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Isabell Isabell studiert Agrarwissenschaften und liebt es von der Natur und ihrer Komplexität immer wieder auf's Neue überrascht zu werden. Kräuter - egal ob wild gesammelt oder im Garten - sind ihre Leidenschaft.
20.01.2022 . Lesezeit: 18 Minuten

Minze: Arten und Sorten für Balkon und Garten

Minze ist ein beliebtes und erfrischendes Gewürzkraut, das vor allem in Tee oder Cocktails seine Verwendung findet. Doch sie ist vielfältiger als du vielleicht denkst: Die Gattung der Minzen (Mentha) umfasst ca. 20 - 30 akzeptierte Arten! Diese Arten genau festzulegen ist schwierig, da Minzen dazu neigen, Hybride (Bastarde) zu bilden. Die meisten Minzarten sind an feuchten Standorten der Nordhalbkugel beheimatet und lassen sich super in den schattigen, feuchten Ecken unserer Gärten anbauen. Erfahre hier, welche Minzarten wild vorkommen und welche Minzsorten auf keinen Fall in deinem Kräutergarten fehlen dürfen!

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Heimische Minzarten

Ackerminze (Mentha arvensis)

Die Ackerminze wird auch Kornminze oder Feldminze genannt. Sie tritt in fast allen gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel auf. Dort besiedelt die Ackerminze gerne - wie ihr Name bereits sagt - Ackerflächen oder nährstoffreiche, feuchte Gräben, Brachflächen und Sumpfwiesen. Ackerminze ist, wie viele andere Minzarten auch, in kleineren Mengen essbar. Ab größeren Mengen können die in ihr enthaltenen ätherischen Öle giftig werden. Jedoch kannst du die meisten Minzen für Tee-Mischungen oder in Salaten verwenden. Ihre Blätter und der obere Bereich des Stängels sind leicht behaart und relativ weich. Daher wachsen manche Triebe eher liegend am Boden entlang. Ackerminze wächst weniger stark als andere Minzarten und erreicht meist nur eine Größe von 5 bis 30 cm. Die Blüten der Ackerminze entstehen als runde Scheinquirle in den Blattachseln von vollausgebildeten Blättern. Dort blühen sie von Juli bis in den Oktober hinein.

Die Blüten der Ackerminze bilden runde Scheinquirle in den Blattachseln. Bild: AnRo0002, CC0, via Wikimedia Commons

Apfelminze (Mentha suaveolens)

Die Apfelminze besitzt hellgrüne, weiche, rund-ovalförmige Blätter, weshalb sie auch oft als Rundblättrige Minze bezeichnet wird. Sie besitzt tatsächlich ein fruchtiges Apfel-Aroma und ist daher in Tees beliebt. Sie ist hier heimisch und tritt vor allem auf nassem oder sogar zeitweise überflutetem Grünland auf. Daher kommt sie recht gut mit wechselnden Feuchtigkeitsverhältnissen zurecht. Apfelminze tritt nicht nur in Europa, sondern auch in Asien und Nordafrika als Wildkraut auf. Sie ist extrem wüchsig und wird bis zu einen Meter hoch. Die Blätter der Apfelminze sind durch ihre Behaarung angenehm weich. Von Juli bis September tummeln sich zahlreiche Insekten und Nützlinge um die weißen bis violetten Blüten, die endständige Scheinähren bilden.

Die Blätter der Apfelminze sind besonders weich und rund. Bild: Broly0, CC0, via Wikimedia Commons

Poleiminze (Mentha pulegium)

Die Poleiminze wird auch Flohkraut genannt, denn im Mittelalter soll der Geruch der Pflanze Flöhe vertrieben haben. Sie kommt von den gemäßigten Gebieten Europas, über den Mittelmeerraum bis nach Nord-Äthiopien vor. In Deutschland ist die Poleiminze relativ selten anzutreffen, tritt aber vereinzelt in den Hauptstromtälern großer Flüsse wie Elbe, Rhein, Weser, Mosel oder Donau auf. Mittlerweile steht die Poleiminze auf der Roten Liste als stark gefährdet eingestuft und sollte deshalb nicht wild gesammelt werden. Das ist glücklicherweise nicht tragisch, denn alle Pflanzenteile des Krautes sind giftig. Das liegt an dem ätherischen Öl Pulegon, das in größeren Mengen sogar zum Tod führen kann! Zwar wird die Minzart auch von manchen Heilkundler:innen medizinisch verwendet, allerdings solltest du das Kraut niemals selbst dosieren! Sie ähnelt der Pfefferminze, jedoch können beide anhand der Blüten voneinander unterschieden werden. Bei der Poleiminze ragen die Staubbeutel deutlich aus der Blüte heraus, während die Staubbeutel der Pfefferminze genauso lange wie die Blüte sind. Auch der Wasserminze ähnelt die Polei durch ihre runden Scheinquirle. Der Blütenschlund der Poleiminze ist allerdings im Gegensatz zu dem der Wasserminze behaart. Außerdem sind die Blätter der Poleiminze kleiner und rauer. Die Wasserminze kommt zudem nur an sehr feuchten Standorten vor. Die Minzart wird 10 bis 50 cm hoch und blüht von Mai bis September zart lila.

Die Staubbeutel der Poleiminze ragen deutlich aus der Blüte heraus. Bild: H. Zell, CC BY-SA 3.0 via wikimedia commons

Rossminze (Mentha longifolia)

Die Rossminze, auch Waldminze genannt, kommt sowohl in gemäßigten Zonen Europas, Asiens und Afrikas vor. In Deutschland trifft man sie meist in höheren Lagen wie den Mittelgebirgen und in tieferen Alpengebieten an. Durchschnittlich erreicht das Kraut eine Höhe von etwa 50 cm, unter besonders günstigen Bedingungen kann Rossminze bis zu 130 cm erreichen. Wie alle Minzen mag sie stickstoffreiche und feuchte Standorte, zum Beispiel die Ränder von Flüssen oder Ackerflächen. Wie ihr botanischer Name verrät, besitzt die Mentha longifolia lange, behaarte Blätter. Die Blüten treten als vielblütige Scheinquirle auf, welche, wie bei der Grünen Minze, Scheinähren bilden. Von Juli bis September blühen diese rosa bis violett. Auch die Rossminze ist in kleineren Mengen essbar, schmeckt allerdings durch das ätherische Öl Piperiton für viele unangenehm kampferartig.

Die Blätter der Rossminze sind länglich und die Blüten bilden Scheinähren aus. Bild: Ragnhild&Neil Crawford from Sweden, CC BY-SA 2.0 via wikimedia commons.

Wasserminze (Mentha aquatica)

Die aus Europa stammende Minz-Art wird auch Bachminze genannt. Heute hat sie sich schon bis nach Afrika ausgebreitet. Auch hier verrät der Name, wo die Minze anzutreffen ist: an Ufern, feuchten Gräben, Mooren und Feuchtwiesen. Oft wächst sie auch an den Rändern von Seen und Bächen aus dem seichten Wasser heraus. An diesen Orten hält sich die Sumpfpflanze auf, weil sie ihre Samen über das Wasser verbreitet! So können in kurzer Zeit weite Strecken zurückgelegt werden. Auch über Ausläufer kann sich die Sumpfpflanze vermehren. Wasserminze wird bis zu 60 cm hoch und besitzt eiförmige, hellgrüne, am Rande leicht gezähnte Blätter. Die Blüten bilden hellrosa bis hellviolette, übereinandergeordnete Scheinquirle und kommen in den oberen Blattachseln, sowie am Ende der Triebe vor. Endständig bilden die Blüten (halb-)runde Kugeln. Wasserminze ist essbar und wurde schon von keltischen Druiden als heiliges Kraut verwendet. Im Garten eignet sich die Pflanze gut, um Teichränder zu begrünen.

Wasserminze ist oft an Ufern von Bächen oder Seen anzutreffen. Bild: AnRo0002, CC0, via Wikimedia Commons

Klassische Minzarten

Grüne Minze (Mentha spicata)

Die Grüne Minze ist vermutlich die am häufigsten kultivierte Art, kommt aber auch wild vor. Sie wird auch Krause Minze oder Speer-Minze (engl: spearmint) genannt und verleiht Zahnpasta, Kaugummi oder Süßigkeiten den frischen Geschmack. Sie schmeckt milder und süßer als die Pfefferminze, denn der Mentholgehalt ist bei der Grünen Minze deutlich geringer. Sie ist in Europa, Asien und Afrika heimisch und verbreitet sich auch in Nordamerika als Neophyt. In Deutschland kommt sie vor allem auf nährstoffreichen, feuchten Flächen vor, kann aber auch im Garten kultiviert werden. Speer-Minze besitzt, wie fast alle Minzarten, ein besonders starkes Wachstum und bildet viele Ausläufer, weshalb du aufpassen solltest, damit sie nicht dein ganzes Beet überwuchert. Hier kann eine Wurzelschranke helfen. Von Juli bis September blüht das Kraut weiß bis violett in Scheinquirlen oben an den Triebspitzen. Dadurch bekommen sie ein ährenähnliches Aussehen.

Die Grüne Minze besitzt kräfitg grüne, elliptische Blätter. Bild: David J. Stang, CC BY-SA 4.0 via wikimedia commons.

Mojito-Minze (Mentha nemorosa)

Die milde, oft für Cocktails verwendete Minzart, wird als Hemingway-Minze oder Cocktailminze bezeichnet. Sie ging vermutlich aus einer Kreuzung von Mentha spicata und Mentha suaveolens hervor. Sie wurde bereits in mittelalterlichen Klostergärten kultiviert und genutzt. Wie die Pfefferminze kann sich die Cocktailminze nur über Ableger vermehren. Trotz ihres sommerlichen Geschmacks ist die Art winterhart und verträgt Temperaturen bis - 25 °C. Sie wird bis zu 80 cm hoch und blüht von Juli bis August hellviolett. Die eiförmigen und gezähnten Blätter der Minze besitzen ein intensives Grün. Am besten gedeiht die Cocktailminze an einem sonnigen, nährstoffreichen Standort.

Cocktailminze besitzt eiförmige, gezähnte Blätter. Foto: KenStock auf pixabay.

Pfefferminze (Mentha x piperita)

Die wohl bekannteste und klassischste unter den Minzarten ist die Pfefferminze. Durch ihren hohen Mentholgehalt erhält sie den besonders würzigen, pfeffrig-scharfen Geschmack. Wie das "x" im Namen verrät, handelt es sich bei der Pfefferminze um eine Kreuzung. Die Hybride ist vermutlich zufällig aus den Arten Mentha spicata und Mentha aquatica entstanden. Wie andere Hybride, kann Pfefferminze nur vegetativ über Ableger vermehrt werden. Das Kraut besitzt dunkelgrüne, spitze, am Rand gesägte Blätter mit oft dunkel-violett gefärbten Blattnerven. Die Stängel verzweigen sich stark und sind auffallend behaart. Pfefferminze blüht hellrosa bis lila und bildet rispenartige Scheinähren. Die Blütezeit geht von Juni bis in den September hinein. Die Pflanze ist anspruchslos, winterhart und treibt mehrjährig aus. Am besten gedeiht Pfefferminze jedoch auf halbschattigen, feuchten und nährstoffreichen Standorten.

Pfefferminze besitzt gesägte Blätter auf denen meist die dunkel-violetten Blattnerven zu sehen sind. Foto: Sten Porse, CC BY-SA 3.0

Minzsorten für Tee

Englische Minze (Mentha × piperita ‘Mitcham’)

Die alte Zuchtsorte aus England besitzt einen besonders intensiven und scharfen Geschmack. In Großbrittanien wird sie traditionell für Soßen, Suppen, Tee und Süßspeisen verwendet. Die Sorte ist starkwüchsig und wird bis zu 80 cm hoch. Ihre Blätter besitzen ein kräftiges Grün, das auch in Rot übergehen kann. Von Juni bis September bildet die Englische Minze kleine, rosafarbene bis violette Blüten aus.

Marokkanische Minze (Mentha spicata var. crispa Marokko)

Die aus Nordafrika stammende Sorte der Grünen Minze wird vor allem in Marokko traditionell als Tee mit reichlich Zucker getrunken. Gerade an heißen Tagen, erfrischt die Marokkanische Minze besonders gut. Oft wird sie auch als Nanaminze bezeichnet, jedoch ist unter diesem Namen normalerweise eine andere Minzsorte gemeint (s. unten). Die Marokkanische Minze wird 30 bis 60 cm hoch und entwickelt von Juli bis September zart-violette Blüten. Die Blätter sind kräftig grün, lanzettförmig und am Rand gezackt.

Die Marokkanische Minze wird in Marokko traditionell als Tee mit Zucker getrunken. Foto: Andreas Kaiser, Neu-Ulm Pfuhl, Germany, CC BY-SA 3.0

Nanaminze (Mentha spicata var. crispa ‘Nane’)

Fällt der Name Nanaminze, ist normalerweise Mentha spicata var. crispa ‘Nane’ gemeint. Allerdings werden auch die Marokkanische Minze (Mentha spicata var. crispa Marokko) sowie Pfefferminz-Hybride (Mentha x piperita var. piperita ‘Nana’) als Nanaminze bezeichnet. Das Wort Nana bedeutet sowohl im Persischen, als auch im Arabischen "Minze", wurde jedoch fälschlicherweise immer wieder mit "Pfefferminze" übersetzt. Deshalb ist heute die Abgrenzung der Sorte "Nanaminze" nicht immer ganz eindeutig. In Vorderasien, sowie Nordafrika, wird Nanaminze traditionell mit Schwarztee und Zucker getrunken oder als Würzkraut für orientalische Gerichte verwendet. Die Pflanze kann 40 bis 80 cm hoch wachsen und besitzt schmale, gekrauste, raue Blätter. Von Juli bis August blühen die endständigen, violetten Scheinähren. Die einzelnen Quirle an den Scheinähren sind nicht so dicht aneinander gedrängt, wie die der Apfel- oder Pfefferminze.

Besondere, aromatische Minzsorten

Ananasminze (Mentha suaveolens variegata)

Ananasminze ist nicht nur aufgrund ihres leichten Ananas-Aromas in Gärten beliebt, sondern auch wegen ihres zweifarbigen Aussehens. Die grün-weißen Blätter wurden schon vor mehreren hundert Jahren in England genutzt, um Beete zu umranden. Ihr Aroma eignet sich hervorragend, um Cocktails, Bowlen oder Süßspeisen zu verfeinern. Die Sorte ist weniger wüchsig als andere Gattungsmitglieder und erreicht deshalb auch nur eine Größe von 25 bis maximal 60 cm. Ananasminze ist weniger winterhart als andere Minzen und sollte an rauen Standorten entweder gut abgedeckt werden oder drinnen überwintern.

Die grün-weiße Färbung der Blätter der Ananasminze sieht in jedem Garten toll aus. Foto: Kor!An (Андрей Корзун), CC BY-SA 3.0

Bananenminze (Mentha arvensis ‘Banana’)

Die Bananenminze ist eine aus Frankreich stammende Variation der heimischen Ackerminze und besitzt wie diese relativ weiche Stängel. Daher wächst sie teilweise liegend am Boden entlang und erreicht nur eine Höhe von maximal 40 cm. Auch die Blätter sind weich und besitzen einen leichten Flaum. Ihr Aroma ist kaum minzig, erinnert dafür aber an Bananenschalen. Vor allem die leicht süßliche Note macht sich in Desserts, Tee oder asiatischen Suppen besonders gut. Wie die Ananasminze, sollte die die Bananenminze am besten drinnen oder an einem anderen frostfreien Ort überwintern.

Basilikumminze (Mentha × piperita var. citrata ‘Basil’)

Wie der lateinische Name verrät, handelt es sich bei der Basilikumminze um eine Variation der Pfefferminze. Sie besitzt einen aromatischen, erfrischenden Geschmack, der an Basilikum erinnert. Die Sorte hat einen sehr geringen Mentholgehalt, weshalb sie sehr mild und weniger stark nach Minze schmeckt. Die Basilikumminze kann problemlos als Basilikum-Ersatz in italienischen Gerichten dienen und ist im Gegensatz zu diesem winterhart. Die Sorte besitzt violette Triebe und bildet dunkelgrüne, weiche Blätter aus. Sie blüht von Juli bis August lila und wird 40 bis 60 cm hoch.

Basilikumminze passt hervorragend zu italienischen Gerichten. Photo by Marko Blažević on Unsplash

Erdbeerminze (Mentha species ‘Erdbeere’)

Bei der Erdbeerminze handelt es sich um eine Kreuzung aus der Pfefferminze und der Grünen Minze. Sie ist eine echte Besonderheit, denn ihr Duft und Geschmack ist sehr aromatisch. Je stärker du an den Blättern reibst, desto intensiver duftet es nach Erdbeeren. Bei leichten Berührungen duftet es zuerst nach Sahne, beim Reiben anfänglich nach Erdbeeren und schließlich nach Schwarzwälder-Kirsch-Torte. Durch ihr Aroma eignet sich die Erdbeerminze hervorragend für Tee, Cocktails und Süßspeisen. Sie wächst nur zierlich mit dünnen Trieben und eher kleinen Blättern. Daher kannst du sie auch super auf dem Balkon anbauen oder im Garten als Bodendecker verwenden. Erdbeerminze blüht violett von Juli bis August. Sie ist mehrjährig, winterhart und pflegeleicht und damit perfekt für Kräuter-Neulinge geeignet.

Orangenminze (Mentha piperita var. citrata ‘Orangina’)

Die Orangenminze besitzt ein besonders fruchtig-erfrischendes Aroma, das an süße Zitrusfrüchte mit leichter Minznote erinnert. Damit lassen sich Soßen oder Salate im Nu verfeinern. Die mit der Pfefferminze verwandte Sorte wird ca. 50 bis 80 cm hoch und bildet dunkelgrüne, oval-runde Blätter aus, welche teilweise ins Rote übergehen. Auch ihre Triebe sind dunkelrot und tragen von Juli bis September violette Blüten an den Spitzen. Sie wächst besonders gern an sonnigen Standorten, wo ihr Aroma intensiviert wird. Daher kannst du die Orangenminze auch prima auf sonnigen Balkonen kultivieren. Achte allerdings darauf, die Pflanzen ausreichend zu gießen!

Schokoladenminze (Mentha x piperita var. piperita ‘Chocolate’)

Man kann es sich bereits denken: Der Aroma-Mix aus Schokolade und Minze erinnert an After-Eight. Die Stärke des Aromas wird von Person zu Person unterschiedlich stark wahrgenommen, manche können das Schokoladen-Aroma auch überhaupt nicht erkennen. Die dunkelgrünen, glänzenden Blätter enthalten viel Menthol, was für eine gewisse Schärfe sorgt. Du kannst die Schokoladenminze für Tee, Gelees oder Desserts verwenden. Zwischen Juli und September blüht die 40 bis 60 cm hohe Pflanze hell-violett. Die Sorte ist mehrjährig und winterhart.

Zitronenminze (Mentha gentilis var. citrata)

Auch die Zitronenminze verteilt einen intensiven Zitrusduft, wenn sie berührt wird. Sie besitzt einen recht hohen Mentholgehalt, weshalb die zitronige Frische eine besonders herbe Note bekommt. Sie ist eine Sorte der Edelminze. Diese entstand aus einer Kreuzung der Grünen Minze (Mentha spicata) und der Ackerminze (Mentha arvensis). Im Handel ist Zitronenminze auch unter dem Namen "Mentha piperita var. citrata" zu finden, weil es durch häufige Kreuzungen und taxonomische Umsortierung zu Ungereimtheiten bei der Namensgebung kam. Auch der Mexikanische Riesenysop (Agastache mexicana) wird manchmal unter dem Namen Zitronenminze verkauft, entstammt allerdings aus einer anderen Gattung als die Minze. Die "echte" Zitronenminze wird bis zu 40 cm hoch und ist mehrjährig, sowie winterhart. Ihre Blätter sind eher hellgrün und zarter, als die der meisten anderen Minzen. Sie blüht von Juli bis September rosafarben bis violett und lockt dabei zahlreiche Insekten an! Wenn du sie auf deinem Balkon oder in der Nähe deiner Terrasse pflanzt, soll ihr Duft Mücken fernhalten.

Die Zitronenminze wirkt durch ihr minzig-zitroniges Aroma besonders erfrischend. Foto von Dominika Roseclay von Pexels.

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Titelbild: Littlebeth auf pixabay.

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