Taro

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Harvest
Harvest
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1ST YEAR
FOLLOWING YEARS
Germination temperature
22 – 30 °C (Degrees Celsius)
Plant distance
70 cm
Row spacing
100 cm
Seeding depth
8 cm
Taro, wissenschaftlich als Colocasia esculenta bekannt, ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und spielt vor allem in den tropischen und subtropischen Regionen der Welt eine zentrale Rolle als Grundnahrungsmittel. Die Pflanze beeindruckt optisch durch ihre gewaltigen, herz- oder pfeilförmigen Blätter, die ihr im Volksmund den treffenden Namen Elefantenohr eingebracht haben. Diese Blätter sitzen auf langen, kräftigen Stielen, die direkt aus der unterirdisch wachsenden Knolle entspringen. Die eigentliche Bedeutung des Taros liegt jedoch in seiner stärkehaltigen Knolle. Diese hat eine bräunliche, oft faserige oder ringförmige Schale und ein Fleisch, das je nach Sorte von reinweiß über cremefarben bis hin zu einer charakteristischen violetten Sprenkelung variieren kann. Geschmacklich erinnert die gegarte Knolle an eine Mischung aus Kartoffel und Esskastanie, oft mit einer dezent nussigen Note. Botanisch gesehen gehört der Taro zur Familie der Aronstabgewächse. Dies erklärt auch seine eher unscheinbare Blüte, die aus einem gelblichen Kolben und einem schützenden Hüllblatt besteht, jedoch in Kultur nur sehr selten erscheint. Ein wichtiges Merkmal der gesamten Pflanze ist das Vorhandensein von Calciumoxalat-Kristallen. Diese schützen die Pflanze vor Fraßfeinden, führen beim Menschen aber zu starken Reizungen der Schleimhäute. Aus diesem Grund darf Taro unter keinen Umständen roh verzehrt werden; erst durch gründliches Kochen, Dämpfen oder Rösten werden die Kristalle unschädlich gemacht und die Knolle zu einer nahrhaften und vielseitigen Zutat für herzhafte Eintöpfe, Pürees oder sogar süße Desserts.
Der Zeitplan Vorziehen: Ab Februar/März im Haus. Die Knolle braucht einen "Vorsprung", da sie 7–9 Monate zum Reifen benötigt. Auspflanzen: Erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai), wenn die Nachttemperaturen stabil über 12 bis 15 °C liegen. Ernte: Oktober/November, sobald das Laub gelb wird und bevor der erste Frost kommt. Standort & Boden Licht: Sonnig bis halbschattig und unbedingt windgeschützt (die großen Blätter knicken sonst um). Boden: Schwer, lehmig und extrem nährstoffreich. Sandige Böden müssen massiv mit Kompost aufgewertet werden. Abstand: Gib jeder Pflanze ca. 60 bis 80 cm Platz. Die richtige Pflege Wärme: Zum Keimen sind 22 bis 30 °C ideal. Wasser: Der Boden darf nie austrocknen. Taro liebt „nasse Füße“ und verträgt sogar leichte Staunässe. Mulchen hilft gegen Verdunstung. Dünger: Als Starkzehrer braucht er alle 2 Wochen Flüssigdünger (Stickstoff für Blätter bis August, danach Kalium für die Knolle). Ernte & Lagerung Ernte: Vorsichtig ausgraben. Die große Mutterknolle und die kleinen Tochterknollen (Kindel) trennen. Überwinterung: Die kleinen Kindel trocken und kühl (ca. 12 °C) in Sand lagern, um sie im nächsten Jahr wieder einzupflanzen. Wichtiger Sicherheitshinweis Niemals roh essen! Alle Pflanzenteile enthalten Calciumoxalat-Kristalle, die erst durch Hitze (Kochen, Braten, Backen) zerstört werden. Roh verursacht Taro starke Schwellungen im Mundraum. Wenn du keinen Platz im Beet hast, ist ein 20-Liter-Kübel ideal. Dort lässt sich die Bodenfeuchte und die Wärme (schwarzer Topf in der Sonne) oft viel leichter kontrollieren als im Gartenboden.
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