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Annabell Annabell studiert Agrarbiologie an der Uni Hohenheim. Auch privat gärtnert sie gerne, verbringt viel Zeit in der Natur und liebt es kreativ zu sein.
03.05.2021

Ökologisch und organisch düngen

Viel hilft NICHT viel

Ein unbedachter Umgang mit Dünger schadet der Biodiversität, der Grundwasserqualität und dem Klima. Deshalb haben wir hier das Wichtigste zum Thema Düngung für dich zusammengetragen.

Was bedeutet organisch düngen?

Organisches Material ist alles, was vorher einmal gelebt hat. Die Nährelemente sind in komplexen Verbindungen festgesetzt und werden so mit der Zeit freigesetzt, wenn der Dünger im Boden von Mikroorganismen verarbeitet wird. In einem ökologisch gepflegten Garten ernährst du in erster Linie das Bodenleben und dieses ernährt wiederum deine Gemüsepflanzen. Dadurch erhalten viele organische Dünger eine langfristige Düngewirkung. Dazu gehören Klassiker wie Kompost und Mist, aber auch Hornspäne, Schafswolle, Knochen- oder Blutmehl. Eine schnellere Düngewirkung erreichst du durch selbst hergestellte Pflanzenjauche, z.B. aus Brennnesseln.

Wieso nicht mineralisch düngen?

Jason Parker-Burlingham [CC BY 2.0]

Pflanzen brauchen bestimmte chemische Elemente, um wachsen zu können. Diese können sie nur in bestimmten Formen aufnehmen, in mineralischen Düngern sind die Nährelemente in genau dieser Form enthalten. Das mag vorerst verlockend klingen, durch die gute Löslichkeit in Wasser werden sie jedoch zu einem großen Teil ins Grundwasser ausgewaschen. Dadurch haben sie nur eine sehr kurzfristige Düngewirkung und schaden der Grundwasserqualität. Der Herstellungsprozess von Mineraldünger ist außerdem weder besonders energieschonend noch nachhaltig.

Merke:

Manfred Antranias Zimmer auf Pixabay
  • Mineraldünger vermeiden, stattdessen organisch düngen
  • Langzeitdünger wie Kompost, Mist oder Hornspäne verwenden
  • Nährstoffkreisläufe kurz halten: Dünger möglichst selbst herstellen
  • Nicht zu viel düngen

Mehr erfahren

Zu diesem Thema gibt es im Magazin einen ausführlichen Artikel.

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Annabell Annabell studiert Agrarbiologie an der Uni Hohenheim. Auch privat gärtnert sie gerne, verbringt viel Zeit in der Natur und liebt es kreativ zu sein.