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Annabell Annabell studiert Agrarbiologie an der Uni Hohenheim. Auch privat gärtnert sie gerne, verbringt viel Zeit in der Natur und liebt es kreativ zu sein.
16.11.2020

Garten winterfest machen

So geht's

Der Herbst ist in vollem Gange und auch der Winter lässt nicht mehr lange auf sich warten. Bald kehrt Ruhe ein im Garten, doch vorher solltest du ihn noch für die kalte Jahreszeit vorbereiten. Doch was gibt es bei den Vorbereitungen für sie kalte Jahreszeit zu beachten? Prinzipiell solltest du nur dafür sorgen, dass deine Pflanzen, dein Boden und die Tiere im Garten ausreichend Schutz zur Verfügung haben.

Letztes Sommergemüse ernten

Im Spätherbst stehen noch die letzten Ernten der Sommerkulturen an: Zucchini, Kürbis, Gurke, Tomate und Kartoffel. Sobald die ersten Fröste drohen, müssen die wärmebedürftigen Pflanzen ins Haus geholt oder abgeerntet werden.
Tipp: Grüne Tomaten können im Haus nachreifen.

Südländer ins Haus holen

Sehr wärmebedürftige Pflanzen -wie z.B. Zitrusgewächse oder mediterrane Topfkräuter- solltest du zur Überwinterung ins Haus bringen. Hier verharren sie in einem hellen, nicht zu warmen Raum. In den Wintermonaten läuft ihr Stoffwechsel auf Sparflamme, sie verbrauchen kaum Wasser und sollten dementsprechend auch nur wenig gegossen werden!

Wintergemüse einlagern

Wenn harte Nachtfröste drohen, solltest du Möhren, Sellerie, Rote Bete oder Wurzelpetersilie im Vorratskeller in feuchten Sand eingeschlagen. Lauch und Kohlköpfe kannst du ebenfalls im Keller oder im leeren Frühbeet lagern. Auf dem Beet bleiben die winterharten Kulturen: Feldsalat, Rosenkohl, Grünkohl und Schwarzwurzeln.
Tipp: Eine dicke Strohschicht hält den Boden länger frostfrei.

Kübelpflanzen isolieren

Kübel- und Balkonpflanzen wandern nun an einen geschützten Ort. Auch winterharte Gewächse solltest du schützen, ihnen genügt es an einer überdachten, windgeschützten Hauswand zu stehen. Die Töpfe werden gut isoliert, damit die Wurzelballen nicht so schnell durchfrieren. Umwickle sie dazu mit Noppenfolie, Kokosmatten und Styropor (auch von unten). Die Pflanze selbst kannst du mit Vlies und Reisig bedecken.

Winterquartiere für Nützlinge

Wenn du beim Aufräumen im Garten den Rasen von Laub befreist, kannst du dieses super für die kleinen Gartenbewohner verwenden! Laubhaufen, Gehölzreste und Reisig einfach in einer stillen Ecke anhäufen und in Ruhe lassen, sie dienen vielen Tieren als Unterschlupf für den Winter.

Bodenpflege

Die meisten Beete sind abgeerntet und der Boden darf nun langsam zur Ruhe kommen. Vorher solltest du allerdings alle Flächen nochmal gut durchhacken, von Wildkräutern befreien und anschließend mit einer ordentlichen Schicht Mulch bedecken. Zum Mulchen deiner Beete kannst du Stroh, Laub und Grünschnitt aus dem Garten oder anderes organisches Material verwenden.

Letzte Schritte

Alle Gartengeräte werden von Erde befreit und die Metallblätter mit Leinöl eingerieben. Anschließend kannst du sie an einem trockenen Ort verstauen, bis du sie im Frühjahr wieder brauchst. Zu guter Letzt solltest du das Wasser draußen abstellen, damit es beim Gefrieren die Leitungen nicht beschädigt.

Nach getaner Arbeit kannst du es dir schließlich im Warmen gemütlich machen.

Mehr erfahren

Zu diesem Thema gibt es im Magazin einen ausführlichen Artikel.

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Annabell Annabell studiert Agrarbiologie an der Uni Hohenheim. Auch privat gärtnert sie gerne, verbringt viel Zeit in der Natur und liebt es kreativ zu sein.