Ein ständiges Thema beim Gärtnern ist die Bewässerung von Pflanzen. Eine ausreichende Wasser Versorgung ist daher sehr wichtig. Gerade in Zeiten des Klimawandels wird das effektive Bewässern und Wasser sparen immer relevanter. Eine einfache und natürliche Methode ist die Verwendung von Ollas. In diesem Artikel erfährst du, was Ollas sind, und wie du sie herstellst und verwendest.
1. Dichte das Loch im unteren Tontopf ab.
2. Stecke und klebe die Töpfe mit Tonkleber oder ähnlichem zusammen.
3. Lass den Kleber über Nacht trocknen.
4. Grab deine Olla in die Erde ein, sodass noch min. 3-5 cm rausschauen.
5. Fülle sie mit Wasser auf und decke das obere Loch mit einem Untersetzer ab.
Ollas stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Es sind Tontöpfe, die als Bewässerungssystem in der Erde eingesetzt werden. Durch die poröse Struktur des Tons wird kontinuierlich Wasser über die Erde an die Pflanzen abgegeben. Da die Tontöpfe eingegraben werden, wird die Verdunstung gering gehalten. Dafür werden die Ollas im Hochbeet vergraben, so dass nur der obere Rand aus dem Boden herausragt. Die Töpfe werden dann mit Wasser befüllt und abgedeckt.
Da Pflanzen in Hochbeeten durch höhere Temperaturen und Drainage exponierter sind und schneller austrocknen, als Pflanzen in der Erde, brauchen sie dort oft mehr Wasser als bei einer Bodenpflanzung. Ollas sind eine einfache und effektive Lösung, um weniger Wasser zu verbrauchen. Noch mehr Infos zu Wasser sparen, findest du in unserem Artikel zu Pflanzen richtig Gießen.
Auch in einem Gewächshaus können Ollas bei der Bewässerung deiner Pflanzen helfen. Durch das langsame Abgeben von Wasser wird eine konstante Feuchtigkeit aufrechterhalten, was für deine Pflanzen wichtig ist. So kannst du Trockenschäden durch zu wenig, aber auch Wurzelschäden durch zuviel Wasser, verhindern. Besonders bei Tomaten, Kürbissen, Zucchini, Gurken und Melonen beispielsweise spielt eine gute Bewässerung eine große Rolle, da diese Gemüse meist sehr viel Wasser benötigen.
Dafür vergräbst du je nach Fläche in deinem Gewächshaus einen oder mehrere Tontöpfe. Ungefähr eine Olla pro Quadratmeter Beetfläche solltest du einplanen. Die genaue Menge hängt allerdings von der Anzahl und den Bedürfnissen deiner Pflanzen ab. Kontrolliere regelmäßig ihren Wasserstand und fülle sie nach Bedarf mit Wasser auf.
Ollas kannst du gut zur Bewässerung auf dem Balkon einsetzen. Sie bieten eine natürliche Bewässerungslösung, die einfach zu handhaben ist. Du kannst sie in verschiedenen Größen und Formen herstellen, sodass sie an den verfügbaren Platz auf dem Balkon angepasst werden können.
Fährt man im Sommer in den Urlaub, ist es immer eine Herausforderung, seine Pflanzen ausreichend mit Wasser zu versorgen. Ollas können hier eine großartige Lösung sein, um deine Pflanzen während deiner Abwesenheit ausreichend zu bewässern. Das Wasser wird langsam aus dem Topf abgegeben und bewässert deine Pflanzen, während du weg bist. Dennoch muss ab und zu nachgefüllt werden. Ein bis zweimal pro Woche sollten deine Ollas von jemandem kontrolliert werden, damit gegebenenfalls etwas Wasser nachgefüllt werden kann. Wie schnell deine Ollas nachgefüllt werden müssen, hängt von Bedingungen wie Boden, Regen, Wind, Sonneneinstrahlung und dem Wasserbedarf deiner Pflanzen ab.
Wenn du deine eigenen Ollas herstellen möchtest, ist das nicht schwer. Im Folgenden findest du eine Anleitung, wie du diese Wasserspender selbst herstellen kannst.
Für eine Olla werden zwei Tontöpfe miteinander verklebt. Die Tontöpfe können gleich groß sein, oder du nimmst für den oberen einen etwas kleineren. Das ist das Zusammenkleben etwas einfacher. Dafür verwendest du am besten Tonkleber oder Tonpaste. Vorher solltest du jedoch das Loch in dem unteren der beiden Töpfe mit einem Korken, Stein oder etwas Mörtel oder Silikon abdichten. Auch eine Tonscherbe kannst du mit etwas Tonkleber auf die Öffnung geben und sie so verschließen. Gib dann eine großzügige Menge Kleber auf den Rand des Topfes. Der zweite Topf wird auf die Klebefläche gesetzt und fest angedrückt. Zwischen den zwei Töpfen sollte kein Wasser mehr austreten können. Stelle so viele Ollas her, wie du für deine Beetfläche benötigst. Ein bis zwei Olla pro Quadratmeter solltest du einkalkulieren. Ein Beet in der Sonne braucht etwas mehr Wasser als Beete im Schatten oder Halbschatten. Nachdem du die Töpfe verklebt hast, solltest du sie einen Tag trocknen lassen, bevor du sie in die Erde setzt.
Sobald deine Tontöpfe hergestellt sind, kannst du deine Ollas mit dem geschlossenen Ende nach unten in deine Beete oder Hochbeete einsetzen. Die Töpfe sollten dabei noch ein paar Zentimeter aus dem Boden schauen (ca. 3-5 cm). Ein Platz in der Mitte ist ideal bei kleineren Hochbeeten. Bei größeren Beeten setzt du die Ollas am besten in die Nähe von wasserbedürftigen Pflanzen. Eine kreisförmige Anordnung deiner Pflanzen um die Ollas herum ist ideal. Als Nächstes werden die Ollas mit Wasser befüllt und die obere Öffnung mit einer Abdeckung verschlossen. So verhinderst du, dass Wasser verdunstet oder kleine Tiere und Dreck in die Tontöpfe fallen. Das Wasser wird nun langsam aus dem Topf an deine Pflanzen abgegeben. Kontrolliere regelmäßig den Wasserstand in deinen Ollas und fülle gegebenenfalls Wasser nach.
Du kannst eine Olla aber auch einfach aus einem einzelnen Tontopf herstellen. Dafür verschließt du ebenfalls das Loch im Boden des Topfes, setzt ihn in die Erde ein, befüllst ihn und deckst ihn ab. Das Herstellen und Befüllen wird dir dadurch erleichtert, allerdings hat er auch ein geringeres Volumen.
Tipp für DIY-Begeisterte mit Möglichkeit zu töpfern: Ollas kann man sogar selber töpfern, wenn man Lust und Möglichkeit dazu hat. Dadurch ersparst du dir das Zusammenkleben.
Wenn du Ollas als Gießhilfe verwendest, gibt es ein paar Dinge zu beachten, um sicherzustellen, dass deine Pflanzen ausreichend bewässert werden:
Unser Tipp für zusätzliches Wasser sparen: Mulche deine Beete mit Rasenschnitt oder Hackschnitzel. Dadurch wird die Feuchtigkeit länger im Boden gehalten und du sparst noch mehr Wasser.
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| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Reduzierter Wasserverlust. Bis zu 70 % Wasser wird eingespart. | Müssen regelmäßig auf Löcher und Wasserniveau überprüft werden. |
| Reduzierter Arbeitsaufwand, da kein tägliches Gießen. | Große Flächen können eher nicht ausreichend bewässert werden. |
| Tiefere Wurzelbildung durch tiefe Bewässerung. | Zu dichte Pflanzung kann das Wurzelwachstum beeinträchtigen. |
| Gleichmäßige Bewässerung durch langsame Abgabe des Wassers. | Müssen im Winter ausgegraben werden, da sie sonst platzen können. |
| Weniger Jäten: Trockene Oberfläche hält Unkräuter vom Keimen ab. | Bei jungen Pflanzen oder Samen solltest du zusätzlich von oben Bewässern. |
| Weniger Pilzkrankheiten und Schädlinge durch trockene Oberfläche. | |
| Anpassungsfähigkeit durch Variabilität der Größe der Tontöpfe. | |
| Weniger Kosten: Preisgünstige Alternative zu einem Tropfschlauchsystem. |
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Titelbild von congerdesign auf Pixabay.
Marielena studiert Agrarwissenschaften. Sie gärtnert selbst zuhause im eigenen Garten und probiert gerne neue Dinge aus.
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...hatte noch ein paar blanchierte @winterbrokkolisprouting-26538 Blätter übrig, Diese habe ich grob gehackt, 2 Köfte "zerbröselt", 1 Block Tofu gewürfelt, Bärlauchstiele und Heckenzwiebelschlotten gehackt - alles in eine Schüssel gegeben, 1 Becher Sauerrahm dazu, 2 EL Vollkornmehl, 1 EL Oregano, 2 EL fermentierte Jalapeño gehackt, Salz ...alles gemischt, auf einen MHD kritischen😉 blindgebackenen Fertigteigboden (Pâte sablée) geklatscht, mit Ziegenkäse und Oliven "verziert", auf Pizzastufe 25 min im Ofen gebacken - Lecker 😋
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...heute mal ein bißchen Klugscheißerei zum Thema 2 Nutzen Salat/e... ...einigermaßen bekannt sein dürfte z.B. die @chinesischekeule-26493 , auch der @spargelsalat-26493 dürfte in einigen Gärten zu entdecken sein. Was aber eher seltener anzutreffen ist, ist das @KasselerStrünkchen, eine traditionelle Regionalsorte, vor ein paar Jahren von Slow Food in die Arche des guten Geschmacks aufgenommen... ...von den 2 Nutzen Salaten werden nicht nur die Blätter verwendet, sondern auch die aufgeschossenen Strünke! Geschält und in guter Butter oder Olivenöl kurz angebraten sind sie ein herrlich zartes Gemüse, ein toller Spargelersatz 😋...Nicht unbedingt auf der Liste steht übrigens die @hirschzunge-97658, von dieser lassen sich aber auch die butterzarten Schosse verwenden wie oben beschrieben... Foto 1 - 2 Kasseler Strünkchen, Alle anderen Hirschzunge...
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Ich habe mich etwas zu spontan entschieden, doch noch Lauch anzubauen und daher schon vorgezogenen Lauch gekauft. In den meisten der Erdballen ist mehr als ein Samen aufgegangen. Würdet Ihr die jetzt a) einzeln in neue Töpfe pikieren und dort noch etwas weiterwachsen lassen, b) pro Ballen nur einen weiterwachsen lassen ohne zu pikieren, oder c) jetzt schon einzeln ins Beet pflanzen? Bei Option c bekomme ich die wahrscheinlich nur schlecht auseinander, ohne dabei die Wurzeln zu beschädigen, ausserdem sind die noch etwas dünn.
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Die Größe einer Olla hängt von der Größe des Topfes und der Pflanze ab, die bewässert werden soll. In der Regel sollten die Tontöpfe einen Durchmesser von 10 bis 30 cm haben.
Welche Tontöpfe sollte man für Ollas benutzen?
Die besten Tontöpfe für Ollas sind unglasierte, poröse Töpfe, die Wasser langsam abgeben können. Es ist wichtig, dass die Töpfe aus einem geeigneten Tonmaterial bestehen, das Wasser gut durchlässt und sich gut verkleben lässt.
Ollas können mehrere Jahre halten, wenn sie gut gepflegt werden. Die Lebensdauer hängt von der Qualität des Tonmaterials ab und wie gut sie gepflegt werden.
Wie viele Ollas braucht man pro Quadratmeter?
Die Anzahl der benötigten Ollas hängt von der Größe der Pflanzen und der Größe des Beetes ab. Als grobe Richtlinie kann man etwa einen Olla pro Quadratmeter Beetfläche verwenden.
Für welche Pflanzen sind Ollas geeignet?
Ollas sind für die meisten Pflanzen geeignet, die in einem Garten oder auf einem Balkon angebaut werden können. Sie eignen sich besonders gut für Gemüsepflanzen, die regelmäßig bewässert werden müssen, aber auch für Blumen und Kräuter.