So gut wie jeder kennt Kefir aus Milch. Doch wusstest du, dass du auch Wasserkefir ganz einfach selbst ansetzen kannst? Wasserkefir ist ein erfrischendes Getränk mit Kohlensäure - fast wie eine Limonade, aber voll an gesunden Inhaltsstoffen und gut für die Darmgesundheit. In diesem Artikel lernst du, was Wasserkefir ist, wie du ihn selbst ansetzen kannst und was es dabei zu beachten gibt.
Wasserkefir ist ähnlich wie Kombucha: ein kohlensäurehaltiges Getränk, das durch eine Gärung mit Hilfe von Hefen und Milchsäurebakterien entsteht. Diese Hefen und Bakterien (Milchsäure- und Essigsäurebakterien) sind wichtig, damit die Gärung reibungslos vonstatten gehen kann. Hierfür benötigen sie lediglich Zucker, Wasser und Trockenfrüchte.
Viele kennen vielleicht den SCOBY (= Symbiotic Culture Of Bacteria and Yeast), der beim Kombucha verwendet wird. Bei Wasserkefir sind zwar auch Hefen beteiligt, allerdings sehen diese wie kleine Kristalle aus - deswegen nennt man sie auch Wasserkefirkristalle. Vielleicht kennst du sie auch unter dem Namen Tibicoos oder Japankristalle, das sind alles geläufige Namen für diese Hefe- und Bakterienkulturen. Durch eine Gärung entsteht ein spritziges, leicht karbonisiertes Getränk mit süß-säuerlichem und fruchtigen Geschmack, das an eine Limonade erinnert. Wie du deinen eigenen Wasserkefir herstellen kannst, findest du im Folgenden heraus. Doch zuerst möchten wir dir genauer erklären, wie die kleinen Wasserkefirkristalle arbeiten und was bei der Gärung passiert.
Wasserkefir und Wasserkefir-Kristalle
Wasserkefir und Wasserkefir-Kristalle
Wasserkefir ist reich an Mikroorganismen darunter viele probiotische, darmaktive Bakterienstämme und organische Säuren, weshalb er sich positiv auf die Darmgesundheit auswirken kann. Außerdem bestätigen Laborstudien, dass Wasserkefir antimikrobiell wirkt - nicht zuletzt aufgrund seines sauren pH-Werts. Diese Eigenschaft kann im Darm gut gegen schädliche Keime sein. Die Darmgesundheit ist eng mit der Immunfunktion verknüpft. Ein gutes und aktives Darmmikrobiom ist daher eng mit einem funktionierenden Immunsystem verbunden.
So sehen aktivierte Wasserkefir-Kristalle aus.
So sehen aktivierte Wasserkefir-Kristalle aus.
Wasserkefir-Kristalle sehen wie kleine weiß-gelbliche Kristalle aus. Wenn du bei der Zweitfermentation mit Saft arbeitest, färben sie sich je nachdem, welchen Saft du verwendest. Keine Sorge, ich erkläre dir weiter unten, was es mit der Erst- und Zweitfermentation auf sich hat. Wenn die Kultur aktiv ist, dann haben sie eine weiche und fast glibberige Konsistenz. Gelagert werden die Kristalle allerdings getrocknet.
Doch unter dem Mikroskop kann man sehen, dass in Wasserkefir-Kristallen zahlreiche verschiedene Hefen und Bakterien angesiedelt sind, die in einer Symbiose leben. Das bedeutet, dass sie eine Lebensgemeinschaft bilden, bei der sie voneinander abhängig sind und jeder einen wichtigen Beitrag im Gesamtsystem leistet.
Es gibt zahlreiche Studien, die einige dieser Hefen und Bakterien identifiziert haben, jedoch gibt es hierbei eine breite Varianz. Zu den häufigsten Hefen gehören Kluyveromyces marxianus, Candida kefyr, Kluyveromyces lactis var. lactis, Debaryomyces hansenii und Saccharomyces. Milchsäurebakterien, die oft im Wasserkefir zu finden sind, sind v. a. Lactobacillus-Stämme (L. kefiri, L. kefiranofaciens, L. casei, L. paracasei oder L. parakefiri) und Essigsäurebakterien.
Jeder dieser Mikroorganismen hat dabei eine wichtige Funktion bei der Gärung, und sie sind aufeinander angewiesen. Die Gärung ist also ein fein abgestimmter Prozess dieser Hefen und Bakterien. Für diejenigen, die den Prozess verstehen wollen, möchte ich ihn im Folgenden kurz erläutern. Wer direkt ins Praktische springen möchte, findet unten ein Rezept zum Wasserkefir selbst herstellen.
Zuerst einmal wird der Zucker gespalten. Diesen Job übernehmen die Hefen. Sie spalten die Saccharose - ein langkettiger Zucker - mit Hilfe von Enzymen in kleinere Teile zu Glukose und Fructose. Als Nebenprodukt entsteht dabei noch Ethanol, Kohlendioxid, Glycerin und andere organische Säuren. Ohne diese Vorarbeit könnten die Bakterien den Haushaltszucker nicht nutzen. Im Anschluss nutzen die Milchsäurebakterien diese Einfachzucker zusammen mit den anderen Stoffwechselprodukten der Hefen, um mehr Milchsäure und organische Säuren zu produzieren. Das ist wichtig, um den pH-Wert zu senken und das Getränk vor unerwünschten Mikroorganismen zu schützen. Gleichzeitig schafft das saure Milieu optimale Bedingungen für die Wasserkefir-Kristalle. Die beteiligten Mikroorganismen sind genau an diese Umgebung angepasst und können hier besonders gut arbeiten. So entsteht ein stabiles Gleichgewicht, in dem sich die Hefen und Bakterien gegenseitig fördern, während schädliche Keime gehemmt werden. Toll, oder?
Im Grunde ist es ganz einfach, Wasserkefir selbst herzustellen. Jedoch solltest du im Vorfeld ein paar Dinge wissen, um den Prozess zu verstehen. Zunächst einmal bekommst du die Wasserkefir-Kristalle meist getrocknet geliefert. Dann ist es wichtig, dass du die Kristalle zuerst aktivierst, bevor du mit der Herstellung loslegen kannst. Wie das geht, erklären wir dir im nächsten Abschnitt. Sind die Wasserkefir-Kristalle weich, dann kannst du mit der Fermentation loslegen.
Die Kefirkristalle brauchen für ihre Arbeit etwa 18 - 26 °C, also Zimmertemperatur. Je wärmer es ist, desto schneller arbeiten sie. Nach etwa 1 bis 3 Tagen ist die erste Gärung abgeschlossen. Nach meinen Erfahrungen geht es im Hochsommer wegen der hohen Temperaturen super schnell und nach bereits einem Tag ist die Erstfermentation abgeschlossen. Wichtig ist hier zu beachten, dass es zwei Fermentationsschritte gibt: Erst- und Zweitfermentation. Bei der Erstfermentation arbeiten die Wasserkefir-Kristalle selbst, das sind die natürlichen Hefen und Milchsäurebakterien. Theoretisch kannst du den Wasserkefir bereits nach der ersten Fermentation trinken. Du kannst aber noch eine zweite Fermentation ohne die Wasserkefir-Kristalle anschließen, um dem Getränk mehr Aroma zu geben und mit Kohlensäure anzureichern.
Um die getrockneten Kristalle zu aktivieren, nimmst du etwa drei Esslöffel Zucker und löst diesen in etwa 1 L Wasser auf. Gib die Kefirkristalle hinzu. Das war schon alles, der Zucker weckt das gesamte System auf. Nach etwa zwei Tagen solltest du sehen, dass die Kristalle größer geworden sind und nicht mehr fest, sondern weich sind. Zudem solltest du kleine Blasen beobachten können, das ist das Kohlendioxid, das bei der Gärung entsteht. Dann sind die kleinen Helfer bereit zum Einsatz. Siebe die Kristalle ab und du bist bereits, loszulegen!
Übrigens solltest du hier zum Absieben unbedingt ein Kunststoffsieb nutzen. Verzichte bei der Arbeit mit Wasserkefir-Kristallen auf Metall, denn das kann die Kultur schädigen. Metall beeinflusst nämlich den pH-Wert.
Einfache Anleitung für Wasserkefir
Einfache Anleitung für Wasserkefir
- Chlorfreies Wasser (manchmal ist Leitungswasser mit Chlor versetzt zur Desinfektion, daher würde ich dir empfehlen, für Wasserkefir Wasser zu kaufen).
- Wasserkefir-Kristalle
- Holzlöffel
- Sieb aus Kunststoff
- Zucker
- Trockenfrüchte
- Zitronen oder Zitronensaft
- ein Weckglas (1 L oder bei Bedarf größer)
- optional für die Zweitfermentation: Saft oder frische Früchte
Wasserkefir in der Zweitfermentation
Wasserkefir in der Zweitfermentation
Wie bereits erwähnt, ist der Wasserkefir bereits nach der Erstfermentation genießbar. Allerdings kannst du mit einer zweiten Fermentation noch mehr Geschmack und Kohlensäure reinbringen. Dadurch wird das Getränk auch ein wenig länger haltbar. Nimm den abgefüllten Wasserkefir in Bügelflaschen aus dem ersten Schritt zur Hand. Und schon kann's losgehen!
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Marie ist Agrarwissenschaftlerin. Sie interessiert sich besonders für den nachhaltigen und ökologischen Anbau von Gemüse und anderen Pflanzen. Im eigenen Garten sammelte sie dabei Erfahrungen und probiert sich gerne aus, um von der Natur zu lernen. Dabei liegen ihr Werte und Prinzipien der Permakultur besonders am Herzen, um neben dem Wohl für die Natur, auch für das Wohlergehen der Menschen und zukünftiger Generationen beizutragen.
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Hallo liebe Gärtnerinnen, ich bin neu im Gartenbusiness, aber bin genetisch vorbelastet ;) mein Opa hatte einen riesigen Wintergarten, eine Streuobstwiese, Hühner, Laufenten, große Beete. So ganz losgeworden bin ich diese Gärtnerei nie und jetzt haben wir endlich einen Schrebergarten und können bald loslegen. Es muss natürlich noch viel gemacht werden, am liebsten hätte ich ja vor zwei Monaten schon angefangen, so dass zumindest die Beete etwas vorbereitet sind, aber na ja.. Die Vorschriften wollen natürlich, dass ich sehr überambitioniert an unser erstes Gartenjahr gehe, dh 1/3 der Gesamtfläche muss Nutzfläche sein. Glücklicherweise haben wir Wein, so dass wir nicht die vollen 100m² ausschöpfen müssen. Dennoch eine riesige Aufgabe und während ich mich versuche in Geduld zu üben, überkommt mich gleichzeitig die Angst, dass ich es einfach wegen falscher Beetnachbarn, schlecht geplanter Fruchtfolgen, etc völlig verkacke. Als wir gehört haben, dass wir den Garten kriegen, war mein Mantra noch: "nein, dieses Jahr nichts vorziehen, wir kaufen Jungpflanzen und gucken mal".. Ja, zwei Pflanzenlampen weiter stehe ich da und gestalte Gartentagebücher bei Canva, lese die drölftausend Bücher übers Gärtnern, die ich ausgeliehen habe, und bestücke meinen Samenkarton. War ja klar, dass das eskalieren muss. Und keine Sorge ich bin nur in Maßen perfektionistisch veranlagt, ich erwarte keine Ernt auf Selbstversorgerniveau, ich würde mich nur tierisch ärgern wenn ich wegen einer Kleinigkeit mehrere Pflanzen verliere oder Ernte einbüße. Hier kommt fryd zu Hilfe. Ich habe ein wenig mit der App gespielt, versucht Beete anzulegen und während mir klar ist, dass es das perfekte Beet nicht gibt, habe ich das Gefühl, dass ich super viele Empfehlungen bekomme, aber auch sowas wie, dass zuviele Nachtschattengewächse im Beet stehen, wenn ich zwie Sorten Tomaten dort anbauen will. Generell viele Empfehlungen zum Thema Zeitpunkt, die gegen den Angaben auf den Tütchen laufen. Ich weiß, dass die viel allgemeiner gehalten sind, aber vertraut ihr da mehr auf fryd oder auf die Tütchen? Vermutlich haben viele von euch genau Erfahrung und Gefühl für sowas ;) vermutlich würde es helfen, wenn ich meine Planung teile, aber da wir noch nicht im Garten sind, kann ich nichts genau vermessen und solange will ich niemanden mehr als nötig Gedanken daran verschwenden lassen. Ich fryd vor allem testen und gucken, ob mir die app helfen würde. Mich interessiert, glaube cih, erstmal, welche Infos ihr aus der App zieht und inwiefern sie euch hilft. Vllt muss ich meine Erwartungen anpassen
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Der Frühling beginnt und mit ihm meine reise ins erste Jahr mit einem garten
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Wenn man sich einen Kaffee holen will und sieht, wer sich vor der Küchentür eine Pause gönnt 😅.Und im Hintrergrund Herr und Frau Fasan 🙂
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Was ist Wasserkefir eigentlich?
Wasserkefir ist ein kohlensäurehaltiges Getränk, das durch die Fermentation von Zucker und Wasser mithilfe einer Symbiose aus Hefen und Bakterien entsteht.
Wie lange dauert die Erstfermentation?
Die Erstfermentation dauert bei Zimmertemperatur etwa ein bis drei Tage, abhängig von Temperatur und Aktivität der Kultur.
Kann ich den Wasserkefir schon nach der ersten Gärung trinken?
Ja, Wasserkefir ist nach der Erstfermentation bereits genießbar, schmeckt aber milder und weniger spritzig als nach der Zweitfermentation.
Wofür ist die Zweitfermentation gut?
Mit der Zweitfermentation kannst du dem Getränk mehr Geschmack und mehr Kohlensäure verleihen, indem du z. B. Saft oder Früchte hinzufügst.