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Marie Marie (24) studiert Agrarwissenschaften. Sie liebt es, eigenes Gemüse im Garten anzubauen und Wildkräuter zu sammeln. Gemeinsam mit Freunden bewirtschaftet sie einen Garten und verbringt viel Zeit in der Natur.
08.07.2022

Nachhaltig & Ökologisch Gärtnern

Eigene Bio-Jungpflanzen ziehen

Jede:r Gärtner:in sollte bewusst mit knapper werdenden Ressourcen umgehen und Umweltbelastungen und -verschmutzungen reduzieren. Nachhaltiges Gärtnern geht schon bei der Anzucht los. Tipps für eine möglichst nachhaltige Anzucht, findest du hier.

Anzuchterde selbst herstellen

Herkömmliche Anzuchterde enthält oft Torf. Torf ist zwar nährstoffreich, wird aber aus Mooren abgebaut. Der Abbau von Torf setzt eine Menge Kohlenstoffdioxid frei. Alleine in Deutschland sind das etwa 7 % der gesamten Treibhausgas-Emissionen. Außerdem werden so Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten zerstört. Aus diesen Gründen solltest du Anzuchterde selbst machen. Eine Anleitung hierfür findest du im Magazin.

Plastikfrei Gärtnern!

Plastik ist ein großes Problem für die Umwelt. Verzichte daher bei der Anzucht auf Plastiktöpfe. Nutze stattdessen Töpfe aus Kokosfasern oder upcycle geeignete Gefäße wie z.B. Beerenschalen oder Eierkartons. Ganz ohne Töpfe geht es mit der Erdballenpresse. Das ist eine Presse, mit der du kleine Erdballen für die Anzucht pressen kannst. Das erleichtert das Einpflanzen und erspart dir eine Menge Müll. Über die Erdballenpresse kannst du in unserem Magazin mehr lesen.

Biologisches, samenfestes Saatgut

Um widerstandsfähige, gesunde Jungpflanzen zu erhalten, solltest du biologisch zertifiziertes Saatgut kaufen. Dann hast du eine Garantie, dass deine Samen von biologisch bewirtschafteten Betrieben stammen, die keine chemisch-synthetischen Dünger oder Pflanzenschutzmittel verwenden. Außerdem sind biologisch angebaute Sorten meist samenfest und zum eigenen Nachbau geeignet. Mehr zu samenfesten Sorten findest du im Artikel ,,Mit neuen Sorten zu neuer Vielfalt". Außerdem findest du im Magazin einen Beitrag, wie du eigenes Saatgut von Gemüsesorten gewinnst.

Biologisch Gemüse anbauen

Biologisch zu Gärtnern bedeutet, ein gesundes Ökosystem im Garten zu fördern. Hierfür ist eine möglichst große biologische Vielfalt wichtig. Je vielfältiger die Arten, desto stärker können Selbstregulationsmechanismen wirken. Neben einer möglichst großen Artenvielfalt spielt der Boden eine zentrale Rolle. Ziel ist eine möglichst hohe biologische Aktivität im Boden zur Erhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit.

Gartenboden verbessern

Bild von ivabalk auf Pixabay
  • Maßnahmen wie Mulchen, organische Düngung und eine ganzjährige Bodenbedeckung verbessern deinen Boden. Die mikrobielle Aktivität steigt und damit der Um- und Abbau organischer Substanz. Die Bodenstruktur und -eigenschaften verbessern sich. Mehr zu den einzelnen Maßnahmen kannst du im Artikel ,,Einfach und natürlich deinen Gartenboden verbessern" nachlesen.
  • Finde zuerst heraus welchen Bodentyp du in deinem Garten hast. Mache hierfür den einfachen Bodentest. Eine Anleitung findest du in unserem Magazin. Je nach Bodenart kannst du dann passende Maßnahmen zur Bodenverbesserung treffen.
  • Bearbeite deinen Boden sehr schonend. Verzichte auf das Umgraben und das Nutzen schwerer Maschinen. Neue Beete kannst du ganz einfach mit der No-Dig-Methode anlegen (siehe Magazin). Achte darauf, dass dein Boden eine lockere Krümelstruktur hat.

Mehr erfahren

Zu diesem Thema gibt es im Magazin einen ausführlichen Artikel.

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Marie Marie (24) studiert Agrarwissenschaften. Sie liebt es, eigenes Gemüse im Garten anzubauen und Wildkräuter zu sammeln. Gemeinsam mit Freunden bewirtschaftet sie einen Garten und verbringt viel Zeit in der Natur.