Erbse
19.06.2026, 11:21
Hallo,
ich hoffe sehr auf eure Schwarmerfahrung, ich bin total verzweifelt:
Ich habe diese Woche mehrere Gespinste von Eichenprozessionsspinnern in unserem Garten gefunden. Jetzt bin ich total verunsichert, ob ich den Garten, der mein ein und alles ist, noch gefahrlos betreten kann. Hat jemand von euch schon Mal nähere Erfahrungen mit den Tierchen gemacht?
Nach den Medienberichten, soll man lange Kleidung anziehen und Abstand halten und selbst dann sei die Gefahr für allergischen Ausschlag, Atemwegsprobleme und allergische Schocks noch groß. Mit Abstand ist das nur nicht so leicht. In unserem Garten stehen viele Eichen und in mehr als der Hälfte habe ich Gespinste entdeckt, sodass ein Betreten mit Abstand halten nicht möglich ist.
Die Entfernung ist leider nicht so einfach. Alle Gespinste sind in mehreren Metern Höhe, sodass die Kosten für die Entfernung in mehrere Tausende gehen. Und ich bin nicht der Eigentümer... Ich weiß, dass sich der Vermieter darum kümmern müsste und er ist informiert, aber ob und wann er sich kümmert, weiß ich nicht.
Hat jemand in den letzten Jahren damit schon Erfahrungen gemacht, wie groß die Bedrohung in der Realität ist, wenn sie oben in den Bäumen sitzen und man darunter gärtnert?
Liebe Grüße
Erbse
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Erfahrungen hab ich damit nicht gemacht zum Glück. Wenn Du bereits vorher Athemwegsprobleme hattest (Asthma, COPD, Heuschnupfen) würde ich unbedingt Abstand halten, und ich bin beileibe nicht die zarghafteste Natur.
Wenn irgendwie möglich wird hier in der Gegend geraten die Nester erstmal mit Haarspray einzusprühen um die Härchen, die ja das Problem sind zu fixieren. Das ist zwar schade um die Lebewesen, aber in dem Falle würde ich's trotzdem machen. Möglichst geschützt und mit Athemmaske. Aus meiner Sicht sind diese Härchen weitaus gefährlicher als das verteufelte und bekannte Asbest. Und leider gibt's wohl auch Jahre später noch Menschen die auf verbliebene Härchen reagieren.
Besonders blöd: jetzt tauchen überall Nester auf, aber die Mühlen mahlen idR langsam und es wachsen auch nicht plötzlich mehr Schädlingsbekämpfer nach. Es ist also für alle schwer in nächster Zeit irgendwen professionelles zur Beseitigung zu bekommen.
Ich wäre da auch eher vorsichtig. Wenn du Pacht bezahlst, ist das ein deutlicher Grund zur Minderung oder Stundung. Vielleicht hilft das dem Eigentümer auf die Sprünge. Alles schriftlich niederlegen. Das Problem ist ja schon lange bekannt und Eichenbäume haben in Gärten schon wegen ihrer Größe nichts zu suchen. Ich kann deinen Frust und deine Sorge gut verstehen.
Dem möchte ich unbedingt wiedersprechen. Eichen sind sehr wohl sehr schöne und gut geeignete Bäume für Gärten, erst recht wenns alte Bäume sind. Natürlich ist die Nutzung dann eine andere, aber die Qualität der Gärten bleibt mindestens gleich. Diese flachen Gärten mit immer den selben winzigen Obstbäumen und Sträuchern find ich sehr viel gruseliger als so'n paar schöne alte große Bäume. Muss doch nicht alles Gemüsegarten werden...
Ja, so hat jeder seine Ansichten. Was nützt mir ein Eichenbaum im Garten, wenn er vom Prozessionsspinner befallen ist und ich den Garten nicht nutzen kann? Ich hatte eine meterhohe Eiche im Garten. Bei einer Breite des Gartens von zehn Metern kein Spaß. Die Spannweite des Baumes war extrem und die Nachbarn links und rechts fanden das auch nicht witzig. Der Vorgänger fand den Baum so niedlich und schön gewachsen. Die deutsche Eiche.
Verstehe mich nicht falsch. Ich liebe Bäume und bin die letzte, die alles abholzt. Aber wer ohne Weitsicht so einen Baum pflanzt oder wachsen lässt, handelt nicht zum Wohle aller. Hat man ein Parkähnliches Aussengelände oder ein Waldstück, ist das ein sehr schöner und wertvoller Baum. In einem Nutzgarten ein Nogo. Das gilt auch für Tannen. Flachwurzler, werden im Alter meterhoch und bei jedem Sturm muss man Angst haben, dass nichts passiert. Ich lasse mir nicht gerne etwas unterstellen. @KräuterMaxi
Weder bei Walnuss, Tanne oder Eiche. Ich habe diese Erfahrung gemacht. Das geht dabei nicht per se gegen große Bäume.
Ich habe niemandem etwas unterstellt sondern einfach nur Deiner Meinung wiedersprochen. ;)
Prozessionsspinner gibt's nicht nur bei Eichen, sondern auch für andere Bäume. Die sind nur nicht ganz so bekannt, aber teilweise nicht viel weniger gefährlich soweit ich weiß.
Hier im Garten steht an einer Ecke ein junger Ahorn so um die 25 bis 30 Jahre alt- aber mächtig. Es ist ein wunderschöner Baum von ca. 20metern Kronendurchmesser der allen umliegenden Gärten Schatten spendet. Alle die über ihn reden wundern sich nur wie schnell er so groß geworden ist, Niemand stört sich an ihm soweit ich weiß, obwohl er ca. 25% vom Garten einnimmt und natürlich die Nutzung darunter einschränkt. Auf der Ecke schräg gegenüber steht eine Fichte vielleicht so 50 Jahre alt. Man sieht noch genau den Knick, den sie durch sauren Regen und Heizungsrauch damals abbekommen haben wird. Darüber wächst sie nochmal genauso hoch weiter. Ich freue mich über sie, da ich genau dort meine Heidelbeeren in dem Wissen um den sauren Boden an Nadelbäumen gepflanzt habe. Ja, sie macht mir ein wenig Sorgen, weil ein Schädling ihre Nadeln angreift und sie diese desshalb verfrüht abwirft. Aber ich habe ähnliche Tannen gesehen, die etwas 10° geneigt zur Senkrechten noch 30 Jahre sicher auch bei starken Stürmen standen.
Ich habe demnach andere Erfahrungen gemacht als Du, desshalb berichte ich davon bzw. wiederspreche wenn so pauschale Aussagen getroffen werden wie Du sie oben geschrieben hast.
Das ist kein Angriff gegen Dich sondern lediglich die Darstellung einer Meinung die nicht Deiner entspricht.
Und noch was: Auf dem Stück, wo ausser der Eiche nichts gewachsen ist, sind jetzt Obstbäume, ein Insektenparadies, ein Sandbeet und ein Miniteich entstanden. Das Fazit: Ich habe wieder jede Menge Insekten im Garten.
Ich bevorzuge Websiten für die Informationsgewinnung. https://de.wikipedia.org/wiki/Prozessionsspinner
Da steht genau dasselbe drin...
Nein. Es gibt nicht nur Eichenprozessionsspinner, sondern auch andere Prozessionsspinner. Und auch die sind gefährlich.