Spindelsträucher

Spindelsträucher

Euonymus

Plant family

Also known as

Pfaffenhütchen

Season Overview

Propagating

Planting

Harvest

J

F

M

A

M

J

J

A

S

O

N

D

1ST YEAR

FROM YEAR 7

Details

Light requirement

Sunny

Water requirement

Moist

Soil

Medium (loamy)

Nutrient requirement

Medium

Dark germinator

Germination temperature

15 - 20 °C (Degrees Celsius)

Plant distance

200 cm

Row spacing

200 cm

Seeding depth

1.5 cm

Instructions

Description

Die Spindelsträucher (Euonymus) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Spindelbaumgewächse (Celastraceae). Der deutsche Gattungsname weist auf die frühere Verwendung des Holzes hin, das der Verarbeitung zu Spindeln oder Schuhnägeln, Orgelpfeifen oder Stricknadeln diente. Unter dem Namen "Korkflügelstrauch" wird man in der Baumschule fündig, einige Arten tragen nämlich feine Rindenleisten an den Zweigen. Spindelstrauch-Arten sind verholzende Pflanzen: Sträucher oder kleine Bäume, manche Arten sind kriechend bis kletternd. Sie sind immergrün oder laubabwerfend. Die Pflanzenteile sind meist unbehaart, selten sind sie flaumig behaart. Die Gattung Euonymus wird in zwei Untergattungen gegliedert: Untergattung Kalonymus: Mit geflügelten Kapselfrüchten. Untergattung Euonymus: Mit ungeflügelten Kapselfrüchten. In der Gattung der Spindelsträucher (Euonymus) gibt es 130 bis 176 Arten. Verbreitung Spindelsträucher kommen in Europa, Asien und in den gemäßigten Regionen Nordamerikas sowie Australiens vor. Zu den bekanntesten Arten in unseren Breiten zählt das Pfaffenhütchen. Allein in China gibt es 50 endemische Arten, also Pflanzen, die nur dort vorkommen. In Mitteleuropa ist die Gattung mit drei Arten vertreten: - Gewöhnlicher Spindelstrauch (Syn.: Gewöhnliches Pfaffenhütchen; Euonymus europaeus), einer häufigen Strauchart mit weiter, flächendeckender Verbreitung - Breitblättriges Pfaffenhütchen (Syn.: Breitblättriger Spindelstrauch, Voralpen-Spindelstrauch; Euonymus latifolius), das vorwiegend in den Alpen und dem Alpenvorland vorkommt - Warziger Spindelstrauch (Euonymus verrucosus) mit (süd-)osteuropäischem (pannonischem) Verbreitungsschwerpunkt wie Österreich, Tschechien etc. Wuchs Spindelsträucher sind in ihrer Erscheinung variantenreich. Es gibt strauchartige Pflanzen, kletternde oder baumartige Arten sowie kriechende Bodendecker. Kletternde Pflanzen wachsen am besten an einer Mauer, an einem Zaun oder an anderen Kletterhilfen empor. Einige Sträucher wachsen verzweigt, andere besitzen markante Rindenformen mit typischen Korkleisten. Der Spindelstrauch wird je nach Art zwei bis fünf Meter hoch und bildet im Alter eine mehr oder weniger stark ausladende Krone mit oft dichter Verzweigung. Die Gartenformen der Kriech- oder Kletterspindel (Euonymus fortunei) können mit einer geeigneten Kletterhilfe ähnliche Höhen erreichen, bleiben aber in der Regel kleiner. Ein typisches Erkennungsmerkmal aller Spindelsträucher sind die vierkantigen Zweige: Die Rinde der meisten Arten ist mit vier mal stärker, mal schwächer ausgeprägten Korkleisten besetzt. Blatt Aufgrund der vielen Euonymus-Arten sind nur generelle Aussagen zur Blattform möglich. Die Laubblätter stehen meist gegenständig, seltener wirtelig. Die Form ist einfach, der Blattrand glatt, gesägt oder gebuchtet. Die Pflanzen bilden Nebenblätter. Blattgrößen und -farben sind bei den unterschiedlichen Arten verschieden. Einige Arten entwickeln ein dekoratives Herbstlaub, das verwelkt und abfällt. Andere Arten sind immergrün. Alle sommergrünen Arten zeigen im Herbst eine intensive orangefarbene bis rote Blattfärbung mit starker Leuchtkraft. Auch die immergrüne Kletterspindel färbt ihr Laub im Herbst und Winter leicht rosafarben bis rötlich. Blüte Die Gattung der Spindelsträucher bildet meist achselständige, zymöse Blütenstände im Frühjahr (Mai) aus. Die grünlichgelben Blüten sind zwittrig und vier- bis fünfzählig. Die markanten Kronblätter sind leuchtend hellgelb bis purpur- oder karminrot. Der wulstige Blütenboden ist ringförmig und vier- oder fünflappig. Die bis zu fünf Fruchtblätter der Blüten sind zu einem Fruchtknoten zusammengewachsen. Frucht Die Kapselfrüchte der Gattung Euonymus sind kugelig und vier- oder fünffächerig. Bei einigen Arten sind sie bis zu fünfgelappt und gerippt oder geflügelt. Die ellipsenförmigen Samen im Innern sind von einem roten oder orangefarbenen fleischigen Mantel mehr oder weniger umhüllt. Nutzung Zahlreiche Spindelsträucher sind aufgrund ihrer leuchtenden Kapselfrüchte und wegen ihres dekorativen Laubes beliebte Ziersträucher in Gärten und Parkanlagen. Einige Arten bilden durch einen regelmäßigen Schnitt immergrüne Hecken oder Bodendecker. Diese lassen sich als Blattschmuckpflanzen in Beeten mit Gräsern oder Stauden kombinieren. Zahlreiche Euonymus-Pflanzen sind für die Kübelhaltung geeignet und bilden auf Terrasse oder Balkon einen ganzjährigen Zierwert. Die immergrünen Arten geben Garten und Staudenbeeten über den Winter Struktur. Außerdem verschönern immergrüne rankende Spindelsträucher ganzjährig Mauern oder Betonwände. Pfaffenhütchen sind im Herbst und Winter ein wichtiges Nährgehölz für Vögel.

Origin:

Europa, Himalaja, Indien, China, Japan, Malaysia, Madagaskar, Nordamerika

Growing tips

🌞 Standort & Boden • sonnig bis halbschattig • Windverträglich • humos, normaler Gartenboden • pH-Wert: 6-7 (neutral) • nährstoffreicher Boden • gut drainiert, durchlässig, keine Staunässe 🌱 Aussaat & Pflanzung • Vorbereitung: Samen gründlich abwaschen / 24h einweichen • Stratifikation: 8-12 Wochen bei 2-6°C lagern / manche Samen brauchen 2 Winter • Vorkultur: ab Oktober/November • Substrat: locker, durchlässig (Aussaaterde + Sand) • Standort: hell / keine direkte Sonne • Keimtemperatur: 15-20 °C • Keimdauer: mehrere Wochen-Monate • Saattiefe: 1-2 cm (Dunkelkeimer) • Pflanzzeit: ganzjährig (frostfrei) / Frühjahr, Herbst • gleichmäßig leicht feucht halten • über Stecklinge: Frühjahr – Frühsommer / 20-24°C / 3-6 W. • Pflanzabstand: je nach Art 25-300 cm 💧 Pflege • wenig Pflege • Gießen: regelmäßig, wenig-mäßig (je nach Art) • Düngung: mäßig (Kompost, Hornspäne, organischer Dünger im Frühjahr) leichte Nachdüngung im Juli / Japonicus brauchen etwas mehr 🌾 Schnitt & Ernte • Früchte: giftig • Rückschnitt: schnittverträglich (je nach Art) Panaschierte Sorten nicht zu stark beschneiden • Schnitt: je nach Art ❄️ Winterschutz • winterhart • Japanischer Spindelstrauch mit leichtem Winterschutz bzw. an geschützten Stellen • Staunässe vermeiden 🌿 Gute Nachbarn • Purpurglöckchen, Lavendel, Hortensien • Zwergkoniferen (Thuja, Wacholder, Scheinzypresse) • Storchschnabel, Waldsteinia, Immergrün • Deutzia, Weigelie, Forsythie • Steppen-Salbei, Katzenminze, Prachtkerze, Glockenblumen • Sedum (Fetthenne), Hauswurz, Günsel, Taubnessel • Sommer-Spierstrauch, Fingerstrauch, niedrige Berberitze, Zwerg-Hartriegel • Lampenputzergras, Japanisches Berggras, Carex, Festuca • Astilbe, Funkien, Farne 🚫 Schlechte Nachbarn • hohe Stauden (Rittersporn, Sonnenhut, Astern) • Rhododendron, Azaleen, Bambus, Kirschlorbeer • Große, flachwurzelnde Gehölze (Birke, Fichte, Weide) • Stark zehrende Pflanzen (Tomaten, Kürbis, Zucchini) • wuchernde Bodendecker (Efeu, Giersch, Himbeere) 🍂 Krankheiten • Wurzelfäule • Mehltau • Blattflecken 🐌 Schädlinge • Blattläuse • Schildläuse • Schwarze Bohnenlaus • Gespinstmotte

Diseases

Echter Mehltau

Wurzelfäule

Pests

Raupen

Schwarze Bohnenlaus

Schildläuse

Blattläuse

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