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Jonas Jonas (22) hat Agrarbiologie studiert. Seine Leidenschaft für Pflanzen und das Gärtnern entdeckte er durch ein Praktikum bei einer Permakultur NGO. Seitdem gärtnert er auf seinem Balkon und in Gemeinschaftsgärten.
14.10.2020

Wurzelgemüse in Sand einschlagen

In Sand einschlagen: Was bedeutet das?

Um Wurzelgemüse einzulagern, kannst du sie in einer Kiste voll leicht feuchtem Sand lagern. Das simuliert die Bedingungen im Boden und Möhren, Pastinaken und Co. gehen in die Winterruhe über. Du könntest sie im Prinzip auch einfach im Beet lassen, doch dort willst du vielleicht eine Gründüngung machen oder Winterkulturen säen. Außerdem ist es bei nasskaltem Winterwetter deutlich entspannter, Gemüse aus dem Keller zu holen als aus dem Garten.

So wird's gemacht

Es ist wichtig, dass du dein Erntegut nach der Ernte nicht wäschst, sondern die Erde, die noch daran klebt auch dort belässt. So bleiben die feinen Seitenwurzeln intakt und das Gemüse bleibt lebendig. Entferne nun das Grün und schichte die Wurzeln abwechselnd mit einer Lage leicht feuchtem Sand in eine Holzkiste - zum Beispiel eine Obstkiste vom Markt. Achte dabei darauf, dass der Krautansatz nach oben zeigt. Um zu verhindern dass der Sand aus der Kiste rieselt, kannst du sie vorher mit Zeitungspapier auslegen. Stelle die Kiste nun an einen kühlen dunklen Ort, z.B. in den Keller.

Regelmäßig überprüfen

Durch den leicht feuchten Sand, die Erde, die noch an den Wurzeln klebt und einen kühlen und dunklen Lagerort gehen die Wurzeln in die Winterruhe und fahren ihren Stoffwechsel herunter. Sie bleiben jedoch lebendig und können so teilweise über Monate gelagert werden. Es ist allerdings wichtig, dass du regelmäßig überprüfst ob sich Schimmel oder faulige Stellen bilden. Sollte das der Fall sein, entferne die betroffenen Wurzeln sofort aus der Kiste und verbrauche auch den Rest zügig.

Welche Arten kann ich so lagern?

Diese Methode eignet sich für Karotten, Knollensellerie, Rote Beete, Meerrettich, Winterrettich, Pastinaken und Petersilienwurzeln.

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Jonas Jonas (22) hat Agrarbiologie studiert. Seine Leidenschaft für Pflanzen und das Gärtnern entdeckte er durch ein Praktikum bei einer Permakultur NGO. Seitdem gärtnert er auf seinem Balkon und in Gemeinschaftsgärten.