Erdmandel

Erdmandel

Cyperus esculentus

Pflanzenfamilie

Sauergrasgewächse (Cyperaceae)

Auch bekannt als

Tigernuss, Erdnuss, Chufa, Amandes de Terre, Zypergras-Knolle, Gelbe Nuss-Segge

Anbaupause Fruchtwechsel

3 Jahre

Saisonübersicht

Voranzucht

Pflanzung

Ernte

Ernte

J

F

M

A

M

J

J

A

S

O

N

D

1. JAHR

FOLGEJAHRE

Details

Lichtbedarf

Sonnig

Wasserbedarf

Feucht

Boden

Leicht (sandig)

Nährstoffbedarf

Niedrig

Dunkelkeimer

Keimtemperatur

20 - 24 °C (Grad Celsius)

Pflanzabstand

20 cm

Reihenabstand

30 cm

Saattiefe

5 cm

Anleitungen

Beschreibung

Die Erdmandel (Cyperus esculentus), auch als Tigernuss bekannt, ist eine Pflanzenart der Gattung Zypergräser (Cyperus) innerhalb der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae). Sie ist in den Tropen und Subtropen bis nach Nordamerika beheimatet. Als historischer deutschsprachiger Trivialname ist auch die Bezeichnung Erdnuss belegt. Sie ist jedoch nicht zu verwechseln mit der tatsächlichen Erdnuss, die einer völlig anderen Pflanzenfamilie angehört. Die Erdmandel stammt vermutlich aus dem Mittelmeergebiet oder Westasien. Erdmandeln zählen in vielen Regionen zu den aggressiven Neophyten, die indigene Pflanzenarten verdrängen. Die Erdmandel ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die üblicherweise eine Wuchshöhe von 60, selten bis 100 Zentimetern erreicht. Sie bildet lange, unterirdische Ausläufer mit knolligen Verdickungen, die Durchmesser bis 15 Millimeter aufweisen. Die aufrechten Stängel sind dreikantig und haben einen weißen Streifen. Die hellgrünen, V-förmigen, parallelnervigen, einfachen Laubblätter sind 5 bis 10 Millimeter breit. Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Der Blütenstand enthält zahlreiche lange, laubblattähnliche Hochblätter und bis zu 10 Zentimeter lange Ähren. Diese weisen am Rücken gerundete, gelblich-braune Spelzen mit deutlichen Nerven auf. Die Blüten sind weiß. Die braunen, runden, meist erbsengroßen, stark ölhaltigen Knollen sind essbar und werden in Südeuropa und Westafrika gehandelt. Sie sind in Frankreich als Amandes de terre bekannt, in Spanien als Chufa. Der Geschmack der Knollen erinnert an Haselnüsse oder Mandeln. Im Gegensatz zu den Rhizomen und Knollen der üblichen Wurzelunkräuter bleiben die Knollen der Erdmandel nach der Trocknung über Jahre austriebsfähig. Die vegetative Vermehrung dürfte vor allem über Rhizom-Bruchstücke erfolgen. Eine weitere Verbreitung erfolgt über Feldmäuse, die sie als Wintervorrat in ihren Bau verschleppen. Die Knollen sind nicht frosthart, da sie jedoch in einer Tiefe von 10–30 cm liegen, sterben sie nur bei starkem Dauerfrost ab. In der Valencianischen Gemeinschaft wird die Erdmandel im Landkreis Huerta Norte angebaut. Dort wird aus den Erdmandeln das Getränk Horchata de Chufa (Erdmandelmilch) hergestellt. In ähnlicher Weise wie die Horchata lässt sich auch ein Likör herstellen. Erdmandelflocken werden bei Darmträgheit oder auch als Reduktionskost genutzt, da das Hungergefühl durch die Ballaststoffe unterdrückt wird. Zudem ist die Tigernuss ein beliebter Köder beim Karpfenangeln.

Herkunft:

Mittelmeerraum, Westasien

Anbautipps

🪴 Voranzucht • Knöllchen 12–24 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen • Substrat: lockere, sandige Erde oder Anzuchterde mit etwas Sand. • Drainage ist wichtig. • Knöllchen ca. 3–7 cm tief setzen. • Leicht angießen, nicht durchnässen. • Warm und hell – ideal sind 20–24 °C. • Fensterbank, Gewächshaus oder Zimmergewächshaus funktionieren gut. • Erde gleichmäßig feucht halten, aber nie nass. • Keimdauer: Je nach Temperatur 7–21 Tage. • Sobald die ersten Halme erscheinen, etwas kühler stellen (ca. 18–20 °C). • Wenn die Pflanzen 10–15 cm hoch sind, in größere Töpfe setzen. • Weiterhin hell und warm halten. • Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) auspflanzen. • Abstand: 20–30 cm • Boden gut lockern und mulchen. 🌱 Standort & Boden • Sonnig und warm – je mehr Sonne, desto besser entwickeln sich die Knöllchen. • Lockerer, sandiger Boden • Gute Drainage – Staunässe vermeiden, sonst faulen die Knollen. • PH-Wert: 6,0 – 7,5 💧 Pflege • Regelmäßig gießen, besonders im Sommer. Erdmandeln mögen es gleichmäßig feucht. • Mulchen hilft, Feuchtigkeit zu halten und Unkraut zu reduzieren. • Düngung: Einmal Kompost beim Pflanzen reicht meist völlig. 🌿 Wachstum & Kontrolle • Erdmandeln bilden viele Ausläufer. • In kleinen Gärten lohnt sich Anbau in großen Kübeln (mind. 20–30 Liter), um die Ausbreitung zu kontrollieren • Bei großflächigerem Anbau Wurzelsperre empfohlen 🧺 Ernte & Verarbeitung • Erntezeit: Oktober bis November, wenn das Laub gelb wird und abstirbt. • Knollen vorsichtig ausgraben, gründlich waschen und trocknen. • Nach dem Trocknen sind sie monatelang haltbar und können eingeweicht, gemahlen oder geröstet werden. ❄️ Überwinterung • Erdmandeln sind nicht vollständig winterhart. • Ein paar Knollen trocken lagern und im nächsten Frühjahr wieder pflanzen. 🌿 Gute Nachbarn • Mais, Bohnen, Erbsen • Zwiebeln, Knoblauch • Thymian, Oregano, Rosmarin, Salbei, Lavendel ✔️ Gute Nachbarn im Kübel • Süßkartoffeln, Chili / Paprika, Tomaten, Auberginen 🚫 Schlechte Nachbarn • Kartoffeln, Karotten, Rote Bete • Kürbis / Zucchini • Sellerie • Kohlgewächse, Rübsen, Raps 🐛 Häufige Schädlinge • Drahtwürmer • Wühlmäuse • Blattläuse 🍂 Krankheiten • Wurzelfäule • Pilzbefall (z.B. Fusarium)

Krankheiten

Fusariose

Wurzelfäule

Schädlinge

Blattläuse

Drahtwürmer

Wühlmäuse

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