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Marie Marie (24) studiert Agrarwissenschaften. Sie liebt es, eigenes Gemüse im Garten anzubauen und Wildkräuter zu sammeln. Gemeinsam mit Freunden bewirtschaftet sie einen Garten und verbringt viel Zeit in der Natur.
29.03.2022

Milpa anlegen: Eine Mischkultur mit Mais, Bohnen & Kürbis

Was ist eine Milpa?

Die Milpa stammt ursprünglich aus Südamerika und ihr Wissen wurde bereits vor mehreren 100 Jahren von den Azteken und Mayas genutzt. Deswegen ist es auch als Azteken- oder Indianer-Beet bekannt. Es werden drei Kulturen in einem Feld angebaut: Mais, Bohnen & Kürbis. Diese Kombination wird auch liebevoll die ,,drei Schwestern" genannt.

Die drei Schwestern

Bild von Pexels auf Pixabay

Der Mais dient als starke Rankhilfe für die Bohnen. Die Bohnen lockern mit ihren langen Wurzeln den Boden auf und binden mit Hilfe der Knöllchenbakterien Stickstoff im Boden. Diese wunderbare Symbiose erschließt neue Nährstoffe für die starkzehrenden Pflanzen im Beet. Der großblättrige Kürbis dient als Bodenbedecker und beschattet den Boden. Das beugt Bodenerosion vor und hält den Boden nachhaltig feucht.

Milpa anlegen

Bild von RENE RAUSCHENBERGER auf Pixabay

Wähle einen sonnigen Standort mit humosem, durchlässigem Boden mit gutem Wasserspeichervermögen. Arbeite dann reifen Kompost oder Terra Preta in das Beet ein, damit genügend Nährstoffe im Boden sind. Terra Preta ist dabei die beste Variante, da sie extrem nährstoffreich ist und Feuchtigkeit gut speichern kann.

Terra Preta selbst herstellen

Bild von Marschmensch, CC-by-4.0 auf Wikipedia

Mische zuerst Dung, Pflanzenkohle und Urgesteinsmehl miteinander und beimpfe das Substrat mit effektiven Mikroorganismen oder einer Pflanzenjauche. Lasse diese Mischung einige Tage in einem geschlossenen Behälter fermentieren. Anschließend wird dieses Gemisch mit Kompost vermengt und braucht dann nochmal 4 bis 6 Wochen Reifezeit. Dann kann die Terra Preta verwendet werden.

Deine Milpa bepflanzen

Bild von mark_dixon4 auf Pixabay

Mais und Kürbis brauchen im Gegensatz zur schnellwachsenden Bohne ein wenig länger, um sich zu entwickeln. Deswegen muss der Mais ab Mitte März/Anfang April und der Kürbis ab Anfang April zuhause vorgezogen werden. Mitte Mai können die Jungpflanzen dann ins Freiland und die Bohnen können um den Mais gesät werden.

Azteken-Beet pflegen:

Bild von Claustrophobia auf Pixabay.
  • Schutz vor gefräßigen Schnecken mit Hilfe eines Schneckenzauns oder anderen Barrieren. Schnecken kriechen gar nicht gerne über trockene, raue Wege aus grobem Material!
  • Gieße erst, wenn die Bereiche, die vom Kürbis beschattet werden auch trocken sind
  • Jede Saison sollte der Boden ordentlich vorbereitet werden. Dann ist das Düngen überflüssig. Nach mehreren Jahren kann es aber sein, dass eine Düngung notwendig wird

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Zu diesem Thema gibt es im Magazin einen ausführlichen Artikel.

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Titelbild von Paul Rogé, CC BY 4.0 auf Wikimedia Commons.

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Marie Marie (24) studiert Agrarwissenschaften. Sie liebt es, eigenes Gemüse im Garten anzubauen und Wildkräuter zu sammeln. Gemeinsam mit Freunden bewirtschaftet sie einen Garten und verbringt viel Zeit in der Natur.