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Marie Marie (24) studiert Agrarwissenschaften. Sie liebt es, eigenes Gemüse im Garten anzubauen und Wildkräuter zu sammeln. Gemeinsam mit Freunden bewirtschaftet sie einen Garten und verbringt viel Zeit in der Natur.
18.04.2021 . Lesezeit: 11 Minuten

Essbare Kürbisse - Welche Kürbissorten gibt es?

Mittlerweile gibt es eine breite Auswahl an Sorten und Variationen bei Kürbissen. Über 850 Sorten begeistern uns jedes Jahr in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Geschmäckern. In diesem Artikel geben wir dir eine Übersicht über essbare Kürbissorten.

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Auf einen Blick

  • Hokkaido-Kürbis: kleine Sorte mit einem Gewicht zwischen 1 - 3 kg; Schale ist essbar; geeignet für den Anbau auf dem Balkon; 5 bis 6 Monate lagerfähig
  • Bischofsmütze: besonders schönes, buntes Aussehen (erinnert an eine Mütze) mit schmackhaftem, süßem Fruchtfleisch; 4 - 6 Monate haltbar
  • Birnen- oder Butternuss-Kürbis: kleine Sorte mit 0,5 bis 2,5 kg; Schale ist essbar
  • Muskatkürbis: große Sorte, die bis zu 30 kg schwere Früchte ausbilden kann; besonders lange lagerfähig (8 - 10 Monate)
  • Patisson-Kürbis: Schale kann mitgegessen werden; nur 2 Monate lagerfähig; Geschmack erinnert an Zucchini
  • Spaghettikürbis: besonderes Fruchtfleisch, welches beim Kochen in Spaghetti-ähnliche Fasern zerfällt; 5 bis 9 Monate lagerfähig
  • Zucchini: neben den klassisch grünen Sorten, gibt es sie in einer Vielfalt an Variationen; besonders beliebt: Gold Rush

Kürbisarten: Über Riesenkürbisse & Co.

Bei dieser großen Vielfalt an verschiedenen Kürbissen ist eine botanische Einteilung nicht ganz einfach. In unseren Breiten gibt es aber drei Kürbisarten, die dominieren und überwiegend angebaut werden: Gartenkürbis (Cucurbita pepo), Moschuskürbis (Cucurbita moschata) und Riesenkürbis (Cucurbita maxima). Die meisten Kürbissorten dieser Arten sind essbare Kürbisse, die als Speisekürbis auf unseren Tellern landen. Daneben gibt es auch eine Vielzahl an Zierkürbissen. In diesem Artikel soll es aber um essbare Kürbissorten für den Anbau im Garten oder Balkon gehen. Mehr Informationen zum Anbau von Kürbissen mit Tipps zur Aussaat, Pflege, Ernte und Lagerung findest du im Artikel dazu.

Essbare Kürbissorten für den eigenen Anbau

Innerhalb dieser drei Arten gibt es verschiedene Kürbissorten. Diese Sorten unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Größe, Form, Farbe und Geschmack der Kürbisse. Die Wuchsform ist dabei meistens ähnlich mit bodenbedeckenden oder kletternden Ausläufern. Je nach Standort wählst du eine passende Sorte für dich. Für den Balkon eignen sich beispielsweise eher schwachwüchsige Sorten mit kleinen Früchten, wie z.B. der Hokkaido-Kürbis.

Um die richtige Sorte für dich zu wählen, geben wir dir hier einen Überblick über die beliebtesten essbaren Kürbissorten. Bild von Vera Kratochvil (CC0 Public Domain) auf publicdomainpictures.

Weiter kann man zwischen Sommer- und Winterkürbis unterscheiden. Sommerkürbisse (z.B. Patisson- und Spaghettikürbis) haben eine dünne, weiche Schale, die zum Verzehr geeignet ist. Dadurch sind sie anfälliger für den Verderb und nur einige Wochen haltbar. Winterkürbisse (z.B. Bischofsmütze und Muskatkürbis) hingegen haben eine dickere, harte Schale, die nicht essbar ist. Dafür sind diese Kürbisse um ein vielfaches länger haltbar und können gut bis zu sechs Monate eingelagert werden. Einige Wintersorten, wie der Butternuss- oder Hokkaidokürbis bilden hier die Außnahme. Ihre Schale ist essbar und wird beim Kochen weich. Trotzdem kann man sie gut trocknen und lange lagern.

Riesenkürbis (Cucurbita maxima)

Kürbisse dieser Art kommen ursprünglich aus den nordamerikanischen Anden und sind daher relativ kältetolerant (aber nicht frostresistent). Zu dieser Art gehört eine Vielzahl an verschiedenen Kürbissorten. Zum Einen gibt es unter den Riesenkürbissen Kürbissorten, die für Wettbewerbe angebaut werden und bis zu einer Tonne (der Weltrekord liegt bei 1226 kg) schwer werden können z.B. die Sorte ,Atlantic Giant'. Diese Kürbisart produziert die größten Früchte, die wir im Pflanzenreich kennen. Zum Anderen zählen aber auch eher kleinfrüchtige Kürbisse dazu, wie der Hokkaido-Kürbis oder Bischofsmütze. Außerdem gehören auch Halloween-Kürbisse zu den Riesenkürbissen, die aber nicht zum Verzehr geeignet sind.

Hokkaido-Kürbis

Der Hokkaido-Kürbis ist der absolute Liebling unter den Kürbissorten. Mit einem Gewicht zwischen 1 bis 3 kg zählt er eher zu den kleineren essbaren Kürbissorten. Daher eignet sich dieser Speisekürbis gut für den Anbau auf dem Balkon. Es gibt unterschiedlichste Sorten, die in ihrer Farbe von grün bis hin zu orange variieren. Sorten wie ,,Uchiki Kuri”, ,,Red Kuri” oder ,,Green Hokkaido” sind altbewährt und überzeugen jede:n Hobbygärtner:in mit ihrem nussig, milden Geschmack. Die Schale ist essbar und wird beim Kochen weich. Seine Früchte werden ab September bis hin zum ersten Frost geerntet und sind je nach Sorte rund 5 bis 6 Monate lagerfähig

Der Hokkaido-Kürbis zählt zu unseren absoluten Lieblingen zum Anbau im eigenen Garten oder auf dem Balkon. Bild von pixel2013 auf Pixabay.

Bischofsmütze oder Turbankürbis

Die Bischofsmütze, auch bekannt als Turbankürbis, sieht wegen ihrer vielen Farben von weiß über orange bis zu grün besonders schön aus. Daher werden sie gerne als Zierkürbisse verwendet. Ihr schmackhaftes, süßes Fruchtfleisch eignet sich aber auch bestens zum Kochen und Backen. Jedoch ist die Schale vom Turbankürbis nicht genießbar. Die Ernte beginnt im September bis zum ersten Frost. Je nach Lagerung ist der Turbankürbis 4 bis 6 Monate haltbar. Dabei wird die Haltbarkeit bei Lagerung im Kühlschrank verlängert.

Turbankürbisse
Bischofsmützen sind besonders dekorative Speisekürbisse. Bild von Linnaea Mallette (CC0 Public Domain) auf publicdomainpictures.

Moschuskürbis (Cucurbita moschata)

Diese Kürbisart kommt aus tropischen Regionen mit heißem, feuchtem Klima (Mittel- und Südamerika). Dort wurde sie schon vor langer Zeit von indigenen Völkern in Mischkulturen mit Mais und Bohnen angebaut. Diese Mischkultur nennt man Milpa. Wie du ein Milpa-Beet anlegen und bepflanzen kannst, findest du im Artikel dazu. Die häufigsten Sorten, die in unseren Breiten angebaut werden sind Butternuss- und Muskatkürbisse. Da Kürbissorten dieser Art besonders wärmebedürftig sind, solltest du in kühleren Regionen Garten- oder Riesenkürbisse wählen.

Butternuss-Kürbis

Der Birnen- oder Butternuss-Kürbis (engl. Butternut) hat eine glatte, leicht gelbe Schale mit hellorangenem süßlichem Fruchtfleisch. Diese Kürbisse bleiben zwischen 0,5 bis 2,5 kg schwer und somit relativ klein. Er enthält besonders wenige Kerne. Frisch geerntet kann man die Schale des Birnenkürbis mitessen. Seine Früchte werden von August bis September geerntet. Diese Kürbissorte ist etwa 3 Monate haltbar.

Butternuss-Kürbisse
Diese Kürbissorte enthält besonders wenige Kerne und hat eine weiche Schale.

Muskatkürbis

Muskatkürbisse (auch bekannt als: Muscat de Provence (franz.)) werden bis zu 50 cm groß und zwischen 5 und 30 kg schwer. Im unreifen Zustand sind sie dunkelgrün und färben sich mit der Reife langsam hellbraun-orange. Ihr Fruchtfleisch schmeckt nussig, fruchtig mit einer leichten Muskatnote. Die harte Schale muss beim Kochen entfernt werden, allerdings macht sie ihn besonders lange lagerfähig (8-10 Monate). Die Ernte beginnt ab August bis Oktober.

Unser Tipp: Durch ihre harte Schale kann man sie ausgehöhlt als Suppenschüssel oder Schale verwenden.

Muskatkürbis
Muskatkürbisse haben eine besonders harte Schale, weshalb du sie ausgehöhlt als Schale verwenden kannst.

Gartenkürbis (Cucurbita pepo)

Gartenkürbisse sind eine Kürbisart mit besonders vielen verschiedenen Formen. Neben dem ufo-artigen Patisson-Kürbis, gehört auch der Spaghettikürbis und Zucchinis zu den Gartenkürbissen. Außerdem sind steirische Ölkürbisse Teil dieser Kürbisart. Diese Kürbisse haben besonders weiche Kerne, die sich gut für die Ölpressung eignen. Diese Sorten sind ebenfalls in Zentralamerika beheimatet und sind daher sehr wärmeliebend.

Patisson-Kürbis

Den Patisson-Kürbis gibt es in verschiedenen Farben. Von weißen, über gelbe und grüne sowie gestreifte oder gesprenkelte Exemplare ist wirklich alles mit dabei. Auch dieser Kürbis kann mit Schale gegessen werden, vorrausgesetzt er wurde früh geerntet. Wegen der weichen Schale ist dieser Kürbis nur bis zu 2 Monate lagerfähig. Die Erntezeit beginnt ab Juli bis Oktober. Der Geschmack der Frucht erinnert an den einer Zucchini.

Patisson-Kürbis
Den Patisson-Kürbis erkennt man an seinen besonderen Früchten.

Spaghettikürbis

Der Spaghettikürbis zeichnet sich durch sein besonderes Fruchtfleisch aus, das beim Kochen in Spaghetti-ähnliche Fasern zerfällt. Sein Fruchtfleisch ist hellgelb und hat ein nussiges Aroma. Von außen ist er zunächst cremefarben und wird schließlich gelb. Er erreicht ein Gewicht zwischen 1 bis 3 kg. Seine Früchte kann man ab August bis in den Spätherbst hinein ernten. Sie sind 5 bis 9 Monate lagerfähig.

Der Spaghettikürbis zeichnet sich durch sein besonderes Fruchtfleisch aus, das beim Kochen in Spaghetti-ähnliche Fasern zerfällt. Bild von Marco Verch (CC 2.0) auf Flickr.

Zucchini

Die Zucchini ist ebenfalls eine Unterart des Gartenkürbisses und Teil der Familie der Kürbisgewächse. Zucchinis gibt es in verschiedensten Formen und Farben. Neben den klassisch grünen Sorten gibt es sie in weiß oder gelb. Besonders beliebt bei Hobbygärtner:innen sind hier die gelben, länglichen Früchte der Sorte ,,Gold Rush". Je nach Sorte werden diese Kürbisse ab Juli bis Anfang Oktober geerntet. Durch die dünne Schale sind Zucchinis bei richtiger Lagerung ein paar Wochen haltbar.

Zucchinisorten variieren in der Form und es gibt runde Sorten, die schon mehr wie ein Kürbis aussehen. Bild von Couleur auf Pixabay.

Ich hoffe, du hast einen Überblick über die Kürbissorten bekommen und findest die Richtige für dich! 

Bei Fragen und Anmerkungen schreibe uns gerne an magazin@fryd.app.


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Titelbild von von Hans auf Pixabay.

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Marie Marie (24) studiert Agrarwissenschaften. Sie liebt es, eigenes Gemüse im Garten anzubauen und Wildkräuter zu sammeln. Gemeinsam mit Freunden bewirtschaftet sie einen Garten und verbringt viel Zeit in der Natur.
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