Maiglöckchen

Convallaria majalis
Spargelgewächse (Asparagaceae)
Aussaat
Ernte
Ernte
J
F
M
A
M
J
J
A
S
O
N
D
1. JAHR
FOLGEJAHRE
Lichtbedarf
Halbschattig
Wasserbedarf
Feucht
Boden
Mittelschwer (lehmig)
Nährstoffbedarf
Niedrig
Dunkelkeimer
Keimtemperatur
5 - 10 °C (Grad Celsius)
Pflanzabstand
15 cm
Reihenabstand
15 cm
Saattiefe
4 cm
Taxonomie & Einordnung Das Maiglöckchen gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) in der Ordnung der Spargelartigen (Asparagales). Die Gattung Convallaria ist artenarm, und die Art Convallaria majalis ist der bekannteste Vertreter dieser Gattung. Botanisch unterscheidet man innerhalb der Art zwar Varianten wie Convallaria majalis var. majalis und Convallaria majalis var. transcaucasica, doch diese gelten meist als natürliche Formen und nicht als kultivierte Sorten. Im Gartenbau gibt es darüber hinaus Züchtungen mit besonderen Merkmalen wie stärkerer Blütenzahl oder verändertem Blattbild. Wuchsform & Aussehen Das Maiglöckchen ist eine ausdauernde, krautige Staude, die typischerweise 10 bis 30 cm hoch wird. Es besitzt ein unterirdisches, kriechendes Rhizom, das der Pflanze hilft, dichte Bestände zu bilden. Die Pflanze bildet in der Regel zwei bis drei Laubblätter, die breit-lanzettlich und glänzend dunkelgrün sind und direkt aus dem Rhizom entspringen. Im späten Frühling entwickelt das Maiglöckchen eine traubige Blüte mit mehreren weiß-glockenförmigen, stark duftenden Blüten, die charakteristisch nach unten hängen. Dieser Duft lockt vor allem Insekten wie Bienen an. Nach der Blüte reifen leuchtend rote Beeren, die die Samen enthalten. Diese Früchte sind auffällig, aber ebenso wie alle anderen Pflanzenteile hochgiftig. Nutzen im Garten und für Tiere Obwohl das Maiglöckchen für den Menschen und viele Tiere giftig ist, hat es im Garten und im Ökosystem mehrere positive Aspekte: - Das Maiglöckchen ist eine beliebte Zierpflanze, vor allem in halbschattigen Rabatten, Gehölzgruppen oder unter Bäumen und Sträuchern, wo es als Bodendecker wirkt. - Die Pflanze breitet sich durch ihr Rhizom vegetativ aus und kann so größere, gleichmäßige Flächen bedecken. - Es wird auch als Schnittblume und in Topfkultur genutzt. Für Tiere und Ökosystem: - Die stark duftenden Blüten ziehen Bestäuber wie Bienen an und bieten Pollen. - Die roten Beeren werden von einigen Vögeln gefressen, die so zur Samenverbreitung beitragen können. - In natürlichen Waldgesellschaften ist Convallaria majalis ein Kennart waldiger Habitate, insbesondere von Buchen- und Eichenwäldern in Europa.
Herkunft:
Das Maiglöckchen stammt ursprünglich aus den gemäßigten Klimazonen der Nordhalbkugel.
Maiglöckchen werden praktisch nie ausgesät. Die Vermehrung erfolgt fast immer über Rhizome (Wurzelstücke) oder durch Teilung bestehender Pflanzen. -> Beste Methode: Pflanzung von Rhizomen -> Hauptpflanzzeit: Herbst (Oktober bis November) Alternativ: zeitiges Frühjahr
Keine guten Nachbarn vorhanden
Keine schlechten Nachbarn vorhanden
Keine Krankheiten vorhanden
Keine Schädlinge vorhanden