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09.03.2021 . Lesezeit: 8 Minuten

Hochbeet befüllen - Anleitung und Tipps

Marie

Mit einem Hochbeet kannst du überall Gärtnern und eigenes Gemüse anbauen. Hast du das Hochbeet bauen geschafft, geht es ans Befüllen. Wir geben dir eine Anleitung zum Hochbeet richtig befüllen an die Hand. Zudem erklären wir dir, was du beim Hochbeet befüllen auf dem Balkon beachten solltest.

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Auf einen Blick

Hochbeet wie befüllen?

  • Zuerst kleidest du dein Hochbeet mit Folie aus und legst ggf. ein Wühlmausgitter unten rein
  • Als nächstes kommt die Drainageschicht aus grobem Holzschnitt und Häckselgut (35 - 50 cm)
  • Darauf kannst du Rasenschnitt und Laub schichten als Übergangsschicht zur Erde (10 - 15 cm)
  • Für die extra Portion Nährstoffe kommt als nächstes eine Schicht Kompost (20 cm)
  • Zu guter Letzt die Pflanzschicht aus Erde (30 cm)

Hochbeet befüllen auf dem Balkon

  • Drainageschicht ist sehr wichtig, da Hochbeete auf dem Balkon meist unten geschlossen sind und das Wasser nicht ablaufen kann
  • Wühlmausgitter kannst du hier weglassen

Hochbeet bauen und befüllen

Ein Hochbeet bietet einige Vorteile und ist vor allem für Anfänger ein guter Start ins Gärtnern. Mit einem Hochbeet kannst du überall ein Beet entstehen lassen und auch auf dem Balkon oder in der Stadt eigenes Gemüse anbauen und ernten. Was es beim Hochbeet bauen zu beachten gibt, kannst du hier nachlesen.

Bevor du mit dem Befüllen beginnst, solltest du dein Hochbeet von innen mit Folie auskleiden. Das ist besonders bei Hochbeeten aus Holz wichtig, um das Holz vor dem Verrotten zu schützen. Außerdem kommt an den Grund ein Wühlmausgitter. Die kleinen Nager fühlen sich in einem Hochbeet nämlich besonders wohl und nisten sich gerne mal ein.

Hochbeet im der Stadt
Ein Hochbeet ermöglicht es dir auch in der Stadt zu Gärtnern. Jeder grüne Fleck in der Stadt zählt, mach auch du die Welt ein wenig grüner!

Wenn das Grundgerüst für dein Hochbeet steht, geht es ans Befüllen. Hierbei ist es wichtig, dass du in Schichten arbeitest. Hier zum Überblick die Schichten in einem Hochbeet:


Hochbeet befüllen - Schichten im Überblick

  • Drainageschicht 1: 20-30 cm grober Holzschnitt (Ast- und Strauchabfälle, die keine Toxine abgeben)
  • Drainageschicht 2: 15-20 cm Häckselgut (feiner Gehölzschnitt oder Häcksel)
  • Übergangsschicht: 10-15 cm Grasschnitt und Laub
  • Nährschicht: 20 cm grober Kompost (wenig stark zersetzt)
  • Pflanzschicht: 30 cm Erde gemischt mit gut zersetztem Kompost

Anleitung: Hochbeet richtig befüllen

  • Wühlmausgitter & Folie: Bevor du dein Hochbeet befüllst, solltest du das eben besprochene Drahtgitter auslegen. Zudem solltest du dein Hochbeet von innen mit Folie auskleiden.
  • Drainage Schicht: Wie wir schon weiter oben angemerkt haben, ist es sinnvoll als Erstes eine lockere Schicht einzufüllen, die für gute Entwässerung und Durchlüftung sorgt. Dafür eignen sich zum Beispiel Zweige und Äste vom Obstbaumschnitt, Holzstücke oder Hackschnitzel. Außerdem dient das Material als Nahrung für Bodenorganismen und wird nach und nach zersetzt werden.
  • Organisches Material und Rohkompost: Als nächstes kannst du Gartenabfälle wie Rasenschnitt und Laub unterbringen. Ähnlich wie in deinem Komposthaufen werden sie mit den holzigen Bestandteilen der Drainage-Schicht gemeinsam abgebaut. Somit stellt diese Schicht ein Nährstoffreservoir für deine Gemüsepflanzen dar. Auf der Schicht aus Gartenabfällen kannst du auch leicht verotteten Rohkompost verteilen. Sei dabei ruhig großzügig, so hat dein Hochbeet auf Jahre genügend Nährstoffe und du musst kaum düngen.
Hochbeet befüllen mit Gartenabfällen
Dein Hochbeet kannst du mit allerlei organischem Material befüllen, das im Garten so anfällt.
  • Reifer Kompost und Mutterboden/Gartenerde: Als nächstes kannst du abwechselnd reiferen Kompost und Erde einfüllen. Dabei kannst du entweder auf Bio-Gartenerde aus dem Baumarkt zurückgreifen oder du kaufst bei einem Baustoffhändler eine Anhängerladung Humus oder Mutterboden. Die zweite Variante ist meistens günstiger, doch auch viel aufwändiger.
  • Deckschicht: Als Deckschicht empfiehlt sich ein lockeres, eher nährstoffärmeres Substrat, wie z.B. Anzuchterde oder spezielle Hochbeet-Deckerde. Hier können deine Pflanzen gut keimen, werden aber nicht gleich mit Nährstoffen verwöhnt. Das regt die Wurzelbildung an und sorgt dafür, dass deine Pflanzen in die tieferen, nährstoffreichen Schichten vordringen. Dort werden sie auch besser mit Wasser versorgt.
  • Optionale Mulchschicht: Zu guter Letzt kannst du auch in deinem Hochbeet eine Mulchschicht ausbringen, um die Erde vor dem Austrocknen zu schützen. Denn Wasser stellt einen Schwachpunkt der Hochbeete dar: Auf Grund der Erhöhung und schnelleren Erwärmung trocknet ein Hochbeet deutlich schneller aus, als ein herkömmliches Beet. Eine Mulchschicht aus unkrautfreiem Grasschnitt, Laub oder Stroh sorgt dafür, dass die Erde darunter länger feucht bleibt.

Hochbeet befüllen auf dem Balkon

In einem Hochbeet ist es besonders wichtig, mit einer Drainageschicht zu arbeiten, um Staunässe zu vermeiden. Staunässe kann nämlich zu Wurzelfäule führen und deine Pflanzen im Hochbeet krank machen. Besonders in Hochbeeten auf dem Balkon ist eine Drainageschicht wichtig, denn diese Hochbeete sind unten meist geschlossen und mit einer Folie ausgekleidet. So kann das Wasser unten nicht herauslaufen und staut sich zwangsläufig an. Aber auch bei unten offenen Hochbeeten ist es wichtig, eine Drainage einzubauen. In diesem Fall kann die Schicht aber ein wenig dünner sein, da das Wasser in den Boden abfließen kann. Zudem kannst du bei Hochbeeten auf dem Balkon das Wühlmausgitter weglassen. Da sie unten sowieso geschlossen sind, können die kleinen Nager nicht ins Beet gelangen.

Hochbeete auf dem Balkon
Mit kleinen Hochbeeten auf deinem Balkon kannst du dir eine grüne Oase zaubern.

Hochbeet aus Holz befüllen - Achte auf das Gewicht der Erde!

Ein weiterer Punkt ist das Befüllen von großen Hochbeeten aus Holz. Wenn du dein Hochbeet mit Erde befüllst, dann hat diese bei großen Beeten ein ziemlich hohes Gewicht. Saugt sich die Erde nun mit Wasser voll, dann kann sie mit unter so schwer werden, dass sie den Holzrahmen deines Hochbeets auseinanderdrückt. Um das zu vermeiden, bietet es sich an, den Rahmen mit einer Gewindestange zu verstärken. Diese hält dein Hochbeet in Form und verhindert das Auseinanderbrechen des Rahmens.

Hochbeet langfristig pflegen: so geht's

Die unteren Schichten deines Hochbeetes bestehen aus intaktem und leicht verrottetem Material. Dieses organische Material wird über die Zeit von Bodenorganismen zersetzt. Deshalb setzt sich die Erde im Hochbeet mit der Zeit und es sieht aus, als ob sie weniger wird. Das kann auch schon ein paar Tage nach dem Einfüllen sein, wenn Hohlräume, die beim Einfüllen entstanden, sind kollabieren. Wundere dich also nicht, wenn dein Hochbeet nach einer Weile deutlich weniger voll aussieht - das ist ganz normal.

Nach der ersten oder zweiten Saison ist es deshalb jedoch sinnvoll die unteren Schichten zu erneuern. Das kann ein wenig aufwendig anmuten, muss allerdings auch nur alle 1-2 Jahre einmal gemacht werden. Dazu kannst du einen Teil der Erde aus dem Hochbeet schaufeln und den Rest vorrübergehend auf eine Seite des Beetes schieben. Dann füllst du die freie Hälfte mit Holzresten, Grünschnitt und Rohkompost nach. Jetzt schiebst du die oberen Schichten auf die andere Seite über das eben eingefüllte Material und füllst die andere Hälfte unten auf. Dann kannst du die restliche Erde wieder einfüllen und bist wieder ready to go.

Hochbeet mit abgesenkter Erde
Es ist ganz normal, das die Erde in deinem Hochbeet mit der Zeit absinkt - keine Sorge!

Hochbeet bepflanzen: Tipps und Ideen

Ist dein Hochbeet befüllt, kommt nun der letzte Schritt: nämlich dein Hochbeet zu bepflanzen. Um möglichst viel Biodiversität in dein Hochbeet zu bringen und damit den ökologischen Wert zu steigern, solltest du dein Hochbeet in einer Mischkultur anbauen. Du kannst neben Gemüse auch Blumen und Kräuter anbauen, die besonders in der Stadt Nahrung und Lebensraum für Insekten liefern.

Wir haben dir bereits Pflanzpläne für ein ganzes Gartenjahr im Hochbeet erstellt. Zudem findest du hier Ideen und Inspirationen für einen Pflanzplan im 1. Jahr, wenn der Boden noch sehr nährstoffreich ist. All diese Pflanzpläne zeigen dir Mischkulturen, die du super in deinem Hochbeet anlegen kannst. Wir wünschen dir viel Spaß dabei und eine erfolgreiche Ernte!

Mischkultur-Pflanzplan fürs Hochbeet

Als Inspiration haben wir dir einige Beetpläne für dein Hochbeet vorbereitet. Mit einer Mischkultur nutzt du den wenigen Platz, den du hast, optimal aus.


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Titelbild von congerdesign auf Pixabay

Häufig gestellte Fragen zum Hochbeet befüllen

Du arbeitest am besten mit unterschiedlichen Schichten, um dein Hochbeet zu befüllen. Zuerst kommt eine Drainageschicht aus grobem Holzschnitt und Häckselgut. Danach etwa 15 cm Grasschnitt oder Laub, darauf eine Nährschicht aus Kompost. Zu guter Letzt die Pflanzschicht aus nährstoffreicher Erde.

Damit die Erde im Hochbeet sacken kann, solltest du etwa zwei bis vier Wochen vor der Pflanzung befüllen. Am besten machst du es jedoch schon im Herbst des Vorjahres oder dann im zeitigen Frühjahr.

Das Hochbeet wird nicht komplett mit Erde gefüllt, sondern auch noch mit einer Drainage- und Nährschicht. Für die Pflanzung reicht eine 30 - 50 cm dicke Erdschicht aus, die die anderen Schichten bedeckt.

Alle ein bis zwei Jahre solltest du die unteren Drainageschichten erneuern, denn sie zersetzen sich mit der Zeit. Damit dein Hochbeet aber gut drainiert ist, musst du regelmäßig Schichten neu aufbringen. Auch die oberste Erdschicht kannst du bei Bedarf jährlich aufschütten.

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