Studentenblumen / Tagetes

Tagetes
Korbblütler (Asteraceae)
Studentenblumen, Marigold, Samtblume, Totenblume, Cempasúchil, Huacatay, Aztekische Studentenblume, Afrikanische Tagetes, Französische Studentenblume, Gewürztagetes, Zitronentagetes, Cempazuchitl, Yerbanis, Pericon
0 Jahre
Voranzucht
Pflanzung
Ernte
J
F
M
A
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J
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A
S
O
N
D
Lichtbedarf
Sonnig
Wasserbedarf
Trocken
Boden
Leicht (sandig)
Nährstoffbedarf
Niedrig
Lichtkeimer
Keimtemperatur
18 - 22 °C (Grad Celsius)
Pflanzabstand
20 cm
Reihenabstand
30 cm
Saattiefe
0.2 cm
Die Tagetes (Tagetes), auch Studentenblume, Samtblume (veraltet: Sammetblume) oder Totenblume genannt, ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die 50 bis 60 Arten sind von den USA über Mexiko und Zentralamerika bis Südamerika weit verbreitet. Viele Sorten werden als Zierpflanzen verwendet und zählen zu den bekanntesten Sommerblumen und eignen sich sowohl für Beete wie auch für Balkonkästen. Ihren Namen erhielten die Tagetes nach dem etruskischen Gott Tages. Wuchs Tagetes-Arten sind stark duftende, meist reich verzweigte, aufrecht wachsende, einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen, seltener Halbsträucher oder Sträucher. Sie erreichen Wuchshöhen von größtenteils 10 bis 80, selten bis 200 Zentimetern. Die Laubblätter sind meist gegenständig, gelegentlich im oberen Sprossabschnitt auch wechselständig. Sie sind vorwiegend ein- bis dreifach fiederteilig oder gefiedert, selten ungeteilt, die Spreiten linealisch, lanzettlich bis eiförmig. Die Laubblätter sind durch zahlreiche drüsige Hohlräume drüsig punktiert, diese sind mit ätherischen Ölen gefüllt. Die körbchenförmigen Teilblütenstände stehen in endständigen, locker traubenartigen Zymen, selten einzeln oder in dichten Schirmrispen, gelegentlich auf langen, hohlen Blütenschäften. Die Blütenkörbchen enthalten innen Röhrenblüten, die von einem Ring aus zweilappigen Zungenblüten umgeben sind, der selten fehlen kann; bei den meisten gezüchteten Sorten sind allerdings nur sterile Zungenblüten vorhanden (gefüllte Blüten). Hüllblätter der Körbchenhülle sind immer einreihig und auf dem größten Teil ihrer Länge miteinander verwachsen, sie tragen eine oder zwei Reihen von Öldrüsen. Eine Außenhülle fehlt. Die Blüten sind gelb, weiß, orange gefärbt, öfters mehrfarbig, mit roten bis rotbraunen Spitzen. Die in ungefüllten Sorten oft fünf, bis zu acht Zungenblüten sind am Ende abgestutzt oder zweilappig. Je nach Art ist die Zahl der Röhrenblüten sehr verschieden. Die Achänen sind schwarz gefärbt, stumpf pyramidenförmig oder zylindrisch bis spindelförmig, nur selten etwas abgeflacht, behaart oder kahl. Sie haben einen Pappus, der nur aus zwei bis fünf, selten bis zehn, oft ungleich langen Schuppen besteht. Nutzung Die in Mitteleuropa häufig angepflanzten Sorten von Aufrechter Studentenblume (Tagetes erecta), Ausgebreiteter Studentenblume (Tagetes patula) und Schmalblättriger Studentenblume (Tagetes tenuifolia) sind hier nur selten und unbeständig verwildernd. Seltener werden auch Glänzende Studentenblumen (Tagetes lucida) und Mexikanische Studentenblumen (Tagetes minuta) angepflanzt. Als Zierpflanze Die Farben der Blütenstände der Tagetes-Sorten reichen von zitronengelb bis braunrot, manche Hybriden haben auch zweifarbige Blütenkörbchen. Bei den älteren Sorten zeichnen sich die dunkelgrünen, gefiederten Blätter durch einen streng aromatischen Geruch aus, der von vielen Menschen als wenig angenehm empfunden wird. Den neueren Sorten ist dieser Geruch weggezüchtet. Allerdings hat ein intensiver Geruch der Studentenblume den Vorteil, dass Schädlinge wie die Weiße Fliege vertrieben werden. Tagetes stellen nur wenig Anforderungen an den Gartenboden, sie gedeihen jedoch am besten an sonnigen Standorten. Tagetes werden auch als Schnittblumen angebaut. Sie zählen zu den bekanntesten Sommerblumen und eignen sich sowohl für Beete als auch Balkonkästen. Zur Unterpflanzung In Nutzgärten und Obstplantagen dient Tagetes als Helferpflanze. Erdbeeren erhalten ein stärkeres Aroma, und Tagetes dient als Schneckenköder, der Nachbarpflanzen vor Schneckenfraß schützt. Durch die Anpflanzung von Tagetes kann die durch Nematoden verursachte „Bodenmüdigkeit“ mit Erfolg bekämpft werden, die zur Reduzierung von Ernteerträgen bei Nutzpflanzen führt. Als Färbemittel Tagetes werden mitunter kommerziell zur Gewinnung des Gelb-Pigments Lutein angebaut. Lutein ist das Haupt-Carotinoid der Tagetesblüten. Lutein wird als Lebensmittelfarbstoff mit der E-Nummer E161b sowie als Futtermittelzusatz insbesondere für Geflügel zur Gelbfärbung von Eidotter verwendet. Als Gewürz Tagetes minuta dient in Peru als Gewürz. Die Blätter der aus Mexiko stammenden Tagetes lucida (deutsch: Würz-Tagetes) kann man ebenfalls als Gewürz sowie zur Zubereitung von Tee verwenden. Ihr Aroma erinnert an Anis. Das Huacatay-Aroma wird in Südamerika auch für die Herstellung von Parfum genutzt. Auch in der Kosmetikbranche finden Tagetes Anwendung. Im Kaukasus wird das Gewürz aus getrockneter Tagetes erecta als „imeretischer Safran“ bezeichnet. Als Heilmittel und Droge Erst vor wenigen Jahren wurde die Essentialität von Lutein beim Sehvorgang im menschlichen Auge entdeckt. Lutein-Mangel bewirkt eine Degeneration der Macula, die vornehmlich bei älteren Personen auftritt. Laut Arzneimittelherstellern kann die tägliche Einnahme von sechs Milligramm Lutein in Multivitamin-Tabletten dieser Degeneration vorbeugen. Der Tagetes lucida wird eine „psychoaktive, leicht psychedelische“ Wirkung nachgesagt, die durch die in ihr enthaltenen Cumarinderivate zu erklären sein soll.
Herkunft:
USA, Zentralamerika, Südamerika
🌱 Voranzucht • Zeitpunkt: April • Pflanzung nach 3–5 Wochen (nach den Eisheiligen) • Keimtemperatur: 18–22 °C • Keimdauer: meist 5–10 Tage • Licht: hell, aber keine direkte pralle Sonne während der Keimung • Aussaatgefäß: Anzuchtschale oder kleine Töpfe mit lockerer Aussaaterde • Saattiefe: 2–3 mm • Gießen: vorsichtig, Erde leicht feucht halten, aber nie nass. • Abdeckung: optional Folie/Haube, bis die Keimlinge erscheinen – täglich lüften • Pikieren: sobald Pflänzchen 2–3 echte Blätter haben • Abhärten: 7–10 Tage vor dem Auspflanzen tagsüber nach draußen stellen • Nicht zu warm und nicht zu dunkel • Sparsam düngen – erst nach dem Pikieren und nur sehr mild. 🌼 Direktsaat & Pflanzung • Direktsaat: ab Mitte Mai (nach den Eisheiligen) • Niedrige Sorten (20–30 cm Höhe): 20–25 cm Reihenabstand, 15–20 cm Pflanzabstand • Mittlere Sorten (30–50 cm Höhe): 25–30 cm Reihenabstand, 20–25 cm Pflanzabstand • Hohe Sorten (über 50 cm): 30–40 cm Reihenabstand, 25–30 cm Pflanzabstand 🌱 Standort & Boden • Vollsonne ist ideal. Je mehr Licht, desto kompakter und blühfreudiger • Boden: locker, humos, gut durchlässig. Keine Staunässe • pH-Wert: leicht sauer bis neutral 💧 Pflege • Gießen: regelmäßig, moderat. Keine Staunässe • Düngen: sparsam • Verblühtes entfernen 🌿 Verwendung • Perfekt für Beete, Balkonkästen, Randbepflanzungen. • Gute Begleitpflanzen im Gemüsebeet, z. B. zu Tomaten, Paprika oder Kohl. • Locken Bestäuber an und verbessern die Bodenqualität (Nematodenreduzierend). 🌼 Ernte • Samen: ab August bis Oktober (Samenstände braun und trocken) • Die vertrocknete Blüte vorsichtig abziehen oder auseinanderbrechen. • Innen findest du viele schmale, schwarz-weiße Samen. • Gut nachtrocknen lassen und trocken, dunkel, luftdicht lagern. • Blüten: sind essbar und werden für Tee oder Deko genutzt. • vormittags, wenn der Tau abgetrocknet ist. • Nur frische, voll geöffnete Blüten pflücken. • Als essbare Deko für Salate, Kuchen, Getränke. • Für Tee (leicht zitronig-würzig). • Getrocknet als Farbgeber in Kräutermischungen. 🌿 Gute Nachbarn • Tomaten, Paprika & Chili, Kartoffeln, Aubergine, Okra • Gurken, Sellerie, Melone • Salat, Spinat, Mangold, Rote Bete • Kohlgewächse, Rübsen, Raps • Erdbeeren, Rosen, Rhabarber • Bohnen, Erbsen • Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Schnittlauch • Möhren, Pastinaken, Radieschen, Rettiche, Schwarzwurzel • Basilikum, Dill, Petersilie, Thymian, Oregano, Majoran, Melisse, Minze • Lavendel, Sonnenhut, Salbei, Gaura, Coreopsis, Funkien, Sedum • Beerensträucher, Sommerflieder, Weigelie, Deutzie, Spiere, Obstbäume 🚫 Schlechte Nachbarn • Fenchel • Wermut / Beifuß • Ringelblumen, Farne • Kürbis, Zucchini, Mais • Rhododendren • Topinambur • Brombeeren, Haselnuss, Holunder, Walnuss • Fichte, Tanne, Kiefer, Ahorn, Buche, Weide, Erle 🌿 Häufige Krankheiten • Echter und Falscher Mehltau • Wurzelfäule • Blattfleckenkrankheiten 🐛 Typische Schädlinge • Schnecken • Blattläuse • Thripse • Spinnmilben
Abessinischer Kohl / Äthiopischer Senf
Apfel / Kulturapfel
Aubergine
Basilikum
Birne
Bohne (Ackerbohne)
Bohne (Buschbohne)
Bohne (Feuerbohne)
Bohne (Helmbohne)
Bohne (Limabohne/Mondbohne)
Bohne (Stangenbohne)
Chili
Dill
Dost, Oregano, Majoran
Echter Sonnenhut, Rudbeckie
Endiviensalat (Eskariol / Frisée)
Erbse
Erdbeere
Feige, Feigenbaum
Funkien
Gartensalat
Gemüsekohl - Baumkohl / Ewiger Kohl
Gemüsekohl - Blumenkohl / Romanesco
Gemüsekohl - Brokkoli
Gemüsekohl - Flower Sprouts / Kohlröschen
Gemüsekohl - Futterkohl
Gemüsekohl - Grünkohl / Braunkohl
Gemüsekohl - Kai-Lan / Chinesischer Brokkoli
Gemüsekohl - Kohlrabi
Gemüsekohl - Palmkohl / Schwarzkohl
Gemüsekohl - Rippenkohl / Portugiesischer Kohl
Gemüsekohl - Rosenkohl
Gemüsekohl - Rotkohl / Roter Spitzkohl
Gemüsekohl - Weißkohl / Weißer Spitzkohl
Gemüsekohl - Wildkohl / Urkohl
Gemüsekohl - Wirsing / Butterkohl
Gemüsekohl - Zierkohl
Gurke
Himbeere
Jaltomaten
Johannisbeere
Kaplilien / Kaplauche
Kartoffel
Kerbelrübe
Kichererbse
Kirschpflaume
Knoblauch
Lauch
Lavendel
Löwenmäulchen
Mangold
Melisse
Melone (Wassermelone)
Melone (Zuckermelone)
Minze
Möhren
Nachtschatten (Sonstige)
Okra
Paprika
Pastinake
Petersilie
Pflaume, Zwetschge
Physalis
Platterbsen
Radieschen
Raps - Scheerkohl / Sibirischer Kohl
Raps - Steckrübe
Rettich
Rhabarber
Rose
Rüben / Bete
Rübsen - Chinakohl
Rübsen - Choy Sum / Chinesischer Blütenkohl
Rübsen - Komatsuna
Rübsen - Mizuna
Rübsen - Ölrübsen
Rübsen - Pak Choi
Rübsen - Speiserübe
Rübsen - Stängelkohl
Rübsen - Stielmus
Rübsen - Tatsoi
Rübsen - Wilde Rübsen
Salat (Asia-Salat)
Salat (Chicorée)
Salat (Feldsalat)
Salat (Katalanischer Chicorée/Puntarelle/Spargelchicorée)
Salat (Radicchio)
Salat (Zuckerhut)
Salbei
Sauerkirsche
Scheinsonnenhüte
Schnittknoblauch
Schnittlauch
Schwarzwurzel
Sellerie (Knollensellerie)
Sellerie (Schnittsellerie)
Sellerie (Stangensellerie)
Sojabohne
Sommerflieder
Spiersträucher
Spinat (Sommer)
Spinat (Winter)
Stachelbeere
Sukkulenten - Dickblattgewächse
Süßkirsche
Thymiane
Tomate (Fleischtomate / Großfruchtige)
Tomate (Kleinfruchtige)
Tomate (Salattomate / Normalfruchtige)
Tomate (Wildtomate)
Weigelie
Wurzelpetersilie
Zierlauche
Zwiebel
Zwiebel (Frühlingszwiebel)
Ahorne
Beifüße
Brombeere
Efeu
Erlen
Farne
Fenchel
Fichten
Gartenkürbis - Patisson / Ufo-Kürbis
Gartenkürbis - Zierkürbis
Gartenkürbis - Zucchini
Gemüsefenchel
Haargurken / Schlangenkürbisse
Haselnuss
Inkagurke (Hörnchenkürbis)
Kiefern, Pinien
Kürbis
Rhododendron
Ringelblumen
Topinambur
Waldmeister
Walnussgewächse
Weiden
Ziergräser - Bambus
Ziergräser - Schilfrohr, Pfahlrohr, Rohrkolben
Septoria-Blattfleckenkrankheit
Falscher Mehltau
Echter Mehltau
Wurzelfäule
Spinnmilben
Thripse
Blattläuse
Schnecken