Zehrwurzen / Taros

Zehrwurzen / Taros

Colocasia

Pflanzenfamilie

- sonstige -

Auch bekannt als

Elefantenohrpflanze, Wasserbrotwurzel, Kolokasie, Taioba, Eddo, Eddro, Dasheen, Cocoyam, Macabo, Mankani, Koko, Lambo, Ede, Gabi, Mana Ele Ele

Anbaupause Fruchtwechsel

3 Jahre

Saisonübersicht

Voranzucht

Pflanzung

Ernte

Ernte

J

F

M

A

M

J

J

A

S

O

N

D

1. JAHR

FOLGEJAHRE

Details

Lichtbedarf

Halbschattig

Wasserbedarf

Feucht

Boden

Mittelschwer (lehmig)

Nährstoffbedarf

Hoch

Dunkelkeimer

Keimtemperatur

22 - 28 °C (Grad Celsius)

Pflanzabstand

70 cm

Reihenabstand

70 cm

Saattiefe

8 cm

Anleitungen

Beschreibung

Colocasia, auch Zehrwurz genannt, ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Die bis zu 20 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien verbreitet. Taro (Colocasia esculenta) ist eine wichtige tropische Nahrungspflanze. Colocasia-Arten wachsen als große, immergrüne oder saisonal grüne, ausdauernde krautige Pflanzen, die je nach Art niedrige bis für krautige Pflanzen riesige Wuchshöhen erreichen. Sie enthalten Milchsaft. Sie bilden oft Rhizome oder selten Stolone und meist einen kurzen „Stamm“, an dem die Blätter schraubig angeordnet sind. Die einfachen Laubblätter sind gestielt und können zwischen 20-150 cm lang werden. Blätter und Blütenstände sind gleichzeitig vorhanden. Colocasien sind einhäusig getrennt-geschlechtlich (monözisch). Wie bei den Aronstabgewächsen üblich besteht der Blütenstand aus einem Blütenstandschaft, einem Hochblatt (Spatha) und dem Kolben (Spadix). Im Kolben gibt es weibliche, sterile und männliche Abschnitte. Es werden Beeren mit einigen bis vielen Samen gebildet. Colocasia-Arten sind Nahrungspflanzen für Raupen einiger Schmetterlingsarten (Lepidoptera), beispielsweise der Gattung Palpifer: Palpifer murinus und Palpifer sexnotatus. Der Taro (Colocasia esculenta) ist eine Pflanzenart in der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Er ist als Nutzpflanze für den Menschen von Bedeutung. Die stärkehaltigen Rhizome werden gekocht oder geröstet verzehrt. Andere Bezeichnungen für Taro sind Wasserbrotwurzel, Kolokasie, Taioba, Eddo, Eddro und Dasheen, Cocoyam, Macabo, Mankani, Koko, Lambo, Ede, Elefantenohrpflanze, Gabi. Verbreitung Heute ist Taro pantropisch verbreitet, an den meisten Standorten wurde er aber durch den Menschen eingeführt. Forschungen lassen vermuten, dass der ursprüngliche, wilde Taro von der Malaiischen Halbinsel stammt, es aber auch natürliche Vorkommen in Indien gab, wo die Art bereits um 5000 v. Chr. kultiviert wurde. Von dort breitete sich die Art durch den Menschen zunächst in ganz Südostasien, in China und auf Japan aus. Andere Forscher behaupten, dass es auch auf Neuguinea ursprüngliche Taro-Vorkommen gab. In den Pazifik gelangte Taro bereits bei der ersten Besiedlung der Inseln vor bis zu 3500 Jahren. Die größten Tarobestände finden sich in Anpflanzungen auf Feldern oder Wasserfeldern. Wilder Taro bildet oft große Kolonien an feuchten Standorten an Flüssen, Kanälen oder Teichen. Kolonien gibt es aber auch an feuchten Stellen in Wäldern oder in Sumpfgebieten. Wuchs Taro ist eine immergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 1 und 2 Metern erreicht. Die Pflanzen bilden ellipsoide bis keulenförmige Rhizome aus, die sowohl vertikal wie auch horizontal im Boden wachsen. Die kartoffelähnlichen Rhizome sind fleischig und haben einen durchschnittlichen Durchmesser von 3-5 cm. Bei Zuchtformen erreichen die Rhizome Durchmesser bis zu 15 cm. Sie haben eine braune, raue Schale mit vereinzelten, dünnen Wurzelfäden und ringförmigen Narben, die das weißliche, oft bräunlich bis violett gefleckte, bis violette, stärkereiche „Fleisch“ umgibt. Sie können 3,5 bis 4 kg, in Einzelfällen bis zu 24,5 kg schwer werden. Neben den Rhizomen bildet Taro lange, sich horizontal ausbreitende Stolonen aus. Die Stolonen bilden verdickte Nodien. Blatt Jede Pflanze bildet 2, 3 oder mehr einfache, pfeil- bis herzförmige, exzentrisch zum Spreitengrund hin gestielte Schildblätter (d. h. der Blattstiel sitzt an der Spreitenunterseite an) mit abgerundeten Lappen. Die Blätter können hängend, horizontal sowie aufrecht mit der Spitze nach oben oder nach unten am Stiel stehen. Manchmal ist der Blattgrund auch oberseits eingefaltet bis muschelförmig. Die weichen, lederartigen, glatten, samtigen Blattspreiten sind unbehaart und grün, dunkelgrün, manchmal auch weißlich oder bläulich-violett panaschiert, an der Unterseite blasser. Es gibt auch Variationen mit blau-violetten oder mit leicht bläulichen, auch mit schwarzblauen und orange-bläulichen Blättern. Die Spreitenoberfläche ist wachsartig und wasserabweisend. Die Spitze ist spitz- bis stumpfwinklig oder zugespitzt, gelegentlich auch bespitzt. Die Blattränder sind ganzrandig bis buchtig und oft leicht gewellt oder teilweise umgebogen. Die Spreiten messen normalerweise zwischen 10 und 45 cm in der Länge und 10-35 Zentimeter in der Breite, können aber auch bedeutend größer werden (bis 80 cm). Sie werden aufgrund ihrer Größe auch als „Elefantenohren“ bezeichnet. Die Nervatur ist weißlich bis violettlich oder bräunlich, es gibt aber auch Variationen mit purpurner Nervatur und Rändern. Es sind drei primäre Hauptnerven vorhanden, einer mittig zur Spitze hin und zwei zu den basalen Lappen. Die sekundären lateralen Adern verlaufen vom basalen Punkt schräg, parallel vorwärts und rückwärts, die tertiären sind netzartig ausgebreitet. Die normalerweise grünen, nach oben verjüngenden, aufrechten bis auswärts gebogenen, glatten Blattstiele sind basal reitend angeordnet und zwischen 20-80 cm lang. Der untere Teil, ein Drittel bis die Hälfte, ist oberseits auslaufend rinnenförmig, die Rinnenränder sind teils eingerollt. Das Innere der Blattstiele ist schwammartig (sukkulent) mit Luftblasen. Es gibt Variationen mit teils orangen sowie rötlichen oder dunkelvioletten Stielen. Blüte Wie bei den Aronstabgewächsen üblich, besteht der Blütenstand aus einem Blütenstandschaft, einem Hochblatt (Spatha) und dem Kolben (Spadix). Es wird zumeist ein einzelner Blütenstand auf einem 15-50 cm hohen Schaft gebildet. Die lanzettliche Spatha wird zwischen 10-40 cm lang und bis 6 cm breit. Auf den unteren 4-5,5 cm bildet sie einen bis 2 cm durchmessenden grünen Tubus, der sich dann nach der Fruchtreife öffnet. Die Spatha ist cremefarben bis goldgelb und kapuzen-, bootförmig (cymbiform), mit einer eingerollten Spitze. Sie umgibt den etwas vorstehenden Spadix meist rückseitig. Sie kann aber unterschiedlich ausgeformt sein, zurückgebogen, -gerollt, nach hinten hängend, verdrillt, sowie zurückgerollt und vorgebogen oder auch flach nach hinten abstehend. Die sterilen Blüten sind cremefarben bis gelblich und messen etwa 0,5 mm im Durchmesser.  Frucht Die Früchte sind grüne oder rötlich-orange, ellipsoide, etwa 3-5 mm durchmessende Beeren. Die ovoiden, längs gerippten, hellgelblich-bräunlichen Samen sind zwischen 1-1,5 mm lang und etwa 0,8 mm breit; es können bis zu 50 Stück pro Beere enthalten sein. Die Tausendkornmasse beträgt nur 0,2 Gramm. Nutzung Taro wird auf der Malaiischen Halbinsel vermutlich seit mehr als 7000 Jahren als Nahrungspflanze kultiviert. Heute ist Taro eine bedeutende Kulturpflanze. Genutzt werden vorwiegend die stärkehaltigen Rhizome der Pflanze. Diese bestehen zu zwei Dritteln aus Wasser und etwa zu einem Drittel aus Kohlenhydraten, zumeist Stärke. Der Proteingehalt beträgt sieben Prozent der Trockenmasse. In den Anbauländern werden aber auch fast alle anderen Pflanzenteile gegessen; besonders Blattstängel und Blätter sind proteinreich. In Hawaii ist die dort Kalo genannte Pflanzenart eine der wichtigsten traditionellen Nutzpflanzen mit großer kultureller Bedeutung. Aus den Rhizomen wird Poi, eine Paste, hergestellt. In einigen Gegenden wird aus den Rhizomen auch Mehl produziert; dazu werden die Knollen mit schwefliger Säure behandelt, getrocknet und dann gemahlen. Auch als Viehfutter ist Taro von Bedeutung; überschüssige oberirdische Pflanzenteile werden in der Regel an Vieh verfüttert. Die geriebenen Taro-Rhizome (Knollen) werden in der Naturheilkunde in kühlenden Umschlägen zur Behandlung von zum Beispiel Prellungen, Zerrungen, Entzündungen verwendet.

Herkunft:

Malaiische Halbinsel, Indien, Südostasien, China, Japan

Anbautipps

🌞 Standort & Boden • sonnig-halbschattig, indirekt (Morgen- oder Abendsonne), warmer Standort • Windgeschützt • humos, lockerer, leicht lehmig, tiefgründig, leicht feucht • nährstoffreich, viel Kompost • leicht sauer bis neutral (pH 5,5-7) • gut drainiert, durchlässig, keine starke Staunässe 🌱 Aussaat & Pflanzung • Vorkultur: Februar - April • Substrat: lockere, humose Erde (Gemüseerde + Kokosfaser) • Keimtemperatur: 22-28 °C • Keimdauer: 2-6 Wochen • Luftfeuchte: hoch (60-80%) • Saattiefe: 5-10 cm (Knollen) • Pflanzzeit: Mitte/Ende Mai (nachts 12-15°C) • Pflanzabstand: 60-80 cm • Reihenabstand: 60-80 cm 💧 Pflege • Gießen: gleichmäßig feucht halten, darf nie austrocknen, mulchen • Grunddüngung: reichlich Kompost oder gut verrotteter Mist im Frühjahr • Düngung: regelmäßig 2-3wö. (Pflanzenjauche, Komposttee, Hornspäne) • Beschädigte oder eingerissene Blätter entfernen 🌾 Schnitt & Ernte • Kein Formschnitt • Blätter: nur junge Blätter (1-2 pro Pflanze), Nutzung wie Mangold • Knollen: Nach 7–12 Monaten, wenn Blätter gelb werden • nur gekocht (roh giftig) ❄️ Winterschutz • Frostempfindlich (nicht unter 10°C) • Pflanzen im Kübel frostfrei (10–15 °C) überwintern • Alternativ Knollen ausgraben, trocknen lassen und wie Dahlien lagern 🌿 Gute Nachbarn • Süßkartoffel, Ingwer, Kurkuma, Okra, Bananen • Basilikum (tropisch), Wasserspinat, Minze, Mangold, Spinat • Holunder, Haselnuss, Aronia, Sanddorn, Schirm-Bambus, Feige • Hartriegel (mit Abstand), Johannisbeere, Hortensien, Erdbeeren • Farne, Funkien, Begonien 🚫 Schlechte Nachbarn • Nachtschatten, Zwiebeln, Lauch • Kürbisgewächse, Kohlgewächse, Raps, Rübsen • Rosmarin, Oregano, Thymian, Salbei, Lavendel, Sedum, Hauswurz • Sellerie, Bohnen, Salat, Möhren, Pastinaken, Schwarzwurzel, Bete • Nieswurz, Purpurglöckchen, Schilf • Birke, Ahorn, Walnuss, Kiefer, Fichte, Kirschlorbeer, Apfel, Kirsche, Pflaume, Weide • Spierstrauch, Rose, Sommerflieder, Liguster, Forsythie, Himbeeren, Heidelbeeren, Stachelbeeren 🍂 Krankheiten • Blattfleckenkrankheiten • Echter Mehltau • Braunfäule • Wurzelfäule 🐌 Schädlinge • Spinnmilben • Blattläuse • Schnecken • Trauermücken • Wühlmäuse

Schlechte Nachbarn

Abessinischer Kohl / Äthiopischer Senf

Ahorne

Apfel / Kulturapfel

Aprikose

Aubergine

Bärlauch

Birne

Bohne (Ackerbohne)

Bohne (Buschbohne)

Bohne (Feuerbohne)

Bohne (Helmbohne)

Bohne (Limabohne/Mondbohne)

Bohne (Stangenbohne)

Chili

Dost, Oregano, Majoran

Endiviensalat (Eskariol / Frisée)

Fichten

Forsythien

Gartenkürbis - Patisson / Ufo-Kürbis

Gartenkürbis - Zierkürbis

Gartenkürbis - Zucchini

Gartensalat

Gemüsekohl - Baumkohl / Ewiger Kohl

Gemüsekohl - Blumenkohl / Romanesco

Gemüsekohl - Brokkoli

Gemüsekohl - Flower Sprouts / Kohlröschen

Gemüsekohl - Futterkohl

Gemüsekohl - Grünkohl / Braunkohl

Gemüsekohl - Kai-Lan / Chinesischer Brokkoli

Gemüsekohl - Kohlrabi

Gemüsekohl - Palmkohl / Schwarzkohl

Gemüsekohl - Rippenkohl / Portugiesischer Kohl

Gemüsekohl - Rosenkohl

Gemüsekohl - Rotkohl / Roter Spitzkohl

Gemüsekohl - Weißkohl / Weißer Spitzkohl

Gemüsekohl - Wildkohl / Urkohl

Gemüsekohl - Wirsing / Butterkohl

Gemüsekohl - Zierkohl

Gliedkräuter

Gräser - Schilfrohre, Pfahlrohre, Rohrkolben

Gurke

Haargurken / Schlangenkürbisse

Heidelbeere / Blaubeere

Himbeere

Inkagurke (Hörnchenkürbis)

Jaltomaten

Kaplilien / Kaplauche

Kartoffel

Kerbelrübe

Kiefern, Pinien

Kirschpflaume

Kiwano, Afrikanische Horngurke

Knoblauch

Knoblauchsrauke

Kürbis

Lauch

Lauch-Hellerkraut

Lavendel

Liguster

Lorbeerkirsche, Kirschlorbeer

Mandelbaum

Meerkohle

Mexikanische Minigurke

Möhren

Nachtschatten (Sonstige)

Nieswurzen

Paprika

Pastinake

Pfirsich, Nektarine

Pflaume, Zwetschge

Physalis

Purpurglöckchen, Silberglöckchen

Raps

Raps - Scheerkohl / Sibirischer Kohl

Raps - Steckrübe

Rose

Rosmarin

Rüben / Bete

Rübsen - Chinakohl

Rübsen - Choy Sum / Chinesischer Blütenkohl

Rübsen - Komatsuna

Rübsen - Mizuna

Rübsen - Ölrübsen

Rübsen - Pak Choi

Rübsen - Speiserübe

Rübsen - Stängelkohl

Rübsen - Stielmus

Rübsen - Tatsoi

Rübsen - Wilde Rübsen

Salat (Asia-Salat)

Salat (Chicorée)

Salat (Feldsalat)

Salat (Katalanischer Chicorée/Puntarelle/Spargelchicorée)

Salat (Radicchio)

Salat (Zuckerhut)

Salbei

Salpichroa

Sauerkirsche

Schnittknoblauch

Schnittlauch

Schwammgurke / Luffa

Schwarzwurzel

Sellerie (Knollensellerie)

Sellerie (Schnittsellerie)

Sellerie (Stangensellerie)

Sojabohne

Sommerflieder

Spargelsalat

Spiersträucher

Stachelbeere

Sukkulenten - Dickblattgewächse

Süßkirsche

Thymiane

Tomate (Fleischtomate / Großfruchtige)

Tomate (Kleinfruchtige)

Tomate (Salattomate / Normalfruchtige)

Tomate (Wildtomate)

Walnussgewächse

Weiden

Zierlauche

Zwiebel

Zwiebel (Frühlingszwiebel)

Krankheiten

Septoria-Blattfleckenkrankheit

Eckige Blattfleckenkrankheit

Echter Mehltau

Braunfäule (Kraut- und Knollenfäule)

Wurzelfäule

Schädlinge

Thripse

Blattläuse

Schnecken

Spinnmilben

Wühlmäuse

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