Fingerhüte

Digitalis
Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
Voranzucht
Pflanzung
Ernte
J
F
M
A
M
J
J
A
S
O
N
D
1. JAHR
2. JAHR
Lichtbedarf
Halbschattig
Wasserbedarf
Feucht
Boden
Mittelschwer (lehmig)
Nährstoffbedarf
Mittel
Lichtkeimer
Keimtemperatur
18 - 20 °C (Grad Celsius)
Pflanzabstand
35 cm
Reihenabstand
45 cm
Saattiefe
0.2 cm
Die Fingerhüte (Digitalis) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Die etwa 25 Arten sind in Europa, Nordafrika und Westasien verbreitet. Digitalis-Arten wachsen als zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen, die selten an der Basis etwas verholzen. Die Stängel sind höchstens an ihrer Basis verzweigt. Die wechselständig, manchmal grundständig zusammenstehenden Laubblätter sind einfach. Der Blattrand ist glatt oder gezähnt. Die Blüten sind in endständigen, manchmal verzweigten, traubigen Blütenständen angeordnet. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen, mit kurzen Kelchzipfeln. Die fünf Kronblätter sind röhrig bis glockenförmig verwachsen. Die Blütenkrone ist zweilippig; die Unterlippe ist dreilappig, bei der Oberlippe sind entweder die Kronlappen kaum erkennbar (z. B. bei Digitalis grandiflora) oder sie sind deutlich zweilappig (z. B. bei Digitalis lutea). Es sind nur vier Staubblätter vorhanden; sie ragen nicht aus der Kronröhre heraus. Die Staubbeutel berühren sich paarweise. Der Griffel endet in einer zweilappigen Narbe. Die septizide, eiförmige Kapselfrucht enthält viele kleine, gerippte Samen. Die Pflanzeninhaltsstoffe Digitalisglykoside werden therapeutisch zur symptomatischen Therapie der Herzinsuffizienz eingesetzt, da sie eine positiv inotrope Wirkung am Herzen zeigen. In hohen Dosen wirken sie als Gift, welches durch verschiedene Herzrhythmusstörungen zum Tod führt. Der Fingerhut, insbesondere der Rote Fingerhut, wurde in der Heilkunde innerlich und äußerlich verabreicht. Die Gattung Digitalis ist in Europa, Nordafrika und Westasien verbreitet, ihr Verbreitungsschwerpunkt ist Südeuropa. In Deutschland kommen drei Arten vor: der Großblütige Fingerhut, der Gelbe Fingerhut sowie der Rote Fingerhut, als Neophyt findet sich auch der Wollige Fingerhut.
Herkunft:
Europa, Nordafrika, Westasien
Rückschnitt nach Blüte fördert Neuaustriebe. ☀️ 1. Standort richtig wählen Halbschatten ist ideal Sonne geht, wenn der Boden frisch und humos bleibt Vollschatten → weniger Blüten 🌱 2. Boden vorbereiten Humos, locker, leicht feucht Keine Staunässe (Fingerhut reagiert empfindlich) Etwas Kompost einarbeiten, aber nicht überdüngen 🌾 3. Aussaat Lichtkeimer → Samen NICHT bedecken Saattiefe: 0 mm Keimtemperatur: 18–20 °C Voranzucht: Februar–April Direktsaat: Mai–Juni 🌼 4. Pflanzung Pflanzzeit: Mai–Juni oder September Abstand: 30–40 cm Nach dem Pflanzen gut angießen 💧 5. Pflege Gleichmäßig feucht halten Keine Staunässe Mulch hilft, die Feuchtigkeit zu halten Nicht düngen wie Gemüse — Fingerhut mag’s eher mager 🌸 6. Blüte & Lebenszyklus Zweijährig: Jahr → Rosette Jahr → Blüte (Juni–August) Nach der Blüte stirbt die Pflanze ab Lässt man Samenstände stehen, versamt sie sich zuverlässig 🐛 7. Krankheiten & Schädlinge Robust durch Giftstoffe Mögliche Probleme: Mehltau, Blattflecken, Schnecken an Jungpflanzen Luftiger Stand beugt Pilzen vor 🌿 8. Gute Nachbarn Farne, Hosta, Akelei, Heuchera, Astilben 9. Schlechte Nachbarn Lavendel, Thymian, Sedum (zu trocken/mager)
Echter Sonnenhut, Rudbeckie
Efeu
Erdbeere
Gliedkräuter
Hortensien
Immergrün
Knoblauch
Lavendel
Rose
Rosmarin
Salbei
Scheinsonnenhüte
Sonnenblume
Sukkulenten - Agavengewächse
Sukkulenten - Dickblattgewächse
Sukkulenten - Kakteengewächse
Sukkulenten - Mittagsblumengewächse
Sukkulenten - Wolfsmilchgewächse
Thymiane
Ziergräser - Bambus
Zwiebel
Zwiebel (Frühlingszwiebel)
Schwarzfleckenkrankheit
Falscher Mehltau
Echter Mehltau
Grauschimmel
Wurzelfäule
Schnecken
Minierfliegen
Blattläuse