Ysope

Hyssopus
Lippenblütler (Lamiaceae)
Bienenkraut, Eisenkraut, Weinraute, Heiligenkraut, Isop, Hyssop
Voranzucht
Pflanzung
Ernte
Ernte
J
F
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A
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N
D
1. JAHR
FOLGEJAHRE
Lichtbedarf
Sonnig
Wasserbedarf
Trocken
Boden
Leicht (sandig)
Nährstoffbedarf
Niedrig
Lichtkeimer
Keimtemperatur
18 - 22 °C (Grad Celsius)
Pflanzabstand
30 cm
Reihenabstand
30 cm
Saattiefe
0.5 cm
Die Saison für diese Pflanze hat noch nicht begonnen. Die folgenden Anleitungen sind für die beginnende Saison.
Ende März
Propagating
Ende März
Thinning
alle 52 Wochen
Ende März
Cover
alle 52 Wochen
Ysop (Hyssopus) ist ein Halbstrauch innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er ist unter den Namen Duftisoppe, Bienenkraut, Eisenkraut, Echter Ysop, Josefskraut und zahlreichen weiteren Namen seit Urzeiten bekannt. Der Ysop steht seit dem 16. Jahrhundert als Gewürz- und Heilpflanze, vor allem in Südeuropa, in Kultur. Der kommerzielle Anbau der Ysop-Pflanzen findet heute in Frankreich, Ungarn und Holland statt. Ysop stammt aus dem Hebräischen und bedeutet "heiliges Kraut". Die aromareiche Pflanze ähnelt im Wuchsverhalten und in ihrer Anwendung dem Lavendel. Sie gehört zu den typischen Vertretern mediterraner Strauchgewächse. Die Gattung Ysop besteht aus fünf Unterarten, die in unterschiedlichen Regionen heimisch sind. Verbreitung Der Ysop ist eine Pflanze der mediterranen Klimaregion. Er kommt in vielen Gebieten in Südeuropa vor, in Westasien bis in den Iran sowie in Nordafrika. Als Neophyt gibt es außerdem Vorkommen von Ysop-Sträuchern am Genfer See, im Hegau sowie in südlichen tieferen Alpengebieten. Blatt Die fast nadelartigen Laubblätter des Ysop stehen gegenständig an Kurztrieben. Sie werden bis zu fünf Zentimeter lang und rund einen Zentimeter breit. Sie sind sitzend oder halbsitzend. Die Blattformen reichen von kurz zugespitzt bis zu stumpf, mit einem glatten Blattrand. Die Oberfläche ist kahl oder behaart. An beiden Blattseiten befinden sich Öldrüsen. Sie sondern einen stark duftenden, aromatischen Geruch ab. Blüte Ysop-Pflanzen blühen von Juli bis Oktober. Sie besitzen ährige Blütenstände mit fünfzähligen Blüten. Charakteristisch ist ihre leuchtend blaue oder violette Farbe. Es gibt in seltenen Fällen weiße oder rosa Blüten. Die Blüten stehen zu viert bis zu 16 Stück am Ende des Stängels zusammen. Die Blüten weisen linealische Vorblätter auf. Sie laufen vorn spitz zu und besitzen bei einigen Arten Grannen. Die Blütenkronen sind teilweise über einen Zentimeter lang, sie sind zweilippig und trichterförmig. Die Unterlippe steht ab, die Oberlippe ist aufrecht stehend. Das Blütenzentrum besteht aus vier Staubblättern, die aus der Blüte herausragen. Daneben gibt es weiße oder violette Staubfäden, einen oberständigen Fruchtknoten sowie Griffel. Frucht Die Ysop-Pflanzen bilden nach der Blüte vier dreikantige und eiförmige Teilfrüchte. Sie werden rund zwei Millimeter lang. Wuchs Der Ysop wird bis zu 70 Zentimeter hoch. Die Pflanzen wachsen als Stauden oder buschige Zwergsträucher. Sie besitzen aufrecht strebende, stark verzweigte Stängel mit abblätternder Rinde. Einige Arten verfügen über kriechende Zweige. Die Stängel sind dünn, vierkantig und leicht behaart. Typisch für den Ysop sind seine tiefgreifenden Wurzeln. Die Pflanze ist nicht verlässlich winterfest. Nutzung Der Ysop ist seit dem Mittelalter als Heil-, Gewürz- und Zierpflanze in Kultur. Wie beim Lavendel lassen sich die jungen Blätter feingehackt in Gemüse oder Salate geben. Sie gehören in der mediterranen Küche in Marinaden, Füllungen oder Fleisch- und Fischgerichte. In Frankreich sind die Blätter Bestandteil von Kräuterlikören. Die Blätter finden aufgrund ihres starken Duftes Verwendung in der Parfüm- oder Öl-Herstellung. Lange Zeit ist Ysop im getrockneten oder frischen Zustand wegen seiner entzündungshemmenden und krampflösenden Eigenschaften medizinisch von Nutzen gewesen.
Herkunft:
Mittelmeerraum, Südeuropa, Westasien, Nordafrika
🌿 Aussaat & Pflanzung Aussaat • Ab Mai direkt ins Freiland möglich. • Alternativ: Voranzucht ab März/April. Pflanzung • Abstand: ca. 25–30 cm (Halbstrauchform beachten). • Gut kombinierbar mit Rosen, mediterranen Kräutern, trockenheitsliebenden Stauden. 🌞 Standort & Boden Ysop liebt Sonne, Wärme und Trockenheit. • Vollsonnig, warm, windgeschützt • Durchlässiger, eher trockener Boden, keine Staunässe • Kalkhaltig / leicht alkalisch bevorzugt • Ideal für: Kräuterspirale (Mediterranzone), Steingarten, Trockenbeet. 💧 Pflege • Sehr pflegeleicht, braucht wenig Wasser. • Nur bei langer Trockenheit gießen. • Kein schwerer, nasser Boden → Wurzelfäule möglich. • Leichter Rückschnitt nach der Blüte hält die Pflanze kompakt. • Winterhart, aber im ersten Jahr leichter Schutz sinnvoll. 🦠 Krankheiten • Blütenwelke (Umweltbedingt) • Wurzelfäule (Staunässe) • Pilzkrankheiten (Blattflecken, Grauschimmel) 🐞 Schädlinge • Schnecken (selten) • Raupen, Blattkäfer (selten) • Blattläuse (gelegentlich) ✅ Gute Nachbarn Ysop liebt trocken, sonnig, kalkhaltig – also passen Pflanzen, die dieselben Bedingungen mögen und nicht stark wuchern. • Thymian, Rosmarin, Salbei, Lavendel, Oregano / Dost, Bohnenkraut, Majoran • Buschbohnen • Zwiebeln, Knoblauch, Schalotten • Pastinaken, Karotten • Rote Bete, Radieschen ⚠️ Schlechte Nachbarn • Minze (stark wuchernd, feuchtigkeitsliebend) • Melisse (breitet sich stark aus, andere Feuchteansprüche) • Basilikum (mag nährstoffreich & feucht → Gegenteil von Ysop) • Petersilie, Dill, Fenchel, Kerbel, Kümmel (Doldenblütler, empfindlich gegenüber aromatischen Kräutern) • Liebstöckel (starkwüchsig, beschattet Ysop) • Schnittlauch, Porree (feuchtigkeitsliebend, andere Bodenansprüche) • Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis, Sellerie, Kartoffeln (feuchtigkeitsliebend, Starkzehrer) • Salate, Mangold, Spinat (feuchtigkeitsliebend) 🐝 Nutzen & Besonderheiten • Stark aromatisch, würzig-bitter → sparsam verwenden. • Wirkt schneckenabweisend durch intensiven Duft. • Sehr bienenfreundlich (daher Name Bienenkraut). • Mehrjährig und langlebig. 🌼 Ernte • Blätter und Triebspitzen vor der Blüte am aromatischsten. • Blüten können ebenfalls genutzt werden (Dekor, Tee). • Rückschnitt fördert neuen Austrieb.
Aubergine
Bärlauch
Basilikum
Bibernellen
Dill
Fenchel
Gartenkürbis - Patisson / Ufo-Kürbis
Gartenkürbis - Zierkürbis
Gartenkürbis - Zucchini
Gemüsefenchel
Inkagurke (Hörnchenkürbis)
Kartoffel
Kerbel
Kümmel
Kürbis
Lauch
Liebstöckel
Mangold
Melisse
Minze
Petersilie
Salat (Asia-Salat)
Salat (Chicorée)
Salat (Endivien / Frisée)
Salat (Feldsalat)
Salat (Gartensalat)
Salat (Katalanischer Chicorée/Puntarelle/Spargelchicorée)
Salat (Radicchio)
Salat (Zuckerhut)
Schnittknoblauch
Schnittlauch
Sellerie (Knollensellerie)
Sellerie (Schnittsellerie)
Sellerie (Stangensellerie)
Spinat (Sommer)
Spinat (Winter)
Tomate (Fleischtomate / Großfruchtige)
Tomate (Kleinfruchtige)
Tomate (Salattomate / Normalfruchtige)
Tomate (Wildtomate)
Wurzelpetersilie
Zwiebel (Frühlingszwiebel)
Eckige Blattfleckenkrankheit
Septoria-Blattfleckenkrankheit
Grauschimmel
Wurzelfäule
Blattläuse
Schnecken
Raupen