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Naturgarten anlegen: Ökologisch und nachhaltig Gärtnern

08.07.2022  /  Lesezeit: 7 Minuten

Ökologisch zu Gärtnern bedeutet mit der Natur zu arbeiten und natürliche Kreisläufe regional zu fördern und schließen. In diesem Artikel geben wir dir eine Übersicht über grundlegende Prinzipien zu einem schonenden Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen.

In diesem Artikel findest du:

  1. Ökologisch Gärtnern: Tipps für einen Naturgarten
  2. Ökologisch & organisch Düngen
  3. Vorbeugender Pflanzenschutz statt Bekämpfung
  4. Mischkulturen statt Monokulturen
  5. Nützlinge fördern
  6. Natürlich Pflanzen stärken und schützen: Brennnesseljauche & Co
  7. Häufig gestellte Fragen zum Naturgarten anlegen

Auf einen Blick

Tipps zum ökologischen und nachhaltigen Gärtnern

  • Natürliches Ökosystem im Garten fördern durch große biologische Vielfalt.
  • Mit der Natur Gärtnern anstatt gegen sie. Integriere natürliche Kreisläufe in deine Praxis, um diese zu schließen.
  • Ökologisch und organisch Düngen
  • Bodenfruchtbarkeit erhalten und verbessern durch organische Dünger und den Verzicht auf mineralische Dünger oder Pestizide.
  • Vorbeugender Pflanzenschutz statt Bekämpfung durch Mischkulturen, das Fördern von Nützlingen in deinem Garten oder natürliche Pflanzenstärkungsmittel wie z.B. Brennnesseljauche oder Ackerschachtelhalmsud.

Ökologisch Gärtnern: Tipps für einen Naturgarten

Zu Zeiten der Klimakrise, ist ökologisches und nachhaltiges Handeln in allen Lebensbereichen notwendig geworden - so auch beim Gärtnern. Jede:r Gärtner:in sollte sich in einem bewussten Umgang mit den knapper werdenden Ressourcen üben. Gleichzeitig müssen Umweltbelastungen und -verschmutzungen durch Nähr-, Schadstoffe und Müll reduziert werden.

Ökosysteme fördern durch Diversität

Nachhaltigkeit bedeutet, die Lebensgrundlage für folgende Generationen zu erhalten, ohne Raubbau zu betreiben. Stattdessen sollen vorhandene Ressourcen der Natur in einem angemessenen Maß genutzt werden. Nachhaltig zu gärtnern bedeutet, ein gesundes Ökosystem in deinem Garten zu fördern. Hierfür ist vorallem eine große biologische Vielfalt der Flora und Fauna ausschlaggebend. Je höher die Zahl unterschiedlicher Individuen, desto stärker können Selbstregulationsmechanismen des Systems wirken und deinen Garten stabiler gegenüber Krankheiten machen!

Permakultur: Gärtnern mit der Natur

Mit der Natur zu arbeiten und ein stabiles Ökosystem zu fördern durch gartenbauliche Maßnahmen entstammt der Permakultur. Weitere Informationen zur Permakultur kannst du in unserem Artikel zum Thema nachlesen: Permakultur - Gärtnern im Einklang mit der Natur. Sorge für ein möglichst breites Nahrungs- und Lebensraumangebot für die Tierwelt. Dazu gehört ein ganzjährig blütenreicher Garten mit heimischen Frühblühern, Obstbäumen, Stauden, beerentragenden Gehölzen und Wildkräutern.

Artenreicher Garten mit Teich und Wohnwagen.
Sorge für eine möglichst große Arten- und Strukturvielfalt in deinem Garten. So schaffst du neuen Lebensraum und Nahrung für Tiere.

Ökologisch & organisch Düngen

Alle Grundlagen zum ökologischen und organischen Düngen findest du im Artikel zum Thema. Es gibt nämlich Einiges zu beachten, um (organische) Dünger richtig anzuwenden. Bei falscher Anwendung riskierst du eine Über-/Unterversorgung deiner Pflanzen sowie Umweltbelastungen durch ausgewaschene Nährstoffe oder Emissionen.

Bodenfruchtbarkeit erhalten und verbessern

Neben einer großen biologischen Vielfalt auf dem Feld möchte ein ökologisch wirtschaftende:r Bauer:in oder Gärtner:in auch eine möglichst hohe biologische Aktivität im Boden. So soll die Bodenfunktion erhalten und gefördert werden, nämlich organische Substanz zu ,,verdauen" und den Pflanzen Nährstoffe zu liefern. Die Erhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit gehört zu den wichtigsten Zielen. Dieser Gedanke basiert auf dem Verständnis, dass der Boden und die Pflanzen, die auf ihm wachsen ein zusammenhängendes, offenes System sind. Dieses System ist anfällig für äußere Einflüsse, weshalb mit Pflanzenschutz und -düngemaßnahmen bewusst und sorgfältig umgegangen werden muss. Alles, was du über deinen Gartenboden wissen solltest, findest du hier im Beitrag.

Vorbeugender Pflanzenschutz statt Bekämpfung

Im ökologischen Gartenbau liegt der Fokus auf eine gute Vorsorge und in der Prävention von einem Befall mit sogenannten Schädlingen. Beachtest du die folgenden Punkte, kannst du so die Pflanzen- und Bodengesundheit natürlich fördern:

mischkultur in Hügelbeet
Mischkulturen tragen zu einer großen biologischen Vielfalt bei!

Mischkulturen statt Monokulturen

Beim Anbau in Mischkulturen werden gezielt Pflanzenarten nebeneinander gepflanzt, die sich ergänzen und gegenseitig vor Schaderregern schützen. Wie du eine Mischkultur im Gemüsebeet planst und was es dabei zu beachten gibt, findest du im Artikel zum Thema.

Fruchtfolge und Fruchtwechsel einhalten

Für die Planung deiner Gartensaison solltest du dir genügend Zeit nehmen, denn eine gute Vorbereitung kann dir im nachhinein viel Arbeit und Ärger ersparen. Neben den Mischkultur-Prinzipien solltest du in deiner Gartenplanung auch die Fruchtfolge- und Fruchtwechselregeln beachten. Hierzu findest du mehr Informationen im Artikel ,,Fruchtfolge und Fruchtwechsel im Gemüsegarten". Das ist ein wichtiges Instrument, um Krankheiten, v.A. bodenbürtige Krankheiten, vorzubeugen.

Frau kniet vor Beet und macht Beetplanung mit Fryd.
Mit Fryd kannst du ganz einfach deine Beete planen. Dabei werden die Prinzipien der Mischkultur sowie die Fruchtwechsel- und Fruchtfolgeregeln eingehalten, damit du nachhaltig gärtnerst.

Nützlinge fördern

Nützlinge sind unsere kleinen Helfer in der Regulation von unerwünschten Insekten, die gerne mal an unseren Gemüse- und Obstpflanzen knabbern. Förderst du sie in deinem Garten, können sie Blattläuse & Co. in Schach halten. Um Nützlinge anzulocken, solltest du viele blühende Kulturen in deinem Garten säen. Hierfür eignen sich z.B. Blühstreifen oder das Anlegen einer Kräuterspirale. Zusätzlich kannst du Überwinterungsmöglichkeiten, Nistkästen oder Insektenhotels in deinem Garten anbringen, um leider mittlerweile selten gewordenen Lebensraum zu schaffen.

Wenn du wissen möchtest, wer die wichtigsten Nützlinge im Garten sind, schau dir diesen Artikel an. Genauso wichtig ist es aber auch, die häufigsten Pflanzenschädlinge im Garten zu kennen. Du solltest die wichtigsten Akteure in deinem Garten kennen, um bei einem Befall richtig reagieren zu können.

Natürlich Pflanzen stärken und schützen: Brennnesseljauche & Co

  • Pflanzenstärkungsmittel für widerstandsfähigere Pflanzen. Sie sollen die Pflanzenimmunität auf natürliche Art und Weise steigern. Alles zur Natürlichen Pflanzenstärkung ohne Chemie kannst du im Artikel zum Thema nachlesen.
  • Kulturschutzmaßnahmen wie z.B. Kulturschutznetze, Tunnel, Schneckenkragen, Pheromonfallen, Leimringe etc.
  • Regelmäßige Kontrolle auf Krankheiten und Schädlinge. Wie du mit einem Befall mit tierischen Störenfrieden umgehst, findest du im Beitrag zur Bekämpfung unterschiedlicher Pflanzenschädlinge.

Wir hoffen mit diesem Artikel hast du einen guten Überblick über die Grundsätze und Maßnahmen des nachhaltigen und ökologischen Gärtnerns bekommen. Und nun viel Spaß beim Gärtnern!

Bei Fragen und Anmerkungen schreibe uns gerne an [email protected].

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Autor:in

Marie

Marie ist studierte Agrarwissenschaftlerin der Uni Hohenheim. Ihre Schwerpunkte liegen besonders auf ökologischer Landwirtschaft und Permakultur. Um den Menschen Wissen über ökologische Zusammenhänge und Alternativen zur bisherigen Landnutzung aufzuzeigen, schreibt sie Artikel für Fryd. Unsere momentanen Wirtschaftssysteme, besonders in der Landwirtschaft, haben zahlreiche negative Auswirkungen auf die Natur und destabilisiert unsere Ökosysteme. Wir brauchen wieder eine große Vielfalt in unseren Gärten und Beeten, um dem Artensterben entgegen zu wirken. Jede:r Gärtner:in kann dazu beitragen, Lebensräume und Nahrung für verschiedenste Lebewesen zu schaffen und erhalten. Mit ihren Artikeln möchte sie ihre Erfahrungswerte im Umgang mit natürlichen Systemen weitergeben und Menschen Möglichkeiten an die Hand geben, für ein stabiles Ökosystem und damit auch der Sicherung unserer Lebensgrundlage beizutragen.

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Lisa die Imkerin vor 2 Stunden
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Mein neues, aber eigentlich altes Hochbeet ist jetzt wieder in Funktion. Ich dachte schon, das wird nix mehr in diesem Jahr. Ich wollte es eigentlich in März fertig haben. Es war vorher eine einzige Katastrophe, da total mit einem extrem dichten Wurzelfilz gefüllt (Baumwurzeln). Das Hochbeet des Grauens! Es war Knochenarbeit alles rauszuholen, da ich den Kasten nicht zerklopfen wollte, sondern wiederverwenden. Auf den letzten Drücker Mitte Mai haben wir es geschafft, so dass wenigstens Tomaten, Zucchinis und Auberginen einigermaßen in der Zeit gepflanzt werden konnten. Tomaten hängen vorne über, Zucchini ziehe ich nach oben.

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Anoli vor 3 Stunden
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Hallo Zusammen ☺️🥳🥳 es geht los ☺️ #einkochen für dieses Jahr zum aller ersten Mal den #einkochapparat angeworfen mit eigenem Gemüse #wirsing aus dem eigenen Garten 🌱🤩 Da noch Platz im Einkocher war, noch für meinem Enkel (11 Monate) Kartoffeln dazu ❤️ #erntehaltbarmachen #haltbarmachen

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Nina95_H vor 4 Stunden
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Warum hat die #Gurke weiße Flecken? Und warum bekommt sie keine Blüten (Früchte)? Das gleiche Problem habe ich auch bei meinen #Cherrytomaten und #Paprika. Alle Pfanzen habe ich dieses Jahr vorgezogen.

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Häufige Fragen

Ökologisches Gärtnern bedeutet, mit der Natur und ihren Kreisläufen zu arbeiten und dabei Ressourcen schonend und umweltfreundlich zu nutzen.

Eine hohe biologische Vielfalt stärkt das Ökosystem des Gartens, macht es stabiler gegenüber Krankheiten und fördert Selbstregulationsmechanismen.

Ökologisches Düngen erfordert das Bewahren der Bodenfruchtbarkeit und den bewussten Einsatz organischer Düngemittel, um Über- oder Unterversorgung der Pflanzen zu vermeiden und Umweltbelastungen zu reduzieren.

Vorbeugender Pflanzenschutz im ökologischen Gartenbau fokussiert auf die Prävention von Schädlingsbefall durch gesunde Pflanzen und Böden, Mischkulturen und die Förderung von Nützlingen anstatt auf den Einsatz chemischer Mittel.

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