Mit Küchenkräutern lassen sich ganz leicht Lücken im Gemüsebeet schließen und positive Mischkultur-Effekte nutzen. Hier erfährst du, welche Anforderungen an den Standort Küchenkräuter haben und was gute Nachbarn für Schnittlauch, Petersilie, Basilikum und Co. im Gemüsebeet sind. Zur Übersicht für gute Nachbarn in der Mischkultur haben wir auch eine Tabelle für dich zusammengestellt.
Im Gemüsebeet können Kräuter eine große Bereicherung sein. Die Stoffe, die wir über Geruch und Geschmack wahrnehmen, machen auch in der Mischkultur den entscheidenden Unterschied. Kräuter im Gemüsebeet können dafür sorgen, dass Gemüsesorten besonders schmackhaft werden, Nützlinge anlocken sowie sogenannte Schädlinge fernhalten. Außerdem nehmen Kräuter meist wenig Platz weg und eignen sich deshalb gut als Lückenfüller im Gemüsebeet.
Gewürzkräuter, Heilkräuter, Duftkräuter, Küchenkräuter - in all diesen Bezeichnungen steckt die Besonderheit dieser Pflanzen. Botanisch gesehen werden als Kräuter Pflanzen bezeichnet, deren oberirdische Sprosse nicht oder kaum verholzen. Viele Kräuter sind einjährig und sterben gegen Ende der Vegetationsperiode ab. Im Gegensatz dazu gibt es zwei- oder mehrjährige Kräuter (Stauden). Diese Pflanzen überwintern durch einen bodennahen oder unterirdischen Sprossteil liegenden Erneuerungsknospen und können so im nächsten Jahr erneut austreiben.
Abseits dieser Definition verbinden wir mit Kräutern besonders den Duft und ihr Aroma- sie sind in der Küche unersetzlich. Doch die Grenzen zwischen Gewürzkräutern, Heilkräutern und Küchenkräutern sind fließend. Es gibt zwar bestimmte Kräuter, die besonders wegen ihren Heilkräften und für Arzeimittel angebaut werden. Jedoch sind frische Küchenkräuter aus deinem Garten stets reich an wertvollen Inhaltsstoffen, deren gesundheitsfördernde Wirkung du für dich nutzen kannst. Die Bandbreite reicht von antibakterieller, antirheumatischer, schleimlösender bis zu beruhigender oder verdauungsfördernder Wirkung. Wichtig dabei ist die richtige Zubereitung und Dosis. Zunächst einmal kanns man sich aber auch einfach über die Frische und Würze freuen und die guten Inhaltsstoffe gibt es beim Verzehr ganz nebenbei.
Bei der Kombination von Kräutern und Gemüse gelten die gleichen Grundsätze wie immer in der Mischkultur:
Beim Anbau von Küchenkräutern solltest du natürlich auch die Ansprüche und Herkunft der Pflanzen beachten.
Hier stellen wir dir ein paar Beispiele für die bekanntesten Küchenkräuter mit ihren guten und schlechten Nachbarn vor. Allerdings geht es im folgenden um Gemüse-Kräuter-Mischkulturen. Wenn du dich dafür interessierst welche Kräuter zusammenpassen, lies dir doch gerne unseren Artikel dazu durch. Dort findest du auch eine Tabelle mit guten und schlechten Nachbarn für Kräuter.
Standort: Auch wenn wir Basilikum (Ocimum basilicum) heute in erster Linie mit Italien verbinden, kommt die Pflanze ursprünglich aus Indien. Sie wächst am besten an der sonnigsten Stelle in deinem Garten auf nahrhaften, durchlässigen Boden. In der Mischkultur wirkt Basilikum gegen den Befall durch Mehltau, Weiße Fliegen und Kohlweißlinge und zieht bestäubende Insekten an.
Gute Nachbarn: Chili, Fenchel, Gurke, Kohl, Kürbis, Paprika, Tomate, Zucchini
Mit unserem Beetplaner kannst du kinderleicht eine bunte Mischkultur planen. Dir werden gute und schlechte Nachbarn direkt angezeigt und du bekommst Tipps zur Fruchtfolge und Fruchtwechsel!
Jetzt Beet planenStandort: Rosmarin (Rosmarinus officinalis) steht als typische mediterrane Pflanze optimalerweise an einem sonnigen Fleck in deinem Garten. Am besten passen karge, humose, durchlässige Böden.
Gute Nachbarn: Möhren
Standort: Thymian (Thymus vulgaris) solltest du ebenfalls an einem sonnigen, windgeschützten Standort anpflanzen. Das Kraut mag durchlässige, lockere, kalkhaltige Böden.
Gute Nachbarn: Blumenkohl, Brokkoli, Chili, Chinakohl, Kohlrabi, Merrettich, Möhren, Pak Choi, Palmkohl, Paprika, Rosenkohl, Weißkohl, Wirsing.
Standort: Den Borretsch (Borago officinalis) mit seinen rauen Blätter setzt du am besten an einen sonnigen Standort mit nahrhaftem, frischem bis feuchtem Boden.
Gute Nachbarn: Ackerbohne, Blumenkohl, Buschbohne, Chili, Chinakohl, Erbse, Gartensalat, Grünkohl, Gurke, Kartoffel, Kohlrabi, Kopfkohl, Pak Choi, Palmkohl, Paprika, Radicchio, Rosenkohl, Stangenbohne, Weißkohl, Wirsing, Zucchini.
Standort: Schnittlauch (Allium schoenoprasum) wächst an sonnigen bis halbschattigen Standorten mit nahrhaften, nicht zu feuchten Böden.
Gute Nachbarn: Knollenfenchel, Kohl, Kohlrabi, Möhren, Pastinake, Radicchio, Sellerie, Spinat, Tomaten, Weißkohl.
Standort: Minze (Mentha spec.) gedeiht am besten an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Nahrhafte, feuchte Böden passen am besten für die Pflanze. Wenn du gern mehr über verschiedene Minzsorten erfahren möchtest, kannst du den Artikel dazu lesen. In der Mischkultur sollte Minze am besten mit einer Wurzelsperre gepflanzt werden, weil die Pflanze sich sonst von selbst im Beet verbeitet.
Gute Nachbarn: Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Gartensalat, Grünkohl, Kartoffel, Kohlrabi, Pak Choi, Palmkohl, Rosenkohl, Tomate, Weißkohl, Wirsing.
Standort: Garten-Dill (Anethum graveolens) wächst auf tiefgründigen, nahrhaften, frischen Böden an sonnigen Standorten. Dill bringt in Mischkultur mit Wuzelgemüse als positive Wirkung ein besseres Aroma.
Gute Nachbarn: Blumenkohl, Bohne, Brokkoli, Burke, Chili, Chinakohl, Erbse, Frühlingszwiebel, Gartensalat, Grünkohl, Kohlrabi, Mairübe, Möhren, Pak Choi, Palmkohl, Paprika, Radicchio, Rosenkohl, Rote Beete, Spargel, Steckrübe, Weißkohl, Wirsing, Zwiebeln.
Standort: Petersilie (Petroselinum crispum) ist die Nummer eins bei den Küchenkräutern. Sie wächst gut an halbschattigen Standorten auf humusreichen, feuchten Böden. Du solltest Petersilie jedes Jahr an eine andere Stelle im Beet pflanzen, weil sie mit sich selbst unverträglich ist. In der Mischkultur wirkt Petersilie, indem sie verschiedene Schädlinge vertreibt.
Gute Nachbarn: Chili, Frühlingszwiebel, Grünkohl, Gurke, Palmkohl, Paprika, Spargel, Tomate, Zwiebel.
Standort: Lavendel (Lavandula angustifolia) solltest du an sonnigen Standorten mit gut durchlässigen, kalkhaltigen, trockenen Böden pflanzen. Die Pflanze wirkt in der Mischkultur, indem sie Ameisen verteibt und bestäubende Insekten anlockt. Du kannst sie als Beeteinfassung anpflanzen.
Gute Nachbarn: Chili, Paprika
| Kräuter | Gute Nachbarn |
|---|---|
| Basilikum | Chili, Fenchel, Gurke, Kohl, Kürbis, Paprika, Tomate, Zucchini |
| Rosmarin | Möhren |
| Thymian | Blumenkohl, Brokkoli, Chili, Chinakohl, Kohlrabi, Merrettich, Möhren, Pak Choi, Palmkohl, Paprika, Rosenkohl, Weißkohl, Wirsing |
| Borretsch | Ackerbohne, Blumenkohl, Buschbohne, Chili, Chinakohl, Erbse, Gartensalat, Grünkohl, Gurke, Kartoffel, Kohlrabi, Kopfkohl, Pak Choi, Palmkohl, Paprika, Radicchio, Rosenkohl, Stangenbohne, Weißkohl, Wirsing, Zucchini |
| Schnittlauch | Knollenfenchel, Kohl, Kohlrabi, Möhren, Pastinake, Radicchio, Sellerie, Spinat, Tomaten, Weißkohl |
| Pefferminze | Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Gartensalat, Grünkohl, Kartoffel, Kohlrabi, Pak Choi, Palmkohl, Rosenkohl, Tomate, Weißkohl, Wirsing |
| Dill | Blumenkohl, Bohne, Brokkoli, Burke, Chili, Chinakohl, Erbse, Frühlingszwiebel, Gartensalat, Grünkohl, Kohlrabi, Mairübe, Möhren, Pak Choi, Palmkohl, Paprika, Radicchio, Rosenkohl, Rote Beete, Spargel, Steckrübe, Weißkohl, Wirsing, Zwiebeln |
| Petersilie | Chili, Frühlingszwiebel, Grünkohl, Gurke, Palmkohl, Paprika, Spargel, Tomate, Zwiebel |
| Lavendel | Chili, Paprika |
Zur Inspiration findest du hier ein paar Pflanzpläne mit Gemüse und Kräuter. So gelingt deine bunte Mischkultur bestimmt!
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Titelbild: Photo by Markus Spiske on Unsplash
Emilie studiert Agrarwissenschaften an der Uni Hohenheim. Sie findet es faszinierend wie eng Ernährung und Gesundheit zusammenhängen und spannend welche Wildpflanzen man essen kann.
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Noch 2 Wochen schätze ich mal.🌷🌷 Der Boden braucht einfach noch ne Ladung erde und kompost🤣 Die Bäume sind hungrig.
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Weiß jemand was das für eine Biene ist? Die ließ sich heute sehr lange beobachten als sie die Krokusse besucht hat. 🥰 Als zweites Geschenk hat mir der Garten doch noch die Winterlinge geschenkt. Offenbar wärmt sich der Garten hier nur sehr langsam auf im Vergleich zu anderen und auch im Vergleich zu Parks in der Nähe. Dort sind die Winterlinge nähmlich schon durch. Hier gehen sie gerade erst auf. Anschließend hab ich etwas Erde von draußen gedämpft. Dabei hatte ich den Deckel aus Gewohnheit versehentlich fest drauf gemacht. Tja ... War nicht so die geile Variante. Offenbar sind manche der Dosen aus thermoplastischen Kunststoffen. Das Wasser verdampft, dehnt sich mit der Box zusammen aus, und wenn man's dann für 2 Minuten länger in der Mikrowelle stehen lässt schaut's erstmal so aus. Ein gutes zeigt sich dadurch: die Deckel schließen offenbar sehr dicht. 🥴 Naja... Das schlimmste könnte ich anschließend noch beheben, indem ich kochendes Wasser eingefüllt, kurz durchwarmen lassen und dann mit Löffel wieder in Form gedrückt und unter kaltem Wasser quasi abgeschreckt habe. Jetzt fällts erstmal kaum mehr auf. Beim Dämpfen sind mir u.a. diese Beiden Bewohner aufgefallen. Das erste müsste ein räuberisch lebender Springschwanz sein. In einer Doku wurde er als Skorpion unter den Springschwanzen vorgestellt, wenn ich mich Recht erinnere. Davon hab ich gleich vier Stück gefunden. War aber gar nicht so einfach die einzusammeln, weil die maximal 3mm groß sind. Am besten ging's mit dem Espresso-Löffel. Passt gut, denn etwas 50% der Erde bestehen aus Kompost, und dort dürften neben Milben und sonstigen winzigen Krabblern auch unmengen der friedlichen Springschwänze leben die die Biomasse zersetzten. Da wäre also jede Menge Nahrung. Was natürlich nicht zu sehen ist, wie er mit seinen Greifscheren in der Gegend rum gefuchtelt hat. Sah schon echt knuffig aus. 😁 Momentan wartet es zusammen mit einigen anderen Kollegen mit etwas unbehandelter Erde drauf, wieder auf den Kompost zu kommen. Außerdem hab ich mal wieder eine dieser Maden gefunden. Sie sind fest und bei Gefahr schnellen sie hoch und versuchen sich dadurch zu befreien. Sie ist ca. 2,5cm lang. Hat irgendwer ne Ahnung was das für welche sind?
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Hi Leute, Ich denke ich hab hier einen Frostschaden. Die 2 Wochen knapp -20 Grad waren wohl zuviel… Mein Rosmarin sieht gar nicht gut aus. Wird das wieder, oder brauch ich einen neuen?
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Warum sollte man Kräuter im Gemüsebeet anpflanzen?
Kräuter im Gemüsebeet locken Nützlinge an, halten Schädlinge fern, können den Geschmack von Gemüse verbessern und nehmen wenig Platz weg.
Welche Kräuter passen gut zu Basilikum in einer Mischkultur?
Gute Nachbarn für Basilikum sind Chili, Fenchel, Gurke, Kohl, Kürbis, Paprika, Tomate und Zucchini.
Kann man Rosmarin in einer Mischkultur anbauen und wenn ja, mit welchem Gemüse?
Rosmarin eignet sich für eine Mischkultur, besonders mit Möhren als Nachbarn.
Was sind gute Nachbarn für Petersilie im Gemüsebeet?
Petersilie lässt sich gut mit Chili, Frühlingszwiebel, Grünkohl, Gurke, Palmkohl, Paprika, Spargel, Tomate und Zwiebel anpflanzen.
Welches Gemüse eignet sich als Nachbar für Schnittlauch?
Schnittlauch ist verträglich mit Knollenfenchel, Kohl, Kohlrabi, Möhren, Pastinake, Radicchio, Sellerie, Spinat, Tomaten und Weißkohl.