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Basilikum säen - So geht‘s richtig

31.05.2021  /  Lesezeit: 8 Minuten

Basilikum ist ein Sonnenanbeter und mag es gern warm. Um den Pflanzen einen Wachstumsvorsprung zu geben, wird Basilikum auf der Fensterbank vorgezogen. Wie du Basilikum säen und vorziehen kannst, erklären wir dir in diesem Artikel.

In diesem Artikel findest du:

  1. Basilikum anbauen - Ein Überblick
  2. Welche Basilikumsorten sind winterhart?
  3. Basilikum säen - So geht's
  4. Basilikum pikieren - So einfach geht's
  5. Basilikum auspflanzen - Von der Fensterbank ins Beet
  6. Eigene Basilikumsamen ernten
  7. Häufig gestellte Fragen zum Basilikum säen

Auf einen Blick

Basilikum-Aussaat

  • Standort: hell, sonnig mit lockerer, nährstoffarmer Erde
  • Zeitpunkt: auf der Fensterbank ab März; Direktsaat ab Mitte Mai
  • Saattiefe: Basilikum ist ein Lichtkeimer und wird nur leicht mit Erde bedeckt und angedrückt
  • Keimtemperatur: 20 - 25 Grad

Basilikum anziehen - das musst du beachten

  • Halte die Erde gleichmäßig feucht ohne Saunässe (gieße am besten von unten)
  • Basilikum pikieren und 5 bis 10 Jungpflanzen in einen Topf pflanzen
  • Ab Mitte Mai kannst du deinen Basilikum auspflanzen

Basilikum anbauen - Ein Überblick


Basilikum (Ocimum basilicum) ist ein einjähriges Kraut aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Aufgrund seiner tropischen Herkunft mag es das Kraut gerne warm und sonnig.

Der richtige Standort für Basilikumpflanzen

Basilikumpflanzen können im Garten, auf dem Balkon in einem Topf oder in einem Hochbeet kultiviert werden. Du brauchst ein sonniges Plätzchen mit lockerem, humosen Boden. Da Basilikum ein Schwachzehrer ist, muss der Boden nicht besonders nährstoffreich sein.


Basilikum im Topf
Basilikum kannst du ohne Probleme in einem Topf anbauen. Bild von sweetlouise auf Pixabay.

Welche Basilikumsorten sind winterhart?

Basilikum wächst unter Umständen zwar mehrjährig, ist aber niemals winterhart! Wie bereits erwähnt, liebt es Basilikum wohlig warm. Sobald die Temperaturen unter 7 Grad fallen, stirbt das Kraut ab. Daher bleibt dir nichts anderes übrig, wie das Kraut entweder jedes Jahr erneut auszusäen. Oder, du gräbst deine Schützlinge rechtzeitig aus und stellst sie zum Überwintern an einen warmen Ort. Hier musst du dich aber im Vorhinein erkundigen, welche Sorten mehrjährig wachsen. Die beliebte Sorte ,Genovese' beispielsweise wächst nur einjährig und muss sowieso jedes Jahr neu gesät werden. Mehr zu den einzelnen Basilikumsorten kannst du hier nachlesen.

Basilikum säen - So geht's

Um dem wärmeliebenden Kraut einen Wachstumsvorsprung zu geben, wird Basilikum in unseren Breiten auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vorgezogen und erst mit wärmeren Temperaturen ins Freie gepflanzt.

Wann Basilikum säen?

Mit der Anzucht auf der Fensterbank kannst du je nach Sorte im März oder April anfangen. Vor der Aussaat legst du die Basilikumsamen in lauwarmes Wasser oder Kamillentee. Das steigert die Keimfähigkeit. Kamillentee wirkt zusätzlich antibakteriell und gegen Schimmelbildung.

Nach den letzten Frösten, ab Mitte Mai, kannst du Basilikum auch direkt ins Beet oder den Topf säen. Von nun an bleiben die Temperaturen einigermaßen stabil und es sind keine starken Kälteinbrüche mehr zu erwarten. Hier lohnt es sich meist die Samen breitwürfig auszusäen und anzugießen. Sollten die Pflanzen später zu dicht stehen, kannst du sie pikieren.


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Du willst mehr zu Basilikum wissen?

In unserem Lexikon findest du Informationen zu zahlreichen Basilikumsorten mit Anbauzeitraum, Tipps zur Pflanzung und Ernte. Zudem findest du gute und schlechte Nachbarn, um eine Mischkultur zu planen.

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Basilikum-Keimlinge
Basilikumpflanzen sind sehr kälteempfindlich und werden daher meist vorgezogen. Bild von adestuparu auf Pixabay.

Und so geht die Basilikum-Aussaat:

  • Lege etwa 3 bis 5 Samen pro Anzuchttöpfchen in nährstoffarme Anzuchterde. Für eine topflose Anzucht, um Müll zu vermeiden, kannst du auch mit einer Erdtopfpresse arbeiten.
  • Basilikum ist ein Lichtkeimer, daher werden die Samen nur leicht mit Erde bedeckt und angedrückt. Sie sollten auf keinen Fall mehr als einen halben Zentimeter mit Erde bedeckt sein.
  • Besprühe die Samen dann vorsichtig mit Wasser. Benutze hierfür eine Sprühflasche, um die Samen nicht wegzuschwemmen. Die Erde sollte zwar feucht, aber nicht durchnässt sein.
  • Nun stellst du die Töpfe an einen hellen Ort, hierfür eignet sich z.B. ein Zimmergewächshaus gut. Feucht-warmes Klima bietet die besten Keimbedingungen für Basilikum. Du kannst du Töpfchen ansonsten auch mit Klarsichtfolie oder kleinen Gläsern bedecken und auf die Fensterbank stellen.
  • Halte nun die Erde gleichmäßig feucht ohne Staunässe. Nach spätestens zwei Wochen solltest du schon die ersten Keimblättchen sehen können.

Tipps zum Basilikum gießen bei der Anzucht

Bewässere deinen Topf am besten von unten, damit die kleinen Samen nicht weggeschwemmt werden. Gebe dafür das Wasser in einen Untertopf oder eine Schale, in die du die Anzuchttöpfe stellst.


Basilikum pikieren - So einfach geht's

Beim Pikieren werden die größer werdenden Jungpflanzen geteilt und in einzelne Töpfchen gesetzt, um schneller zu wachsen. Bei Basilikum hingegen werden 5 bis 10 Jungpflanzen als Büschel in einen Topf oder das Beet gepflanzt. Beim Pikieren der Basilikumkeimlinge kannst du die zerbrechlichen Jungpflanzen ein wenig tiefer in die Erde betten wie zuvor. Das gibt ihnen Stabilität. Gieße die Jungpflanzen gut an, damit die Wurzeln Kontakt zur Erde bekommen und gut anwachsen. Nun wachsen sie noch ein paar Wochen auf der Fensterbank weiter, bis es warm genug ist, sie rauszupflanzen.

Basilikum ausgepflanzt in einer Mischkultur mit Tomaten.
Basilikum wächst in Horsten mit 5 bis 10 Einzelpflanzen. Bild von Heidi Hanson auf Pixabay

Basilikum auspflanzen - Von der Fensterbank ins Beet

Ab Mitte Mai kannst du deine vorgezogenen Jungpflanzen ins Freie pflanzen. Davor ist es ratsam, deine Pflanzen abzuhärten. Wenn du sie bisher auf der Fensterbank großgezogen hast, kennen sie keine Temperaturschwankungen, Wind, Regen oder direkte Sonneneinstrahlung. Daran musst du deine Jungpflanzen erst gewöhnen. Hierfür stellst du sie für etwa eine Woche für mehrere Stunden am Tag ins Freie. Zunächst solltest du ein schattiges Plätzchen wählen, gegen Ende kannst du sie auch gerne mal ins direkte Sonnenlicht stellen.

Eigene Basilikumsamen ernten

Eigenes Saatgut von Basilikum kannst du ohne weiteres gewinnen und im nächsten Jahr wieder säen. Hierfür sollte deine Basilikumsorte samenfest sein. Normalerweise würdest du deinen Basilikum fleißig ernten und somit die Blütenbildung etwas rauszögern. Mit den Blüten sinkt das Blattaroma und der Basilikum ist bei weitem nicht mehr so lecker.

Willst du Samen ernten, dann lässt du den Basilikum direkt blühen und die Samen an der Pflanze ausreifen. Die Samen erntest du, wenn die Blüten vertrocknet und abgestorben sind. Schneide die Blütenstände komplett ab und hänge sie verkehrtherum auf. Nun kannst du die Samen herausklopfen oder rausstreifen. Sie sind klein und tiefschwarz und daher gut von den vertrockneten Pflanzenteilen zu unterscheiden.


Ich hoffe, du hast Lust darauf bekommen, eigenen Basilikum anzubauen. Bei Fragen und Anmerkungen schreibe uns gerne an [email protected]. Du willst das ganze Jahr über hilfreiche Gartentipps bekommen und deine eigenen Beete optimal planen? Dann registriere dich hier oder lade dir die Fryd-App für Android oder iOS herunter.


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Titelbild von jackmac34 auf Pixabay.

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Autor:in

Marie

Marie ist studierte Agrarwissenschaftlerin der Uni Hohenheim. Ihre Schwerpunkte liegen besonders auf ökologischer Landwirtschaft und Permakultur. Um den Menschen Wissen über ökologische Zusammenhänge und Alternativen zur bisherigen Landnutzung aufzuzeigen, schreibt sie Artikel für Fryd. Unsere momentanen Wirtschaftssysteme, besonders in der Landwirtschaft, haben zahlreiche negative Auswirkungen auf die Natur und destabilisiert unsere Ökosysteme. Wir brauchen wieder eine große Vielfalt in unseren Gärten und Beeten, um dem Artensterben entgegen zu wirken. Jede:r Gärtner:in kann dazu beitragen, Lebensräume und Nahrung für verschiedenste Lebewesen zu schaffen und erhalten. Mit ihren Artikeln möchte sie ihre Erfahrungswerte im Umgang mit natürlichen Systemen weitergeben und Menschen Möglichkeiten an die Hand geben, für ein stabiles Ökosystem und damit auch der Sicherung unserer Lebensgrundlage beizutragen.

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Mareike66 vor 1 Stunden
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Hallo, Ihr Lieben, weiß jemand, weshalb die Blätter meiner schwarzen Johannisbeere so gedrängt wachsen und nicht luftig vom Stamm abstechen? Das hatte ich letztes Jahr auch schon ( nur an dieser Pflanze...damals waren darunter jede Menge Blattläuse. ) Aktuell aber keine zu sehen, bis auf ein paar Ameisen ( die ja Blattläuse lieben). Könnte das mit den Tierchen zu tun haben, die ich an der Blattunterseite fotografiert habe? Was sind das überhaupt für Larven? Danke schon mal für Euer Schwarmwissen. 🙂 Liebe Grüße, Mareike

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merfianferelli vor 1 Stunden
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Es ist noch nicht so weit, aber ich habe endlich dieses Los gepflanzt!

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Anoli vor 1 Stunden
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Wieder ein kleines Update meines an Ostern Gesetzes Gemüse, Gurken sind natürlich erfroren, aber habe Anfang Mai gekaufte gesetzt, abgeerntete Zwiebel Beete gestern noch aufgearbeitet und Brokkolie gesät und im letzen hinten am Rankgitter letzen Sonntag Trockenbohnen gesteckt 🌞🌱

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Häufige Fragen

Auf der Fensterbank kann ab März ausgesät werden; eine Direktsaat ins Freie ist ab Mitte Mai möglich.

Basilikum ist ein Lichtkeimer und die kleinen Samen werden nur leicht mit Erde bedeckt und angedrückt.

Basilikum bevorzugt einen hellen, sonnigen Standort mit lockerer, humoser Erde.

Ja, durch das Zulassen der Blütenbildung und Ausreifen der Samen an der Pflanze können eigene Samen gewonnen werden.

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