Knolliger Sauerklee / Oca

Knolliger Sauerklee / Oca

Oxalis tuberosa

Pflanzenfamilie

Sauerkleegewächse (Oxalidaceae)

Auch bekannt als

New Zealand Yam, Andenkartoffel, Uqa, Knollenklee, Oka, Yam , Peruanischer Sauerklee, Uwhiuwhi, Truffette Acide, Papa Roja

Anbaupause Fruchtwechsel

4 Jahre

Saisonübersicht

Voranzucht

Pflanzung

Ernte

Ernte

J

F

M

A

M

J

J

A

S

O

N

D

1. JAHR

FOLGEJAHRE

Details

Lichtbedarf

Halbschattig

Wasserbedarf

Feucht

Boden

Leicht (sandig)

Nährstoffbedarf

Mittel

Lichtkeimer

Keimtemperatur

15 - 20 °C (Grad Celsius)

Pflanzabstand

30 cm

Reihenabstand

40 cm

Saattiefe

8 cm

Anleitungen

Beschreibung

Oca (Oxalis tuberosa) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Sauerklee (Oxalis) in der Familie der Sauerkleegewächse (Oxalidaceae). die in den Anden Südamerikas beheimatet ist. Die Pflanze wird auch als Andenkartoffel, Knollenklee oder Uqa, Oka, Yam oder Peruanischer Sauerklee bezeichnet. Die Oca stammen ursprünglich aus den Anden, werden da auch in Höhenlagen von 1500-2500 m angebaut und stellen die älteste kultivierte Knollenpflanze der Anden dar. Über die Anden hinaus hat sich der Knollige Sauerklee – im Ursprungsgebiet noch heute die zweitwichtigste Knollenfrucht nach der Kartoffel – vor allem in Mexiko und seit dem 19. Jahrhundert interessanterweise auch in Neuseeland etablieren können. In Neuseeland werden die Oca etwas irreführend New Zealand Yam genannt. Oca ist eine schöne Pflanze mit rötlichen Triebspitzen und Sprossachsen sowie Knollen mit unterschiedlichen leuchtenden Farben und Formen. Der Knollige Sauerklee ist eine mehrjährige, sukkulente, krautige Pflanze. Sie wird bis über 30–40 cm hoch. Die Wurzeln bilden stark verzweigte Rhizome, deren Spitzen zu fleischigen Knollen anschwellen. Die wachsigen, mehr oder weniger runzligen, zylindrischen bis ellipsoiden oder keulenförmigen Knollen, mit kerbigen „Augen“, sind 3–15 cm lang, weiß, grün, orange, rosa, rot oder violett. Die aufrechten oder niederliegenden, fleischigen Stängel erreichen bis 1 cm Durchmesser. Sie sind dunkelgrün bis purpurn gefärbt und meist dicht mit Flaumhaaren bedeckt. Die etwas durchscheinenden, an der Basis mit einem „Gelenk“ unterteilten Blattstiele sind ausgebreitet und 7 bis 10 cm lang. Die wechselständigen Laubblätter sind in drei fleischige Blättchen geteilt. Diese sind verkehrt-herzförmig und ganzrandig, etwa 25 × 22mm groß, grün bis purpurn und tragen zumindest auf der Unterseite Flaumhaare. Die Blättchen sind berührungsempfindlich. Oxalis tuberosa haben drei verschiedene Blütentypen pro Pflanze. Die Blütenstände erscheinen als Trugdolden. Die gestielten, zwittrigen Blüten mit doppelter Blütenhülle sind fünfzählig. Die gelben Blüten haben bis zu 2 cm im Durchmesser. Die Petalen mit streifigen Saftmalen sind verkehrt-eiförmig. Es werden, wenn auch nur selten, kleine und ein- bis wenigsamige, Kapselfrüchte gebildet. Die Samen besitzen eine explosive Samenschale welche sie aus der Frucht herausschleudert. Als Folge intensiver, vermutlich mehr als tausendjähriger Kultivierung der Art haben sich viele Sorten herausgebildet. Mit dem Ziel, größere, nahrhaftere und wohlschmeckendere Knollen zu erzeugen, wurde bei der Züchtung wenig Wert auf die Blüten der Pflanzen gelegt, so dass Sorten entstanden, die nicht mehr blühfähig oder steril sind und nur noch über die Knollen vermehrt werden können. Insbesondere die Sorten mit gelben und roten Knollen sind steril. Junge Blätter und Sprosse enthalten Oxalsäure, die ihnen den sauren Geschmack verleiht, meist nur in geringen Mengen, so dass sie als Salat oder Gemüse verwendet werden können. Die Knollen enthalten deutlich weniger Oxalsäure, dafür aber Stärke und größere Mengen Vitamin C. Werden die Knollen nach der Ernte einige Wochen dem Sonnenlicht ausgesetzt, baut sich die Säure weitgehend ab und die Knollen werden süßer. Die Kombination der neu hinterlegten Süße mit der Säure ergibt dann einen ganz besonderen fruchtigen Geschmack.

Herkunft:

Anden, Mexiko, Neuseeland

Anbautipps

🌼 Voranzucht • Die meisten Sorten in Europa blühen kaum oder gar nicht. • Selbst wenn sie blühen, setzen sie nur selten Samen an. • Samenproduktion ist genetisch kompliziert – viele Pflanzen sind steril oder inkompatibel. • Oca wird fast immer vegetativ über Knollen vermehrt. • Falls du tatsächlich Samen hast (z. B. aus Zuchtprojekten oder Tauschbörsen), geht es so: • Lichtkeimer • feuchte Anzuchterde streuen • Temperatur: 15–20 °C • Keimdauer: 2–6 Wochen, manchmal länger • Jungpflanzen zart am Anfang, wachsen langsam. • Viel Licht, keine direkte pralle Sonne. • Später wie vorgezogene Knollen behandeln. • Pflanzen aus Samen sind genetisch unterschiedlich – du bekommst also neue Varianten. 🌱 Pflanzung • Pflanzzeit: April–Mai, sobald keine starken Fröste mehr drohen. • Pflanztiefe: ca. 5–10 cm. • Abstand: 30–50 cm. 🌤️ Standort & Klima • kühles, feuchtes Klima, kommt mit Hitze schlecht zurecht. • halbschattiger bis sonniger Platz ist ideal, direkte Sommerhitze vermeiden. 🪴 Boden • Locker, humusreich, gut drainiert. • leicht saure Böden. • Staunässe unbedingt vermeiden. 💧 Pflege • Regelmäßig und mäßig gießen. • Mulchen hilft, Feuchtigkeit zu halten und Unkraut zu unterdrücken. • Oca wächst langsam. 🧪 Düngung • Am besten im Frühjahr reife Komposterde einarbeiten. • Menge: etwa 2–3 Liter Kompost pro m². • Alternativ: gut verrotteter Mist, aber sparsam. • Während Wachstum gleichmäßige Nährstoffversorgung. • Eine leichte Nachdüngung nach 6–8 Wochen reicht: ◦ Pflanzenjauche (z. B. Brennnessel) stark verdünnt ◦ Oder kleine Menge organischer Langzeitdünger (z. B. Pellets) • Keine hohen Stickstoffgaben (Blaukorn, frischer Mist, zu viel Jauche). • führt zu viel Grün und wenig Knollen. • Keine Überdüngung ❄️ Ernte • bildet Knollen erst ab Oktober/November. • Ernte nach dem ersten Frost, aber bevor der Boden durchfriert. • Knollen einige Tage in der Sonne nachtrocknen lassen – das macht sie süßer. 🌱 Tipp für dein Beet Oca wächst lange und bildet Knollen erst spät im Jahr. Gute Nachbarn sind daher Pflanzen, die früh geerntet werden oder nicht tief wurzeln. 🐛 Schädlinge • Schnecken (junge Pflanzen) • Drahtwürmer • Blattläuse • Wühlmäuse 🍂 Krankheiten • Mehltau (echter oder falscher) • Wurzelfäule • Viruskrankheiten 🌿 Gute Nachbarn • Kohlarten (Brokkoli, Kohlrabi, Grünkohl) • Bohnen & Erbsen • Salate, Spinat • Zwiebeln & Knoblauch, Schnittlauch • Dill, Koriander, Petersilie • Mais • Sonnenblumen 🚫 Schlechte Nachbarn • Kartoffeln • Süßkartoffeln • Topinambur • Wurzelpetersilie, Pastinaken • Rettich • Okra • Andere Oxalis-Arten • Tomaten, Kürbis, Melone

Krankheiten

Falscher Mehltau

Echter Mehltau

Wurzelfäule

Schädlinge

Schnecken

Drahtwürmer

Blattläuse

Wühlmäuse

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