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Luc
Luc 24.07.2026, 14:41
Ohne Worte. Es hat soo schön geblüht. Was macht die Stadt eigentlich?! Stadt : Richtet Wildblumenstreifen ein. Stadt: Rasiert Wildblumenstreifen in voller Blüte Warum macht sie das? Um der Fläche Nährstoffe zu entziehen und eine größere Insektenfreundliche Biodiversität zu schaffen. Wut kommt immer in Wellen. Nach 20minuten kann man dann einen Perspektivwechsel vollziehen. Liebe die Community für sachgerechte mitfühlende Aufklärung. Das Gegenteil vom Stumpfen Klugscheissern durch KI Informationen. 😇
7 Gefällt mir 18 Kommentare

Kommentare

Batavia Batavia 24.07.2026, 14:44
Meine Güte, wie blöd kann der Mensch nur sein 😣 Sowas gibt's leider häufig, mich macht das wütend
zwilling zwilling 24.07.2026, 15:11
Mir blutet auch immer das Herz, wenn gemäht wird. Aber zu einer funktionierenden Wildblumenwiese gehört die Mahd dazu – sonst entwickelt sie sich langfristig erst zu einer Hochstaudenflur und später zu einer Buschlandschaft. Mitte bis Ende Juli ist dafür ein üblicher Zeitpunkt und deutlich später als bei intensiv bewirtschafteten Wiesen. Die meisten heimischen Wildblumen hatten bis dahin Gelegenheit zu blühen und Samen anzusetzen – genau das möchte man ja fördern. Wenn der Blühstreifen erst vor Kurzem angelegt wurde, sind vermutlich noch viele Pionierpflanzen dabei und manche Arten müssen sich erst etablieren. Mit der richtigen Pflege – und dazu gehört auch die Mahd – sollte die Fläche von Jahr zu Jahr artenreicher werden und mehr ökologisch wertvolle heimische Wildblumen enthalten. Der eigentliche Kritikpunkt wäre für mich eher, wenn die komplette Fläche auf einmal gemäht wird. Für Insekten ist eine Staffelmahd deutlich schonender.
zwilling zwilling 24.07.2026, 15:13
https://www.rudersberg.de/fileadmin/Dateien/Dateien/Umwelt/2020_05_Newsletter_Bluehende_NPBW_Pflege_Wildblumenwiese.pdf
FSL FSL 24.07.2026, 17:01
Danke für die Info und Einordnung, wieder was gelernt heute 😊✅
Luc Luc 24.07.2026, 17:02
Same Same, als alter wutbürger erst mal meckern. Reflexion ist toll. Danke fürs sympathische aufklären
FSL FSL 24.07.2026, 17:10
Jo, hab auch erstmal gegrummelt - vielleicht kannst du den Post ja kurz mit einem Update versehen? Als Schutz gegen weitere Grummelei 🤭
Luc Luc 24.07.2026, 17:14
Done 😇
FSL FSL 24.07.2026, 17:15
Yay!! Mag es sehr, wie das hier so in der Community läuft
BellaBallaballa BellaBallaballa 24.07.2026, 17:26
Super erklärt. Wenn man sich mal überlegt, wie artenreiche Blumenwiesen kulturhistorisch entstanden sind, macht alles noch mehr Sinn. Leider fehlt den Kommunen oft das Geld, um einen Standort mehrfach anzusteuern und abschnittweise zu mähen. Das geschieht oft nicht aus Unwissenheit oder Ignoranz, sondern aus zwingenden ökonomischen Gründen. Leider...
KräuterMaxi KräuterMaxi 24.07.2026, 15:13
So blöd find ich das gar nicht, eher im Gegenteil. Wildblumenstreifen und Wiesen benötigen möglichst nährstoffarme Böden damit sie wirklich bunt und artenreich werden. Desshalb werden diese Bereiche in der Regel 1 bis 2 mal im Jahr gemäht um damit die Nährstoffe der Pflanzen abzutransportieren. Zudem werden durch die Mahd die Pflanzen gestärkt, die meist weniger konkurrenzfähig aber dafür um so wertvoller auf den noch eher fetten Wiesen sind. Nach Möglichkeit bleibt dabei ein Teil der Fläche stehen, der dann etwas Zeitversetzt gemäht wird, so dass die Tiere einen Rückzugsraum behalten. Mit der Zeit gehen die wenigen Arten der wuchskraftigen Pflanzen (z.B Nesseln und Löwenzahn) der fetten Wiesen zurück so dass die weniger Konkurrenzstärken wertvollen sich voll entfalten können. So finden wieder mehr Mageriten, Orchideen und Schlüsselblumen z.B. wieder Siedlungsflächen. Das schaut erstmal irritierend aus wenn da alle Blüten niedergemäht werden und sorgt regelmäßig für Empörung, ist aber genau das richtige Vorgehen, wenns nicht über die ein zwei oder drei mal hinausgeht.
FSL FSL 24.07.2026, 17:02
Hab bei dir und oben im Kommentar von @zwilling heute wieder was gelernt - Danke für die Infos 👍🏻
KräuterMaxi KräuterMaxi 24.07.2026, 18:32
Ja irgendwie haben wir beide ziemlich zeitgleich geschrieben, desswegen doppelt sich manches, aber des ist ja nicht wild.
Luc Luc 24.07.2026, 16:08
Der Streifen ist bestimmt 10 Jahre alt und es wurde alles auf einmal gemäht, andere streifen in der Nähe werden wie ihr bereits geschrieben habt peu a peu gemäht.
Mirilü Mirilü 24.07.2026, 17:57
Man lässt die mad ja auch 1-2 Tage liegen…
Luc Luc 24.07.2026, 16:11
Naja die Tauben freuen sich, so viele leckere Samen.
Gül Gül 24.07.2026, 17:02
Die machen das, was aufm plan steht. Haben hier auch schon erlebt... ohne worte
Luc Luc 24.07.2026, 17:04
Was @zwilling schreibt eröffnet aber eine andere Perspektive. War nur traurig weil ich dort nach der Arbeit total gerne die Insekten beobachtet habe.
KräuterMaxi KräuterMaxi 24.07.2026, 18:45
Ganz ehrlich- die Kommunen sind fast alle ohnehin sehr klamm in den Haushaltskassen. Die machen nur das was sie machen müssen. Klar, manche Kommunen wehren sich immernoch gegen dieses naturfreundliche Gedankengut und boykottieren das regelrecht, aber die legen dann auch keine wilden Blühstreifen an oder bewerben sie zumindest nicht. Die Kommunen die sowas umsetzten freuen sich drüber, wenn sie so wenig wie möglich mähen müssen, denn das kostet Geld, das sich insgesamt zu ner hübschen Summe aufaddiert. Es gibt diverse Stationen auf denen geprüft wird, ob das Geld da auch wirklich sinnvoll investiert ist, da kommen nutzlose Investitionen (je nach Kommune) kaum noch durch. Manches ist noch im Prozess und nicht zu Ende gedacht, oft genug weil vorher wieder neue Politik oder neues Personal da sind und wieder in die andere Richtung gerudert werden soll um dem Wutbürger doch noch zu gefallen. Aber grundsätzlich wird da aus der Pflicht zur 'sparsamen Mittelverwendung' heraus wirklich geschaut ob das sein muss oder nicht. Das Ganze ist halt etwas sperrig und die meisten Prozesse eher unsichtbar für die die nicht beteiligt sind, das heißt aber nicht, dass da überall nur stupide vertrocknete oder faule Menschen in den Ämtern sitzen.

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