benjeshecken sind ein beliebtes Element in der Permakultur. Dabei wird einfach altes, abgeschnittenes Holz zu einer Hecke gestapelt. Hier finden zahlreiche Kleintiere und Vögel Unterschlupf. Gleichzeitig verrottet das Holz ganz langsam mit der Zeit und setzt so wieder Nährstoffe frei. Entlang der Benjeshecke können rankende Pflanzen wachsen, die die Hecke stabilisieren und dichter machen. Wie du eine Benjeshecke anlegen und bepflanzen kannst, erfährst du hier im Artikel. Wir geben dir hilfreiche Tipps und Informationen dazu.

Teiche und andere Wasserspeicher

Teiche und andere Wasserspeicher sind wichtig, um möglichst viel Wasser auf dem Gelände zu halten. Neben der Wasserspeicherung dienen Teiche auch als Habitat für zahlreiche wasserliebende Pflanzen und Tiere. So erhöhst du die Biodiversität in deinem Garten beträchtlich. Wasser speichert außerdem Wärme und kann so dazu beitragen, das Kleinklima in der Umgebung stabiler zu halten und die Temperaturen zu regulieren.


Wir hoffen wir konnten dich für das Thema Permakultur begeistern. Bei Fragen und Anmerkungen schreibe uns gerne an [email protected].

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Häufig gestellte Fragen zum Permakultur-Garten

Zuerst musst du deinen Garten kennenlernen und beobachten. Bestimmte Ausrichtung deines Grundstücks, schattige und sonnige Standorte, geographische Gegebenheiten, Bodenart und sonstige Standortbesonderheiten. Danach kannst du am besten wählen, wo sich welche Pflanzen wohlfühlen.

Je nach Standort kannst du passende Pflanzen wählen. In einem Permakultur-Garten ist die Vielfalt aber recht groß und neben Gemüsepflanzen auch Kräuter, Blumen, Sträucher, Baume und heimische Wildpflanzen zu finden.

In der Permakultur wird meist auf das Umgraben verzichtet, da es das Bodenleben stört. Um No-Dig-Beete anzulegen, kannst du entweder Lasagne- oder Hügelbeete planen. Hier schichtest du neues organisches Material auf statt umzugraben.

Neben Gemüsebeeten kannst du auch Kräuterbeete integrieren, z.B. Kräuterspiralen, in denen sich auch mediterrane Kräuter wohlfühlen. Weitere permakulturelle Elemente sind z.B. Trockenmauern, Totholzhecken, Teiche, Swails, Baumunterpflanzungen und Waldgärten.

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Marie Marie ist Agrarwissenschaftlerin. Sie interessiert sich besonders für den nachhaltigen und ökologischen Anbau von Gemüse und anderen Pflanzen. Im eigenen Garten sammelte sie dabei Erfahrungen und probiert sich gerne aus, um von der Natur zu lernen. Dabei liegen ihr Werte und Prinzipien der Permakultur besonders am Herzen, um neben dem Wohl für die Natur, auch für das Wohlergehen der Menschen und zukünftiger Generationen beizutragen. Alle Artikel von Marie
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