Duftende Spiranthe / Wendelorchis 'Chadd's Ford'
Variety
created by Alex&Sempi at 16.02.2026
Resistances
moisture tolerant
hardy down to -20°C
Taste
not edible
Location
biotope: forest
biotope: swamp / moor
biotope: stream / pond / shoreline
Biotop: Feuchtwiese
light: sunny to semi-shady
Soil: permeable soil
fertilization: humus-enriched
soil moisture: well-drained
Soil: light
Soil moisture: dry to moderately moist
pH value: acidic to neutral (5,5-7)
Soil: loosened
Planting: edge of wooded areas or beneath trees
Planting: pots, tubs, or boxes
Light: Sun
Planting: pond / pond's edge
fertilization: low peat
Heat requirement: cool
Boden: flachgründig (0-30)
Herkunft: Züchtung
Fruit shape
capsule
egg-shaped
Growth habit
insect pollination
lifespan: perennial
growth habit: upright leaf position
leaves: rosulate
tubular flower
fast growth
growth habit: rosette-shaped
cross-pollination
ornamental plant
growth habit: Trailing
root type: rhizome
Fragrant flowers
height: 50 - 60 cm
height: 60 - 70 cm
late-flowering
growth habit: upright flower stems
root type: bulb, tuber
small flowers
spicate flowers
Hairy leaves
large leaves
non-woody
leaves slim
Blätter: zugespitzt
Leaves: linear
Wuchsform: krautig
Blütenform: zygomorph (spiegelbildlich)
Wuchsform: terrestrisch
Stamm, Stiel: behaart
Blüte: behaart
Blätter: wintergrün
Color
Behaarung: silbergrau
green
medium green
Flower: white
Sowing
Harvest
Harvest
J
F
M
A
M
J
J
A
S
O
N
D
1ST YEAR
FOLLOWING YEARS
Synonyme Bezeichnungen: Drehwurz, Drehähre, Wendelähre, Wendelorchis, Schraubenständel, Nickendes Frauenhaar, Wasserorchidee, Nordamerikanische Sumpfdrehwurz Die Spiranthes cernua Chadd's Ford ist eine bezaubernde terrestrische Orchidee aus den Vereinigten Staaten, von den Amerikanern auch "the fragrant lady's tresses" genannt. Sie verdankt diesen Namen der Tatsache, dass die Blumen bei ihrem Erscheinen wie Zöpfe um die Spitze der aufrecht stehenden Blütenstiele gewickelt erscheinen. Im Spätsommer oder frühen Herbst werden die silbrig grünen Rosettenblätter von Stielen mit reinweißen Blüten gekrönt, die nach Vanille duften. Sie sind sehr langlebig und eignen sich hervorragend für schöne Sträuße. Die duftende Spiranthe gedeiht in leichten, gut drainierten, sauren bis neutralen, humusreichen oder leicht torfigen Böden, die auch im Sommer frisch bleiben. Die Spiranthes Chadd's Ford gehört zur Familie der Orchideen. Es handelt sich um eine Züchtung aus Spiranthes cernua var. odorata, einer botanischen Art, die in Ostkanada und im Norden der Vereinigten Staaten heimisch ist. In der Natur wächst diese Orchidee in Wiesen und lichten feuchten Wäldern, oft in der Nähe von Wasser, in Mooren und Sümpfen. Sie ist eine sehr winterharte Pflanze, aber in Bezug auf den Boden recht anspruchsvoll. Unter geeigneten Bedingungen vermehrt sich diese Orchidee schnell und bildet Kolonien. Die Chadd's Ford Spiranthe ist eine mehrjährige Pflanze mit fleischigen, knolligen Wurzeln als Speicherorgan. Die Pflanze bildet grundständige Rosetten aus schmalen, fast linealen, zugespitzten Blättern, die bis zu 25 cm lang und 1,5 cm breit werden können. Ihre Farbe ist ein glänzendes Dunkelgrün. Das Laub bleibt im Winter erhalten. Die Blütezeit ist spät und findet meist im Oktober bis November statt. Die Blütenstiele ragen 50-60 cm über den Boden. Sie tragen Spiralen von weißen, leicht durchscheinenden Blüten, die 2 bis 5 mm lang sind. Sie verströmen einen zarten, süßen Duft mit Vanillenoten. Bestäubt von Insekten bilden sie Kapseln mit Samen. Die Chadd's Ford Spiranthe kann sowohl in einem feuchten und sonnigen Beet, an den Ufern eines natürlichen Teichs als auch in einem Topf zur Verschönerung von Balkon oder Terrasse gepflanzt werden. Als Begleitpflanzen können Sie zum Beispiel an die Sumpf-Wolfsmilch, den Frauenmantel, eine andere terrestrische Orchidee wie die Sumpfwurz, oder Frauenschuhe (Cypripedium) denken... Die Spiranthes (bot. Drehwurzen) stellen eine Gattung in der Familie der Orchideen (Orchidaceae) innerhalb der Ordnung der Spargelartigen (Asparagales) dar. Die Pflanzengattung umfasst autorenabhängig 33 bis 60 hauptsächlich in Nordamerika heimische Arten. Der botanische Gattungsname kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus Spirale (griech. Speira) und Blüte (griech. Anthos) zusammen. Der schraubig gedrehte Blütenstand ist charakteristisch für die Gattung Spiranthes. Im Deutschen tragen die Pflanzen die Trivialnamen Wendelorchis, Drehwurzen, Schraubenstendel oder Wendelähren. In unseren Breiten sind der Sommer-Drehwurz (Spiranthes aestivalis) und der Herbst-Drehwurz (Spiranthes spiralis) beheimatet. Der Herbst-Drehwurz war im Jahr 2016 die Orchidee des Jahres. Der Sommer-Drehwurz zeigt sich in Europa westsubmediterran bis subatlantisch verbreitet. In Deutschland gedeihen die Pflanzen zum größten Teil in Bayern. Dort zeigen sie ihr Vorkommen im voralpinen Moor- und Hügelland. Der Schwerpunkt des Vorkommens liegt östlich des Chiemsee Hügellandes und südlich des Starnberger Sees. Beide Areale gelten als klimamilde Gebiete in Deutschland. Der Sommer-Drehwurz befindet sich in Bayern als stark gefährdete Art auf der Roten Liste, wobei der Trend zum Aufstufen geht. Damit befinden sich Spiranthes aestivalis in Deutschland in der Kategorie "vom Aussterben bedroht". Blatt Die Laubblätter der Drehwurzen wachsen dicht zusammen in einer Rosette. Seltener zeigen sie sich auf der unteren Hälfte des Sprosses wachsend. Die Form der Blattspreite ist linealisch bis oval. Der Blattgrund von Drehwurzen zeigt einen keilförmigen stiellosen Übergang in eine Blattscheide. Bei einigen Arten ist ein Stiel vorhanden, der sich weniger deutlich absetzt. Meist sind die Blätter hellgrün. Bereits zur Zeit der Blüte sind sie verwelkt. Blüte Der Blütenstand der Vertreter der Gattung Spiranthes ist endständig und steht aufrecht. Er ist eine vielblütige Traube, deren einzelne Blüten ein- oder mehrzeilig spiralig wachsen. Der Stiel des Blütenstandes zeigt in seinem oberen Abschnitt einen leichten Besatz mit Haaren. Hierbei handelt es sich um Drüsenhaare. Auch die Tragblätter der Pflanzen sind bei einigen Arten behaart. Ihre Hochblätter verhüllen zum Teil den Blütenstandstiel. Sie weisen die Form einer Röhre auf und laufen spitz zu. Die Tragblätter sind in ihrer Form lanzettlich bis oval. Die Blüten von Spiranthes sind resupiniert. Darunter versteht sich das Drehen von Blüten, wodurch deren ursprünglich auf der Oberseite angeordneten Teile (adaxial) sich nach unten drehen. Sie erreichen damit eine abaxiale Lage (von der Sprossachse abgewendet). Damit dient die Lippe als Anflugorgan für bestäubende Insekten. Die Blüten der Drehwurzen duften intensiv und sind hellgrün, hellgelb oder weiß, seltener rosa. Ihr Fruchtknoten ist verdreht, spindelförmig und weist dünne Haare auf. Er richtet sich nach oben. Die leicht nickende Blütenhülle ist röhrenförmig und steht waagerecht. Die Kelchblätter sind nahezu gleichförmig. Sie verwachsen nicht miteinander und weisen artabhängig an ihrer Außenseite eine leichte Behaarung auf. Die Ränder der drei außenliegenden Blütenblätter wachsen an der Basis aneinander. Sie bilden eine Röhre, deren Spitzen sich meist zurückgeschlagen zeigen. Die Kronblätter sitzen seitlich an den Blüten und haften sich an den außen liegenden Blütenblättern. Die Kronblätter sind lanzettlich bis spatelförmig. Die Lippe der Drehwurzen ist genagelt (verjüngt sich an der Basis abrupt). Ihr Nagel ist keilförmig und extrem kurz. Die Lippe zeigt eine Spreite, die in ihrem Querschnitt eine U-Form aufweist. Sie setzt sich nach unten hin fort und ist stark gebogen. Neben der Spreite befinden sich an der Basis zwei Nektardrüsen. Diese sind verdickt und nach hinten ausgerichtet. Häufig zeigt sich der vordere Rand der Lippe leicht wellig. Die Blütensäule ist keulenförmig und kurz. An ihrer Unterseite befinden sich feine Härchen. Die ovalen Staubblätter sind bei einigen Arten von einem feinen Gewebe der Blütensäule Säule umgeben (Klinandrium). Das Pollinum, eine klebrige Pollenmasse, ist von gelblicher Farbe. In seiner Form zeigt es sich oval und sehr schmal mit einer tiefen Längsfurche. Das Pollinum hängt direkt oder an kleinen Stielen an einer Klebscheibe (Viscidium) mit länglicher Form. Die Narbe der Spiranthes Blüten ist oval bis halbkreisförmig. Zwischen dem Staubblatt und der Narbe befindet sich ein Trenngewebe, das dreieckig ist und seiner Spitze zweilappig mit v-förmigem Einschnitt. Durch diese Form entstehen zwei dünne und spitze Lappen, zwischen denen sich die Klebscheibe befindet. Das Bestäuben von Drehwurzen erfolgt durch verschiedene Bienen und Hummeln (Zoophilie). Einige Arten von Drehwurzen weisen ein zurückgebildetes Staubblatt auf. Diese Arten sind selbstbestäubend. Seltener kommen apomiktische Pflanzen vor. Das Fortpflanzen erfolgt ungeschlechtlich und die Nachkommen dieser Arten sind mit ihren Eltern genetisch identisch. Frucht Spiranthes bilden ovale Kapselfrüchte aus. Diese enthalten zahlreiche spindelförmige Samen. Wuchs Alle Arten der Gattung Drehwurzen wachsen terrestrisch. Sie sind kleine ausdauernde Pflanzen mit einem krautigen Wuchs. An der Basis ihres Sprosses entwickeln sich büschelartige Wurzeln. Diese sind unbehaart, fleischig, spindelförmig verdickt oder zylindrisch und schlank. Spiranthes erreichen eine Wuchshöhe bis 50 Zentimeter. Verbreitung Die Vertreter der Gattung Spiranthes zeigen sich nahezu kosmopolitisch verbreitet. Das Zentrum ihrer Artenvielfalt befindet sich in Nord- und Mittelamerika. Im Norden Südamerikas weist die Gattung ebenfalls ein hohes Vorkommen auf. Ferner gedeihen Arten in Asien, Nordafrika und Europa. Das südost-asiatische Gebiet erstreckt sich über die indonesischen Inseln und Australien bis nach Neuseeland. Spiranthes wachsen bis in Höhenlagen von 3600 Metern. Nutzung In unseren Breiten dienen Drehwurzen in seltenen Fällen als Gartenpflanze. Einige Arten sind in wilder Form stark bedroht oder vom Aussterben bedroht. Teilweise finden sie sich im Gartenhandel als Zierpflanzen. Allerdings ist es schwer, Drehwurzen-Arten käuflich zu erwerben.
F1 Hybrid
Frostproof
Diese kälteresistente Orchidee bevorzugt feuchte bis nasse, leichte, saure und humusreiche oder torfige Böden, sogar leicht sumpfige. Sie wird im Halbschatten oder in der nicht brennenden Sonne (wenn der Boden feucht bleibt) platziert, wo sie sich in mehr oder weniger dichten Kolonien ausbreitet, wenn ihr die Bedingungen gefallen. Es wird empfohlen, verwelkte Blumen zu schneiden, um zu verhindern, dass die Pflanze sich erschöpft, um Samen zu produzieren, die sowieso nicht leicht keimen. Achten Sie auf Schnecken, die junge Blätter mögen! Standort Drehwurzen bevorzugen gemäß ihrem natürlichen Vorkommen sonnige, luftige und offene Plätze. Sie gedeihen in lichten Wäldern oder auf luftigem Grasland. Sie gelten als enorm anpassungsfähig, gedeihen am besten auf leicht trockenen bis frischen Untergründen. Manche Arten zeigen ein spezialisiertes Anpassen an nasse Böden oder sporadisch überflutete Standorte. Der bei uns beheimatete Herbst-Drehwurz steht gerne auf Magerweiden mit kalkarmem Untergrund. Der vom Aussterben bedrohte Sommer-Drehwurz bevorzugt Kalk-Niedermoore sowie Kalk-Quellsümpfe. Pflege/Schnitt Im Vergleich zu ihren Verwandten, den Orchideen, zeigen sich Drehwurzen anspruchslos und pflegearm. Staunässe vertragen sie nicht, da diese zur Wurzelfäule führt. Standort Licht: Sonnig bis leicht halbschattig, keine extreme Mittagshitze. Boden: locker, humos, gut drainiert, frisch bis leicht trocken, leicht sauer bis neutral Pflanzung Zeitpunkt: Frühjahr oder Herbst. Rhizome/Knollen: Flach setzen, sie breiten sich langsam aus. Abstand: 15–20 cm, da sie kleine Horste bilden. Pflege Bewässerung: je nach Art wenig bis mäßig gießen, keine Staunässe Düngung: Keine regelmäßige Düngung nötig, da sie nährstoffarme Böden bevorzugen. Winterhärte: Viele Arten sind bis –15 bis –20 °C frosthart. Vermehrung: Vegetativ durch Teilung der Rhizome. Besonderheiten Blütezeit: Spätsommer bis Herbst (August–Oktober), oft wenn andere Orchideen schon verblüht sind.
Light requirement
Sunny
Water requirement
Moist
Soil
Medium (loamy)
Nutrient requirement
Low
Plant distance
15 cm
Row spacing
20 cm
Seeding depth
3 cm
Powdery mildews
Land snails
Aphids