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Bienenfreundliche Pflanzen: Blumen, Bäume & Co.

19.06.2023  /  Lesezeit: 15 Minuten

In diesem Artikel bekommst du eine Übersicht zu bienenfreundlichen Pflanzen für deinen Garten. Wir erklären dir, welche Blumen, Kräuter, Gehölze und Wildpflanzen einen Wert für Bienen haben und ihnen Nahrung und Lebensraum liefern.

In diesem Artikel findest du:

  1. Bestäubung & Befruchtung durch Insekten
  2. Bienen sind wichtige Helfer im Garten
  3. Was essen Bienen?
  4. Bienenfreundliche Pflanzen: Liste zur Übersicht
  5. Kräuter & Blumen für Bienen
  6. Tabelle: Bienenfreundliche Blumen, Kräuter und Wildpflanzen
  7. Gemüsepflanzen für Insekten & Bienen
  8. Bienenfreundliche Gehölze für den Garten: Bäume & Sträucher
  9. Tabelle: Bienenfreundliche Gehölze für den Garten
  10. Häufig gestellte Fragen zu Bienenfreundlichen Pflanzen

Auf einen Blick

Bienenfreundliche Pflanzen: eine Übersicht mit Beispielen

  • Blumen für Bienen: Bartblume, Borretsch, Dahlie, Klatschmohn, Kornblume, Margerite, Ringelblume, Sonnenblume, Studentenblume,...
  • Kräuter für Bienen: Basilikum, Bohnenkraut, Fenchel, Koriander, Lavendel, Oregano, Rosmarin, Salbei, Ysop,...
  • Gemüsepflanzen für Bestäuber: Besonders einjährige Kulturen wie Auberginen, Bohnen, Gurken, Kürbisse, Melonen, Paprika, Tomaten, Zucchini,...
  • Bienenfreundliche Bäume: Apfel, Bergahorn, Birne, Eberesche, Felsenbirne, Linde, Pflaume, Weide,...
  • Sträucher für Bienen: Brombeere, Haselnuss, Himbeere, Johannisbeere, Schlehe, Schneeball, Weißdorn,...

Auf diese Pflanzen solltest du verzichten:

  • Verzichte auf Sorten von Blumen mit gefüllten Blüten wie z.B. bestimmte Sorten der Pfingstrosen, Dahlien, Chrysanthemen, Hortensien und Kamelien
  • Forsythie
  • Ginkgo
  • Kirschlorbeer
  • Magnolien
  • Bestimmte Rhododendron-Arten
  • Thujas
  • Zypressen

Bestäubung & Befruchtung durch Insekten

Unter Bestäubung versteht man die Übertragung von Pollen zur Narbe, also vom männlichen zum weiblichen Fortpflanzungsorgan einer Blüte. Durch die Bestäubung kommt es zur Befruchtung und die Samen oder Früchte können wachsen. Bei der Bestäubung von Pflanzen spielen Insekten wie Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Käfer und verschiedene Fliegen eine sehr große Rolle. In Deutschland zählen aber besonders die Bienen zu den wichtigsten Bestäubern. Neben der Bestäubung durch Insekten gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten für Pflanzen, ihre Samen zu befruchten. Einige Pflanzen setzen auf den Wind oder Wasser und es gibt auch Pflanzen, die sich selbst bestäuben können und gar keine externe Hilfe benötigen (Selbstbestäuber).

Bienen sind wichtige Helfer im Garten

Bienen haben eine wichtige Rolle im Garten, denn sie sind sehr leistungsstarke Bestäuber, von denen viele Pflanzen abhängig sind. Sie sind so effizient in ihrer Arbeit, dass sie nicht durch andere bestäubende Insekten wie Wespen oder Schmetterlinge ersetzt werden können. Bestäubende Insekten tragen zur Befruchtung von Pflanzen und damit zu deren Vermehrung bei - ohne Bienen wäre also der Fortbestand vieler Pflanzenarten gefährdet. Ohne Bestäubung entstehen bei den meisten Pflanzen keine Früchte und die Bemühungen im Garten sind vergebens ohne die kleinen Helfer. Daher hängt nicht nur die Erhaltung der Biodiversität, sondern auch unsere Ernährungssicherung von bestäubenden Insekten ab.

Bienen an der Acker-Witwenblume
Bienen sind sehr leistungsstarke Bestäuber von Gemüsepflanzen und Obstbäumen, profitieren aber auch von Wildblumen wie die Ackerwitwenblume. Bild von Ted Erski auf Pixabay.

Wildbienen sind stark gefährdet

Jedoch ist die Lage der Bienen wie für viele andere Insekten nicht besonder rosig und es fehlt an Nahrung und Lebensraum. Besonders Wildbienen sind dabei zum größten Teil auf der Roten Liste zu finden. Sie stehen nicht im Schutz der Imker:innen und sind auf sich alleine gestellt, was bei fehlendem Nahrungsangebot und Nistmöglichkeiten in der Nähe oft ihr Todesurteil bedeutet. Um genau das Bienen zu liefern, kannst du deinen Garten bienenfreundlich gestalten und passende Blumen, Kräuter und Gemüsepflanzen setzen. Zudem ist es hilfreich zu wissen, wie Wildbienen nisten, um ihnen Nistmöglichkeiten bereit zu stellen. Wie jedes Lebewesen freuen sich Insekten auch über ein Wasserangebot, besonders in trockenen und heißen Sommern. Wenn du bereits eine Vogeltränke hast, kannst du diese mit Steinen auslegen, die aus dem Wasser rausschauen. Hierrauf können die Insekten dann landen und trinken.

Was essen Bienen?

Auf dem Speiseplan von Bienen stehen hauptsächlich Nektar und Pollen, die sie von Blüten sammeln. Dabei liefert Nektar viel Zucker und damit Energie, während Pollen sehr proteinreich ist und vorallem an die Larven verfüttert wird. Ist das Blühangebot recht spärlich und die Bienen können nicht genug Nahrung sammeln, stellen Imker:innen ihnen oft Zuckerwasser hin.

Die verschiedenen Bienenarten in Deutschland unterscheiden sich dabei zum Teil in ihren Ernährungsgewohnheiten: Einige Arten, wie die Honigbienen und viele Wildbienenarten sind sogenannte Generalisten. Das bedeutet, dass sie nicht auf bestimmte Pflanzenarten spezialisert sind und an vielen verschiedenen Pflanzen Nahrung finden. Andere Arten sind Spezialisten und fliegen nur an bestimmte Pflanzenarten und sind damit besonders effektiv in der Bestäubung dieser Arten. Zudem gibt es auch noch Bienenarten wie die Kuckucksbienen oder -hummeln, die ihre Eier in die Nester anderer Artgenossen legen, damit sie von deren Nahrung zehren können.

Bienenfreundliche Pflanzen: Liste zur Übersicht

Bienen werden durch die bunten Farben der Blüten angelockt, daher ist es wichtig, eine große Vielfalt an Blühpflanzen in deinem Garten zu haben. Doch Blüte ist nicht gleich Blüte und nicht jede Pflanze hat einen ökologischen Wert für deinen Garten. Besonders einige neue Züchtungen liefern oft weniger oder gar keine Nahrung für Bestäuber. Daher solltest du dich im Vorfeld informieren, welche Pflanzen geeignet sind. Am besten du wählst überwiegend heimische Pflanzen und setzt auf Artenreichtum an Früh- und Spätblühern in deinem Garten, damit das ganze Jahr über was in deinem Garten blüht. Dabei ist es wichtig nicht nur Blumen, Kräuter und Gemüse zu pflanzen, sondern auch Sträucher und Bäume. Zudem ist es hilfreich Wildblumen und -kräuter stehen zu lassen. Wildblumen liefern nämlich auch Nahrung und z.T. auch Nistplätze für Wildbienen, die in hohlen Stängeln nisten! Eine Liste für Beispiele bienenfreundlicher Pflanzen findest du im Folgenden.

Biene an einem Weidenkätzchen
Neben Blumen und Kräutern sind auch Gehölze wichtig für Bienen wie z.B. das Weidenkätzchen. Bild von Frauke Riether auf Pixabay.

Kräuter & Blumen für Bienen

Wie bereits erwähnt, solltest du für ein breites Angebot an Blühpflanzen sorgen. Dabei gibt es zahlreiche Blumen wie Klatschmohn, Sonnenblumen oder Ringelblumen, die wertvoll für Bienen sind. Neben heimischen Blumen und Kräutern kannst du aber auch mediterrane Kräuter wie Basilikum, Lavendel oder Salbei pflanzen, die auch jedes Jahr erneut blühen. Wichtig bei der Wahl nicht heimischer Pflanzen ist, dass sie nicht invasiv sind und andere, heimische Pflanzen verdrängen. Neben Kulturpflanzen haben aber auch Wildblumen und -kräuter einen großen Wert für Insekten in deinem Garten, da sie zusätzliche Nahrung und Lebensraum bereitstellen, ohne dass du als Gärtner:in viel dafür tun musst.

Tabelle: Bienenfreundliche Blumen, Kräuter und Wildpflanzen

Im Folgenden geben wir dir ein paar Beispiele für Pflanzen mit ihren Blühzeiten, die du in einen bienenfreundlichen Garten setzen kannst. Diese Liste ist natürlich nicht vollständig, soll dir aber Ideen und Inspirationen liefern.

Blumen Blütezeit Kräuter Blütezeit Wildblumen & -kräuter Blütezeit
Bartblume August bis September Fenchel Juli bis August Acker-Witwenblume Mai bis August
Borretsch Mai bis September Kapuzinerkresse Juli bis Oktober Akelei Mai bis September
Dahlie (Sterndahlie) Juli bis Oktober Katzenminze Mai bis August Aster August bis November
Eisenkraut Juli bis Oktober Koriander Juni bis August Beinwell Mai bis August
Ringelblume Juni bis September Lavendel Juli bis September Ehrenpreis April bis September
Klatschmohn Mai bis Juli Minze Juli bis September Gänseblümchen März bis Oktober
Kornblume Juni bis Juli Oregano Juli bis September Glockenblume Juni bis August
Margerite Juni bis August Rosmarin Mai bis Juni Hornklee Mai bis September
Schmuckkörbchen Juli bis September Salbei Juni bis Juli Johanniskraut Juni bis September
Sonnenblume Juli bis September Thymian Mai bis Oktober Kriechender Günsel Mai bis Juni
Stockrose Juli bis September Ysop Juli bis August Lilie Juni bis September
Stundentenblume Juni bis August Zitronenmelisse Juni bis August Mannstreu Juli bis August

Verzichte auf Blumen mit gefüllten Blüten

Blumen mit gefüllten Blüten sind züchterisch veränderte Pflanzen, die aus ästhetischen Gründen nur noch Blütenblätter haben. Meist fehlen die pollenproduzierenden Staubblätter gänzlich oder sind schwer zu erreichen für die Insekten, weswegen bei diesen Blüten auch keine Nahrung zu finden ist. Jedoch locken ihre bunten Farben trotzdem hungrige Bestäuber an und führen sie damit auf eine falsche Fährte.

Viele moderne Rosenzüchtungen, Pfingstrosen, Dahlien, Chrysanthemen, Hortensien oder Kamelien haben gefüllte Blüten. Dabei gibt es aber auch immer Außnahmen wie z.B. die alten Wildsorten, die wiederum ,normale' Blüten haben und interessanter für Insekten sind. Hibiskus ist ebenfalls eine Blume, die für viele Bienenarten keinen Wert haben, da die Blüten oft nicht mit ihrer Anatomie zusammenpassen. Sie erreichen schlichtweg den Nektar nicht.

Du musst nicht komplett auf diese Pflanzen verzichten, solltest dir aber bewusst sein, wie ihr ökologischer Wert ist. Dennoch locken sie Insekten an und du kannst sie mit anderen Pflanzen kombinieren, die Nektar liefern. Wie immer gilt, eine möglichst große Vielfalt ist der Schlüssel, um Insekten in deinem Garten zu unterstützen.

Blaue Hortensie im Garten
Hortensien sehen zwar schön aus und ziehen auch Insekten an, liefern den Bestäubern aber keine Nahrung. Bild von Pexels aus Pixabay.

Gemüsepflanzen für Insekten & Bienen

Nicht nur Blumen und Kräuter sind Blühpflanzen, denn auch Gemüsepflanzen blühen. Dabei kommt es darauf an, ob die Pflanze ein- oder mehrjährig ist. Einjährige Gemüsepflanzen blühen direkt im gleichen Jahr und bilden dann ihre Früchte aus. Hierzu zählen beispielsweise Zucchini, Melonen, Kürbisse, Gurken, Auberginen, Tomaten, Paprika und Bohnen. Diese Kulturen bilden direkt im ersten Jahr wunderschöne bunte Blüten aus. Zudem sind einige dieser Kulturen auch auf eine Bestäubung durch Insekten angewiesen, denn ohne sie würden Fremdbestäuber wie Bohnen und Gurken erst gar keine Früchte zum Ernten ausbilden. Baust du also eigenes Gemüse an, profitieren nicht nur die Bienen von einer bienenfreundlichen Bepflanzung, sondern du als Gärtner:in auch mit einer reicheren Ernte. Andere Pflanzen, wie z.B. Wurzelgemüse oder Mangold sind zweijährig und blühen erst im zweiten Jahr. Du kannst einige der zweijährigen Kulturpflanzen in deinen Beeten blühen lassen und anschließend eigenes Saatgut gewinnen. Besonders Möhren bzw. Doldenblütler im allgemeinen sind für einige spezialisierte Bienenarten sehr attraktiv.

Bienenfreundliche Gehölze für den Garten: Bäume & Sträucher

Auch Sträucher und Bäume spielen eine wichtige Rolle für Insekten und andere Kleintiere im Garten. Denn ihr Dickicht liefert Schutz und Lebensraum für Vögel, Schnecken, Käfer und andere Insekten. Besonders für Bienen sind Baumhöhlen oder Totholz ein guter Ort zum Nisten. Da Wildbienen auch darauf angewiesen sind, eine Nistmöglichkeit in der Nähe vom Futterangebot zu haben, sind Bäume in deinem Garten besonders wichtig! Wildbienen fliegen nämlich nicht so weit weg von ihrem Nest, ganz im Gegenteil zur Honigbiene, die bis zu 6 km weit weg von ihrem Stock fliegen kann. Zudem blühen Gehölze jedes Jahr, was sie zu attraktiven Pflanzen für Bienen und andere Bestäuber macht.

Tabelle: Bienenfreundliche Gehölze für den Garten

Bäume Blütezeit Sträucher Blütezeit
Apfelbaum April bis Mai Brombeere Juni bis August
Bergahorn April bis Mai Haselnuss Januar bis April
Birnenbaum April bis Mai Himbeere Mai bis August, je nach Sorte
Eberesche Mai bis Juni Johannisbeere April bis Mai
Esskastanie Juni bis Juli Feuerdorn Mai bis Juni
Felsenbirne April bis Mai Schlehe April
Kornelkirsche März bis April Schneeball Mai bis Juni
Linde Juli Stachelbeere Aril bis Mai
Pflaume April bis Mai Weißdorn Mai bis Juni
Rosskastanie Mai Wilder Wein Juli bis September
Weide März bis Mai Winterheide März bis April

Auf diese Gehölze solltest du verzichten:

Dagegen gibt es leider auch Gehölze, die in vielen Gärten als Hecken oder Bäume gepflanzt werden, ohne großen Wert für die heimische Fauna. Zum Teil sind diese Gehölze sogar giftig oder invasiv und richten mehr Schaden an. Welche Sträucher das beispielsweise sind, zähle ich dir im Folgenden auf. Natürlich ist diese Liste nicht vollständig, regt aber dazu an, die Sträucher zu recherchieren, die du gerne pflanzen würdest. Neben den unten genannten Pflanzen sind auch Zypressen, Thujas, Ginkgo und Magnolien eher kritisch zu betrachten im Hinblick auf ihre Bienenfreundlichkeit.

Biene am Obstbaum
Verzichte auf Exoten wie Magnolien, Gingko und Kirschlorbeer und pflanze stattdessen heimische Obstbäume. Bild von HeungSoon auf Pixabay.

Rhododendron

Es gibt eine große Vielzahl an Rhododendron-Arten, da sie weltweit vorkommen. Daher haben auch einige Arten keinen ökologischen Wert in unseren Breiten. Heimische Wildarten eignen sich aber für einen Naturgarten, da diese auch für Bienen und andere Insekten wertvoll sein können. Rhododendren blühen nämlich schon recht früh im Jahr und locken durch ihre Blütenpracht viele Insekten an. Zu den heimischen Arten von Deutschland zählen beispielsweise Rhododendron ferrugineum, Rhododendron hirsitum und Rhododendron tomentosum.

Die meisten Rhododendrenarten gelten allerdings als giftig für Mensch und Tier, daher solltest du auch stets Handschuhe tragen, wenn du den Strauch schneidest oder pflanzt. Für Bestäuber gilt das jedoch nicht, es kann aber sein, dass in dem Honig so Giftstoffe landen. Diesen Honig nennt man pontischen Honig, der Vergiftungserscheinungen beim Menschen hervorrufen kann.

Forsythie

Forsythien sind meist die ersten Zeiger, dass die Natur im Frühling erwacht. Sie locken mit ihren leuchtend gelben Blüten Insekten an, die dann aber enttäuschend feststellen müssen, dass nichts zu holen ist. Die meisten Forsythien liefern keinen Nektar oder Pollen und bilden nur sogenannte trockene Blüten aus. Nichtsdestotrotz schaden Forsythien den Insekten aber auch nicht, da sie nicht giftig sind. Es gibt jedoch eine bestimmte Forsythien-Sorte, die tatsächlich auch Pollen liefert und von Bienen erfolgreich beflogen werden können. Diese Sorte heißt ,Beatrix Farrand' und ist wohl recht pflegeleicht und anspruchslos. Möchtest du also Forsythien in deinem Garten, dann wählst du am besten diese Sorte!

Kirschlorbeer

Kirschlorbeer ist zwar sehr beliebt, sollte aber nicht unbedingt als Hecke gepflanzt werden, wenn dir was an den Insekten und der Natur liegt. Zum einen wird er oft alleinstehend als dichte, immergrüne Hecke gepflanzt. Hier fehlt jegliche Diversität. Zum anderen sondert diese Pflanzen ihren süßen Zuckersaft über die Blätter aus, der Insekten anlockt und den Schein erwecken könnte, insektenfreundlich zu sein. Das ist der Grund, dass Kirschlorbeer auch ohne Blüten Insekten anlockt, ihnen aber keine Nahrung bietet. Jedoch machen trotzdem viele einheimische Tiere einen Bogen um diese Pflanze, da sie als Neophyt eben nicht von hier kommt. Zudem ist Kirschlorbeer giftig und besonders Vögel, die gerne in Hecken Unterschlupf suchen, halten daher Abstand. Tipps zur Gestaltung eines vogelfreundlichen Gartens findest du hier im Artikel. Ein großes ökologisches Problem ist auch, wenn der Blattschnitt im Wald ,entsorgt' wird, da sich die invasive Pflanze so weiter ausbreitet und heimische Arten verdrängen kann. Solltest du also unbedingt den giftigen Kirschlorbeer pflanzen wollen, verzichte bitte drauf, die Schnittreste in der Natur zu entsorgen!


Du siehst, dass es nicht ganz so schwarz und weiß ist, wie es dir bei der ersten Recherche im Internet vorkommen mag. Am wichtigsten ist einfach, auf eine möglichst große Pflanzenvielfalt zu achten, denn dann haben die Insekten Auswahl und können sich entscheiden, welche Pflanze sie befliegen möchten. Trotzdem ist es am besten auf diese umstrittenen Pflanzen zu verzichten und stattdessen Weißdorn und Co. zu pflanzen. Denn von diesen Hecken haben nicht nur die Insekten und Vögel einen Vorteil, sondern sind zum Teil auch für uns Menschen genießbar!


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Titelbild von Anja auf Pixabay.

Quelle: BMEL (2022) ,Bienenfreundliche Pflanzen' unter https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/BienenfreundlichePflanzen.pdf?__blob=publicationFile&v=27

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Autor:in

Marie

Marie ist studierte Agrarwissenschaftlerin der Uni Hohenheim. Ihre Schwerpunkte liegen besonders auf ökologischer Landwirtschaft und Permakultur. Um den Menschen Wissen über ökologische Zusammenhänge und Alternativen zur bisherigen Landnutzung aufzuzeigen, schreibt sie Artikel für Fryd. Unsere momentanen Wirtschaftssysteme, besonders in der Landwirtschaft, haben zahlreiche negative Auswirkungen auf die Natur und destabilisiert unsere Ökosysteme. Wir brauchen wieder eine große Vielfalt in unseren Gärten und Beeten, um dem Artensterben entgegen zu wirken. Jede:r Gärtner:in kann dazu beitragen, Lebensräume und Nahrung für verschiedenste Lebewesen zu schaffen und erhalten. Mit ihren Artikeln möchte sie ihre Erfahrungswerte im Umgang mit natürlichen Systemen weitergeben und Menschen Möglichkeiten an die Hand geben, für ein stabiles Ökosystem und damit auch der Sicherung unserer Lebensgrundlage beizutragen.

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Häufige Fragen

Es gibt einige Blumen, die Bienen Nahrung liefern, wie beispielsweise Bartblumen, Borretsch, Sterndahlien, Eisenkraut, Kornblume, Ringelblumen, Sonnenblumen, Stockrosen oder Tagetes.

Heimische Gehölze haben einen besonders großen Wert für Bienen. Pflanze am besten Beeren, Haselnuss, Feuerdorn, Schneeball, Linden, Weiden oder Obstbäume wie Pflaume, Birne und Apfel.

Einige Pflanzen liefern keinen Pollen oder Nektar für Bienen. Hierzu zählen beispielsweise Blumen mit gefüllten Blüten wie Pfingstrosen, Dahlien oder Chrysanthemen. Außerdem solltest du auf Kirschlorbeer, Gingko, Magnolien, Forsythien und Zypressen verzichten.

Bienen ernähren sich von Nektar und Pollen, den sie von Blüten sammeln. Nektar ist sehr zuckerreich, während Pollen Proteine liefert.

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