Preiselbeere

Vaccinium vitis-idaea
Heidekrautgewächse (Ericaceae)
0 Years
Propagating
Planting
Harvest
Harvest
J
F
M
A
M
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A
S
O
N
D
1ST YEAR
FOLLOWING YEARS
Light requirement
Semi-shaded
Water requirement
Moist
Soil
Light (sandy)
Nutrient requirement
Low
Light germinator
Germination temperature
10 - 15 °C (Degrees Celsius)
Plant distance
60 cm
Row spacing
60 cm
Seeding depth
0.2 cm
Die Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Heidelbeeren (Vaccinium). Sie ist in Eurasien und Nordamerika (hier Lingonberry genannt) weit verbreitet. Der Name Preiselbeere (als Variante auch: Preißelbeere, Preuselbeere, Prasselbeere) stammt aus dem Slawischen, er leitet sich ab von brusina, brusnice: braunrot, nach der Farbe der Beeren oder von alttschechisch bruslina aus kirchenslawisch (o)brusiti: (ab)streifen, weil die Beere sich leicht abstreifen lässt. Das Ida-Gebirge ist Namensgeber für den lateinischen Namen Vaccinium vitis-idaea. Preiselbeeren kommen weltweit von den gemäßigten nördlichen Breiten bis zur Arktis vor. Dementsprechend viele Namen haben sie auch: Man kennt Preiselbeeren als Kronsbeeren, Riffelbeeren, Fuchsbeeren oder die Pflanze als Wilder Buchs. Vorwiegend werden Preiselbeeren als Wildbeerenobst in der freien Natur gesammelt. Bei den im Handel angebotenen Preiselbeeren handelt es sich um selektierte Kulturformen, die sich durch größere Früchte und einen reicheren Fruchtansatz auszeichnen als die Wildformen. In Preiselbeeren stecken, ähnlich wie in den Cranberries, viele Vitamine, vor allem Vitamin C. Außerdem enthalten sie Tannine, genauer: Proanthocyanidine, die es vielen Bakterien unmöglich machen, sich einzunisten und zu vermehren. Daher gilt die Preiselbeere auch als Heilpflanze und wird unter anderem zur natürlichen Behandlung von Magen-Darm-Problemen sowie Blasenentzündungen eingesetzt. Wuchs Preiselbeeren sind frostfeste, immergrüne kompakte und aufrechte bis kriechende Zwergsträucher, deren Triebe nicht vollständig verholzen. Die oberirdischen Pflanzenteile sind flaumig behaart. Sie wurzelt bis einen Meter tief. Die Pflanzen breiten sich durch unterirdische Ausläufer aus und werden etwa 20 bis 40 Zentimeter hoch. Ihre durchschnittliche Wuchsbreite liegt bei 40 bis 80 Zentimetern. An den Zweigen sitzen ledrige, verkehrt eiförmige, dunkelgrün glänzende Blätter mit leicht nach unten gerollten Blatträndern. Der flaumig behaarte Blattstiel ist etwa einen Millimeter lang. Blüte Meist blühen Preiselbeeren zweimal im Jahr, zunächst von Mai bis Juni und dann nochmal von Juli bis August. Dann bilden sie attraktive krugförmige Glockenblüten. Die weißlich bis rosafarbenen Blüten sind bei allen Formen in einer dichten, endständigen sowie hängenden Traube angeordnet. Der Fruchtansatz der ersten Blüte bleibt gegenüber dem der zweiten aber meist deutlich zurück. In endständigen, 1-1,5 cm langen, flaumig behaarten und hängenden, traubigen Blütenständen stehen bis über acht Blüten zusammen. Die schnell vergänglichen, flaumig behaarten Tragblätter sind mit einer Länge von etwa einem Millimeter breit-eiförmig und es sind auch Deckblätter vorhanden. Frucht Fünf bis sechs Wochen nach der Befruchtung reifen ab Ende August bis Anfang September die zunächst weißen, später leuchtend roten kugelrunden bis leicht länglichen Beeren. Kultursorten reifen unter guten Bedingungen auch noch ein zweites Mal im September und Oktober. Unter günstigen klimatischen Bedingungen (Niederlande) sind schon ab Ende Juni reife Preiselbeeren zu finden. Die vierkammerigen, vielsamigen Beeren besitzen einen Durchmesser von 5-10 mm und einen säuerlichen, herb aromatischen oder etwas bitteren Geschmack. Das Fruchtfleisch ist weiß und enthält viele Samen. Ökologie Sie hat die für (fast) alle Arten der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) typischen, ökologischen Merkmale: die zwingende Symbiose mit Wurzelpilzen (Mykorrhiza) und die Kalkfeindlichkeit. Sie wächst bevorzugt auf sauren und basenarmen Böden (Sandböden, sandig-steinigen Lehmböden, saure Moorböden) mit einer sauren Rohhumusdecke, in der sie bis einen Meter Tiefe wurzeln und sich mit ihren Kriechtrieben ausbreiten kann. In Kalkgebieten ist sie auf kalkfreie Sonderstandorte beschränkt. In Mitteleuropa besiedelt sie bevorzugt sonnige Standorte in Mooren, Bergheiden und im alpinen Zwergstrauchgestrüpp, kann als Halbschattpflanze aber auch in sauren Fichten- und Kiefernwäldern gedeihen. Sie wächst auf Böden, deren Wasserhaushalt frisch bis mäßig trocken (wechselfrisch) ist. Für die Bestäubung der Blüten ist sie auf Insekten (Hummeln, Bienen) angewiesen. Die Verbreitung der Samen erfolgt durch Vögel, die die roten Beeren fressen. Neben der weiträumigen Verbreitung und generativen Vermehrung durch Samen erfolgt eine vegetative Vermehrung durch Kriechtriebe im näheren Umkreis. Obwohl die Preiselbeere häufig in unmittelbarer Nachbarschaft zur Blaubeere wächst, kommt es nur selten zu Hybriden zwischen den beiden Arten, die man als Bastard-Heidelbeere (Vaccinium × intermedium) bezeichnet.
Origin:
Weltweit, von gemäßigten nördlichen Breiten bis zur Arktis
🌞 Standort & Boden • sonnig - halbschattig, kühler Standort • Windgeschützt, aber luftig • humoser, lockerer, sandiger, sauerer Boden (pH 4-5) • organischer Boden, Nadelstreu, Rindenhumus, Moorbeeterde • eher nährstoffarmer Boden • gut drainiert, durchlässig, wechselfrisch, keine Staunässe 🌱 Aussaat & Pflanzung • Stratifizieren: 4-6 Wochen • Saattiefe: 0,2 cm (Lichtkeimer) • Keimtemperatur: 18-22 °C • Keimdauer: mehrere Wochen bis Monate • Pflanzzeit: März – Mai (altern. September - Oktober) • Pflanzabstand: 40-80 cm • Reihenabstand: 40-80 cm • gleichmäßig leicht feucht halten 💧 Pflege • Gießen: regelmäßig, nie austrocknen, keine Staunässe, kein Leitungswasser • Düngung: nicht erforderlich • Kein frischer Kompost, kalkhaltiger Dünger und stark mineralischer Universaldünger • Mulchen: Nadelstreu (Kiefer, Fichte), Rindenmulch, Laub (Eiche, Buche) im Herbst 🌾 Schnitt & Ernte • Schnitt nicht erforderlich • Erntezeit: Juli/August – Oktober (je nach Sorte) • Häufigkeit: regelmäßige Ernte / reifen nach und nach • vollständig reife Beeren einzeln bei trockenem Wetter abpflücken oder mit Beerenkamm ❄️ Winterschutz • Dicke Mulchschicht (Rindenmulch, Nadelstreu, Laub) rund um den Wurzelbereich • Boden locker halten, Staunässe vermeiden • Junge Pflanzen zusätzlich mit Reisig abdecken • Schwere Böden ggf. leicht anhäufeln oder Hügelbeet nutzen • dürfen nicht austrocknen, gelegentliche Wassergaben 🌿 Gute Nachbarn • Cranberry, Heidelbeere, Allackerbeeren • Johannisbeere, Stachelbeere • Rhododendron, Azalee, Erica, Calluna, Farne • Erlen, Fichten, Kiefern mit Abstand 🚫 Schlechte Nachbarn • Starkzehrer (Kohl, Kürbis, Nachtschattengewächse) • Ahorn, Birke, Weide, Haselnuss, Walnuss • Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren • Mediterrane Kräuter, Sedum • Rasen, kalkliebende Stauden 🍂 Krankheiten • Grauschimmel • Fruchtfäule • Blattfleckenkrankheiten • Triebsterben • Wurzelfäule 🐌 Schädlinge • Blattläuse • Frostspanner • Raupen • Kirschessigfliege • Gallmücken • Schildläuse • Spinnmilben
Abessinischer Kohl / Äthiopischer Senf
Ahorne
Aubergine
Bärlauch
Brennnesseln
Brombeere
Chili
Dost, Oregano, Majoran
Efeu
Erdbeere
Gartenkürbis - Patisson / Ufo-Kürbis
Gartenkürbis - Zierkürbis
Gartenkürbis - Zucchini
Gemüsekohl - Baumkohl / Ewiger Kohl
Gemüsekohl - Blumenkohl / Romanesco
Gemüsekohl - Brokkoli
Gemüsekohl - Flower Sprouts / Kohlröschen
Gemüsekohl - Futterkohl
Gemüsekohl - Grünkohl / Braunkohl
Gemüsekohl - Kai-Lan / Chinesischer Brokkoli
Gemüsekohl - Kohlrabi
Gemüsekohl - Palmkohl / Schwarzkohl
Gemüsekohl - Rippenkohl / Portugiesischer Kohl
Gemüsekohl - Rosenkohl
Gemüsekohl - Rotkohl / Roter Spitzkohl
Gemüsekohl - Weißkohl / Weißer Spitzkohl
Gemüsekohl - Wildkohl / Urkohl
Gemüsekohl - Wirsing / Butterkohl
Gemüsekohl - Zierkohl
Gliedkräuter
Gräser - Federborstengräser, Lampenputzergräser
Gräser - Pampasgräser
Gräser - Schmielen
Gräser - Schwingel
Gurke
Haargurken / Schlangenkürbisse
Haselnuss
Himbeere
Inkagurke (Hörnchenkürbis)
Jaltomaten
Kartoffel
Kiwano, Afrikanische Horngurke
Kürbis
Lavendel
Maiglöckchen
Meerkohle
Mexikanische Minigurke
Nachtschatten (Sonstige)
Nieswurzen
Okra
Olivenkraut
Paprika
Phlox, Flammenblume
Raps
Raps - Scheerkohl / Sibirischer Kohl
Raps - Steckrübe
Rose
Rosmarin
Rüben / Bete
Rübsen - Chinakohl
Rübsen - Choy Sum / Chinesischer Blütenkohl
Rübsen - Komatsuna
Rübsen - Mizuna
Rübsen - Ölrübsen
Rübsen - Pak Choi
Rübsen - Speiserübe
Rübsen - Stängelkohl
Rübsen - Stielmus
Rübsen - Tatsoi
Rübsen - Wilde Rübsen
Salbei
Schachtelhalm
Schwammgurke / Luffa
Sukkulenten - Dickblattgewächse
Thymiane
Tomate (Fleischtomate / Großfruchtige)
Tomate (Kleinfruchtige)
Tomate (Salattomate / Normalfruchtige)
Tomate (Wildtomate)
Waldmeister
Waldrebe, Clematis
Walnussgewächse
Weiden
Windröschen
Septoria-Blattfleckenkrankheit
Grauschimmel
Wurzelfäule
Blattläuse
Spinnmilben
Schildläuse
Raupen
Kirschessigfliege
Gallmücken
Frostspannerraupen