Veilchen

Veilchen

Viola

Pflanzenfamilie

Veilchengewächse (Violaceae)

Auch bekannt als

Stiefmütterchen, Hornveilchen, Duftveilchen, Waldveilchen, Märzveilchen, Wohlriechendes Veilchen, Duftendes Veilchen, Blaues Veilchen, Frühlingsveilchen, violet, sweet violet, violette, viola, violeta, Himmelsröschen, Marienblümchen, Süßblume, Blaukind, Mutterblümchen

Anbaupause Fruchtwechsel

0 Jahre

Saisonübersicht

Voranzucht

Pflanzung

Ernte

J

F

M

A

M

J

J

A

S

O

N

D

1. JAHR

Details

Lichtbedarf

Halbschattig

Wasserbedarf

Feucht

Boden

Mittelschwer (lehmig)

Nährstoffbedarf

Mittel

Dunkelkeimer

Keimtemperatur

15 - 18 °C (Grad Celsius)

Pflanzabstand

20 cm

Reihenabstand

25 cm

Saattiefe

0.5 cm

Anleitungen

Beschreibung

Veilchen oder Violen (Viola) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Veilchengewächse (Violaceae). Von den 400 bis 650 Arten gedeihen die meisten in den gemäßigten Gebieten der Erde. Die Zentren der Artenvielfalt liegen in Nordamerika, den Anden und Japan. Man findet sie jedoch auch in Australien und Tasmanien. Bekannte Arten sind Stiefmütterchen, Hornveilchen und Duftveilchen. Hier liegt neben der Mittelmeerregion eines der Diversitätszentren der Veilchen mit jeweils über 50 Arten. In Mitteleuropa kommen 30 Arten in freier Wildbahn vor. Die beliebten Veilchen haben ihren Weg auf verschiedene Weise in Brauchtum und Kultur gefunden. Die duftenden Blüten gelten als Symbol der Liebe und der Demut. Sie sind als Frühlingsboten gefeiert und nicht nur Homer und Goethe zitierten die bescheidene Schönheit der Veilchen in ihren Werken. Diese Beliebtheit spiegelt sich in den Gärten wider, wo Veilchen regelmäßig zu finden sind. Gefragt sind die zahlreichen Sorten der Gartenstiefmütterchen (Viola wittrockiana) und Hornveilchen (Viola cornuta). Sie begeistern mit ihrem zierlichen Wuchs und farbintensiven Auftritt, der sich mit wenig Pflegeaufwand erzielen lässt. Nicht zur Gattung der Veilchen (Viola) gehören die Alpenveilchen (Cyclamen spec.) und die als Zimmerpflanzen bekannten Usambaraveilchen, bei denen das Wort -„veilchen“ nur auf Grund der des geringfügig ähnlichen Aussehens oder der Farbe der Blüten im Trivialnamen auftauchen, so auch bei den Veilchensträuchern (Iochroma spec.). Wuchs Veilchen sind ein- oder mehrjährige krautige Pflanzen sowie selten Halbsträucher. Die Rhizome dienen als Überdauerungsorgan. Über diese breiten sich Veilchen unterirdisch aus und bilden üppige Horste. Oberirdische Sprossachsen fehlen bei einigen Arten. Die Wuchshöhe beträgt zwischen 15 und 20 Zentimeter. Blatt Die Blätter wachsen aus einer grundständigen Rosette oder stehen wechselständig an der Sprossachse. Sie sind gestielt und besitzen eine geteilte oder ungeteilte Blattspreite, die sich rund bis nierenförmig ausbildet. Es sind zum Teil stark gefranste Nebenblätter vorhanden. Bei manchen Arten sind die Blätter behaart. Der Blattrand ist glatt oder gezähnt. Blüte Sortenabhängig blühen Veilchen von März bis August mit einer langen Blütezeit. Die zwittrigen Blüten wachsen einzeln aus den Blattachseln. Sie sind spiegelsymmetrisch aufgebaut und haben fünf ungleich gestaltete Kronblätter. Das unterste Blütenblatt ist am größten. Je nach Blütenform unterscheidet der Volksmund zwischen Veilchen und Stiefmütterchen. Während beim Stiefmütterchen ein Kronblatt nach unten und die übrigen vier nach oben wachsen, weisen bei den Veilchen drei Kronblätter nach unten und zwei nach oben. Die Blütenfarbe reicht von weiß und gelb über braun, rot, violett und blau bis schwarz. Es gibt Züchtungen mit mehrfarbigen und gefüllten Blüten. Frucht Nach dem Abblühen bilden Veilchen dreiklappige Kapselfrüchte aus, die runde bis eiförmige Samen enthalten. Nutzung Unter der Vielzahl der Veilchenarten finden sich einige als Ziergewächse in Gärten, Parks und Friedhöfen oder begeistern in Pflanzkübeln. Das Gartenstiefmütterchen in all seinen Formen ist eines der bekanntesten und verbreitetsten Veilchen. Dieses und andere Veilchenarten, sind in der Küche anzutreffen, wo sie zum Verfeinern von Speisen Einsatz finden. Der Crème de Violette ist ein Likör, der mit einem milden Veilchenaroma besticht. In der Naturheilkunde fanden Veilchen in der Vergangenheit Einsatz bei Kopfschmerz, Sehstörungen oder Atemwegsproblemen. Heute sind Veilchen in der Aromatherapie bekannt. Der angenehme Duft aus natürlichen Veilchenkonzentraten beflügelte seit jeher die Parfumindustrie.

Herkunft:

gemäßigten Gebiete Nordamerikas, Anden, Japan, Australien, Tasmanien

Anbautipps

Voranzucht • Zeitpunkt: Januar bis März • Je früher man startet, desto früher blühen sie draußen • Substrat: Fein, locker, humos, (Anzuchterde) • Leicht feucht, nicht nass • dünne Sandschicht obenauf verhindert Schimmel • Lichtkeimer/Dunkelkeimer: Je nach Art • Die meisten Veilchen keimen im Dunkeln besser • Temperatur: 15–18 °C. • Abdeckung: Mini-Gewächshaus oder Folie, bis Keimung startet • Keimdauer: 10–20 Tage (manchmal länger) • Heller Standort, keine direkte Sonne • Pikieren: sobald 2–3 echte Blätter da sind • Weiterhin hell und eher kühl halten (10–15 °C) • Leicht feucht halten, nie „nass“ • Abhärten: Ab März/April • Auspflanzen: nach den stärksten Frösten Direktsaat • Zeitpunkt: März bis April / September-Oktober • Lichtkeimer (z. B. Hornveilchen, Stiefmütterchen): Samen nur aufstreuen und leicht andrücken, nicht bedecken. • Dunkelkeimer (z. B. Duftveilchen): Samen hauchdünn mit Erde oder Sand abdecken. • Herbstsaat keimt oft erst im Frühjahr nach der natürlichen Kälteperiode • Selbstaussaat Viele Veilchen säen sich von selbst aus Pflanzung • Frühjahr (März–April) • Herbst (September–Oktober) – besonders gut für Duftveilchen und Wildarten, weil sie über Winter einwurzeln • Pflanzabstand: 15–20 cm • Reihenabstand: 20-25 cm • Pflanzloch etwas größer als der Wurzelballen • Wurzelballen kurz wässern, dann einsetzen • Erde gut andrücken, damit keine Hohlräume bleiben • Anschließend gründlich angießen • Teilung Ältere Horste im Frühjahr teilen und neu setzen Standort & Boden • Halbschatten bis lichter Schatten • keine pralle Mittagshitze • Kühlere Temperaturen (Veilchen mögen es eher frisch) • nicht zu warme und trocken • Humos, locker, leicht feucht • pH-Wert leicht sauer bis neutral Pflege • Gießen Gleichmäßig feucht halten, Staunässe vermeiden • Mulchen Eine dünne Schicht Laub oder Rindenhumus • Düngen Einmal im Frühjahr etwas Kompost Häufige Krankheiten • Echter Mehltau • Falscher Mehltau • Wurzelfäule • Grauschimmel Häufige Schädlinge • Schnecken • Blattläuse • Trauermücken • Raupen Gute Nachbarn • Farne, Astilben, Funkien, Purpurglöckchen, Waldsteinie • Waldmeister, Elfenblume (Epimedium), Primel, Leberblümchen • Schaumblüte (Tiarella), Blausternchen • Lungenkraut, Salat, Spinat, Mangold, Radieschen, Kohlrabi • Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Koriander, Borretsch • Schneeglöckchen, Krokusse, Narzissen, Windröschen, Märzenbecher • Hasel, Holunder, Zierjohannisbeere, Felsenbirne, Liguster • Birke, Eberesche, Hainbuche, Feldahorn, Kirsche Schlechte Nachbarn • Giersch, Bärenklau • Minze, Efeu, Immergrün • Thymian, Salbei, Lavendel, Rosmarin, Oregano, Majoran, Estragon • Tomaten, Kürbis, Zucchini, Paprika, Chili, Gurken, Möhren, Sellerie • Kartoffeln, Kohl, Lauch, Bohnen, Erbsen, Dill, Rüben, Raps, Rübsen • Rittersporn, Pfingstrosen, Sonnenhut (Echinacea) • Bambus, Hohe Gräser, Miscanthus, Sonnenblume, Topinambur • Blaubeeren, Preiselbeeren • Thuja, Fichte, Kiefer, Rhododendron, Kirschlorbeer

Schlechte Nachbarn

Abessinischer Kohl / Äthiopischer Senf

Beifüße

Bohne (Ackerbohne)

Bohne (Buschbohne)

Bohne (Feuerbohne)

Bohne (Helmbohne)

Bohne (Limabohne/Mondbohne)

Bohne (Stangenbohne)

Chili

Dill

Dost, Oregano, Majoran

Efeu

Erbse

Fichten

Gartenkürbis - Patisson / Ufo-Kürbis

Gartenkürbis - Zierkürbis

Gartenkürbis - Zucchini

Gemüsekohl - Baumkohl / Ewiger Kohl

Gemüsekohl - Blumenkohl / Romanesco

Gemüsekohl - Brokkoli

Gemüsekohl - Flower Sprouts / Kohlröschen

Gemüsekohl - Futterkohl

Gemüsekohl - Grünkohl / Braunkohl

Gemüsekohl - Kai-Lan / Chinesischer Brokkoli

Gemüsekohl - Palmkohl / Schwarzkohl

Gemüsekohl - Rippenkohl / Portugiesischer Kohl

Gemüsekohl - Rosenkohl

Gemüsekohl - Rotkohl / Roter Spitzkohl

Gemüsekohl - Weißkohl / Weißer Spitzkohl

Gemüsekohl - Wildkohl / Urkohl

Gemüsekohl - Wirsing / Butterkohl

Gemüsekohl - Zierkohl

Gliedkräuter

Großfrüchtige Moosbeere

Gurke

Haargurken / Schlangenkürbisse

Heidelbeere

Immergrün

Inkagurke (Hörnchenkürbis)

Jaltomaten

Kartoffel

Kerbelrübe

Kichererbse

Kiefern, Pinien

Knoblauch

Kürbis

Lauch

Lavendel

Lebensbaum, Thuja

Lorbeerkirsche, Kirschlorbeer

Minze

Möhren

Paprika

Pastinake

Pfingstrosen

Platterbsen

Preiselbeere

Raps

Raps - Scheerkohl / Sibirischer Kohl

Raps - Steckrübe

Rhododendron

Rittersporn

Rosmarin

Rüben / Bete

Rübsen - Chinakohl

Rübsen - Choy Sum / Chinesischer Blütenkohl

Rübsen - Komatsuna

Rübsen - Mizuna

Rübsen - Ölrübsen

Rübsen - Pak Choi

Rübsen - Speiserübe

Rübsen - Stängelkohl

Rübsen - Stielmus

Rübsen - Tatsoi

Rübsen - Wilde Rübsen

Salbei

Scheinsonnenhüte

Schnittknoblauch

Sellerie (Knollensellerie)

Sellerie (Schnittsellerie)

Sellerie (Stangensellerie)

Sojabohne

Sonnenblume

Süßkartoffel

Thymiane

Tomate (Fleischtomate / Großfruchtige)

Tomate (Kleinfruchtige)

Tomate (Salattomate / Normalfruchtige)

Tomate (Wildtomate)

Topinambur

Ziergräser - Bambus

Ziergräser - Federborstengras, Lampenputzergras

Ziergräser - Pampasgras

Ziergräser - Schilfrohr, Pfahlrohr, Rohrkolben

Ziergräser - Simse, Binse

Zwiebel

Zwiebel (Frühlingszwiebel)

Krankheiten

Falscher Mehltau

Echter Mehltau

Grauschimmel

Wurzelfäule

Schädlinge

Raupen

Blattläuse

Schnecken

Kennst du schon die Fryd App?