Salpichroa

Salpichroa

Salpichroa

Pflanzenfamilie

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Auch bekannt als

Pampas Maiglöckchen, Hahnenei, Trompetenblume, Maiglöckchenranke

Anbaupause Fruchtwechsel

4 Jahre

Saisonübersicht

Voranzucht

Pflanzung

Ernte

Ernte

J

F

M

A

M

J

J

A

S

O

N

D

1. JAHR

FOLGEJAHRE

Details

Lichtbedarf

Sonnig

Wasserbedarf

Trocken

Boden

Leicht (sandig)

Nährstoffbedarf

Niedrig

Lichtkeimer

Keimtemperatur

18 - 22 °C (Grad Celsius)

Pflanzabstand

30 cm

Reihenabstand

40 cm

Saattiefe

0.2 cm

Anleitungen

Beschreibung

Salpichroa ist eine Gattung von Blütenpflanzen aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom westlichen und südlichen Südamerika bis nach Südbrasilien. In der Botanik stellt die Gattung Salpichroa eine relativ wenig erforschte, aber faszinierende Gruppe von Blütenpflanzen dar. Diese mehrjährigen Kräuter, die typischerweise in Südamerika vorkommen, gedeihen in verschiedenen Lebensräumen, darunter Berg- und subtropische Wälder. Die etwa 15 Arten der Gattung Salpichroa gedeihen vorwiegend in Gebirgs- und subtropischen Klimazonen. In Europa kommt eine Art verwildert vor. Sie bevorzugen gut durchlässige, humusreiche Böden, was ihre Anpassung an die vielfältigen Umweltbedingungen Südamerikas widerspiegelt. Diese Pflanzen wachsen in feuchten Gebieten, vertragen aber auch Trockenperioden und sind daher widerstandsfähig gegenüber Klimaveränderungen. Salpichroa -Arten sind typischerweise krautige, buschig wachsende Pflanzen und weisen eine Vielzahl von Wuchsformen auf. Sie erreichen typischerweise eine Höhe von 1 bis 2 Metern. Die meisten zeichnen sich durch ihre wechselständigen, gesägten Blätter aus, die eine beachtliche Länge erreichen können. Typischerweise sind sie elliptisch bis eiförmig, mit gesägten Rändern und glänzender Oberfläche. Die Blüten der Salpichroa bestechen durch ihr auffälliges Aussehen und leuchten oft in Violett-, Weiß- oder Gelbtönen – ein reizvoller Anblick vor dem satten Grün ihrer Blätter. Meist sind sie trompetenförmig, mit fünf Lappen und oft einer Kombination aus leuchtenden Farben. Als Mitglieder der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) weisen sie gemeinsame Merkmale auf, wie beispielsweise eine fünfzählige Blütenkrone und zahlreiche Staubblätter, die im Wind einen fast hypnotischen Effekt erzeugen. Der Fortpflanzungszyklus beginnt mit der Blüte, die je nach Standort meist in den warmen Jahreszeiten stattfindet. Einige Salpichroa -Arten blühen nachts. Ihre Blüten öffnen sich oft am Abend und locken nachtaktive Insekten an, was für ihren Fortpflanzungserfolg entscheidend ist. Darüber hinaus haben sich manche Arten so entwickelt, dass sie durch ihre leuchtenden Farben und ihren süßen Duft gezielt Kolibris anziehen. Nach erfolgreicher Bestäubung bildet die Pflanze kleine beerenartige Früchte, die Samen enthalten. Diese Samen sind für die Vermehrung der Art unerlässlich. Sie fallen zu Boden oder werden von Vögeln verbreitet. Pflanzen der Gattung Salpichroa spielen eine entscheidende Rolle in ihren Ökosystemen. Sie bieten zahlreichen Tierarten, insbesondere Insekten und Vögeln, Schutz und Nahrung. Die nektarreichen Blüten locken Bestäuber an, die für die Fortpflanzung vieler umliegender Pflanzen unerlässlich sind. Kurz gesagt, sind diese Pflanzen unverzichtbar für den Erhalt eines ausgewogenen Ökosystems und bieten einer Vielzahl von Lebensformen Lebensraum. Obwohl Salpichroa nicht weit verbreitet kommerziell angebaut wird, besitzt sie in bestimmten Kulturen eine bedeutende Heilwirkung. Einige Arten werden in der traditionellen Medizin aufgrund ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften oder als Bestandteil verschiedener Volksheilmittel verwendet. Darüber hinaus machen ihre auffälligen Blüten sie zu attraktiven Zierpflanzen – sie verdeutlichen die Schönheit der Biodiversität und zeigen, wie der Mensch diese Pflanzen sowohl kulturell als auch ästhetisch schätzen kann. Salpichroa -Arten sind derzeit durch Lebensraumverlust und Klimawandel in unterschiedlichem Maße bedroht. Entwaldung und die Ausbreitung von Städten verringern ihren natürlichen Lebensraum zunehmend, weshalb Schutzmaßnahmen unerlässlich sind. Der Erhalt von Lebensräumen kommt nicht nur den Salpichroa zugute , sondern fördert auch die allgemeine Biodiversität und die Gesundheit des Ökosystems.

Herkunft:

westliches und südliches Südamerika bis nach Südbrasilien

Anbautipps

🌱 Voranzucht (Indoor-Anzucht) • Februar bis April. • Keimtemperatur: 18–22 °C • Lichtkeimer: Samen nur leicht andrücken, nicht mit Erde bedecken. • Keimdauer: 10–25 Tage (manchmal etwas unregelmäßig). • Feine, lockere Anzuchterde. • Optional 20–30 % Sand oder Perlite für bessere Durchlüftung. • Erde gleichmäßig feucht, aber nie nass. • Mini-Gewächshaus oder Folienhaube hilft, täglich lüften. • Sobald Keimlinge 3–4 cm hoch sind: mehr Licht, ggf. Pflanzenlampe. • Wenn die Pflanzen 2–3 echte Blätter haben, in kleine Töpfe (8–10 cm) umsetzen. • Danach hell und etwas kühler (14–18 °C), damit sie kompakt wachsen. 🌼 Auspflanzen • Nach den Eisheiligen (Mitte Mai), sobald keine Frostgefahr mehr besteht. • Vollsonnig bis halbschattig, warm, windgeschützt. • Ideal für: ◦ Balkonkästen ◦ Ampeln ◦ Kübel ◦ Beete an warmen Hauswänden 🌱 Boden / Substrat • Locker, humos, durchlässig, gut drainiert. • Staunässe vermeiden – ggf. Sand oder feinen Kies untermischen. • pH-Wert: 6,0–7,0 (leicht sauer bis neutral). • Bei Topfkultur: hochwertige Kübelpflanzenerde + 20 % Sand/Perlite. 🪴 Pflanzabstand • Im Beet: 30–40 cm • Im Topf: 1 Pflanze pro 20–25 cm Topfdurchmesser. 💧 Gießen • Erste 2 Wochen gut feucht halten. • Danach: mäßig, aber regelmäßig gießen. • Staunässe unbedingt vermeiden. • Gießen, sobald die oberste Erdschicht trocken ist. 🌿 Düngung • 2 Wochen nach dem Auspflanzen starten. • Alle 2–3 Wochen Flüssigdünger oder Langzeitdünger. • Nicht überdüngen – Salpichroa wächst eher kompakt und braucht keine hohen Nährstoffmengen. 🌡️ Temperatur & Klima • Ursprünglich aus Südamerika, liebt milde bis warme Temperaturen. • In Mitteleuropa nicht vollständig winterhart. • Überwinterung: ◦ Hell und frostfrei (5–10 °C). ◦ Wenig gießen, nicht düngen. ◦ Alternativ als einjährige Pflanze kultivierbar. ✂️ Schnitt & Wuchs • Wuchsform: aufrecht, hängend oder kriechend, 100-200 cm hoch. • Regelmäßiger Rückschnitt fördert kompakteren Wuchs. • Verblühtes entfernen, um neue Blüten anzuregen. 🪴 Vermehrung • Stecklinge im Frühjahr oder Sommer (einfach & zuverlässig). • Aussaat möglich, aber langsamer. • Bei Topfkultur jährlich umtopfen, wenn der Wurzelballen durchwurzelt ist. 🌿 Gute Nachbarn 🌞 Sonnenliebende, trockenheitsverträgliche Partner • Lavendel, Thymian, Oregano, Salbei, Rosmarin, Sedum-Arten 🌼 Blühpflanzen, die Bestäuber fördern • Gaura (Prachtkerze), Verbena bonariensis, Bidens, Kapmargeriten (Osteospermum) 🪴 Gute Nachbarn im Topf • Hängepetunien, Calibrachoa, Lobelia, Portulakröschen (Portulaca) 🚫 Schlechte Nachbarn ❌ Andere Nachtschattengewächse • Tomate, Kartoffel, Paprika/Chili, Physalis, Auberginen ❌ Starkzehrer • Kohlgewächse, Kürbisgewächse, Mais ❌ Pflanzen, die viel Wasser brauchen • Fuchsien, Begonien, Astilben, Hortensien ❌ Aggressive Bodendecker • Gundermann, Efeu, Waldmeister, Minze 🦠 Krankheiten • Echter Mehltau • Falscher Mehltau • Wurzelfäule • Blattfleckenkrankheiten • Viruserkrankungen (z.B. Mosaik-Virus) 🐛 Schädlinge • Blattläuse • Weiße Fliege • Thripse • Spinnmilben • Schnecken • Raupen • Trauermücken

Schlechte Nachbarn

Abessinischer Kohl / Äthiopischer Senf

Aubergine

Begonien

Chili

Efeu

Fuchsien

Gartenkürbis - Patisson / Ufo-Kürbis

Gartenkürbis - Zierkürbis

Gartenkürbis - Zucchini

Gemüsekohl - Baumkohl / Ewiger Kohl

Gemüsekohl - Blumenkohl / Romanesco

Gemüsekohl - Brokkoli

Gemüsekohl - Flower Sprouts / Kohlröschen

Gemüsekohl - Futterkohl

Gemüsekohl - Grünkohl / Braunkohl

Gemüsekohl - Kai-Lan / Chinesischer Brokkoli

Gemüsekohl - Kohlrabi

Gemüsekohl - Palmkohl / Schwarzkohl

Gemüsekohl - Rippenkohl / Portugiesischer Kohl

Gemüsekohl - Rosenkohl

Gemüsekohl - Rotkohl / Roter Spitzkohl

Gemüsekohl - Weißkohl / Weißer Spitzkohl

Gemüsekohl - Wildkohl / Urkohl

Gemüsekohl - Wirsing / Butterkohl

Gemüsekohl - Zierkohl

Gurke

Haargurken / Schlangenkürbisse

Hortensien

Inkagurke (Hörnchenkürbis)

Jaltomaten

Kartoffel

Kürbis

Mais

Meerkohle

Melone (Wassermelone)

Melone (Zuckermelone)

Mexikanische Minigurke

Minze

Nachtschatten (Sonstige)

Okra

Paprika

Physalis

Prachtspieren

Raps

Raps - Scheerkohl / Sibirischer Kohl

Rüben / Bete

Rübsen - Chinakohl

Rübsen - Choy Sum / Chinesischer Blütenkohl

Rübsen - Komatsuna

Rübsen - Mizuna

Rübsen - Ölrübsen

Rübsen - Pak Choi

Rübsen - Speiserübe

Rübsen - Stängelkohl

Rübsen - Stielmus

Rübsen - Tatsoi

Rübsen - Wilde Rübsen

Sellerie (Knollensellerie)

Sellerie (Schnittsellerie)

Sellerie (Stangensellerie)

Tomate (Fleischtomate / Großfruchtige)

Tomate (Kleinfruchtige)

Tomate (Salattomate / Normalfruchtige)

Tomate (Wildtomate)

Waldmeister

Ziergräser - Bambus

Ziergräser - Schilfrohr, Pfahlrohr, Rohrkolben

Ziergräser - Segge

Ziergräser - Simse, Binse

Krankheiten

Septoria-Blattfleckenkrankheit

Falscher Mehltau

Eckige Blattfleckenkrankheit

Echter Mehltau

Dürrfleckenkrankheit

Wurzelfäule

Schädlinge

Thripse

Spinnmilben

Schnecken

Raupen

Blattläuse

Weiße Fliege

Kennst du schon die Fryd App?