Orchideen - Hundswurzen

Orchideen - Hundswurzen

Anacamptis

Pflanzenfamilie

Orchideengewächse (Orchidaceae)

Anbaupause Fruchtwechsel

0 Jahre

Saisonübersicht

Aussaat

Ernte

Ernte

J

F

M

A

M

J

J

A

S

O

N

D

1. JAHR

FOLGEJAHRE

Details

Lichtbedarf

Sonnig

Wasserbedarf

Trocken

Boden

Leicht (sandig)

Nährstoffbedarf

Niedrig

Lichtkeimer

Pflanzabstand

20 cm

Reihenabstand

20 cm

Saattiefe

2.5 cm

Anleitungen

Beschreibung

Die Hundswurzen (Anacamptis) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae). Die Gattung Anacamptis wurde 1817 durch Louis Claude Marie Richard in De Orchideis Europaeis Annotationes Seite 25 aufgestellt. Wahrscheinlich aufgrund der zurückgebogenen Tragblätter der Typusart Anacamptis pyramidalis stammt der botanische Gattungsname Anacamptis vom griechischen Wort ἅνακάμπτω anakampto für „zurückbiegen“. Die Gattung Anacamptis wird in sieben Sektionen gegliedert: Anacamptis, Boryae, Coriophorae, Laxiflorae, Moriones, Papilionaceae, Saccatae. Diese terrestrischen Orchideen kommen auf Grasland , Kalkstein- oder Kreideablagerungen oder auf Dünen in Eurasien vor , vom Mittelmeerraum bis nach Zentralasien . Die Hundswurz-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Diese Geophyten bilden eirunde Knollen als Überdauerungsorgane. Die zum Stängelgrund gehäuften Laubblätter sind nicht glänzend, grün und immer ungefleckt. Einige bis viele Blüten stehen in einem Blütenstand zusammen. Die Tragblätter sind mindestens halb so lang wie der Fruchtknoten, meist aber deutlich länger. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und dreizählig. Die Blütengröße und -gestalt ist je nach Art unterschiedlich. Es ist ein Sporn vorhanden, dessen Länge aber ebenso variabel. Die dreiteilige Lippe besitzt einen ungeteilten Mittellappen. Vor dem Sporneingang befinden sich am Grunde zwei erhabene Längsleisten (Platten). Die Samen sind wie bei allen Orchideen sehr zahlreich und sehr fein, oft nur 1/4 Millimeter groß und die Tausendkornmasse ist nur etwas über ein Milligramm schwer. Ein nützliches Merkmal zur Unterscheidung von Anacamptis und Orchis – zu der die Klade der Grünnervigen Orchideen früher gezählt wurde – ist die basale Verschmelzung der drei Kelchblätter bei Anacamptis .

Herkunft:

Mittelmeerraum, Zentralasien

Anbautipps

Standort Licht: Sonnig bis halbschattig, warme Plätze sind optimal. Boden: Kalkreich, durchlässig, eher trocken bis mäßig frisch. Geeignet für: Naturgärten, Trockenrasen, Steingärten, magere Wiesen. Pflanzung Zeitpunkt: Frühjahr oder Herbst. Knollen: Flach setzen, Erde nicht zu nährstoffreich. Abstand: 15–20 cm, da sie kleine Horste bilden. Pflege Bewässerung: Nur in längeren Trockenphasen leicht gießen. Staunässe unbedingt vermeiden. Düngung: Keine Düngung – sie bevorzugen magere Böden. Winterhärte: Voll winterhart bis –20 °C. Vermehrung: Durch Samen (langsam, braucht Mykorrhiza-Pilze). Vegetativ durch Knollenbildung. Besonderheiten Blütezeit: Mai bis Juli, je nach Art. Blütenfarben: Rosa bis purpur, pyramidenförmige Blütenstände bei A. Pyramidalis. Höhe: 20–50 cm. Ökologische Bedeutung: Wichtige Wildorchideen, oft Indikator für naturnahe, kalkreiche Standorte.

Krankheiten

Grauschimmel

Fusariose

Wurzelfäule

Schädlinge

Spinnmilben

Schnecken

Engerlinge

Blattläuse

Wühlmäuse

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