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Annabell Annabell studiert Agrarbiologie an der Uni Hohenheim. Auch privat gärtnert sie gerne, verbringt viel Zeit in der Natur und liebt es kreativ zu sein.
01.09.2022 . Lesezeit: 16 Minuten

Gründüngung: Vorteile, Pflanzen & Tipps

Gründüngung dient als Nebenkultur im Garten und wird in der Regel nicht geerntet, sondern in den Boden eingearbeitet. Dabei trägt sie zur Humusanreicherung bei und bringt auch darüber hinaus viele Vorteile für deinen Gemüsegarten mit sich. Welche Pflanzen als Gründüngung geeignet sind und wie du sie am besten anwendest, erfährst du in diesem Artikel.

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Auf einen Blick

  • Tiefgründige Bodenlockerung, auch bei verdichteten Böden
  • Unterdrückt Beikraut durch flächigen Bewuchs
  • Befestigt die Bodenoberfläche und schützt sie vor Verschlämmung und Erosion
  • Schattengare sorgt für ausgeglichenes Bodenklima
  • Anreicherung von organischer Substanz und Humus
  • Verbesserte Wasserspeicherung des Bodens
  • Leguminosen reichern Stickstoff im Boden an
  • Blühende Pflanzen locken Bestäuber an

Was ist eine Gründüngung?

Als Gründüngung werden Pflanzen bezeichnet, die zur Verbesserung des Bodens ausgesät werden. Hierbei ist der Begriff etwas irreführend, da sich die tatsächliche Düngung hauptsächlich auf Leguminosen bezieht. Diese sind in der Lage, eine Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien, den sogenannten Knöllchenbakterien, einzugehen. Die Knöllchenbakterien wandeln atmosphärischen Stickstoff in pflanzenverfügbares Nitrat um und versorgen so ihre pflanzlichen Symbiosepartner. Werden die Pflanzen später geschnitten und in den Boden eingearbeitet, kann auf natürliche Art und Weise der Stickstoffgehalt des Bodens angereichert werden. Doch auch Pflanzen aus anderen Familien zählen zu den Gründüngern. Entscheidend ist hier vor allem die Wirkung der Pflanzen auf die Bodenstruktur. Sie haben meist ein tiefreichendes Wurzelwerk, das auch schwere und verdichtete Böden auflockern kann. Eine Gründüngung kann also dabei helfen, den Boden zu lockern und für die nächste Bepflanzung vorzubereiten. Dabei sparst du dir mühsames Umgraben, auf das du ohnehin verzichten solltest, da es den Boden aus dem Gleichgewicht bringen kann. Gründüngungen sind eine wichtige Maßnahme, wenn du deinen Boden schonend verbessern willst. Die Pflanzenreste werden nach einer gewissen Zeit gemulcht und bieten so Futter für Regenwürmer und andere Kleintiere, die zur Humusanreicherung beitragen. Diese Art von Flächenkompostierung kann ebenfalls als eine Art Düngung angesehen werden.

Mit Gründüngung den Boden verbessern

Eine Gründüngung bringt viele Vorteile für deinen Gemüsegarten, hier erfährst du die wichtigsten auf einen Blick:

  • Tiefgründige Bodenlockerung, auch bei verdichteten Böden.
  • Durch den flächendeckenden Bewuchs wird Beikraut unterdrückt und der Boden vor Verschlämmung und Erosion geschützt.
  • Die geschlossene Pflanzendecke befestigt die Bodenoberfläche und beschattet sie gleichzeitig. Das hilft dabei, eine lockere, fein krümelige Bodenstruktur zu erhalten und ein ausgeglichenes Bodenklima zu schaffen (Schattengare).
  • Die geschnittene Gründüngung dient anschließend als Mulchschicht und trägt so zur Anreicherung von organischer Substanz bei. Das Bodenleben wird aktiviert und Humus wird aufgebaut.
  • Durch die Humusanreicherung wird die Wasserspeicherung des Bodens verbessert.
  • Die Bodenlockerung durch Pflanzenwurzeln sorgt für eine bessere Drainage, wodurch Staunässe vorgebeugt und der Boden besser durchlüftet wird.
  • Leguminosen reichern durch ihre Symbiose mit Knöllchenbakterien Stickstoff im Boden an.
  • Blühende Pflanzen wie Phacelia oder Buchweizen locken Bienen und andere nektarsammelnde Insekten an. Sie fördern so die Bestäubung von Obstgehölz und anderen Pflanzen im Garten.
  • Spezielle Gründüngungspflanzen tragen zur Bodengesundheit bei. Tagetes und Ringelblumen vertreiben beispielsweise Nematoden (Fadenwürmer).
Tagetes wirken gegen Nematoden im Boden und locken Bestäuber an. Photo by Олександр К on Unsplash

Welche Pflanzen eignen sich für eine Gründüngung?

Schmetterlingsblütler (Fabaceae)

Die Schmetterlingsblütler, auch Leguminosen oder Hülsenfrüchtler genannt, reichern durch ihre Symbiose Stickstoff im Boden an. Sie eignen sich daher sehr gut als Vorkultur vor Starkzehrern wie beispielsweise Kohl. Da es innerhalb der Familie auch beliebte Gemüsepflanzen gibt (z.B. Erbsen und Bohnen), sollte hier auf eine gesunde Fruchtfolge geachtet werden. Bekannte Gründüngungspflanzen der Fabaceae sind:

Saatwicke (Vicia sativa): Aussaat Mai - August; schnellwachsendes, dichtes Blattwerk sorgt für gute Beikrautunterdrückung; feines Wurzelwerk zur tiefgründigen Bodenlockerung; gute Bienentrachtpflanze.

Saat-Esparsette (Onobrychis viciifolia): Aussaat April - Mitte August; tiefreichendes Wurzelwerk sorgt für gute Bodenlockerung; durch Trockentoleranz eignet sie sich auch für trockene und flachgründige Böden; dekorative Schmetterlingsblüten locken Bestäuber an; mehrjährig und winterhart.

Inkarnat-Klee (Trifolium incarnatum): Aussaat Mai - August; geeignet für schwere, nicht zu feuchte Böden; gute Unkrautunterdrückung; Wurzeln bis zu 120 cm tief; attraktive Bienenweide; vertreibt Kohlfliegen; winterhart.

Rotklee (Trifolium pratense): Aussaat März - Oktober auf allen Böden; Pfahlwurzel bis 60 cm Tiefe; hinterlässt gute Bodenstruktur, lockert Verdichtungen; Blüten können für Tee getrocknet werden; winterhart.

Gelbe Lupine (Lupinus luteus): Aussaat April - August auf leichten bis mittelschweren Böden; Wurzeln bis zu 200 cm tief, beseitigt Verdichtungen; gute Humusbildung; gute Vorkultur für Kohl oder Porree; nicht winterhart. Achtung! Unbedingt darauf achten, dass nur einjährige Lupinearten gesät werden. Die mehrjährige Staudenlupine Lupinus polyphyllus gilt als invasiv und sollte auf keinen Fall gefördert werden!

Als Schmetterlingsblütler reichert die Esparsette Stickstoff im Boden an. Bild von Schwoaze auf Pixabay

Korbblütler (Asteracae)

Die Familie der Korbblütler beheimatet viele beliebte Zier- und Gemüsepflanzen. Zu ihr zählen verschiedene Salate, Chicorée, Schwarzwurzeln und Artischocken. Stimme deine Gründüngung also immer auf deine jeweiligen Kulturpflanzen ab. Als Gründünger eignen sich folgende Pflanzen:

Studentenblume (Tagetes spec.): Aussaat April - August auf allen Böden; feine Wurzeln bis 50 cm Tiefe; wirkt gegen Nematoden; gute Humusanreicherung; nicht winterhart.

Ringelblume (Calendula officinalis): Aussaat März - September auf nicht zu trockenen Böden; feine Wurzeln bis zu 70 cm tief; verdrängt Nematoden; schnelle Verrottung; Blüten können für Tee getrocknet werden; nicht winterhart.

Sonnenblume (Helianthus annuus): Aussaat April - August auf nicht zu trockenen Böden; Wurzeln bis zu 300 cm tief, dadurch Tiefenlockerung des Bodens; Bienenweide; verholzte Stängel sollten zerkleinert und kompostiert werden, da sie nur langsam verrotten; nicht winterhart.

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Bei den Kreuzblütlern sind viele beliebte Gemüsepflanzen zu finden: alle Kohlarten, Radieschen, Rucola, Kohlrabi und Rettich. Hier muss besonders auf eine Anbaupause zwischen verwandten Arten geachtet werden, da sonst die Kohlhernie gefördert wird! Wiederholter Anbau von Kruziferen fördert außerdem die Bodenmüdigkeit, da dieser einseitig ausgelaugt wird. Dennoch gibt es einige interessante Gründüngungspflanzen unter den Brassicaceae:

Ölrettich (Raphanus sativus var. oleiformis): Aussaat April - September; schnellwachsend, üppige Blattentwicklung mit guter Beschattung; intensiv und tief wurzelnde Pfahlwurzel, dadurch gute Bodenlockerung und Drainage; gut für schwere und verdichtete Böden geeignet; nicht winterhart.

Weißer Senf (Sinapis alba): Aussaat im Herbst nach dem Abernten der Beete; Keimung innerhalb weniger Tage; schnellwachsende Blätter erzeugen Schattengare; tief wurzelnde Pfahlwurzel sorgt für Bodenlockerung und Drainage; gut für schwere und verdichtete Böden geeignet; trägt zur Bodengesundheit bei; gute Bienentracht und Wirtspflanze für Falter; nicht winterhart.

Winterraps (Brassica napus subsp. napus): Aussaat März - Oktober auf allen Böden; Pfahlwurzel bis zu 200 cm tief, lockert Bodenverdichtungen und reichert Humus an; üppige Blattentwicklung; guter Bodenschutz im Winter, winterhart.

Auch Kreuzblütler eignen sich als Gründüngung. Bild von Uschi_Du auf Pixabay

Sonstige

Auch andere Pflanzenfamilien haben einzelne Vertreter, die gerne als Gründüngung verwendet werden. Da sie nicht zu den gängigen Pflanzenfamilien im Gemüsegarten gehören, lassen sie sich leichter in eine abwechslungsreiche Fruchtfolge integrieren.

Buchweizen (Fagopyrum esculentum), Knöterichgewächse (Polygonaceae): Aussaat April - August auf leichten, sauren Böden; Wurzeln bis zu 70 cm tief; schnelle Keimung und Wachstum; gute Bodendurchlüftung und Unkrautunterdrückung; insektenfreundlich; nicht winterhart.

Feldsalat (Valerianella locusta), Geißblattgewächse (Caprifoliaceae): Aussaat März - April und August - Oktober auf mittelschweren, feuchten Böden; Wurzeln bis zu 70 cm tief; sorgt für feinkrümelige Bodenstruktur; lässt sich leicht entfernen und verrottet schnell; Einarbeitung bei später Aussaat im Frühjahr; winterhart.

Winterroggen (Secale cereale), Süßgräser (Poaceae): Aussaat September - November, nicht auf sehr schweren oder trockenen Böden; intensive Durchwurzelung bis zu 120 cm Tiefe; gute Unkrautunterdrückung und Humusbildung; Einarbeitung im Frühjahr; winterhart.

Wilde Malve (Malva sylvestris), Malvengewächse (Malvaceae): Aussaat März - August auf lehmigen Böden; Pfahlwurzel bis zu 200 cm tief; entfernt Bodenverdichtungen und verträgt Trockenheit; holzige Stängel zerkleinern und separat kompostieren; Blüten können für Tee getrocknet werden; winterhart.

Gemeiner Lein (Linum usitatissimum), Leingewächse (Linaceae): Aussaat April - Juli; tiefreichende Wurzeln, daher gute Bodenlockerung; beugt Verschlämmung vor; schöne Blütenpracht; nicht winterhart.

Bienenfreund (Phacelia tanacetifolia), Raublattgewächse (Boraginaceae): Aussaat April - September; verträgt keine Staunässe, ansonsten keine besonderen Bodenansprüche; wächst auch im Schatten; feine Wurzeln bis 70 cm Tiefe; gute Unkrautunterdrückung und Humusbildung; Bienenweide; wirkt ausgleichend auf den Stickstoffhaushalt im Boden; nicht winterhart.

Mischungen verschiedener Gründüngungspflanzen vereinen die Eigenschaften der unterschiedlichen Pflanzenarten und können so mehrere Wirkungen gleichzeitig entfalten. Wer seine Beete allerdings intensiv nutzt und nur wenig Raum für die Rotation der Pflanzenfamilien hat, sollte hier eher zu reinen Arten greifen - damit lässt sich leichter planen. Achte bei eigenen Mischungen darauf, dass die Blühzeitpunkte der Pflanzen einheitlich sind. Üblicherweise werden Mischungen aus einem Süßgras und einer Leguminose verwendet, z.B. Wick-Roggen oder Klee-Gras. Da Süßgräser nicht so stark im Gemüsegarten vertreten sind, stellen sie kein Problem für die Fruchtfolge dar.

Phacelia ist eine üppige Trachtpflanze für Bienen und andere Insekten. Foto von Didgeman auf pixabay

Gründüngung aussäen

Je nach Pflanzenart sät man eine Gründüngung von März bis Oktober aus. Für ein gleichmäßiges Auflaufen der Samen solltest du den Boden für die Aussaat vorbereiten. Entferne das gröbste Beikraut mit einer Hacke und lockere die Oberfläche leicht auf. Glätte anschließend die Bodenoberfläche mit einem Rechen, sodass sie schön gleichmäßig und fein krümelig ist. Die Aussaat der Gründüngung erfolgt entweder breitwürfig von Hand oder mit einem Streuwagen. Damit die Samen einen guten Bodenanschluss haben, solltest du die Saat anschließend mit einem breiten Rechen flach in den Boden einarbeiten. Je nach Jahreszeit und Trockenheit muss die Aussaat bewässert werden, damit die Samen zuverlässig keimen und gleichzeitig auflaufen. Verwende hierfür einen Brauseaufsatz für die Gießkanne oder bewässere mit einem Regner. Bei der Aussaat von Leguminosen lohnt es sich, zusätzlich etwas Algenkalk oder Steinmehl flach in den Boden einzuarbeiten. So verbesserst du das Milieu für die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien, die mit den Pflanzen in Symbiose stehen.

Gründüngung schneiden und einarbeiten

Die Gründüngung wird vor der Samenreife gemäht und als Mulch liegen gelassen. Je nach Pflanzenart erfolgt der Schnitt nach einer Vegetationszeit von fünf bis acht Wochen. Nur überwinternde Arten können länger stehen bleiben, da sie sich langsamer entwickeln und dadurch erst später Samen bilden. Hier ist ein wenig Geschick gefragt, denn schneidest du die Gründüngung zu früh, wird der optimale Effekt nicht erreicht. Behalte die Pflanzen also gut im Auge und schneide sie spätestens, wenn die Blüten in die Fruchtphase übergehen. Das Pflanzenmaterial bedeckt anschließend als Mulch den Boden und verrottet dann mit der Zeit. Falls die Reste in den Boden eingearbeitet werden, sollten sie vorher gut auf der Bodenoberfläche antrocknen. Besonders bei Arten mit großen Blattmassen kann es sonst zu Fäulnis kommen. Hochwachsende Pflanzen mit verholzten Stängeln (z.B. Sonnenblumen, Malven) sollten nicht in den Boden eingearbeitet, sondern seperat kompostiert werden. Kresse oder Feldsalat können hingegen noch vor der Beetnutzung eingesät werden, sie wachsen und verrotten sehr schnell. Schneide die Pflanzen bei einer Höhe von 5 cm und lasse sie erstmal als Mulch liegen. Falls keine Zeit mehr für die Kompostierung auf der Fläche bleibt, kannst du die Pflanzenreste in den Boden einarbeiten.

Nicht winterharte Arten müssen bei späten Aussaaten nicht gemäht werden. Lasse sie einfach über den Winter auf den Beeten stehen, sie frieren bei niedrigen Temperaturen von alleine ab. Erst im Frühjahr können die Reste nach Bedarf geschnitten und in den Boden eingearbeitet werden. Danach sollte das Beet etwa 3 - 4 Wochen ruhen, bevor es an die neue Aussaat oder Pflanzung geht. Winterharte Gründüngungspflanzen wie Winterroggen oder Winterraps bleiben i.d.R. bis zum Frühjahr stehen. Falls du das Beet bereits früh im Jahr nutzen willst, solltest du sie im Spätwinter schneiden und nach Bedarf einarbeiten. Mit einer Sense, einem Freischneider oder Rasenmäher lassen sich hohe Pflanzen am besten schneiden. Ein Rasenmäher zerkleinert die Pflanzenreste am besten und sorgt so für eine schnellere Verrottung.

Feldsalat ist eine unkomplizierte Gründüngung, die sogar im Frühjahr eingesetzt werden kann. Bild von David_Will auf Pixabay.

Gründüngung als Mischkultur

Eine Gründüngung muss nicht getrennt von deinen Gemüsepflanzen wachsen. Manche Pflanzen lassen sich sehr sinnvoll in eine Mischkultur integrieren und unterstützen dabei das Wachstum ihrer Nachbarpflanzen. Starkzehrende Pflanzen wie Kohl oder Kürbis profitieren beispielsweise von einer Mischkultur mit Leguminosen, da diese stickstoffanreichernd wirken. Wer viele Obststäucher und -bäume im Garten hat, kann zu üppig blühenden Arten greifen, die Bestäuber anlocken. So kannst du durch eine Untersaat mit Phacelia, Tagetes oder Buchweizen kinderleicht die Insektenvielfalt in deinem Garten erhöhen. Wer Probleme mit Bodenmüdigkeit durch Nematoden hat, kann Tagetes und Ringelblumen als Antagonisten säen. Besonders als Nachbarn von anfälligen Pflanzen wie Rosen, Kartoffeln und Tomaten können die zwei Korbblütler sehr hilfreich sein.

Gründüngung im Herbst

Sobald die letzten Gemüsepflanzen im Spätsommer abgeerntet sind, kannst du eine Gründüngung als Nachkultur aussäen. Sie bedeckt über den Winter den Boden und schützt ihn vor Erosion und Beikrautbewuchs. Für die Aussaat im Spätsommer bzw. Herbst eignen sich verschiedene winterharte und nicht winterharte Pflanzen (siehe oben). Buchweizen kann beispielsweise bis zum Spätsommer ausgesät werden und dient im Winter als Bodendecker. Er ist nicht winterhart, das Pflanzenmaterial bietet jedoch auch nach dem Abfrieren Schutz für den Boden. Als Vertreter der Knöterichgewächse ist Buchweizen nur mit Rhababer verwandt und daher relativ fruchtfolgeneutral. Er keimt und wächst sehr schnell und kann den ungeschützten Boden daher schnell bedecken. Wer allerdings die volle Kraft seiner Gründüngung nutzen möchte, sollte seine Gemüsebeete alle vier Jahre mit einer Gründüngung einsäen. In den folgenden drei Jahren werden hintereinander Stark-, Mittel- und Schwachzehrer angebaut. Dieses Prinzip wird auch als Vierfelderwirtschaft oder vierjähriger Fruchtwechsel bezeichnet. Weitere Infos dazu findest du im separaten Artikel.

Buchweizen ist ein guter Bodendecker und lockt Insekten an. Bild von GoranH auf Pixabay

Wir hoffen, dass wir dir einen guten Überblick über die Vorteile der Gründünung und ihrer Vertreter geben konnten. Bei Fragen und Anmerkungen schreibe uns gerne unter magazin@fryd.app. Um keinen Artikel mehr zu verpassen folge uns auf Instagram oder Facebook. Außerdem kannst du dich direkt zu unserem Newsletter anmelden.

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Titelbild von Couleur auf pixabay

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Annabell Annabell studiert Agrarbiologie an der Uni Hohenheim. Auch privat gärtnert sie gerne, verbringt viel Zeit in der Natur und liebt es kreativ zu sein.
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