Krötenlilien

Krötenlilien

Tricyrtis

Pflanzenfamilie

Liliengewächse (Liliaceae)

Auch bekannt als

Krötenblume, Krötenorchidee, Herbstorchidee, Garten-Krötenlilie

Anbaupause Fruchtwechsel

0 Jahre

Saisonübersicht

Voranzucht

Pflanzung

Ernte

Ernte

J

F

M

A

M

J

J

A

S

O

N

D

1. JAHR

FOLGEJAHRE

Details

Lichtbedarf

Halbschattig

Wasserbedarf

Feucht

Boden

Mittelschwer (lehmig)

Nährstoffbedarf

Mittel

Lichtkeimer

Keimtemperatur

15 - 20 °C (Grad Celsius)

Pflanzabstand

35 cm

Reihenabstand

40 cm

Saattiefe

0.5 cm

Anleitungen

Beschreibung

Als Pflanzengattung gehören die Krötenlilien (bot. Tricyrtis) zur Pflanzenfamilie der Liliengewächse (bot. Liliaceae). Weltweit sind 23 Arten dieser Gattung bekannt. Davon kommen viele Pflanzenarten äußerst selten vor und sind nur in kleinen und abgegrenzten Gebieten zu finden. Pflanzen der Gattung Tricyrtis sind Schattengewächse, die filigran wirken und in ihrem Aussehen an Orchideen erinnern. Der Volksmund nennt die attraktiv blühenden Pflanzen gern auch Gartenorchideen. Der Name der Pflanzengattung Tricyrtis besteht aus den griechischen Begriffen tri für drei sowie kyrtos für konvex. Er leitet sich von den drei Kelchblättern an den Pflanzen ab. Die Arten aus der Gattung Krötenlilie überzeugen mit einer langen Zeit der Blüte. Diese Blüte ist reichhaltig und setzt spät im Jahr ein. Je nach Pflanzenart beginnen Tricyrtis Gewächse zwischen den Monaten Juni und August zu blühen. Die Blühzeit reicht bis an die ersten frostigen Tage im Herbstmonat Oktober heran. Verbreitung Als Heimat der Pflanzen aus der Gattung der Krötenlilien gilt der Osten Asiens. Das Verbreitungsgebiet reicht vom Himalaya über die Volksrepublik China bis hin nach Taiwan und Japan. Eine Pflanzenart ist auf den Philippinen zuhause. Wuchs Die Arten der Gattung Tricyrtis gedeihen als ausdauernde krautige Gewächse. Als Überdauerungsorgane bilden sie Rhizome aus. Diese sind kriechend, oft kurz und nur gelegentlich länger. Die durchschnittliche Wuchshöhe der Gewächse beträgt etwa 80 Zentimeter. Unter idealen Bedingungen an ihrem Standort erreichen Pflanzen dieser Gattung Höhen von bis zu 150 Zentimetern. Tricyrtis Arten bilden aufrechte oder aufsteigende Stängel. Sie sind einfach. Je nach Art verzweigen sich die Stängel im oberen Bereich. Blatt Krötenlilien fallen durch zahlreiche mittelgrüne Blätter auf. Sie sind wechselständig an den Stängeln der Pflanzen verteilt. Blattstiele sind kurz oder kaum vorhanden, sodass die Laubblätter fast auf den Stängeln aufsitzen. Die Blattspreiten sind dünn und einfach. Ihre Formungen sind eiförmig bis elliptisch. Die oberen Enden der Spreiten erscheinen zugespitzt bis spitz. Der Spreitengrund umfasst die Stängel der Pflanzen zum Teil bis vollständig. Die Blattadern verlaufen parallel. Vorhanden sind zahlreiche Blattadern. Blüte Die auffälligen Blüten der Krötenlilien stehen einzeln an den Pflanzen. Selten bilden sie traubige Blütenstände. Sie sind zwittrig, dreizählig und trompeten- bis glockenförmig. Bei einem Schnitt durch die Achsen bilden die Blüten deckungsgleiche Hälften. Aus diesem Grund bezeichnet der Botaniker die Blüten als radiärsymmetrisch. Die sechs Hüllblätter der Blüten sind frei und ungleich. Meist erscheinen sie an ihren oberen Enden zurückgebogen oder weit ausgebreitet. Die Blütenblätter sind oft nicht haltbar. Drei Hüllblätter bilden die äußere Blütenhülle, sie sind kurz gespornt oder sackförmig. Auf den weißen oder gelben Blättern der Blütenhülle erscheinen viele Flecken in der Farbe Purpur. Jeweils drei Staubblätter bilden zwei Kreise. An der Basis der Blütenhülle befinden sich die etwas abgeflachten Staubfäden. Im oberen Bereich laufen diese Staubfäden aufeinander zu und bilden so eine kurze Röhre. Die drei Fruchtblätter bilden einen oberständigen Fruchtknoten mit drei Kammern. In jeder der Kammern befinden sich zahlreiche Samenanlagen. Der Griffel an den Blüten ist säulenförmig. Frucht Pflanzen der Gattung Krötenlilien bilden Kapselfrüchte. Diese sind dreikantig und breit zylindrisch. Als Streufrüchte öffnen sie sich an den im Fruchtknoten vorgezeichneten Öffnungslinien. So setzen sie die Samen frei. Nutzung Krötenlilien eignen sich als Zierpflanze in Rabatten und im Gartenbeet. Dekorativ wirken sie in Kübeln auf Balkon und Terrasse. Einen für lange Zeit anhaltenden Schmuck bieten sie als Schnittblume in einer Vase.

Herkunft:

Ost-Asien

Anbautipps

🌞 Standort & Boden • Halbschattig bis schattig, lichtdurchfluteter Schatten unter Gehölzen • Geschützt vor heißer Mittagssonne • kühler Standort • Windgeschützt, aber luftig • humos, lockerer • Leicht sauer bis neutral • nährstoffreich • gut drainiert, durchlässig 🌱 Aussaat & Pflanzung • Vorkultur: Februar/März • Substrat: feine, humose Aussaaterde • Direktsaat: Herbst nach Samenreife (Kaltkeimer) • Keimtemperatur: 15-20 °C • Keimdauer: 21- 84 Tage • Saattiefe: 0,5 cm (Lichtkeimer) • Pflanzzeit: Frühjahr oder Herbst (Mitte/Ende Mai) • Pflanzabstand: 30-40 cm • Reihenabstand: 35-50 cm • angießen, gleichmäßig konstant feucht halten 💧 Pflege • Gießen: gleichmäßig feucht, keine Staunässe, Mulchschicht, In Trockenperioden regelmäßig gießen, nicht austrocknen lassen • Grunddüngung: Kompost oder gut verrotteter Mist im Frühjahr • Düngung: wenig (Pflanzenjauche), nicht überdüngen • Verblühtes kann regelmäßig entfernt werden • Schneckenschutz empfehlenswert 🌾 Schnitt • Kein Rückschnitt während Saison nötig • Verblühtes kann entfernt werden, aber nicht erforderlich • Pflanze nach Blüte nicht sofort zurückschneiden • Laub darf natürlich einziehen → stärkt das Rhizom • Erst schneiden, wenn das Laub komplett vergilbt ist • Im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr alte, trockene Stängel bodennah entfernen ❄️ Winterschutz • Wurzelbereich mit Laub, Stroh oder Reisig abdecken • zusätzlich Vlies, wenn sehr kalter Winter • Kübelpflanzen frostfrei oder gut geschützt überwintern • Staunässe vermeiden 🌿 Gute Nachbarn • Farne, Funkien, Astilben, Salomonsiegel, Elfenblumen, Purpurglöckchen • Kaukasusvergissmeinnicht, Lungenkraut, Geißbart, Waldmeister, Heidelbeeren • Japanischer Ahorn, Asiatischer Hartriegel, Rhododendron, Azaleen, Felsenbirne • Waldsteinia, Haselwurz, Ysander, Hainsimse, Nieswurz, Hortensien • Salat, Spinat 🚫 Schlechte Nachbarn • Thymian, Salbei, Lavendel, Gliedkräuter, Sedum, Fetthenne, Yucca • Bambus, Giersch, Efeu, starkwüchsige Gräser, Schilf • Rosen, Sonnenhut (Echinacea), Kokarden • Katzenminze, Phlox, Schafgarbe, Ringelblume, Kosmeen, Begonie • Oregano, Bohnenkraut, Zitronenmelisse, Dill, Koriander, Wermut • Schnittlauch, Zwiebeln, Knoblauch, Mangold, Möhren, Buschbohne • Pastinaken, Rote Bete, Schwarzwurzel • Potentilla, Spierstrauch, Sommerflieder, Rosen niedrig, Johannisbeeren • Zierkirsche, Weißdorn, Apfelbaum, Birnenbaum • Stangenbohnen, Ackerbohnen, Mais, Rübsen, Raps, Sellerie • Liebstöckel, Tomaten, Gurken, Kürbis, Zucchini, Kohl • Haselnuss, Holunder, Liguster, Forsythie • Walnuss, Ahorn, Birke, Weide, Kastanie, Weigelie • Erdbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren • Minze, Beinwell, Sonnenblume, Topinambur 🍂 Krankheiten • Mehltau • Blattfleckenkrankheiten • Wurzelfäule 🐌 Schädlinge • Blattläuse • Dickmaulrüssler • Spinnmilben • Raupen • Schnecken

Krankheiten

Eckige Blattfleckenkrankheit

Echter Mehltau

Wurzelfäule

Schädlinge

Spinnmilben

Schnecken

Raupen

Blattläuse

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