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Marlene
15.07.2022

Erbeerpflanzen richtig pflegen

Erbeerpflanzen richtig pflegen

In der Zeit meiner Kindheit war es durchaus üblich, dass zum Essen auch ein „Nachtisch“ gehörte. Ich habe jetzt noch die tollen Fotos unserer Gärtner:innen vor Augen mit den ersten reifen Erdbeeren, oder die Mengen, die in die Marmeladengläser ihren Platz fanden.

Damit man auch nächstes Jahr sich wieder an den tollen Früchten freuen kann, sollte im Juli mit der Vorarbeit begonnen werden.

Erhalt des Bestandes

Hat man sich entschlossen die alten Pflanzen noch ein Jahr stehen zu lassen, sind diese gründlich zu säubern:

  • Alles was sich an Beikraut angesammelt hat kommt raus
  • Die Blattmasse wird bis auf das Herz (die frischen grünen Blätter in der Mitte) entfernt
  • Die Ranken werden ebenfalls entfernt (Achtung: bitte ausgraben und die Ranken nicht entsorgen, s.u.)
  • Zum Schluss alles gut aufhacken

Was ist der Vorteil daran, die alten Pflanzen stehen zu lassen?
Stehen sie erst ein Jahr, werden sie im nächsten Jahr reichlicher tragen als in diesem.

Was sind die Nachteile daran?:
Die vorher beschriebenen Tätigkeiten nehmen bei einem größeren Beet viel Zeit in Anspruch und können sehr anstrengend sein. Die Vitalität der Pflanzen lässt zudem von Jahr zu Jahr nach.Es werden weniger Ranken/Ableger neu gebildet und die Früchte werden auch mit den Jahren kleiner.

Neupflanzung aus Ablegern

Da mir der Erhalt der Pflanzen zu viel Arbeit ist, pflanze ich falls möglich, jedes Jahr neu, wenn ich genug Ableger habe (siehe oben).

Welche Ableger sind verwendbar?
Nur stark bewurzelte Ableger kommen in Betracht (das Anwachsen ist nicht einfach und Ableger mit nur ein paar Würzelchen haben keine Chance).

Man sollte, wenn möglich nur den ersten Ableger verwenden (falls welche fehlen kommt auch noch der zweite in Betracht). An einer Ranke können durchaus 3-4 Pflanzen ausgebildet worden sein, aber die Größe und Bewurzelung dieser Ableger wird immer geringer, je weiter diese von der Mutterpflanze entfernt waren (da sie nicht mehr so gut mit Nährstoffen versorgt wurden, da der Transport länger und die Zeit zum Wachsen geringer war).

Auch die verwendbaren Ableger werden vor dem Einpflanzen gesäubert: Hierzu die Rankenstiele und alle Blätter, die nicht gut aussehen (z.B. dunkle Flecken) entfernen.

Der richtige Standort: Auch wenn Erdbeeren zu den „Schwachzehrerr“ zählen, sollte man die neuen Pflanzen nicht an derselben Stelle pflanzen, da sich evtl. Krankheiten wie die Wurzelfäule dort breitgemacht haben könnten. Hier also unbedingt auf einen guten Fruchtwechsel achten.

Jetzt heißt es: wässern, wässern, wässern! Erdbeeren brauchen zum Anwachsen regelmäßig Unmengen an Wasser (nicht nur zur Bildung von Früchten).

Sollte man nicht sofort dazu kommen, die Ranken wieder einzupflanzen, können diese in einem Eimer mit reichlich Wasser ein paar Tage überleben.

Die weitere Pflege

Bis zum Winter hört die Pflege nicht auf:
Bilden sich neue Ranken an den Pflanzen, diese entfernen, da wir diese nicht mehr benötigen (es ist jetzt zu spät, diese werden keine kräftigen Pflanzen mehr). Ansonsten regelmäßig Unkraut jäten, abgestorbene Blätter entfernen und den Boden lockern (Erdbeeren mögen keine Staunässe).

Jetzt ist alles getan für eine hoffentlich reiche Ernte in 2023!

Marlene