Gräser - Schwingel

Festuca
Grass family (Poaceae)
0 Jahre
Aussaat
Ernte
Ernte
J
F
M
A
M
J
J
A
S
O
N
D
1. JAHR
FOLGEJAHRE
Lichtbedarf
Sonnig
Wasserbedarf
Trocken
Boden
Leicht (sandig)
Nährstoffbedarf
Niedrig
Lichtkeimer
Keimtemperatur
15 - 20 °C (Grad Celsius)
Pflanzabstand
20 cm
Reihenabstand
30 cm
Saattiefe
0.2 cm
Schwingel (bot. Festuca) zählen zu den Süßgräsern, denen zusätzlich alle Getreidearten, Zuckerrohr und Bambus angehören. Wie die meisten Vertreter dieser Pflanzenfamilie sind sie krautig und haben einen stielrunden, hohlen Stängel (Halm). Sogenannte Knoten (Nodien) gliedern ihn in Teilstücke. Schwingel sind Rispengräser. Die Gattung mit ihren insgesamt etwa 650 Arten ist weltweit vertreten. Die typischen Randbepflanzungs-Gräser finden selbst auf felsigem Untergrund Halt und sind dekorativer Blickfang in jedem Garten. Sie gedeihen zuverlässig, sind Bodendecker, Solitärpflanze und Kübelbewohner. Günstig für sie sind normale Garten- oder karge Sandböden. Verbreitung Die ausgesprochen widerstandfähige Gattung kommt weltweit vor. Ihre Heimat sind unterschiedliche Bergregionen. Auf felsigem Grund endemisch, kommt die anspruchslose Gattung Festuca in vielen Gebirgen Europas, der Türkei, Zentralasiens, des Kaukasus und Sibiriens vor. Wuchs Graspflanzen der Gattung Festuca wachsen zu dichten, polsterartigen Büscheln oder einem dichten, sattgrünen Teppich aus Einzelgräsern. Die jeweiligen Wuchshöhen der Festuca-Pflanzen reichen von einigen Zentimetern bis hin zu einem halben Meter. Manche büschelartige Exemplare wachsen bis zu einem Meter in die Breite. Die Pflanzen sind klein, mittelgrün, blaugrün bis stahlblau und eignen sich ideal, um im Garten interessante Farbkontraste zu erzielen. Blatt Die Blätter dieser Gattung aus der Pflanzenfamilie der Echten Gräser sind zweiteilig angeordnet. Jedes der lang gezogenen parallelnervigen Blätter der Schwingel umfasst den Stängel in Form einer Blattscheide. Diese wächst vom Grund aufwärts aus dem sogenannten Grasknoten. Die Oberfläche des Blattes ist lanzettförmig und glattrandig. Blattfärbungen reichen von Grün über blaugrün bis hin zu stahlblau. Vorne laufen die Laubblattränder lanzettlich zusammen. Die Blattscheide ist zum Großteil geöffnet. Blüte Festuca-Pflanzen treiben im Sommer locker verzweigte, blasse Blütenstände in Form sogenannter Ährenrispen. Diese Blüten hängen an eigenen, hochragenden Stängeln. Sie sind oval und spitz zulaufend. Die Ährenrispe ist ein Verband mehrerer einzelner Blüten, genannt Ährchen, die zu mehreren zusammen stehend eine buschige Gesamtblüte bilden. Jedes einzelne Ährchen ist rundlich und spitz, zwittrig und mit Spelzen umhüllt: Von innen nach außen sind es Hüllspelzen, Deck- und Vorspelzen. An der Spitze der Ähre sitzen Grannen. Die am Grund sitzenden Schwellkörperchen (Lodiculae) bewirken ein Öffnen der Spelzen zur Befruchtung. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind (Anemophilie), ein typisches Merkmal der Verwandtschaftsgruppe der Einkeimblättrigen Pflanzen. Frucht Die Frucht der Schwingel-Pflanzen heißt Karyopse. Sie entsteht aus einer Samenanlage nach der Befruchtung. Die Samenschale verwächst während des Reifungsprozesses mit der Fruchtwand. Es entsteht eine Schließfrucht. Der Keimling hält sich nach Verlassen des Fruchtstandes mit einem speziellen schildförmigen Saugorgan am Untergrund fest. Standort Schwingel sind typische Pflanzen in Heide- und Steingartengesellschaften. Sie sind widerstandsfähig. Einige Sorten wachsen auf kargem Boden zu einer überdauernden Bodenbedeckung zusammen. Pflanzen dieser Gattung stellen geringe Ansprüche an den Boden. Es ist zu empfehlen, sie an einem vollsonnigen Ort zu platzieren. Luftige Stein-, Sand- oder Kalkböden bieten ideale Bedingungen für diese Vertreter der Familie der Graspflanzen. Nutzung Ob im Heidegarten, Steingarten, als Friedhofsgrün, Dachpflanze oder Bodendecker: Die robusten Graspflanzen der Schwingel machen als dekoratives Element Eindruck. Festuca-Arten sind aufgrund ihres robusten Wesens beliebt in Steingärten, als Bodendecker und als Hangbegrünung. Sie eignen sich als Fugenfüller neben und auf Stein-, Schotter- und Parkwegen in Grünanlagen. Sie sind außerdem beliebter Bestandteil von Rasensamen-Mischungen. Sie sorgen mit ihrem dichten Wuchs für eine lückenlose, widerstandsfähige Grasnarbe. Eine andere Verwendungsart ist das Erzeugen eines moosartigen, grasgrünen und durchgehenden Grünteppiches im Steingarten. Bei der Bepflanzung eines Kübels, überwintert das beliebte Ziergras am besten im Haus. Dieses ist speziell in kühleren Regionen, in denen Bodenfrost im Frühjahr lange vorhält, vorteilhaft. Die meisten Gräser der Gattung bedürfen keinerlei Winterschutz. Durch den geringen Wasser- und Nährstoffbedarf ist der Pflegeaufwand in einem großen Topf gut zu händeln.
Herkunft:
weltweit, Gebirge in Europa, Türkei, Zentralasien, Kaukasus und Sibirien
🌞 Standort & Boden • vollsonnig, warme, luftige Standorte • Schwingel wachsen auf felsigen, offenen Regionen • Ideal für Steingärten, Kiesbeete, Trockenmauern, Dachgärten oder sonnige Hänge • Windtolerant • mineralisch, locker, kiesig, sandig, steinig, gut drainiert • Nährstoffarm, karg, humusarm • Trocken bis frisch, niemals dauerhaft feucht • meist leicht sauer bis leicht alkalisch (pH 5,5-7,5), kalktolerant 🌱 Aussaat & Pflanzung • Direktsaat: April-Mai / September • Substrat: mager, locker, fein, sandig, leicht feucht • Keimtemperatur: 15-20 °C • Keimdauer: 10-20 Tage • Saattiefe: 0,2 cm (Lichtkeimer) • Pflanzabstand: 20-30 cm • Vermehrung: Teilung im Frühjahr oder Herbst 💧 Pflege • Gießen: sehr wenig, nur bei längerer Trockenheit oder Neupflanzung, keine Staunässe • Düngung: nicht erforderlich, schadet eher • Im Frühjahr (Februar-März) altes Laub auskämmen, braune Teile entfernen, kein radikaler Rückschnitt 🌿 Gute Nachbarn • Sedum, Sempervivum, Lavendel, Thymian, Beifuß, Scheinsonnenhut, Gaura • Heidekraut, Ginster, Fingerkraut, Grasnelke, Schafgarbe, Woll-Ziest, Rosmarin • Gliedkräuter, Katzenminze, Steppensalbei, Glockenblume, Frauenmantel 🚫 Schlechte Nachbarn • Efeu, Giersch, Immergrün, Waldsteinia • Bambus, Japanischer Staudenknöterich, Minzen • Dahlien, Rittersporn, Sonnenblumen, Pfeifengras, Schachtelhalm • Farne, Funkien, Kaukasusvergissmeinnicht, Schaumblüte, Elfenblume • Lungenkraut, Geranien, Purpurglöckchen, Bergenien, Sumpfdotterblume • Astilbe, Nieswurz, Waldgräser, Straußenfarn, Geißbart, Steinbrech, Ligularia • Rosen, Pfingstrosen, Hortensien, Rhododendron, Heidelbeeren 🍂 Krankheiten • Pilzinfektionen • Helminthosporium-Blattflecken • Rost • Wurzelfäule 🐌 Schädlinge • Blattläuse • Wühlmäuse, Feldmäuse • Raupen
Bergenien
Blueberry
Dahlia
Efeu
Farne
Funkien
Geranie/Pelargonie
Gräser - Bambusse
Gräser - Schilfrohre, Pfahlrohre, Rohrkolben
Hydrangea / Hortensia
Immergrün
Kaukasusvergissmeinnicht
Large cranberry / American cranberry
Lingonberry / Partridgeberry / Mountain cranberry
Lungenkräuter
Mint
Nieswurzen
Peony
Prachtspieren
Purpurglöckchen, Silberglöckchen
Rhododendron
Rittersporn
Rose
Schachtelhalm
Sukkulenten - Steinbrechgewächse
Sunflower
Powdery mildews
Root Rot
Caterpillars
Aphids
Voles