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Salat ernten: So geht‘s richtig

29.08.2022  /  Lesezeit: 7 Minuten

Salat ist eine recht unkomplizierte Kultur, bei der du schnell mit einer Ernte belohnt wirst. Die Sortenvielfalt bei Salat ist riesig. Als Selbstversorger:in ist es mit der richtigen Planung kein Problem, das ganze Jahr über frischen Salat zu ernten und genießen. Was es bei der Salaternte zu beachten gibt, erfährst du hier im Artikel.

In diesem Artikel findest du:

  1. Salat richtig ernten
  2. Wann Salat ernten?
  3. Feldsalat ernten
  4. Pflücksalat richtig ernten
  5. Kopfsalat ernten - so einfach geht's
  6. Endiviensalat ernten
  7. Rucola richtig ernten
  8. Postelein ernten
  9. Chicorée ernten

Auf einen Blick

Salat wann ernten ?

  • Feldsalat ernten: September/Oktober bis März
  • Pflücksalat ernten: ab Ende April
  • Kopfsalat ernten: Mai bis Oktober, je nach Sorte
  • Endiviensalat ernten: ab August
  • Rucola ernten: April bis Oktober
  • Postelein ernten: November bis April; Sommerpostelein von Juni bis September
  • Chicorée ernten: Juni/Juli bis September

Wie Salat ernten ?

  • Entweder einzelne Blätter/Rosetten oder Köpfe
  • Kopfsalate werden einmal geerntet
  • Pflücksalate können mehrmals geerntet werden, wenn das Herz stehen bleibt
  • Am besten nachmittags oder abends ernten, an einem trockenen Tag

Salat richtig ernten

Da Salat eine recht kurze Kulturdauer hat und schnell wächst, kannst du bereits vier bis fünf Wochen nach der Aussaat ernten. Je nach Wuchsform der Salatpflanze erntest du entweder einzelne Blätter (Pflücksalate) oder ganze Köpfe (Kopfsalate). Hierfür schneidest du den Salat mit einem scharfen Messer ab. Kopfsalat kann nur einmal geerntet werden, während Pflücksalat richtig geerntet die ganze Saison über eine Ernte abwerfen kann. Hierfür erntest du immer nur Blatt für Blatt oder schneidest die Rosette so ab, dass das Herz der Salatpflanze stehen bleibt. Bleibt das Herz stehen, treiben die meisten Salate wieder aus.

Pflücksalat ernten
Bei der Ernte von Pflücksalaten, Rucola oder Feldsalat schneidest du die Blätter ein paar Zentimeter über dem Boden ab, damit das Salatherz unbeschädigt bleibt. Dann sollte der Salat erneut austreiben.

Wann Salat ernten?

Am besten erntest du deinen Salat nachmittags oder abends. Morgends ist der Nitratgehalt in den Blättern am höchsten. Das ist bei den meisten Blattgemüse so, weshalb du lieber später am Tag ernten solltest. Außerdem solltest du an einem trockenen Tag ernten. Sind die Blätter feucht, können sie leichter faulen und der Salat ist nicht solange haltbar.

Je nach Salatart, -sorte und Aussaattermin gibt es Salate, die über den Winter wachsen und geerntet werden können: Feldsalat, Winterendivien, frosttolerante Pflücksalate und Postelein. Mehr über Wintersalate, kannst du hier lesen. Über die Sommermonate kannst du Kopfsalate, Sommerendivie, verschiedenste Pflücksalate und Rucola ernten. Zu den genauen Erntezeitpunkten einzelner wichtiger Salate gibt's im Folgenden eine Übersicht.

Feldsalat ernten

Feldsalat kann über den ganzen Winter, also von Oktober bis März, geerntet werden, wenn du eine frostverträgliche Sorte wählst. Auch das restliche Jahr über kannst du Feldsalat aussäen und ernten. Er benötigt ca. 8 Wochen für seine Entwicklung. Säst du zwischen Juli und August, kann der Salat ab September/Oktober geerntet werden. Säst du anfang September, kann die Ernte ab November erfolgen.

Feldsalat mehrmals ernten

Beim Feldsalat kannst du einzelne Blätter nach und nach abschneiden, so wachsen die kleinen Rosetten immer weiter und du kannst den Wintersalat mehrmals beernten. Normalerweise werden jedoch die gesamten Rosetten geerntet, indem man kurz über dem Wurzelansatz schneidet. Aber auch hier kannst du darauf achten, nicht zu tief abzuschneiden. So können die Rosetten nochmal erneut austreiben.

Erntereifer Feldsalat
Feldsalat kann entweder als Pflücksalat geerntet werden oder direkt die ganze Rosette. Dann kannst du nicht mehrmals ernten.

Pflücksalat richtig ernten

Pflück- und Schnittsalat kann bereits ab Ende April geerntet werden. Hierfür werden je nach Bedarf immer die äußeren Blätter gepflückt oder geschnitten, sodass das Salatherz stets erhalten bleibt.

Kopfsalat ernten - so einfach geht's

Kopfsalat kann je nach Sorte von Mai bis Oktober geerntet werden. Sorten wie 'Maikönig' können schon früh geerntet werden. Eisbergsalat, Bataviasalat und Romanasalat eignen sich hervorragend für eine Sommerernte, denn sie schießen nicht so schnell. 'Winterkönig' oder 'Wintermarie' können im Herbst geerntet werden.

Endiviensalat ernten

Endivie kannst du erstmals ab Anfang August ernten. Er verträgt gut leichte Minusgrade, weshalb du bis November ohne Probleme frischen Frisée-Salat ernten kannst.

Rucola richtig ernten

Rucola sollte vor der Blüte geerntet werden, ansonsten kann er sehr scharf und bitter werden. Schon 4 bis 6 Wochen nach der Aussaat kann Rucola bereits geerntet werden. Der Erntezeitraum reicht von April bis Oktober. Geerntet werden können die Blätter, sobald sie ca. 10 cm lang sind. Es gilt: Je jünger die Blätter, desto zarter sind sie. Wenn du die Rauke drei Zentimeter über dem Boden abschneidest, treibt sie immer wieder frisch nach.

Kopfsalat ernten
Kopfsalat kann nur einmal geerntet werden.

Postelein ernten

Postelein kann von November bis April geerntet werden. Ernte sobald die Pflanzen ca. 10 cm groß sind. Wichtig ist hier, wie beim Pflücksalat, dass das Herz der Rosetten unbeschadet bleibt. Pflücke daher von außen nach innen. So kannst du bis zu sechs mal Winterportulak ernten. Außerdem gibt es noch den Sommerportulak, der von Juni bis September geerntet wird.

Chicorée ernten

Chicorée bildet bereits 3 bis 4 Wochen nach Aussaat erste Blätter. Diese kannst du den Sommer über als Salat ernten. Natürlich solltest du dabei nicht alle Blätter entfernen, denn sonst wird die Rübe zu sehr geschwächt. Mitte September bis Ende Oktober kann diese dann ausgegraben und für die sogenannte Treiberei verwendet werden. Sie sollte nun einen Durchmesser von 3 - 6 cm aufweisen.


Exkurs Treiberei: Die Wurzeln bleiben ausgegraben bestenfalls noch zwei Tage auf dem Beet liegen, damit aus den Blättern die letzten Nährstoffe entzogen werden können. Anschließend werden die Blätter auf 5 cm getrimmt und die Rüben für die "Ruhephase" in Kisten mit feuchtem Sand eingeschlagen. Die Treiberei kann ab Dezember beginnen. Hierfür ist es wichtig, dass die Temperaturen zwischen 12 °C und 18 °C liegen und völlige Dunkelheit herrscht. Gelangt nämlich Licht an die Triebe, werden diese grün und bitter. Packe dafür die Wurzeln dicht aneinander senkrecht in einen lichtundurchlässigen Eimer oder Kübel und befülle diesen anschließend mit sandiger Erde. Gieße zu Beginn einmal gründlich mit warmen Wasser an, um das Austreiben der Pflanzen zu "aktivieren". Praktisch ist, wenn das Gefäß Löcher am Boden hat, sodass keine Staunässe entsteht. Über dem Gefäß sollte genügend Hohlraum liegen, sodass sich darin die Schosstriebe entwickeln können. Decke die Gefäße zusätzlich mit einem Tuch ab. Achte darauf, dass die Erde stets leicht feucht bleibt. Nach 3 bis 5 Wochen kann der Chicorée dann geerntet werden.


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Autor:in

Isabell

Isabell studiert Agrarwissenschaften und liebt es von der Natur und ihrer Komplexität immer wieder auf's Neue überrascht zu werden. Kräuter - egal ob wild gesammelt oder im Garten - sind ihre Leidenschaft.

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Gartenkind vor 1 Stunden
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Unser Projekt Folientunnel ist zumindest soweit, dass die ersten pflanzen einziehen konnten... Ich bin ganz gespannt wie sie sich entwickeln werden....

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Löwenzahn vor 1 Stunden
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Nachdem der Trick von @Sonnenkind den Wurzelballen bei Schnittlauch einfach zu teilen so hervorragend funktioniert hat, wollte ich Mal hören, ob das bei meinem neuen Strauchbasilikum auf funktioniert? Kann ich den Wurzelballen einfach teilen und mehrere Pflänzchen daraus machen? Oder wächst er dann nicht mehr so schön buschig? Danke schon Mal und Grüße aus der Sonne (zwischen Dauerregen)

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Sonnenkind vor 2 Stunden
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#petitgrisderennes#diy#rankhilfe#ollas Meine Premiere mit der Zuckermelone. Selbst herangezogen und jetzt ist es endlich soweit. Ein Rankelement fehlt noch, das montiere ich später. Gemulcht wird auch , aber im Moment ist es zu feucht und ich locke damit nur die Schnecken an. Der dunkle Boden erwärmt sich besser ohne. Wir hatten heute bis vor kurzem Dauerregen. Und die Frühbeethaube steht jetzt bis zum Herbst im Keller und muss auch mal gestrichen werden.

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