Äthiopische Eierfrucht

Äthiopische Eierfrucht

Pflanzenfamilie

Saisonübersicht

Voranzucht

Pflanzung

Ernte

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Details

Lichtbedarf

Sonnig

Wasserbedarf

Feucht

Boden

Leicht (sandig)

Nährstoffbedarf

Hoch

Pflanzabstand

35 cm

Reihenabstand

55 cm

Saattiefe

0.5 cm

Anleitungen

Beschreibung

Die Äthiopische Eierfrucht (Solanum aethiopicum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Nachtschatten (Solanum) in der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Ihre Sorten werden als Fruchtgemüse angebaut. Verbreitung Die Äthiopische Eierfrucht oder Afrikanische Aubergine hat natürliche Vorkommen in Äthiopien und in Eritrea. Durch Kultur wurde die Art aber in zahlreichen Ländern Afrikas, Südasiens und in Nord- und Südamerika eingeführt. Wuchs Die Äthiopische Eierfrucht ist eine einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 70 cm erreichen kann. Sie ist mit gestielten oder aufsitzenden, fünf- bis neunstrahligen, sternförmigen Trichomen behaart. Die Stängel sind mit 2-5 mm langen, an der Basis 1-2 mm breiten, geraden oder leicht gebogenen Stacheln besetzt. Blatt Die oberen Laubblätter stehen oft in ungleich geformten Paaren. Der Blattstiel ist 2-7 cm lang. Die Blattspreite ist eiförmig bis langgestreckt-eiförmig und erreicht eine Länge von 10-20 cm sowie eine Breite von 6-14 cm. Die Blattspreite ist unregelmäßig wellig unterteilt, die Spitze kann zugespitzt oder auch stumpf sein. Die Unterseite ist mit einfachen und sternförmigen Trichomen besetzt, entlang der Blattadern ist die Behaarung fein filzig und besteht nur aus sternförmigen Trichomen, oftmals stehen dort auch pfriemförmige Stacheln mit einer Länge von 3-7 mm. Blüte Durch Konkauleszenz stehen die Blütenstände außerhalb der Blattachseln. Sie sind traubig aufgebaut, bestehen aus nur wenigen Blüten und stehen an einem 1-1,5 cm langen Blütenstandsstiel. Der Blütenstiel ist 5-12 cm lang und mit 0,2-2 mm langen Stacheln besetzt. Die Blüten sind meist fünfzählig, können an kultivierten Pflanzen auch sechs- bis neunzählig sein. Der Kelch ist glockenförmig, 5-7 mm lang und 3-4 mm breit und mit leicht unregelmäßigen, eiförmigen bis eiförmig-lanzettlichen Zipfeln besetzt. Die Krone ist weiß oder leicht violett gefärbt, sternenförmig oder sternenförmig-radförmig. Sie erreicht einen Durchmesser von 1,5-2,5 cm, der Kronsaum ist etwa 6,5 mm breit. Frucht Die Früchte sind orange bis rot gefärbte Beeren mit einem Durchmesser von 1,5-3 cm, selten werden sie auch bis zu 5 cm groß. Oftmals sind sie vier- bis sechsmal längs gefurcht. Sie enthalten nierenförmige Samen mit einem Durchmesser von 2-3,5 mm. Nutzung Die reifen Früchte der Äthiopischen Eierfrucht werden roh oder gegart gegessen, sie gelten auch als Heilmittel gegen Koliken und Blähungen. Auch die Blätter werden als Nahrungsmittel genutzt, vor dem Verzehr werden sie meist gekocht. Untersuchungen konnten nachweisen, dass die Blätter eine leichte krampflösende Wirkung haben.

Anbautipps

🌞 Standort & Boden • sonnig bis vollsonnig, warmer Standort • Windgeschützt, aber luftig • Optimal: Südwand, Gewächshaus, Folientunnel oder Balkon in voller Sonne • Je mehr Wärme, desto schneller und reichhaltiger die Fruchtbildung • humos, locker (Ideal: Tomaten-/Gemüseerde + 20 % Perlite oder Sand) • nährstoffreicher Boden • gut drainiert, durchlässig, keine Staunässe 🌱 Aussaat & Pflanzung • Vorkultur: Februar bis Anfang April • Je früher, desto besser - Auberginen brauchen viel Wärme und lange Entwicklungszeit • Keimtemperatur: 24-28 °C • Keimdauer: 7-21 Tage • Saattiefe: 0,5 cm (Lichtkeimer) • Substrat: Feine, lockere Aussaaterde (mit 10-20% Perlite) • leicht anfeuchten • Pikieren: bei 1. richtigem Blattpaar, nährstoffreichere Erde, 18-20°C • Ab 20-25 cm Höhe Stab zum Anbinden • Pflanzung: Mitte bis Ende Mai • Pflanzabstand: 30-40 cm • Reihenabstand: 50-60 cm 💧 Pflege • Gießen: wenig, gleichmäßig feucht, immer bodennah • Grunddüngung: Kompost oder gut verrotteter Mist im Frühjahr • Düngung: Starkzehrer (wöchentlich Flüssigdünger / Langzeitdünger) • Haupttrieb aufbinden • Seitentriebe nur leicht auslichten • Mulchen 🌾 Ernte • Erntezeit: August bis Oktober • fortlaufend ernten für neuen Fruchtansatz • Blätter & Früchte essbar • Reife: wenn die Schale glänzt und leicht nachgibt • Junge Früchte schmecken milder ❄️ Winterschutz • Nicht frosthart • Überwinterung möglich: hell, 10-15°C, wenig gießen • Staunässe vermeiden 🌿 Gute Nachbarn • Basilikum, Ringelblume, Tagetes, Borretsch • Bohnen, Erbsen, Spinat, Salat, Knoblauch • Sonnenhut, Katzenminze, Phlox, Schafgarbe, Ziergräser, Kosmeen, Mageriten • Oregano, Thymian, Bohnenkraut, Zitronenmelisse, Dill, Koriander • Schnittlauch, Zwiebeln, Mangold, Möhren • Pastinaken, Rote Bete, Schwarzwurzel, Sellerie • Potentilla, Spierstrauch, Sommerflieder, Rosen niedrig • Minze (im Topf), Beinwell, Sonnenblume • Erdbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren 🚫 Schlechte Nachbarn • Tomaten, Kartoffeln, Paprika, Chili, Aubergine • Kohl-, Kürbisgewächse, Rübsen, Raps, Mais, Fenchel, Wermut, Salbei • Storchschnabel, Frauenmantel, Rittersporn, Lavendel, Gliedkräuter, Lupine • Sedum, Hauswurz • Waldmeister, Astilben, Topinambur, Efeu, Giersch, Liebstöckel • Farne, Funkien, Bambus, Schilf, Begonie, Nieswurz, Purpurglöckchen • Haselnuss, Holunder, Liguster, Forsythie, Hortensien • Walnuss, Ahorn, Birke, Weide, Kastanie, Rhododendron, Weigelie • Himbeeren, Heidelbeeren 🍂 Krankheiten • Echter und Falscher Mehltau • Verticillium-Welke • Grauschimmel • Blattfleckenkrankheiten • Mosaikviren (z.B. TMV) • Wurzelfäule 🐌 Schädlinge • Blattläuse • Weiße Fliege • Raupen, Kohlweißling • Miniermotten • Spinnmilben • Thripse • Kartoffelkäfer • Schnecken

Schlechte Nachbarn

Abessinischer Kohl / Äthiopischer Senf

Ahorne

Aubergine

Begonien

Beifüße

Chili

Efeu

Farne

Fenchel

Forsythien

Frauenmäntel

Funkien

Gemüsefenchel

Gemüsekohl - Baumkohl / Ewiger Kohl

Gemüsekohl - Blumenkohl / Romanesco

Gemüsekohl - Brokkoli

Gemüsekohl - Flower Sprouts / Kohlröschen

Gemüsekohl - Futterkohl

Gemüsekohl - Grünkohl / Braunkohl

Gemüsekohl - Kai-Lan / Chinesischer Brokkoli

Gemüsekohl - Kohlrabi

Gemüsekohl - Palmkohl / Schwarzkohl

Gemüsekohl - Rippenkohl / Portugiesischer Kohl

Gemüsekohl - Rosenkohl

Gemüsekohl - Rotkohl / Roter Spitzkohl

Gemüsekohl - Weißkohl / Weißer Spitzkohl

Gemüsekohl - Wildkohl / Urkohl

Gemüsekohl - Wirsing / Butterkohl

Gemüsekohl - Zierkohl

Geranie / Pelargonie

Gliedkräuter

Gräser - Bambusse

Gräser - Schilfrohre, Pfahlrohre, Rohrkolben

Haselnuss

Heidelbeere / Blaubeere

Himbeere

Holunder

Hortensien

Jaltomaten

Kartoffel

Lavendel

Liebstöckel

Liguster

Lupinen

Mais

Meerkohle

Nachtschatten (Sonstige)

Nieswurzen

Paprika

Prachtspieren

Purpurglöckchen, Silberglöckchen

Raps

Raps - Scheerkohl / Sibirischer Kohl

Raps - Steckrübe

Rhododendron

Rittersporn

Rosskastanie

Rübsen - Chinakohl

Rübsen - Choy Sum / Chinesischer Blütenkohl

Rübsen - Komatsuna

Rübsen - Mizuna

Rübsen - Ölrübsen

Rübsen - Pak Choi

Rübsen - Speiserübe

Rübsen - Stängelkohl

Rübsen - Stielmus

Rübsen - Tatsoi

Rübsen - Wilde Rübsen

Salbei

Sukkulenten - Dickblattgewächse

Tomate (Fleischtomate / Großfruchtige)

Tomate (Kleinfruchtige)

Tomate (Salattomate / Normalfruchtige)

Tomate (Wildtomate)

Topinambur

Waldmeister

Walnussgewächse

Weiden

Weigelie

Krankheiten

Septoria-Blattfleckenkrankheit

Grauschimmel

Falscher Mehltau

Eckige Blattfleckenkrankheit

Echter Mehltau

Wurzelfäule

Schädlinge

Thripse

Spinnmilben

Schnecken

Raupen

Minierfliegen

Kohlweißling

Kartoffelkäfer

Erdraupen

Blattläuse

Weiße Fliege

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